Als historische (alte) Rosen werden Rosen bezeichnet, die vor 1867 (erste Teehybride) gezüchtet wurden oder Kreuzungen verschiedener alter Rosen sind. Sie sind einmal- oder öfterblühend, oft duftend und meist gefüllt. Sie werden in Gruppen eingeteilt:

 

Alba-Rosen:  Angenehm duftende einmalblühende Blüten, oft buschiger überhängender Wuchs, sehr frosthart. Wird zur Gewinnung von Rosenöl verwendet.
Bekannte Beispiele: Königin von Dänemark

Bourbon-Rosen: Ihr Name leitet sich von der Herkunftsinsel Île de Bourbon, heute Réunion ab. Kugelförmige, grosse, gefüllte Blüten.
Bekannte Beispiele: Boule de Neige, La Reine Victoria

Centifolien: Gefüllten Blüten, stark bestachelte Sträucher bis 2 m hoch, üppige überhängende und stark gefüllte Blüten, sehr winterhart. Blütenblätter werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser, für kosmetische Zwecke und Parfüm, sowie zur Zubereitung von Rosenkonfitüre verwendet.
Bekannte Beispiele: Centifolia major, Reine des Centfeuilles

Damascener-und Portlandrosen: Zuchtform mit schwerem, betörendem Duft aus Kleinasien, die schon seit der Antike kultiviert wird. Kamen mit den Kreuzrittern des 13. Jahrhunderts in die europäischen Gärten. Werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Portland-Rosen entstanden im 18. Jahrhundert in Italien aus den Damascener-Rosen. Kompakter Wuchs, winterhart und wunderbarar Duft.
Bekannte Beispiele: Jacques Cartier, Rose de Rescht

Gallica-Rosen: Auch Essig-Rosen genannt. Wichtige, seit vielen Jahrhunderten kultivierte, robuste Rosenart von der viele unserer heutigen Garten-Rosen abstammen. Wächst auch wild. Triebe dicht mit unterschiedlich langen, geraden und zurückgebogenen Stacheln und Stieldrüsen besetzt.
Bekannte Beispiele: Officinalis, Rosa gallica, Tuscany Superb

Moosrosen: Moosrosen: Untergruppe der Centifolien. Krause, grüne Blattauswüchse und die Öldrüsen lassen Kelch und Blütenstiele wie bemoost aussehen. Das sich klebrig anfühlende Harz duftet sehr würzig, wenn man Blätter und Stiele zwischen den Fingern zerreibt.
Bekannte Beispiele: Crimson Moss, Nuits de Young, Mr. Pélisson, William Lobb, Zoé

Moschata-Hybriden: Strauchrosen, aus der Wildrose Rosa moschata gezüchtet. Öfterblühend, pflegeleicht, geeignet für Heckenpflanzung. Intensiver moschusartiger Duft.
Bekannte Beispiele: Autumn Delight, Princesse de Nassau, Prosperity

Noissette-Rosen: entstanden als erste öfterblühende Kletter-Rosen Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA.
Bekannte Beispiele: Blush Noisette

Rosa rugosa: Kurze, starke Stacheln und typisches, runzliges Laub. Winterhart, krankheitsresistent und anspruchslos. Die vielen positiven Eigenschaften wurden aus der Wildform übertragen.
Bekannte Beispiele: Sarah van Fleet

Chinarosen: Gehören zu den ältesten Gartenrosen. Schriftliche Belege für die Verwendung als Zierpflanze finden sich bei dem chinesischen Philosophen Konfuzius, der bereits um 500 vor Christus von Rosenpflanzungen in den kaiserlichen Gärten zu Peking berichtet. Öfterblühend.
Cécile Brunner, Félicité et Perpétué

Teerosen: Zur Namensgebung gibt es verschiedene Deutungen.  Erste Züchtungen im 18. Jh. waren sehr empfindlich, wurden robuster gezüchtet. Grundlage der Teehybriden.

Remontant-Rosen: frz: später in der Saison noch einmal blühend. Meist nicht duftend, kräftige Farben, 100-180 cm hohe Sträucher.
Bekannte Beispiele: Alfred Colomb, Reine des Violettes, Ulrich Brunner Fils

Quelle: Rosenschule Huber aus der Schweiz - dort gibt es ein reichhaltiges Sortiment an "Alten Rosen"