Häufig gestellte Fragen

zum Thema Rosen

Fragen die uns in den letzten Monaten am häufigsten gestellt wurden, möchte ich hier kurz beantworten.

Mit den genannten Düngern und Pflegemitteln haben wir selbst gute Erfahrungen gemacht. Sie können jedoch auch andere Produkte mit den gleichen Inhaltsstoffen und Pflegemitteln benutzen


Da uns an manchen Tagen zahlreiche Fragen per Mail und telefonisch erreichen möchte ich hier einige, oft gestellte, für alle interessierten Leser unserer Website einstellen

Nach und nach werde ich die Listen ergänzen

Rosen pflanzen

Welche Erde eignet sich am besten

Rosen sind sehr anpassungsfähig. Sie wachsen auf leichten bis schweren Böden, vorausgesetzt der PH Wert liegt um die 6. Mindestens 4-6 Sonnenstunden sind notwendig. Staunässe mag die Rose gar nicht. Der Boden sollte tief gelockert sein.

Möchte man den Boden verbessern, ist auf folgendes zu achten:

  1. Nur Erden mit den entsprechenden PH-Werten verwenden.

  2. Diese mit der vorhandenen Gartenerde mischen. Dabei sollte die Mischung etwa 50:50 sein.

  3. Bei dem Kauf der Erden darauf achten, dass diese nicht zu lange lagerten.

Dies gilt insbesondere für aufgedüngte Erden. Während der Lagerung setzen sich die Dünger frei und es kann sich ein hoher Salzanteil im Substrat bilden, der das Anwachsen gefährdet. Keinen Dünger bei der Pflanzung verwenden

Ausführliches zum Thema unter: Humusreicher Rosenboden


Warum ist es besser die Rosen im Herbst zu pflanzen?

Es ist zu empfehlen, wurzelnackte Rosen möglichst im Herbst zu pflanzen. Das hat zum Einen den Vorteil, dass die geerntete Pflanze nicht zu lange gelagert wird und zum Anderen kommt die frisch gepflanzte Rose in den Genuss der Winterfeuchte. Das Pflanzen wurzelnackter Rosen ist in den Monaten Oktober bis Mai unbedenklich möglich. Viele Gartenfreunde denken, dass einsetzender Frost die Pflanzzeit beendet und es erst wieder möglich ist, im Frühjahr zu pflanzen. Das ist ein Irrtum. Rosen können immer gepflanzt werden, wenn der Boden frostfrei ist und die Lufttemperaturen über 0°C liegen. In dieser Zeit können sie in Ruhe in die Erde einwurzeln und im Frühjahr bei ansteigenden Temperaturen mit voller Kraft und gut mit Feuchtigkeit versorgt austreiben.


Kann man ältere Rosen noch verpflanzen ?

Ja, möglichst im Herbst (November) Man schneide die Rose sehr stark zurück und achte natürlich darauf, dass am neuen Standort noch keine Rose gestanden hat. Ausbuddeln so tief wie möglich; meist muss man aber die Wurzeln in 50-60cm Tiefe kappen, am neuen Ort wie eine wurzelnackte pflanzen, einschlämmen, anhäufeln. Bis zum Frühjahr vergessen.

 

Für alle Verpflanzungen von "alten" Rosen oder anderen großen Pflanzen bzw. Sträuchern kann man auch folgendermaßen vorgehen:

in einem großen Behälter (richtet sich nach dem Wurzelballen) Erde und Wasser zu einem dicken Brei rühren und die ausgegrabene Pflanze für ca. 2 Tage hinein setzen. Der Brei umschließt alle noch so feinen Würzelchen und erleichtert beim Einpflanzen das Anwachsen der Pflanzen. Dieses Verfahren wenden Winzer beim Pflanzen der Rebstöcke an.


ist das Anhäufeln der Rosen auch im Frühjahr nötig?

Anhäufeln von neugepflanzten Rosen dient nicht nur dem Schutz vor Frost, sondern schützt auch vor Austrocknung durch Verdunstung und ist deshalb auch bei Frühjahrs - pflanzung zu empfehlen


Neue, im Herbst gepflanzte Rosen treiben schon vor dem Winter aus! Ist das schlimm?

Bei entsprechenden Wetterlagen kommt das gelegentlich vor. Die Rosen werden damit fertig. Die frischen Triebe werden aller Voraussicht nach erfrieren, nicht aber die Rosenpflanze. Unsere Rosen sind durch eine optimal abgestimmte Düngung voll ausgereift. Sie werden im Frühjahr, nachdem wir hoffentlich einen normalen Winter hatten, aus so genannten schlafenden Augen wieder austreiben. In raueren Gegenden empfehlen wir, die "Frühaufsteher" zusätzlich mit Fichtenreisig abzudecken.


Wie lange kann man wurzelnackte Rosen lagern ?

Man kommt nicht immer sofort dazu die Rosen einzupflanzen. Zur Zwischenlagerung stellt man die Rosen in einen randvollen Eimer mit Wasser und lagert diese kühl und dunkel (Keller, Schuppen, Garage...). Auf diese Weise kann man die Rosen problemlos 10-14 Tage aufbewahren.


Unser Gartenboden ist sehr fest. Soll ich Sand untermischen?

dass der Boden fest ist bedeutet nicht, dass der Boden schlecht ist. Der Bereich direkt um die Rose sollte frei von anderen Pflanzen (Bodendecker/Rasen) sein. Dann mit einer Rosen- oder Grabegabel den Boden rundherum auflockern, damit kann man der Rose was Gutes tun. Zum Aufbessern des Bodens Kompost nehmen und wenn man keinen hat, dann sollte man einen Bodenaktivator nutzen. Damit wird die Bodenaktivität angekurbelt. Regenwürmer lockern zusätzlich den Boden auf und die Bakterien helfen Nährstoffe für die Rose nutzbar zu machen.

 

Sand macht nur Sinn zum Verbessern, wenn der Boden nur aus Ton oder Lehm besteht (ist meine Meinung). Wenn man Sand, Kompost oder/und Bodenaktivator nutzt, dann sollte man diesen in den Boden einarbeiten!


Im Herbst habe ich meine Rosen bei schlechtem Wetter gepflanzt. Dann hat es noch tagelang geregnet, sodass die Rosen jetzt relativ tief im Boden sitzen. Die Triebe schauen nur ein paar Zentimenter raus. Was kann ich tun, abwarten oder wieder ausgraben und neu setzen?

ich vermute, dass die Rosen bereits bei der Pflanzung zu tief gesetzt wurden, in der Regel zwei fingerbreit. Sobald keine Fröste mehr zu befürchten sind, lege die Veredlungsstelle frei um zu prüfen wie tief sie liegt. Sollte sie zu tief sein, die Pflanzen vorsichtig nach oben ziehen.

Auch können die Rosen neu gesetzt werden.


Wann ist ein Boden ungeeignet für Rosen?

Ungeeignet als Standort sind Flächen, auf denen längere Zeit Rosen oder andere Vertreter der Familie der Rosengewächse (z.B. Apfel, Zierquitte, Feuerdorn) standen. In diesem Fall ist der Boden „rosenmüde“ und muss entweder großzügig ausgetauscht (mindestens 50 x 50 x 50 cm tief) oder ein anderer Pflanzplatz gefunden werden.


Eure Kübelrosen sind ja wahnsinnig schön. In welche Erde pflanzt ihr sie und

womit werden sie gedüngt?

 

Ich pflanze die Rosen in folgendes Gemisch: Gefäßgröße ca. Höhe: 0,70cm - Breite: 0,50 cm

1 Teil unserer Gartenerde ( sandig-lehmig ) gemischt mit 100g Urgesteinsmehl

1 Teil Rosenerde ( aus dem Fachmarkt

ca. 20l Kompost

150g Getrockneten Rinderdung.

 

Alle 3-4 Jahre sollte die Erde ganz erneuert werden. Dann mische ich zusätzlich noch Perlite mit unter die Erde, damit sie schön locker bleibt und das Gießwasser gut speichern kann.

Substrate werden durch die Beimischung von Perlite optimal belüftet, haben ein höheres Wasserspeichervolumen und sind strukturstabiler. Eine mit Perlite gemischte Blumenerde ist der perfekte Nährboden für alle Pflanzen, die ein gut belüftetes Substrat als Basis für optimales Wurzelwachstum benötigen, wie zum Beispiel Rosen,

 

Gedüngt werden sie wie alle unsere Rosen mit Bio Vegetal. Da Kübelrosen mehr Nährstoffe benötigen als ihre Verwanten im Beet bekommen sie zusätzlich ab der Knospenbildung wöchentlich einen Flüssigdünger (ich verwende nur chelatisierten Dünger wie z.B. Wuxsal). Abwechselnd gegossen mit vergorener Brennesseljauche.

Warum soll der Boden um die Rosen nicht mit Rindenmulch abgedeckt werden?

Rindenmulch ist ein wahrer StickstofffresserDurch die Gerbsäure und den Stickstoffverlust durch das Aufsaugen in den Rindenmulch, kann sich die Rose nur schlecht entfalten und auch der Sternrußtau ist vorprogrammiert. Pinienmulch wäre eine Alternative,

(der aber ist recht teuer)

Rosen schneiden

Meine Rose ist von unten ganz kahl und hat nur oben Blätter und Blüten. Was kann ich tun ?

Radikalschnitt wirkt Wunder. Vor allem ältere und verkahlte Rosen lassen sich dadurch prima verjüngen. Nach heftigem Schnitt düngen wir die Pflanzen kräftig; das hilft ihnen zusätzlich auf die Beine.

Wie das geht lesen sie hier: radikaler Verjüngungsschnitt bei Rosen

Herr Marquardt aus dem Rosarium Dortmund hat das mal so ausgedrückt: "Zwischen Veredelungs-stelle und der Bodenoberfläche schlafen 6000 Augen. Also nix wie eben abgeschnitten - und wenn wir nur jedes Jahr 6 Augen wecken, dann haben wir Vorrat für 1000 Jahre."


Meine Rosen treiben schon aus (Anfang Februar) Soll ich sie dann jetzt schon schneiden?

Nein. Mit dem Rückschnitt sollten sie noch etwas warten, auch wenn die Triebe bereits Ansätze haben. Wie schnell kann ein Frost den Austrieb erfrieren lassen. Davon geht zwar die Rosen nicht ein, aber Triebwachstum und letzendlich Blüte werden um ca. 3-4 Wochen zurückgeworfen. Als ein Faustregel gilt: mit dem Rückschnitt (Frühjahresschnitt) beginnen, wenn die Forsythien blühen.


Wann ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden von historischen Rosen

einmal blühende Rosen werden im Frühjahr nur ausgelichtet, d. h. alles tote Holz und sich überschneidende Triebe entfernt. Selbstverständlich kann man auch einen „Formschnitt“ vornehmen, soweit gewünscht.
ausführliche Beschreibung
Der Hauptschnitt erfolgt nach der Blüte. Somit wird ein Neuaustrieb angeregt, an dem dann die Blüten im nächsten Jahr erscheinen.


Ich habe bei einigen Foren gelesen, man soll bei Neupflanzung der jungen Rosen alle neugebildete Knospen entfernen, damit alle Kräfte in die Entwicklung des Wulzelsystems gehen. Erst ab 2. Jahr also mit den Blühen beginnen. Stimmt das oder nicht?

Ich glaube da streiten sich die Gemüter wieder. Ich habe das durchaus auch gelesen.Wir schneiden die Knospen nicht ab. Wichtig ist jedoch, dass das Abgeblühte abgeshnitten wird.


Ich hätte gern gewusst, wie erkenne ich sicher Wildtriebe bei Kletterrosen ?

Man hat mir mal beigebracht, dass Wildtriebe immer s i e b e n Blätter haben und

von ganz unten kommen.

Dass es sich bei siebenblättrigen Trieben um Wildtriebe handelt ist ein (leider) immer noch verbreitetes Märchen. In der Regel sind Wildtriebe von der Belaubung her heller, mitunter mit wesentlich mehr Stachel als die Stammsorte. Bei Sorten mit hellem Laub ist das im Anfangsstadium schwer zu erkennen.

Auf keinen Fall sollten Wildtriebe abgeschnitten werden, da dadurch nur ein vermehrter (Wild-)Austrieb gefördert wird. Grundsätzlich sind Wildtriebe abzureisen, wenn möglich sollte man die Erde bis unter die Veredelungsstelle freilegen, damit der Wildtrieb dort auch entfernt werden kann.


Vegetative Triebe muss man doch schneiden oder?

Meine Chevy Chase hat einen sehr langen starken Trieb gebildet. Es ist definitiv kein Wildtrieb. Da
sie insgesamt noch nicht groß ist, sie steht erst im zweiten Jahr dort, weiß ich nicht auf welcher
Höhe ich ihn kürzen soll.

Die Rambler beginnen oft etwas zögerlich und treiben dann sehr kräftige Triebe. Dagegen sieht das restliche Röslein sehr mickrig aus.

Die Chevy Chase ist ein Rambler und will dementsprechend hoch hinaus. Wenn sie noch Platz nach oben hat, würde ich sie nicht kürzen. Vielleicht macht es Sinn, die Spitze zu kappen, um sie zu einer Verzweigung zu
zwingen, aber dann gibt es einen dicken Strauß am Triebende., was etwas komisch aussehen kann. Man kann den langen Trieb aber auch waagerecht binden, dann treibt die Rose mehr Nebentriebe, die wenn sie blühen von oben herab hängen.Im
nächsten Frühjahr sollte man meines Erachtens die dünnen älteren Zweige aus der Babyzeit entfernen, damit Platz geschaffen wird für die Neutriebe des folgenden Sommers.


Muss man Ramblerrosen überhaupt schneiden?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Das kommt darauf an, wieviel Platz man der Rambler-Rose einräumen kann. Man muss nicht, wenn man genügend Platz hat, sie sich entwickeln zu lassen. In kleinen Gärten ist dagegen das Schneiden schon empfehlenswert. Wir schneiden unsere Rambler sehr individuell. Siehe hier


Eure Fotos von den Rosen: Rhapsody in Blue und Dornröschenschloß Sababurg sind der Hammer. Was macht ihr damit sie so reich blühen?

Beide Rosen gehören zu den Kleinstrauchrosen, viele sagen auch Beetrosen. Diese Rosengattung möchte sehr kräftig geschnitten werden. Schneidet man sie zu wenig treiben sie sehr lange und wenige "Peitschen" in die Höhe, die nur wenig blühen. Nach der ersten Blüte den Strauch noch einmal auf Rückschnitthöhe zurückschneiden.

(Die berträgt bei diesen Rosen 1,20m) um einen gleichmäßigen Austrieb zu fördern. Bilder Eine Beet/ Kleinstrauchrose schneiden


Beetrose Leonardo Da Vinci wächst bei uns dermaßen in die Höhe. 1,50 m und mehr. Wie kann ich sie kleiner halten? Habe schon mal versucht, sie im Frühjahr zu 2/3 runter zu schneiden, aber sie ist wieder so hoch gewachsen.

dieses "Problem" bei der Leonardo habe ich schon öfter gesehen.
Beim Schnitt ist es gerade umgekehrt "kräftiger Rückschnitt - kräftiger/starker Austrieb" und "schwacher Rückschnitt - schwacher Austrieb".


Wie weit werden Polyanther- Rosen nach der ersten Blüte zurück - geschnitten?

 

Polyantharosen( Floribunda oder Büschelrose) sind kleine Rosen mit kompaktem Wuchs. Sie tragen den ganzen Sommer über zahlreiche, relativ kleine Blüten in Büscheln.

 

Beim Sommerschnitt der in Büschel blühenden Rosen (Floribunda usw.) wird nach der Blüte der komplette verblühte Blütenstand bis zum ersten Blatt entfernt. Ein zu starker Rückschnitt im Sommer führt zu einem starken Holzaufbau und kann die zweite Blütenbildung verzögern.


Wie weit werden Edelrosen nach der ersten Blüte zurück geschnitten?

Bei Edelrosen und Tee-Hybriden wird bis auf das erste vollständige Blatt zurückgeschnitten, das ist oft erst das dritte oder sogar fünfte Blatt.  Das Auge an dieser Schnittstelle ist das stärkste und treibt am schnellsten durch und bildet schon bald wieder Blüten. Bei langstieligen Edelrosen sollte der Schnitt unbedingt bis zur Wuchshöhe des Strauches reichen.


Was bedeutet Sommerschnitt für Strauchrosen?

Bei öfterblühenden Strauchrosen werden die Blüten mit drei bis vier Blättern ausgeschnitten. Zu starke, mastige Triebe werden zur Strauchform passend eingekürzt.


Was mache ich mit den vielen Vegetativen Trieben die sich bei den Historischen Rosen bilden?

Im Sommer werden die vegetativen Triebe (Triebe ohne Blütenknospen) zurück geschnitten, sobald an den vorjährigen Trieben die Blütenknospen aufbrechen und etwas Farbe zeigen.

 

Im Spätsommer oder Frühherbst werden nochmals die vegetative Triebe und niedergedrückte Triebe bis auf Blütenhöhe zurück geschnitten

( 20-30cm unter die diesjährige Blüte ( Höhe ) der Rose, unter Beachtung der Form des Strauches.

Wie wir unsere Historischen schneiden haben wir unter Rosen/Schnitt ausführlich erklärt


Warum müssen die vegetatieven Triebe bei Alten Rosen zurückgeschnitten werden?

Man muss nicht unbedingt, aber durch den Schnitt regen sie einen Austrieb der Seitenknospen an. Durch diese pflegerische Maßnahme bleibt die Rose kompakter und Stützen der überlangen Triebe, oder ein Zusammenbinden des Strauches wird überflüssig.


Rosen wässern

Wieviel Wasser brauchen Rosen. Wie oft müssen sie gegossen werden?

 

15-20 Liter pro Rose bekommen unsere Rosen bei Trockenheit und das außschließlich mit der Kanne gegossen.

Größere Sträucher erhalten sogar 30-40 Liter. Kletterosen bis 60l Wasser. Weniger und öfter gießen würde nur den flachsten Wurzeln und dem Unkraut zugutekommen. Es könnte die Rosen auch verleiten das Wurzelwachstum  kurz unter der Oberfläche einzustellen, wo sie vertrocknen müßten, wenn man nicht ständig gießen würde.

Diese Mengen an Wasser reichen dann aber auch wiederum für 3-4 Wochen Trockenheit.

Bei einem trockenen Frühjahr wie es 2015 der Fall war haben wir die Rosen das erste mal schon im April gegossen.

Einmal hacken ist so gut wie dreimal gießen.

Diese alte Weißheit hat schon ihre Berechtigung. Offener Erdboden trocknet immer weiter aus in der Sonne. Wenn man jedoch die oberste Bodenkrume aufbricht bleibt die Erdfeuchte im unteren Boden erhalten. Die gelockerte Erde lässt Regen- oder Gießwasser rasch eindringen. Auch Nährstoffe gelangen so besser an die Wurzeln.


Rosen düngen

Welcher Dünger eignet sich für Rosen am besten ?

Den Einen richtigen Dünger gibt es nicht, denn alle Gartenböden haben unterschiedliche Nährstoff - zusammensetzungen.

Diese Haupt und Spurennährstoffe brauchen viele Pflanzen, darunter auch die Rosen. Sie sollten im Boden vorhanden sein, oder nachgedüngt werden

Hauptnährstoffe:

  • Stickstoff (N)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)
  • Kalzium (Ca)
  • Magnesium (Mg)
  • Schwefel (S)

Spurennährstoffe:

  • Eisen (Fe)

  • Mangan (Mn)

  • Zink (Zn)

  • Kupfer (Cu)

  • Chlor (Cl)

  • Bor (B)

  • Molybdän (Mo)

Vor dem Düngen eine Bodenprobe machen !!

Keine chemischen Dünger verwenden

(Blaukorn).

Wir verwenden organisch-mineralische Dünger (Bio Vegetal)

Ausführliche Antworten unter: Tipps/ Erfahrungsberichte/der richtige Rosendünger


Kann man Rosen überdüngen?

ich denke ja. Zuviel des Guten macht die Rosen anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Im Herbst
nochmals gedüngt lässt die Rosen austreiben und die frischen Austriebe reifen nicht mehr aus. Sie
fallen dann dem Frost zu Opfer.


in verschiedenen Publikationen habe ich gelesen, dass man bei Herbst-Neuanpflanzungen im Frühjahr des Folgejahres keine Düngung ausbringen soll. Habe aber auch von anderer Seite gehört, dass man sehr wohl eine Düngung vornehmen sollte.

Etwas irritiert, hier meine Frage: Wie soll man es machen?

 

Da gehen die Meinungen natürlich auseinander. Frisch gepflanzte Rosen düngen wir im 1. Standjahr nicht. Die Rosen sollen sich suchen was sie brauchen. Das fördert das Wurzelwachstum. Wenn man sie sofort mit allem was sie brauchen verwöhnt haben sie keinen Grund Wurzeln zu bilden. Im Normalfall haben unsere Böden genug Nährstoffe. Unserer Meinung nach ist gegen eine Kompostbeimischung nichts einzuwenden.

Es wird viel geschrieben und manche machen eine Wissenschaft daraus. In unseren Augen ist das nicht nötig. Zuviel düngen bewirkt das Gegenteil. Die Rosen werden anfällig für Krankheiten.

So pflanzen wir Rosen: Ein ausreichend großes Pflanzloch ausheben (etwa 50 x 40 cm) und dabei die obere, humusreiche Bodenschicht beiseitelegen – diese wird später mit Urgesteinsmehl und Kompost oder Rosenerde(Sie enthält Tonmineralien und Gärtnerhumus vermischt. Die Tonmineralien können Nährstoffe speichern und bei Bedarf sukzessive an die Pflanze abgeben) verbessert. Keinen  Dünger mit einarbeiten! Dieser könnte die feinen Haarwurzeln der Rose verbrennen. (Die geringe Menge an Dünger in der Rosenerde ist unerheblich). Frühestens ein Jahr nach der Pflanzung düngen.


Ist Kaffeesatz gut für die Rosen?

Der Kaffeesatz trägt ebenfalls zur Humusbildung und Bodenbelüftung unter Rosen bei, denn Regenwürmer, die sehr wichtig für die natürliche Bodenbelüftung sind, werden vom Kaffeesatz magisch angezogen!

 

Kaffeesatz hat auch eine düngende Wirkung, er enthält Stickstoff, Phosphor und Kalium.

 

Allerdings sollte der Kaffeesatz vorm Ausbringen getrocknet sein,( ich stelle ihn unter mehrmaligen Wenden ein paar Stunden in die Sonne) da sonst die Gefahr von Schimmelbildung besteht.

Auch hier gilt: Mäßig anwenden, denn der Kaffeesatz in größeren Mengen senkt den PH-Wert.

Hortensien lieben Kaffeesatz. Unsere bekommen wöchentlich den Satz von ca. 16 Tassen. Geranien und Dahlien ebenfalls


Unsere Grootendorst - Rosen bekommen jedes Jahr nach der ersten Blüte sehr viele gelbe Blätter ?

 

Alle Rugosa Arten benötigen für eine satt grüne Blütenfarbe einen leicht sauren Boden PH-WERT 5 - 5,5. Also unbedingt testen, sonst bekommen sie schnell Eisenmangelchlorose das läßt die Blätter gelb werden.

 

Sollte der PH-WERT zu hoch sein mischen sie Tannen oder Fichtennadeln unter die Erde, das senkt den Wert.  Man kann auch Schwefel verwenden. Mit Schwefelblüte läßt sich der Wert  etwas absenken. Um den pH-Wert um 1° zu senken, benötigen Sie 100 g pro m² ( im Pflanzenmarkt erhältlich). Da er langsam reagiert, kann man bei der empfohlenen Dosierung nicht viel falsch machen. Arbeiten sie ihn soweit wie möglich in den feuchten Boden ein, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Prüfen sie den pH-Wert des Bodens nach mehreren Monaten noch einmal.

 

Oder einen ammoniakhaltigen Dünger verwenden. In vielen Fällen braucht man lediglich einen ammoniakhaltigen Dünger, um den Boden saurer zu machen. Viele Dünger, die für säureliebende Pflanzen (Moorbeetpflanzen) verwendet werden, enthalten Ammoniaksulfat oder schwefel  - beschichteten Harnstoff.

 

Auch eine zusätzliche Gabe Magnesium (z.B. Kali Magnesia) lieben die Grootendorst-Rosen und alle anderen Rugosas.


Pflanzenschutz

Was tun gegen Pilzkrankheiten an Rosen?

 

Wir verwenden schon seit vielen Jahren in unserem Rosenparadies in Loccum Vitanal saurer/kombi und Siapton als Stärkungsmittel für unsere Rosen.

Wir spritzen damit im 14 tägigem Wechsel unsere gesamten Rosen.

 

Im Frühjahr nach dem Rosenschnitt, wenn die Rose gerade anfängt ihre Blätter zu treiben, dieses nennt man Mäuseohrenstadium spritzen wir unsere Rosen 2x im Abstand von 14 Tagen mit einem Fungizid (Rosen-Pilzfrei-Saprol-Celaflor) gemischt mit einer Vitanallösung, als Haftmittel.

 

Das ist unser Kompromiss. Wir möchten damit verhindern das sich die Rosen schon so früh im Jahr, an eventuell noch haftenden Pilzsporen aus dem Vorjahr wieder neu infizieren.

 

Im restlichen Jahr von März bis November spritzten wir unsere Rosen nur noch mit den beiden Stärkungsmitteln. Information dazu in unserer Rubrik Rosen/Pflege

 

Leider lässt sich auch damit nicht ganz verhindern das die Rosen, vor allem bei schlechten Wetterbedingungen, von Pilzerkrankungen betroffen werden. Aber wir helfen ihnen damit, sich wieder schnell zu erholen.

 

Verliert z.B eine Strauchrose durch Sternrußtau ihr gesamtes Blattwerk, so sammle ich soweit es geht, die befallenen Blätter auf und gebe sie in den Hausmüll. Danach dauert es dann nicht lange und der Strauch fängt wieder an neue gesunde Blätter zu treiben...

 

Erwähnen möchte ich noch, weder Fungizide noch Stärkungsmittel wie Vitanal, sind in der Lage Pilzsporen abzutöten!

 

Alle Spritzzungen können nur vorbeugend wirken.

 

Gerade bei Sternrußtau und Rosenrost hilft bei schon vorhandenem Befall dann gar nichts mehr. Der Strauch wird seine gesamten Blätter verlieren.

 

Sie können dann nur eine Verbreitung der Sporen verhindern, in dem sie die übrigen gesunden Rosen vorbeugend stärken, und das regelmäßig wiederholen.