Oleander richtig pflegen und schneiden

         Was tun gegen gelbe Blätter an Oleander - Der richtige Dünger für Oleander

Wann soll der Oleander geschnitten werden

Immer wieder werde ich von vielen Besuchern gefragt, wie ich meine Oleander schneide und dünge.

 

Da will ich hier jetzt mal mein Geheimniss lüften. Ich mag diese imposanten Pflanzen, schon allein wegen ihres lieblichen Duftes, welcher einem schon von weitem in die Nase steigt.

 

Ein scheinbar großes Problem stellt wohl bei vielen Oleanderbesitzern der Blattfall dar. Eigentlich ist das ein ganz normaler Vorgang, denn ein Oleanderblatt wird nur max. zwei Jahre alt, wird dann gelb und fällt ab. Da kann man dann noch so viel düngen und gießen, das hilft alles nicht mehr

 

Durch die richtigen Schnittmaßnahmen kann man dieses verhindern

 

Rosengarten Loccum Ein großer weißer Oleander
10 Jahre alter Oleander im Sommer 2013 nach einem totalen Rückschnitt auf 20cm im Vorjahr

 

Will man Oleanderpflanzen über viele Jahre erfolgreich kultivieren, kommt man ohne Schnittmaßnahmen nicht aus.

 


Ich pflege meine 3 Oleander

( zwei Weiße, ein Roter) folgendermaßen:

 

Im Frühjahr, unmittelbar nach dem Ausräumen, werden meine Oleander umgetopft. Da meine Pflanzen sehr groß sind, verwende ich den gleichen Kübel wieder.

 

Ich schneide die Wurzeln rundherum an den Seiten und unten am Wurzelballen mindestens ca.20 cm zurück, das macht ihm überhaupt nichts aus.

 

Dann mische ich ganz normale Gartenerde mit etwas Kompost, einer Handvoll getrocknetem Kuhdunk und etwas Kalk und pflanze den Oleander wieder ein.

 

Blumenerden die es in Säcken zu kaufen gibt ist ungeeignet, da sie zu locker und torfhaltig ist.

Seitdem ich unsere lehmhaltige Gartenerde verwende, wächst der Oleander viel kräftiger, hat weniger gelbe

Blätter und blüht reicher.

 

Gleichzeitig ist ein Rückschnitt einiger Triebe empfehlenswert. Ich schneide 3-4 ältere Triebe bis auf 10-20cm zurück. An diesen Stellen wachsen dann neue Triebe und der Strauch verkahlt nicht.

So mache ich es jedes Jahr, somit hat der Strauch nie Triebe die älter als 3 Jahre sind.

 

Ältere Pflanzen sehen oft kahl aus. Blätter findet man nur noch an den Triebspitzen.

Sollte ein Oleander so ganz aus der Form geraten sein, empfiehlt sichein Rückschnitt bis auf das Gerüst. Dabei werden alle Triebe bis auf Fingerstärke zurückgeschnitten. Alte und kranke Blätter können entfernt werden.  Der Strauch treibt dann wieder gesund und kräftig neu aus.

 

Rosengarten Loccum Ein großer weißer Oleander
5 Jahre alter Oleander( Rückschnitt nur jedes Jahr 4-5 alte Triebe)

 

Als Dünger benutze ich einen Phosphor betonten Dünger um die Blütenbildung anzuregen.

z.B. Mediterrane Pflanzen Langzeit-Dünger

 

von Compo.

 

Auch eine zusätzliche Gabe von Urgesteinsmehl und Kali-Magnesia zu Holzreife kann gegeben werden.

 

 

Zusätzlich bekommt er wöchentlich eine große Kanne vergorene Brennesseljauche, die dient der Stickstoff und Mangnesiumversorgung.

 

 

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Dieser Oleander ist mindestens schon 20 Jahre alt. Genau weiß ich es gar nicht mehr, können auch 25 Jahre sein

 Ansonsten heißt es dann nur noch viel Gießen. Der Wurzelballen darf nie austrocknen. Regenwasser ist ungeeignet, da die Erde sehr schnell sauer wird, was wiederum den Blattfall fördern würde, da der Oleander die Nährstoffe aus dem Boden nicht mehr aufnehmen kann und praktisch verhungert.

 

 

 

Im Sommer wenn es sehr heiß ist gieße ich mindestens 3x täglich und dünge 2x wöchentlich mit Brennesselsjauche. Wenn die Rosen alle zwei Wochen mit dem Stärkungsmittel Siapton gespritzt werden, bekommen die Oleander auch eine Dusche damit.

 

 

Der Oleander mag den Kopf in der Sonne und den Fuß im Wasser. Also einen Untersetzer verwenden, es darf ruhig immer Wasser darin stehen.

(Bei hohen Sommertemperaturen sowieso)

 

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Oleander Steckling ca. 10 Jahre alt

Die alten Blütenstände sollen nicht abgeschnitten werden, darin befinden sich die Anlagen für neue Knospen. Nicht mehr benötigte Blütenstände stößt die Pflanze von selber ab.

 

Im Herbst den Oleander so spät wie möglich ins Winterquartier bringen

Oleander sind viel frosthärter als man denkt. Es werden ohne weiteres Fröste bis -5°C gut vertragen.

 

Bei kälteren Temperaturen erfriert als Erstes der Blütenstand. Dies geht dann auf Kosten einer frühen Blüte im Folgejahr, ist also unbedingt zu vermeiden. Gehen die Temperaturen bis unter -5° zurück stellt man die Oleander an einem geschützten Platz am Haus und deckt sie eventuell mit einer Decke zu. Meist gibt es doch nur ein paar kalte Nächte und danach wird es wieder wärmer.

 

Sind jedoch stärkere Fröste oder auch Dauerfrost angesagt, müssen die Oleanderpflanzen ins Winterquartier. Bei mir kommen sie auf Grund ihrer Größe in den Schuppen. Bei anhaltend frostigen Temperaturen decke ich sie mit einer Wolldecke zu.

 

Gießen bitte im Winter nur so viel, das der Ballen nie ganz austrocknet.

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Oleander 2015 Anfang Juni - er fängt gerade an zu blühen - und duftet einfach verführerisch....

 

Vorsicht giftig !!Der Oleander gehört zu den ältesten und weitverbreitetsten Kübelpflanzen  überhaupt.

Er stammt aus der Familie der Apocynaceae oder Hundsgiftgewächse. Dies bedeutet, daß alle Pflanzenteile des Oleanders giftig sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass besonders bei Kleinkindern darauf zu achten ist, dass keinerlei Pflanzenteile zerkaut oder verschluckt werden. Bei Verzehr von Blüten oder Triebstücken kann es zu Erbrechen, in schweren Fällen auch zu kolikartigen Leibschmerzen und Herzrhythmusstörungen kommen. Quelle: hortipendium.de

 

 

Unsere Oleander Frühjahr 2015 Sie wurden wie oben beschrieben in diesem Frühjahr

wieder beschnitten und gedüngt


Vermehrung

Die Oleandervermehrung erfolgt im Sommer durch Kopfstecklinge, die in einer Länge von ca. 10 cm (etwa drei Blattpaare) unter dem Knoten geschnitten werden. Ob in kleinen Töpfen in humose Erde oder in Gefäße mit Wasser gesteckt und als Verdunstungsschutz mit einer Folie abgedeckt, bewurzeln Oleanderstecklinge bald. Sind die Wurzeln sichtbar, kann dann in etwa 12 cm Töpfe getopft werden. Durch häufiges stutzen (Entfernung der Triebspitze) erzielt man buschige Pflanzen. Beliebt sind auch Hochstämme, die entsprechend später gestutzt werden und dann in gewünschter Höhe einen Kronenaufbau ermöglichen.

 

 

Hier ein paar Fotos vom Oleander von Anfang August 2015 und Sommer 2016

Der Rote Oleander ist dieses Jahr spät dran, er blüht jetzt erst auf

Gelbverfärbung der älteren Blätter nach der Überwinterung hat meist keine parasitären Ursachen. Zu hohe Temperaturen, unregelmäßige Wasserversorgung und Lichtmangel führen zu diesen Symptomen, die oft auch einen Blattfall der vergilbten Blätter nach sich ziehen. Abgestorbene Blütenstände mit Botrytisbefall sind mechanisch zu entfernen. Eine Behandlung mit Öl gegen die genannten Schädlinge sollte nur in den Abendstunden oder bei bedecktem Himmel erfolgen. Der Einsatz von Mineral- oder Rapsöl bei starker Sonneneinstrahlung kann bei einigen Sorten zu Verbrennungen an den Blättern und Triebspitzen führen. Da sich die Schädlinge auch im Winter vermehren, sollte auch im Winterquartier auf Befall geachtet werden. Quelle: hortipendium.de