Wildrosen und ihre Hybriden

Sorten - Schnitt - Verwendung

Ausführliche Beschreibungen der insektenfreundlichen heimischen Wildrosen, sowie einiger europäischer Sorten. Wildrosen sind pflegeleicht, blühen üppig, duften herrlich und tragen im Herbst viele Hagebutten. Wildrosen gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen

und für jeden Garten ist bestimmt eine passende Sorte dabei.

Wir möchten ihnen helfen die passende Sorte zu finden

unbekannte Bibernellrose, Pimpinelifolia
unbekannte Bibernellrose, Pimpinelifolia

Was sind überhaupt Wild-Rosen ?

 Die Wild-Rosen (Familie: Rosaceae)

Wildrosen bezeichnet die Rosenklasse, zu der die Rosen gehören, die sich ohne Eingriff des Menschen entwickelt haben. Abgesehen von den Merkmalen der Wildrosen wie Stacheln, unpaarig gefiederte Blätter, ungefüllte Blüten, fünf Pedale (Kronenblätter), zahlreiche Staubgefäße und die Bildung von Hagebutten kann das Erscheinungsbild sehr stark variieren. Alle heimischen Gehölze der Gattung Rosa gehören dazu. Da sich die Wildrosenarten gerne untereinander kreuzen, entstehen immer noch neue Unterarten.
Meistens wachsen Sie als straff aufrechte Sträucher in unterschiedlichen Höhen, die Erdausläufer bilden können. Die Artenvielfalt reicht von 15cm hohen Pflanzen bis hin zu 30m hohen Kletterrosen.
Es gibt viele verschiedene Wildrosen, die in sehr unterschiedlichen Blühfarben- und Blühformen sowie in verschiedenen Wuchsformen für verschiedene Standorte wachsen.

 

Und was sind Wild-Rosen-Hybriden ?

Wildrosen - Hybriden wurden schon als Gartenrosen gezüchtet, das heißt sie wurden mit anderen Wildrosen oder Gartenrosen gekreuzt. Die Blüten sind meist schon gefüllter, duftender und öfterblühender als bei den Wildrosen. Aber auch sie haben einen geringen Pflegeanspruch und eine gute Krankheitsresistenz sowie Frosthärte.

 

Wildrosen und ihre Hybriden

In dieser Gruppe sind alle Rosen zusammengefasst, die als Wildarten in freier Natur vorkommen oder Züchtungen, die in ihrem Wuchscharakter den Wildrosen ähneln. Rosen dieser Gruppe wachsen häufig zu großen, dekorativen Strauchrosen heran und werden daher auch als Parkrosen bezeichnet. Es gibt jedoch auch kleinere Arten und Formen, die in jedem Hausgarten Platz finden. Die meisten Arten blühen allerdings nur einmal. Allen gemeinsam ist, dass sie wenig krankheitsanfällig sind und nur wenig Pflege benötigen. Viele zieren sich im Herbst mit dekorativen Hagebutten.

Wildrosen-Hybriden entwickeln schon gefüllte, duftende und öfter blühende Rosen. Genauso wie bei Wildrosen bilden auch die Wildrosen-Hybriden den schönen dekorativen Herbstschmuck der Hagebutten.

 

Wildrosenhecke pflanzen - der richtige Standort u. Boden

Single Red Rosa pimpinellifolia
Single Red Rosa pimpinellifolia

Der Standort

Wie fast alle anderen Rosengruppen auch, so gedeihen die meisten Wildrosen am besten in der vollen Sonne.

Der Boden:

Die Bodenbeschaffenheit spielt bei den meisten Wildrosen keine sehr große Rolle. Sie kann normal, lehmig aber bei vielen Sorten auch sandig sein und auch für halbschattige Plätze gibt es viele Sorten. Einige Arten jedoch sind da etwas wählerischer was den idealen Standort betrifft.

 

Was die Wildrosen wie ihre modernen Verwandten nicht mögen ist Staunässe, die gild es unbedingt zu vermeiden.

Wurde die Wildrosenart passend zum vorhandenen Boden gewählt, ist die Vorbereitung mit dem Auflockern des Bodens bereits abgeschlossen. Ansonsten sollte bei sehr lehmigen Böden, die zur Staunässe neigen Sand eingebracht werden, mit Kompost und/oder Stallmist  bessert man sehr nährstoffarme Böden auf. Achten sie darum beim Kauf auf die Sortenbeschreibung, oder besser noch kaufen sie beim Fachmann.

 

Wildrosenhecke anlegen

Möchten sie eine Wildrosenhecke anlegen, dann sollten sie ihr mindestens einen Platz von 2-3 m in der Breite zur Verfügung stellen. Manche Arten wachsen mehrere Meter hoch, daher unbedingt auf die Beschreibung achten.

Als Abstand für eine lockere Hecke sollten in der Reihe und zwischen den einzelnen Wildrosen mindestens 70 bis 80 Zentimeter herrschen, bei sehr breit werdende Sorten auch 1m. Für dichtere Wildrosenhecken kann der Abstand auf 50 cm verringert werden. Dann wird allerdings nicht in einer geraden Reihe, sondern jeweils leicht versetzt und damit im Zickzack gepflanzt. Ideale Pflanzzeiten sind Frühjahr und Herbst. Bis die neu gesetzte Wildrosen angewachsen sind, sollten sie ausreichend gewässert werden. Dannach benötigen sie keine weiteren Wassergaben.

 

Ausläufer:

Einige Vertreter entwickeln zahlreiche Ausläufer, die sich unkontrolliert verbreiten. Das Entfernen dieser Ausläufer sollte regelmäßig stattfinden, sonst können sich diese Ausläufer ungestört ausbreiten und es bildet sich irgendwann ein nur noch schlecht zu entfernendes Wurzelgeflecht. Oder man pflanzt gleich Sorten die keine oder nur wenige Ausläufer bilden. Manchmal aber ist das Ausbreiten der Rosen aber auch gewünscht, z.B. wenn sie als Hangbefestigung gepflanzt werden sollen.

 

Tipp von der Gärtnerei Strickler: Das Wuchsverhalten von veredelten Historischen Rosen und Wildrosen Hybriden kann man selbst steuern: Pflanzt man die Veredelung 10-15 cm tief in die Erde, wird die Rose, wenn sie dazu in der Lage ist, auch eigene Wurzeln treiben. Es kann dann aber passieren, besonders bei den Bibernellrosen, dass diese sehr starke Ausläufer bilden und die können dann auch mal lästig werden. Will man dies nicht pflanzt man die Veredelung nur knapp unter die Erdoberfläche.

 

Der richtige Schnitt der Wildrosen

Rosa pimpinellifolia Double Yellow Plena Bibernell-Rose
Rosa pimpinellifolia Double Yellow Plena Bibernell-Rose

Wenn die Sträucher einzeln stehen benötigen sie keinen regelmäßigen Rückschnitt

Nur alte und vertrocknete Triebe sollten von Zeit zu Zeit Bodennah herausgeschnitten werden.

 

Einige Wildrosen neigen dazu regelrecht zu wuchern, da kann man dann im Frühjahr März/April alles wegschneiden, was stört.

 

Ältere Rosenstöcke, die mit der Zeit verkahlt sind kann man im Frühjahr einen Verjüngungschnitt unterziehen, dazu werden alle Triebe bis auf 50 cm hinunter geschnitten. Das fördert einen starken Neuaustrieb mit vielen Blüten. Wildrosen Hybriden werden wie ganz normale Strauch-rosen geschnitten

 

rosa invertilis  botanische Kreuzung Rosa pimpinellifolia L. x Rosa willmottiae Hemsl.
rosa invertilis botanische Kreuzung

Wildrosenhecke schneiden

Wildrosenhecken sollte man regelmäßig einmal jährlich im Frühjahr schneiden, damit sie blickdicht werden, das kann man oft lesen.

 

Doch dieser erwähnte Auslichtungsschnitt lässt sich nur machen, wenn die Rosen recht weit auseinander stehen, stehen sie enger, ist alles ein Gewirr wo die meist stark bewehrten Triebe kreuz und quer wuchern und ein Auslichtungsschnitt eigentlich kaum noch in der Praxis möglich ist.

 

Daher ist es besser alle 3-5 Jahre die gesamte Hecke auf ca. 20-50 cm hinunter zu schneiden.

Danach treiben die Rosen wieder neu aus und bekommen ihre natürliche Wuchsform wieder. Diesen Schnitt nennt man auch auf den Stock setzten

 

Was ist auf den Stock setzen?
1. „Auf den Stock setzen“: Hierbei werden die Gehölze handbreit bis etwa 20 cm über dem Boden abgesägt und treiben später wieder aus. Aus Rücksicht auf die Tierwelt sollte aber nie mehr als 1/3 einer Heckenlänge so stark zurückgeschnitten werden, da ihre Bewohner sonst mit einem Schlag heimatlos werden würden.

Wildrosen düngen

Hellen Night R.eceae x R. pimpinellifolia
Hellen Night Hybride R.eceae x R. pimpinellifolia

 

Karge Böden sind für die Wildrose kein Problem, die reagiert aber eventuell mit einer verminderten Blüte.

 

Zu viele Nährstoffe schaden den Rosen allerdings auch, denn das fördert lediglich die Bildung neuer Triebe, die Blüten bleiben aber meist ebenfalls aus.

 

Wildrosen kommen komplett ohne Düngemittel zurecht. Falls aber eine besonders reiche Blüte gewünscht wird, kann man im Frühjahr mit etwas Kompost düngen.

Auch eine Mulchschicht auf dem Boden sorgt für eine Versorgung mit Nährstoffen.

 


Die folgenden Beschreibungen der Rosen beziehen sich alle auf die Wildart. Fast alle Rosenarten wurden bereits mit anderen Wild, Strauch oder historischen Rosen gekreuzt und es sind viele wunderbare Wildrosen-Hybriden daraus entstanden. Einige davon werden unter stark duftende Wildrosen vorgestellt


Arten/Sorten der beliebtesten und schönsten Wildrosen

 

Zimtrose/Mairose Rosa majalis

Diese Rosensorte blüht häufig schon im Mai mit einer rosa-lila Blüte, die einen Durchmesser von bis zu 5cm erreicht. Während der Blütezeit von Mai bis Juni verströmt die Rose einen leichten Duft. Der Strauch schmückt sich mit zimtfarbenen Zweige,  nadelartigen dünnen Stacheln und feinfiedriegen Laub. Im Herbst bilden sich dunkelrote, flachkugelige Hagebutten aus, diese haben einen hohen Vitamin C Gehalt. Die Rose  stellt  keine besonderen Ansprüche an den Boden. Die Rosa majalis stellt wie die übrigen heimischen Wildrosen eine wertvolle Nahrungsquelle und Nistplatz für zahlreiche Tierarten dar.

Tipp: die gefüllt blühende Zimtrose majalis plena ist eine wahre Schönheit

 

Verwendung: Da die Mai-Rose rasch Ausläufer bildet und sich flächendeckend ausbreiten kann, ist sie gut zur Sicherung von Hängen und Böschungen geeignet. Soll sie solitär gepflanzt werden ist eine Wurzelsperre sinnvoll

Deutscher Name Zimtrose/Mairose
Botanischer Name

Rosa Majalis

 

Wuchshöhe 1m - 1,50 m 1,20 breit
Blüte/Farbe klein 5 cm , einfach, rosa
Blütezeit 5/6
Hagebutten klein, kugelig, dunkelrot
Duft ja
Standort

Sonne/Halbschatten

trocken, auch feucht

Herbstfärbung ja, gelb bis orange
Wuchsform aufrecht,braune,dünne Zweige
Ausläuferbildung

stark

 

Duftende Wildrose Rosa Majalis Plena Zimtrose
Rosa Majalis Plena Zimtrose
Deutscher Name Zimtrose/Mairose
Botanischer Name Rosa Majalis Plena Rosa majalis var. foecundissima
Wuchshöhe 1m - 1,50 m 1,20 breit
Blüte/Farbe gefüllt, klein, rosa
Blütezeit 5/6
Hagebutten klein, kugelig, dunkelrot
Duft ja leicht bis mittel
Standort

Sonne/Halbschatten

trocken, auch feucht

Herbstfärbung ja gelb bis orange
Wuchsform

aufrecht, braune, dünne Zweige

Ausläuferbildung stark
duftende Wildrose Rosa Majalis  Zimtrose
Rosa Majalis Zimtrose


 Wein-Rose (Rosa rubiginosa),

 auch Zaun-Rose, Apfel-Rose, Sweet Briar genannt

 

Die meisten dieser wüchsigen Sträucher tragen nach reifen Äpfeln duftendes Laub, das besonders stark bei feuchter Witterung wahrnehmbar ist, deshalb werden sie auch oft Apfelrose genannt.   Die einfach blühenden Sorten tragen im Spätsommer und Herbst verschwenderisch viele Hagebutten. Die Sträucher sind sehr widerstandsfähig, sowie winterhart. Sie werden 1,5 bis 2,5 m hoch und blühen einmal im Sommer.  Auch für Hecken eignen sie sich hervorragend. Der Strauch ist stark bewehrt und wächst sparrig weit ausladend. Die Weinrose wurzelt tief und ist gut zur Anpflanzung von Hecken an trocken-warmen, kalkhaltigen Standorten geeignet.

Verwendung:

Als Wildhecke oder dank ihrer Ausläufer zur Sicherung von Böschungen und Hängen. Die Apfelrose stellt eine wertvolle Bienennahrung dar, ihre Hecke bietet brütenden Singvögeln Schutz.

Deutscher Name Weinrose
Botanischer Name

Rosa rubiginosa

 

Wuchshöhe 1,50m - 2,50 m/ 2,50 breit
Blüte/Farbe klein 2cm , einfach, rosa
Blütezeit 6/7
Hagebutten länglich, eiförmig/orangerot
Duft ja Blüten und Blätter
Standort

Sonne/kalkhaltig

trocken, auch steinig

Herbstfärbung ja gelb bis orange
Wuchsform dicht, aufrecht, Triebe mit gebogenen Stacheln
Ausläuferbildung ja

Sortenvorschläge Rosa rubiginosa Hybriden:

Herbstfeuer Kordes diese Rubiginosazüchtung fällt auf durch ihre sehr reichen, halbgefüllten, leuchtend dunkelroten Blüten  'Manning's Blush' vor 1800 Eine Hybride der Weinrose. Im Sommer reich blühende alte Sorte mit zartrosa, mittelgroßen, gefüllten und duftenden Blüten. Kletterrose Flammentanz Kordes Gattung: Rosa rubiginosa- Hybride leuchtendes, feuriges Blutrot Blütengröße: ca. 6- 8 cm, in Büscheln Blüte: locker gefüllt, Blühzeitraum: überreich im Juni blühend - Magnifica R. rubiginosa Hybride Hesse 1916 Blüte: einmal  mauve, purpur, zur Mitte weiß, auffallende Staubgefäße, halbgefüllt  mittelgroß, in Büscheln  von Hummeln bevorzugt besucht  duftend - Hebe's Lip  gekreuzt mit Rosa damaszena Farbe: rahmweiß, gut duftend, Blüte: halbgefüllt, sommerblühend

Foto: Wilform Rosa rubignosa


Deutscher Name Mandarinrose
Botanischer Name

Rosa moyesii

 

Wuchshöhe 1,80m - 3,00m ebenso breit
Farbe Wildform purpurrot
Blüte einfach
Blütezeit Ab ca. Mitte Mai 4-6 Wochen
Hagebutten groß, flaschenförmig 5cm
Duft leicht
Standort sonnig bis halbschattig, nährstoff-reiche, tiefgründige, frische bis feuchte, gut drainierte Böden
Herbstfärbung ja
Wuchsform stark, sparrig, straff aufrecht
Ausläuferbildung ja

 Sortenvorschläge rosa moyesii Hybriden

Es gibt einige wunderschöne Kreuzungen (Hybriden) von Rosa moyesii mit Gartenrosen.

'Nevada' Dot 1927, cremeweiß – gilt als bekannteste Hybride

'Marguerite Hilling', 1959, rosafarbener Sport von 'Nevada'

'Highdownensis', 1928, karminrot

'Eos', 1959, rot mit heller Mitte

'Eddie´s Crimson' 1956, feuerrot

'Eddie's Jewel' 1962

Der Sport mit dem Sortennamen 'Geranium' (Herkunft unbekannt, 1938) besitzt scharlach-rosafarbene Blüten

Mandarinrose (Rosa moyesii)

 

Auch Mandarin-Rose, Blutrose Rote Büschelrose genannt.

Rosa moyesii wächst sparrig und straff aufrecht bei starkem Wuchs.  Die Triebe der Mandarin-Rose sind fast stachellos. Diese Wildrose wird zwischen 1 und 3m hoch. Es gibt einige Zuchtsorten, die niedriger bleiben oder noch mehr in die Höhe wachsen können. 

Im Mai entwickeln sich die tiefroten Knospen, die entweder einzeln oder zu zweit oder dritt zusammen stehen. Ende Mai/Anfang Juni öffnen sich dann die Blüten. Sie sind intensiv purpurrot gefärbt. Dazu bilden die gelben Staubgefäße einen deutlichen Kontrast.

Die Hagebutten der Mandarinrose sind relativ groß und von flaschenförmiger Gestalt.

Die duftenden, einfachen Blüten werden bis 6cm groß

 

Rosa moyesii Hybride Marguerite Hilling
Rosa moyesii Hybride Marguerite Hilling


Deutscher Name

Glanz-Rose/

Glanzblättrige Rose

Botanischer Name

Rosa nitida

 

Wuchshöhe 0,50m - 0,80m
Farbe Wildform rosa
Blüte einfach
Blütezeit 6/7
Hagebutten klein, zinnoberrot 1cm
Duft ja leicht
Standort alle Böden in voller Sonne,sehr anspruchslos
Herbstfärbung ja
Wuchsform buschig, aufrecht
Ausläuferbildung stark (Wurzelsperre sinnvoll)

Hybriden sind mir keine bekannt

Glanz-Rose/Glanzblättrige Rose (Rosa nitida)

Sehr dichter, straff aufrechter Kleinstrauch. Wird 0,5 - 0,8 m hoch und später viel breiter als hoch.Sie bildet viele Ausläufer. Ihre stacheligen Äste besitzen eine rötlich-braune Rinde. Ihre glänzenden, gefiederten Laubblätter sind dunkelgrün und verfärben sich im Herbst leuchtend rot und gelb. Die Blütezeit fällt in die Monate Juni und Juli. Zunächst bilden sich verhältnismäßig lange, kegelförmige Blütenknospen in Karminrot. Daraus entwickeln sich große, leuchtend rosa gefärbte Blüten, die entweder einzeln stehen oder lockere Blütenbüschel bilden.  Aus ihrer Mitte leuchten die goldgelben Staubgefäße aus dem Rosa der Blütenblätter besonders hervor. Die zinnoberroten Hagebutten sind rund, mit Borsten besetzt und werden meist nur weniger als 1cm groß.

Diese Wildrose ist ausgesprochen robust, sehr winterhart und kommt auch mit einem schlecht drainierten, staunassen Boden zurecht. Die Glanz Rose eignet sich am besten für flächendeckende Anpflanzungen auf einem Rosenbeet oder zur Gestaltung einer niedrigen Hecke. Dank ihrer Ausläufer eignet sich die Glanz Rose auch gut Sicherung von Böschungen und Hängen.



Deutscher Name Hecht-Rose
Botanischer Name

Rosa glauca 

 

Wuchshöhe 2m - 3m, 1,50m breit
Farbe Wildform mauverosa mit weißer Mitte
Blüte einfach
Blütezeit 6/7
Hagebutten kugelig, rötlich purpurfarben
Duft nein
Standort durchlässige, sandig-steinige oder felsige Böden mit wenig Humus von schwach sauer bis kalkhaltig. Sonnig, warm
Herbstfärbung ja
Wuchsform stark, buschig, überhängend
Ausläuferbildung nein

Hechtrose Rosa Glauca

 auch Rotblättrige Rose, Rotblatt-Rose, Bereifte Rose

 

Stark wachsend in buschiger, überhängender Form (200 bis 300 cm, bis 150 cm breit). Die leicht überhängenden Zweige haben eine braunrote Färbung, als junge Triebe rotblau, und nur wenige Stacheln. Die Blätter sind blaurot überlaufen, mit roten Adern durchsetzt und gelb orangeroter Herbstfärbung. Blütezeit ist von Juni bis Juli, manchmal auch noch im August. Die Blüten sind von mauve rosa Farbe mit weißer Mitte, die in Büscheln zusammenstehen und nicht duften. Die kugeligen, leicht langgezogenen, rötlich purpurfarbenen Hagebutten bilden sich ab August. Bevorzugter Standort sind durchlässige, sandig-steinige oder felsige Böden mit wenig Humus von schwach sauer bis kalkhaltig. Sie braucht viel Sonne und Wärme (in Hecken deshalb nach vorne setzen), ist sehr windverträglich, aber konkurrenzschwach (d.h. Platzbedarf beachten, da sie sonst von anderen Gehölzen verdrängt wird). Bildet keine Ausläufer.



Bibernellrose

Rosa pimpinellifolia -  Rosa spinosissima - Burnett-Rose -  Dünen-Rose

Die Rosen dieser heimischen Gattung werden zwischen 1 und 2 Metern hoch. Die Zweige sind anfangs grün und werden im Alter bräunlich, die Blätter klein, dunkelgrün, rundlich. Sie sind dicht mit nadelartigen Stacheln und Borsten besetzt, woher sich der alte Name 'spinosissima' erklärt, was 'sehr stachlig' bedeutet. Der Name 'pimpinellifolia' bezieht sich auf die pimpinellenartig zusammengesetzten Blätter, die sich im Herbst rötlich braun färben. Reichlich duftende Blüten erscheinen bereits ab Anfang Mai in creme weiß mit auffälligen gelben Staubgefäßen. Die kugeligen, meist braunschwarzen Hagebutten mit Kelchblättern sind schon ab Juli ausgereift.

Die Sträucher sind sehr reich blühend und eine der ersten im Jahr die im Mai ihre Blüten öffnen. Die Bibernell-Rosen haben einen ausgesprochenen Wildrosencharakter.  Bevorzugter Standort der Bibernellrosen ist ein magerer, flachgründiger, sandiger oder felsiger, kalkhaltiger Boden in voller Sonne. Schnitt: Im Allgemeinen reicht es bei der einmalblühenden Strauchrose, abgestorbene Äste zu entfernen, und alle paar Jahre ältere Triebe auszulichten

Deutscher Name Bibernellrose
Botanischer Name

Rosa pimpinellifolia (spinosissima)

 

Wuchshöhe 0,80m - 2,00m
Farbe Wildform weiß
Blüte einfach
Blütezeit Ab ca. Mitte Mai 4-6 Wochen
Hagebutten reichlich, kugelig, braunschwarz
Duft ja Leicht bis mittelstark
Standort magerer, flachgründiger, sandiger oder felsiger, kalkhaltiger Boden in voller Sonne.
Herbstfärbung ja
Wuchsform erst aufrecht, später bogig überhängend
Ausläuferbildung stark (Wurzelsperre sinnvoll)

Verwendung:

Da diese Rose zahlreiche unterirdische Ausläufer bildet, eignet sie sich hervorragend zur Befestigung von Hängen und Böschungen.


Sortenauswahl Bibernellrosen Hybriden

Double White weiße, locker gefüllte Rosa pimpinellifolia  Dunwich Rose gelb einfache Blüten

Glory of Edzell hellrosa mit heller Mitte

Red Nelly’ (auch ‘Single Red’ genannt), kirschrot

Staffa mit weißen, leicht rosa angehauchten halbgefüllten Blüten. Rosa pimpinellifolia Flora Plena ist eine weiße, gefüllt blühende Sorte mit starkem Honigduft

 

Unter den spinosissima Hybriden gibt es Sorten die gut remontieren wie z.B. Golden Wings, schwefelgelb mit orangeroten Staubfäden oder die sehr beliebte Stanwell Perpetual mit zartrosa, dichtgefüllten Blüten, Karl Förster Rose weiß, stark gefüllt, Kreuzung mit Portlandrose, daher sehr starker Duft

Wildrose Bibernellrose Staffa
Bibernellrose Staffa

Foto: Wildform mit Hagebutten

von links: Aicha, Frühlingsgold, Frühlingsduft, Golden Wings. Diese spinosissima Hybriden werden unter unsere schönsten Wildrosen ausführlich porträtiert


Deutscher Name Essig-Rose
Botanischer Name

Rosa gallica

 

Wuchshöhe 0,50m - 1,50m bis 0,90m breit
Farbe rosa bis rosarot
Blüte einfach einzeln
Blütezeit 6/7
Hagebutten kugelig bis birnenförmig, orange-braunrot
Duft ja stark
Standort sonnig bis halbschattig, wind geschützt, trockener, nährstoff- und kalkarmer, lehmiger Boden.
Herbstfärbung ja
Wuchsform niedrig, aufrecht, später überhängend
Ausläuferbildung ja

Essig-Rose (Rosa gallica)

Essigrosen blühen im Juni zartrosa bis kräftig pink. Die kleinen halb gefüllten Blüten duften stark, später bilden sich kugelige bis birnenförmige Hagebutten in einem braunrot bis ziegelrot.

Ihre duftenden schalenförmigen Blüten messen 5 bis 6 cm im Durchmesser

 

Ihre Triebe sind sehr borstig und stachelig, sie sind dicht mit unterschiedlich langen, geraden und zurück gebogenen Stacheln und harzig duftenden Stieldrüsen besetzt.

Die Laubblätter sind länglich, hellgrün, fünfzählig (selten auch dreizählig)

 

Der Wuchs ist niedrig, buschig, aufrecht. Sie wächst dicht und reich verzweigt. Die Essigrose ist gut halbschattenverträglich. Sie erträgt Winterkälte und Hitze problemlos.

Es wird empfohlen, den Busch im Vorfrühling um etwa ein Drittel kuppelförmig zurückzunehmen, dann fällt er nicht so stark auseinander.


Kreuzungen der Essig-Rose (Rosa gallica)

Von keiner anderen Wildrose wurden so viele Zuchtsorten heraus gezüchtet. Anfang des 19.Jahrhunderts sollen es bereits ungefähr 1000 Sorten gewesen sein. Bekannteste Sorten sind Rosa gallica versicolor, The Old Velvet Rose, Rosa gallica Tuscany-(eine der ältesten), Rosa gallica Cardinal de Richelieu oder Charles de Mills und noch sehr sehr viele mehr...

Verwendung: In Rosenhecken, Einzelstellung.

Bereits in der Antike wurde aus der Essig-Rose Rosenöl, Rosenwasser und Essig gewonnen. Als Auszug oder Tee der Blütenblätter wirkt sie zusammenziehend und hilft bei Beschwerden im Mund- und Rachenraum: äußerlich wird der Blütenauszug auch bei nur langsam heilenden Wunden eingesetzt.

Foto: Wildform


Deutscher Name Feldrose/Kriechrose
Botanischer Name

Rosa arvensis

 

Wuchshöhe bis 4m Höhe und 3m Breite
Farbe/Blüte einfache klein, reinweiß
Blütezeit 6/7
Hagebutten hellrote eiförmige Hagebutten
Duft ja
Standort halbschattig, windgeschützt, humoser schwach saurer Boden
Herbstfärbung ja
Wuchsform niederliegend oder  mit Rankhilfe, als Kletterrose in die Höhe wachsen.
Ausläuferbildung nein

Feldrose Rosa arvensis

Auch bekannt als: Kriechrose, Kriechende Rose, Acker-Rose, Ranken-Rose, Wald-Rose, Hunds-Rose

Eine niederliegende oder kletternde Rose, die sich bis zu 4m Höhe emporrankt und bis zu 3 m breit wird. Sie ist mit Rosa agrestis die am spätesten blühende Wildrose (Ende Juni bis Ende Juli) mit kleinen, reinweißen wohlriechenden Blüten, die einzeln (im Schatten) oder in Blütendolden (in der Sonne) erscheinen und goldfarbene Staubfäden aufweisen. Die jungen rötlichen Zweige werden im Alter grün und weisen wenige dünne Stacheln auf. Von September bis Oktober bildet sie reichlich hellrote eiförmige Hagebutten. Bevorzugte Standorte sind windgeschützte, halbschattige und etwas feuchte Stellen mit schwach saurem bis alkalischem, humosem Lehm- oder Tonboden. Macht keine Ausläufer. Es gibt eine weitere Feldrose mit dem bot. Namen Rosa agrestis, sie wächst etwas weniger stark mit überhängenden Zweigen 1m bis 2m hoch und wird bis zu 2,50 m breit


Verwendung:

Die weiß blühende Feld-Rose wird wegen ihrer langen Blütezeit und ihrer Anspruchslosigkeit besonders gerne in Bauerngärten oder in einem naturnahen Wildbienengarten gepflegt. Im Landschaftsbau wird sie auch zur Hangbefestigung eingesetzt. Man kann sie aber auch mit einem entsprechenden Rankgerüst als Kletterpflanze kultivieren. Es gibt auch eine sehr hübsche gefüllt blühende Sorte Rosa arvensis plena erhältlich bei Schultheis Rosa arvensis 'Splendens' 'Myrrhscented Rose', die englische Gartenform der R. arvensis ist ebenfalls sehr zu empfehlen

 

Kreuzungen (Hybriden) mit Rosa arvensis

Bennett’s Seedling’, Arvensis-Hybride, Bennett 1840, GB. Höhe: 4m und mehr, zarter herber Duft

‘Schneezwerg x Venusta Pendula’ Arvensis-Hybride, Krause vor 1938,  Höhe 2,50 m, Duft fruchtig

‘Venusta Pendula’ Arvensis-Hybride, vor 1928 Höhe 4 m und  mehr, zart duftend.Die wunderschöne Ramblerrose 'Ayrshire Queen' (Rosa-arvensis-Hybride) bis 10m ,kugelige, zart nach Moschus duftende, halbgefüllten Blüten Rivers-Züchtung von 1835  Die Blüten sind weiß bis zartrosafarben außen kirschrot

Foto: Wildform mit Hagebutten.


Deutscher Name Hundsrose
Botanischer Name

Rosa canina

Wuchshöhe bis 3m hoch u. 1m breit
Farbe

einfache, weiße bis blassrosa Blüten

Blütezeit 6/7
Hagebutten

kugel- bis eiförmige Hagebutten intensiv scharlachrot

Duft schwach
Standort

sonnig, tiefgründig, kalk- und nährstoffreich

Herbstfärbung ???
Wuchsform strauchförmig, mit aufrecht bis bogig überhängenden Zweigen
Ausläuferbildung nein

Hundsrose Rosa canina

ist eine kräftig wachsende, überhängende Strauchrose, die 200 bis 300 cm hoch und im Alter breiter als hoch wird (tiefwurzelnd). Ihre anfangs grünen, später braunen Zweige haben viele gekrümmte Stacheln. Bevorzugte Standorte sind mäßig trockene, tiefgründige Lehm- oder Lößlehmböden, die mäßig sauer bis kalkhaltig und auch stickstoffhaltig sein können. Sie liebt es sonnig, ist aber auch sehr windverträglich und macht keine Ausläufer.

Die Hagebutten der Hunds-Rose enthalten besonders viel Vitamin C und Zuckersorten. Daraus lassen sich wohlschmeckende Marmeladen oder ein Hagebutten wein zubereiten.

 

Neben der Wildform der Hunds-Rose gibt es auch Zuchtsorten wie die Sorte Rosa canina „Kiese“, die etwas niedriger bleibt und intensiv kirschrote Blüten mit einer weißen Mitte bildet.


Sehr bekannt und beliebt ist die Pillnitzer Vitaminrose. Die Hagebutten dieser einheimischen Hundsrosen sind generell sehr reich an Vitamin C. Die Sorte „Pillnitzer Vitaminrose“, benannt nach Schloss Pillnitz bei Dresden, wurde gezielt nach ihrem Vitamin-C-Gehalt selektiert und enthält je 100g frischer Früchte bis zu 1200 mg Vitamin C. Damit ist diese Rose noch vor dem Sanddorn der Rekordhalter in unserer einheimischen Flora! sehr reichblühend, ideal für naturnahe Gärten

 

Weitere Hybriden Rosa canina

Griseldis Canina-Hybride, Geschwind vor 1894, Österreich-Ungarn Höhe 3 m und mehr, zart duftend.Rosa canina von Kiese Kiese, Farbe: kirschrot Duft: leicht duftend Blüte: einfach, sommerblühend  größer Höhe 1,5m und mehr
R. canina Andersonii Wahrscheinlich eine Hybride von R. canina und R. gallica. Typische Hundsrosenblüten, jedoch größer und mit einem satteren, intensiveren, rosa Farbton. Sie duften und blühen sehr lange; es folgen hellrote hundsrosenartige Hagebutten. Höhe 1,80m

Foto: Wildform mit Hagebutten


Deutscher Name Vielblütige od. Büschelrose
Botanischer Name

Rosa multiflora

 

Wuchshöhe bis 4m hoch u. 2-3m breit
Farbe

viele einfache, weiße Blüten in Büscheln

 

Blütezeit 6/7
Hagebutten

rundliche, langanhaftende Hagebutten

 

Duft ja stark nach Honig
Standort

durchlässiger, humoser Gartenboden in
sonniger bis halbschattiger Lage

 

Herbstfärbung nein
Wuchsform aufrechter Wuchs mit leicht überhängenden Trieben - sehr ausladend
Ausläuferbildung nein

Büschelrose

Rosa multiflora

Blütenreiche, fast dornlose Wildrose für großzügige Gärten. Die Büschel-Rose ist ein breitwüchsiger Strauch, der Wuchshöhen von bis 4 Metern erreicht. Die relativ dünnen Zweige sind rötlich oder bräunlich grün, sie neigen sich sehr bald über, und sie treiben bei Bodenberührung Wurzeln aus, es sind nur wenige Stacheln oder sie fehlen ganz.

 

Die Blütezeit liegt im Juni bis Juli. Am vorjährigen Holz stehen in großen kegelförmigen rispigen Blütenständen bis zu 500 Blüten, die mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Zentimetern relativ kleinen, Blüten duften nach Honig.

Verwendung:

Die Vielblütige Rose ist besonders vielseitig einsetzbar. Rosa multiflora ist eine wichtige Unterlage für die Veredelung von Rosen. Auch zur Hybridbildung von Kletterrosen wird sie verwendet. Sie kann aber auch als Wildhecke gepflanzt werden oder zur Sicherung von Böschungen und Hängen, wo sie dann eine kriechende Wuchsform bildet. Obwohl die Blüten klein sind, stellen sie eine vorzügliche Bienenweide dar.

Schnitt: Auslichten vor der Blüte. eventueller Schnitt nach der Blüte wie bei Ramblern


Hybriden Rosa multiflora

Apple Blossom Multiflora-Hybride, 3 m und weit mehr, zart duftend. Francis Wichurana-Multiflora-Hybride,
2m und mehr, zart duftend.Geschwinds Nordlandrose  Multiflora-Hybride, Geschwind vor 1884, 3m und mehr, zart duftend. Mrs F. W. Flight Multiflora-Hybride, Cutbush 1906 2m und mehr, zart duftend. Veilchenblau Multiflora-Hybride, Schmidt 1909 4m und mehr, fruchtig-herb, zart duftend und viele mehr...

 

Rosa multiflora wurde häufig mit Rosa moschata eingekreuzt und es enstanden viele wunderschöne in großen Trauben blühende Sorten: Ballerina Moschata-Rose , Polyantha, Multiflora-Abkömmling, Bentall 1937, GB.
1,20 m, herb, zart duftend. Bouquet Parfait Multiflora-Hybride, »Moschata-hybride«, Lens 1989
Höhe 1,20 m, zart duftend. Die allseits bekannte Ghislain de Feligonde, sowie Heavenly Pink und viele mehr. Foto unten Wildform Rosa multiflora

 


Deutscher Name Kleinblütige Rose
Botanischer Name

Rosa micrantha

 

Wuchshöhe 1,50m - 2,50m, 1,20m breit
Farbe/Blüte hellrosa bis weiß, einfach
Blütezeit 6/7
Hagebutten kugelige bis ovale Hagebutten
Duft nach Äpfeln duftendes Laub
Standort kalkhaltige, schwere mineralische Böden
Herbstfärbung nein
Wuchsform aufrechter, dichtbuschiger Wuchs mit überhängenden Trieben
Ausläuferbildung nein

 

Foto: Wildform keine Hybriden bekannt

           Kleinblütige Rose (Rosa micrantha)

Diese sehr seltene Wildrose stammt aus Mitteleuropa und besitzt einen aufrechten, dicht verzweigten Wuchs und (im Alter) bogig überhängenden Trieben.

Rosa micrantha besitzt bis zu 3 cm große Blüten, die im Juni erscheinen und eine charakteristischen Duft verströmen. Aus ihnen entwickeln sich im Herbst eirunde Hagebutten, die eine Größe von ca. 1,5 cm haben. Das nach Äpfeln duftende Laub ist dunkelgrün, die Zweige sind besetzt mit hakigen Stacheln

Bevorzugter Standort sind kalkhaltige, schwere mineralische Böden, aber auch steinige Lehmböden mit Sonne bis lichten Schatten werden vertragen. Sie macht keine Ausläufer. Rosa micrantha ist wahrscheinlich eng mit der Schottischen Zaunrose Rosa rubiginosa verwandt.

Die kleinblütige Rose ist sehr robust und kann gut für Windschutzhecken und freiwachsenden Hecken eingesetzt werden.



Deutscher Name Fuchsrose
Botanischer Name

Rosa foetida, Rosa Lutea

Wuchshöhe 1,5m - 2,0m
Farbe/Blüte einfach knall gelb in großen Mengen
Blütezeit Mai bis Juni
Hagebutten kugelförmigen, orange-rot
Duft ja, wird teilweise als unangenehm gefunden
Standort Alle Bodenarten in voller Sonne
Herbstfärbung ja
Wuchsform stark, bogig überhängend, schlanke Triebe
Ausläuferbildung  nein

Fuchrose Rosa Foetida

auch bekannt als: gelbe Rose, Wachsrose, Persische-Gold Rose

Wegen der Tatsache dass sie die Farbe Gelb in viele moderne Rosen brachten eine interessante Gruppe. Stark wachsende Sträucher und moderate Kletterrrosen die sehr widerstandsfähig sind. Die Sträucher haben braune Zweige mit wenigen Stacheln. Das Laub ist klein und farnartig und am Rand mit wohlriechenden Drüsen besetzt. Dieses Rosengewächs zeichnet sich aus durch eine überreiche Blüte und extremen Winterhärte. Rosa foetida wächst als Strauch, der Wuchshöhen von etwa 1,5 Metern erreicht

Diese Wildrose hat nur wenige und ungleichmäßige Stacheln. Die mittelgroßen Blüten haben eine sehr intensive kanariengelbe Farbe. Im Herbst entwickeln sich daraus die kugelförmigen, orange-rote Hagebutten. Verwendung: Gruppenpflanzung, Einzelstellung, als Hecke, gemischte Rabatte


Von der Fuchsrose gibt es mehre Zuchtsorten, u.a.

Bicolor – auch Austrian Copper und Kapuziner-Rose genannt, sie wird bis zu 2m hoch und hat einfache Blüten, die außen orangerot, innen goldgelb gefärbt sind. Fallen die Blütenblätter hinunter, bleiben noch lange die kleinen Sternchen der Staubgefäße an der Rose haften. Persian Yellow – auch Rose luteana persiana genannt, sie wird 1,50m hoch und hat leicht gefüllte, goldgelbe Blüten. Weitere Fotos der foetida Bicolor


Deutscher Name Griffelrose
Botanischer Name

Rosa stylosa

 

Wuchshöhe bis 3m, 1m - 3m Breite
Farbe/Blüte einfach, 3 cm in weiß bis hellrosa
Blütezeit 6/67
Hagebutten ja längliche rotorange bis schwarz
Duft nein
Standort warmer Standort kalkhaltiger, lehmiger Untergrund
Herbstfärbung ja
Wuchsform aufrechter,hoher schlanker Wuchs
Ausläuferbildung nein

Die Griffelrose, bot. Rosa stylosa,

ist eine sehr sehr alte Wildrose in Form eines aufrecht wachsenden, auch kletternden Strauchs von bis zu 300 cm Höhe.  Sie hat sattgrüne Blätter und kräftig bestachelte Triebe. Ihre Blüte ist weiß bis hell rosa im Durchmesser von 4 cm. Die Blütezeit von Juni bis Juli. Rosa stylosa wird sowohl als Solitärpflanze wie auch in Gruppenpflanzungen oder als Wildobst verwendet. Sie wird vorwiegend in Gärten, als Hecke oder als Ziergehölz angepflanzt. Am besten übrigens an trocken warmen Standorten, Waldrändern und in Gebüschen und Hecken, dabei bevorzugt sie kalkhaltigen, lehmigen Untergrund.

Die Griffel-Rose scheint enger mit der Feld-Rose Rosa arvensis verwandt zu sein und hat auch ein annähernd gleiches Verbreitungsgebiet. Auf alle Fälle gehört sie zur Gruppe der Hundsrosen. Die Griffel-Rose war früher eine beliebte Zierrose in den Gärten. Heute wird sie zunehmend von anderen prächtigeren Wildrosen und natürlich auch Zuchtsorten verdrängt. Da auch ihre Wildbestände zunehmend gefährdet sind, wäre es eine dankbare Aufgabe für den Liebhaber von Wildrosen, sich ihrer anzunehmen.



Deutscher Name Moschussrose
Botanischer Name

Rosa moschata Wildform

 

Wuchshöhe bis 2m
Farbe/Blüte locker gefüllt oder einfach mittelgroß weiß
Blütezeit ab August
Hagebutten  
Duft reichlich
Standort sonnig-warmen Gebüschen. Die Substrate sind mäßig nahrhaft, mäßig trocken bis frisch und eher basenreich.
Herbstfärbung ja
Wuchsform aufrechter, später bogig überhängend
Ausläuferbildung je nach Sorte leicht

Moschussrose Rosa moschata

Die Moschus-Rose stammt ursprünglich vermutlich aus den Gebirgsregionen Persiens, wo sie schon seit sehr langer Zeit Gegenstand der Rosenzüchtung ist.

Rosa moschata gedeiht in sonnig-warmen Gebüschen. Die Substrate sind mäßig nahrhaft, mäßig trocken bis frisch und eher basenreich.

Rosa moschata wächst als Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 2 Metern erreicht.  Die Zuchtsorten bleiben meist niedriger. Sie hat eine lockere Wuchsform mit weitgehend kahlen Trieben und nur wenigen Stacheln.  Für eine Wildrose ungewöhnlich ist die späte Blütezeit ab August bis zu den ersten Frosttagen im Spätherbst. Die Knospen sind länglich eiförmig und weiß gefärbt, die Blüten in Weiß, mittelgroß mit einem intensiven Moschusduft. Sie ist die Wildform der Moschus-Rose und wurde auch für die Züchtung der Damaszener-Rosen (Rosa damascena) und der Zentifolien (Rosa centifolia)

Im Handel ist die Wildart nur schwer zu beziehen auch weil eher die Zuchtsorten gefragt sind

Bezugsquelle: Schultheis


Wunderschön ist die die halbgefüllt bis gefüllt blühende Rosa moschata flore semiplena' die ebenso wie die Stammsorte spät, aber lange und ausdauernd blüht. Eine wahrscheinlich sehr alte Rose, die im fernen Osten seit Jahrhunderten kultiviert wird. Bis 3 m hoch x 2 m breit. Ideal wegen der späten Blüte in Wildrosen-hecken. Bezugsquelle: ebenfalls Schultheis

Moschata Hybriden gibt es sehr zahlreiche. Wie oben schon beschrieben hauptsächlich Kreuzungen von R. moschata mit R. multiflora. Neben den oben genannten hören die bekannten Moschata-Rosen von  den Züchtern Lens, Bentall, Pemperton, Lambert, Bentall dazu, die uns mit ihren großen Trauben an duftenden Blüten verzaubern.


Deutscher Name Kartoffelrose
Botanischer Name

Rosa Rugosa

 

Wuchshöhe je nach Sorte und Schnitt bis 1,50m
Farbe/Blüte einfache und gefüllte in rosa, violett und weiß
Blütezeit 5/6/7 später remontierend
Hagebutten 3 cm kugelförmig, orange bis tief rot
Duft Sorten mit sehr starkem Duft
Standort sonnig bis halbschattig normaler Gartenboden aber auch magerer Sandboden
Herbstfärbung ja
Wuchsform aufrechter, dichtbuschiger Wuchs
Ausläuferbildung je nach Sorte leicht

          Rosa Rugosa -Kartoffelrose

1796 wurde die Kartoffelrose aus Japan eigeführt. Aus ihr gingen zahlreiche Hybriden hervor die sich vorzüglich als Hecken eignen.

 

Viele dieser Sträucher sind öfterblühend duften stark und bilden große Hagebutten mit viel Fruchtfleisch.

Die Blütezeit fällt in die Monate Mai und Juni. Die Hauptblütezeit ist der Juni, häufig blüht sie aber auch noch einmal im September, genauso wie die meisten der aus ihr hervorgegangenen Zuchtsorten.

 

Rosa rugosa und ihre Hybriden sind äußerst salzverträglich anspruchslos und gedeihen auch auf schlechten Böden. Sie bevorzugen einen PH-Wert von 4,5 bis 5,5. Das Laub ist grün und runzelig und bekommt eine gelbe Herbstfärbung.

 

Die meisten Kartoffelrosen erreichen ohne Schnitt eine Höhe von 150 cm, können mit Schnitt aber auch deutlich niedriger gehalten werden.


Ein paar außergewöhnliche Schönheiten der Rosa Rugosa Hybriden sind

Basyes Rurple Rose - mit purpur-violetten Blüten - Agnes mit gefüllten gelben Blüten - Blanc Double de Coubert eine Rosa rugosa-Hybride mit leuchtend reinweißen, gut gefüllten Blüten, die einen starken Duft verströmen. - Canary Bird kanariengelbe große einfach geformte Blüten - David Thompson - stark duftende gefüllte pinke Blüten, - Dr. Eckener außergewöhnliche edle stark duftende Blüte in Lachsrosa - Mrs. Anthony Waterer dunkelrot starker Duft - Roseraie de l`hay (Uckermärker Küchenrose) stark duftende Rose mit karminroten gefüllten Blüten Es gibt noch andere zahlreiche Sorten in den unterschied-lichsten Farben. Weitere duftende Sorten gibt's hier


Deutscher Name Kastanienrose
Botanischer Name

Rosa roxburghii f. normalis

 

Wuchshöhe bis 3m 2,50m breit
Farbe/Blüte Blasses Violett-rosa, zur Blütenmitte hin fast weiß und fast weiße, violett-rosa angehauchte Blüten.
Blütezeit 6/7
Hagebutten grün kastanienähnlich
Duft ja mittelstark angenehm
Standort sonnig bis halbschattig nährstoffreich und qualitativ hochwertig
Herbstfärbung ??
Wuchsform sparrig, aufrecht
Ausläuferbildung ??

Kastanienrose Rosa roxburghii f. normalis

 

Die Hagebutten dieser Wildrose weichen völlig von der sonst bei Rosen üblichen Hagebuttenform ab. Die Schalen der Früchte sind grün gefärbt und mit Stacheln besetzt; damit erinnern sie an die Früchte der Kastanienbäume. Diese kastanienartigen Früchte können einen Durchmesser von bis zu 7cm einnehmen.

Aber nicht nur ihre Hagebutten sind bestachelt, schon die Fruchtknoten der Knospen sind grün bewehrt. Im Juni zeigt die Rose dann zahlreiche blass violette Blüten mit weißer Mitte, die sich dann in weiß mit rosa und violett angehaucht wandeln. Einmalig ist auch das die Rinde beginnt sich nach dem Verholzen abzulösen. Die Kastanien-Rose ist in Japan und China verbreitet. Ursprünglich handelt es sich um eine frühe Kulturform, die bereits vor Jahrhunderten in China gezüchtet wurde. Von dort sie erstmals im Jahre 1824 über Kalkutta nach England exportiert.

 


Foto: Wildform

Château de la Juvénie Wildrose-Hybride, Roxburghii-Hybride, Gravereaux, Roseraie de L‘Hay 1901, F.
Höhe 2m,  Blüte rosa, stark gefüllt, zart duftend, wunderschön aber wohl nicht mehr erhältlich


Deutscher Name Stacheldrahtrose
Botanischer Name

Rosa omeiensis pteracantha

 

Wuchshöhe 1,80 m - 2,50 m x 2,50 m, je nach Schnitt
Farbe/Blüte weiß klein
Blütezeit Anfang bis Mitte mai
Hagebutten klein, rot kugelig
Duft ja herrlich
Standort Sonnig. Alle Böden, gern Sandboden
Herbstfärbung ja
Wuchsform stark, vieltriebig, kräftig, breitbuschig
Ausläuferbildung nein

Stacheldrahtrose Rosa omeiensis pteracantha

Mit ihren übergroßen roten Stacheln ist die Stacheldrahtrose mit dem ungewöhnlichen Namen Rosa omeiensis pteracantha wohl die wehrhafteste Rose überhaupt. Die Stacheln stehen im schönen Kontrast zum zart gefiederten hellen Laub.Die einfachen weißen Blüten der Stacheldrahtrose werden durch die auffälligen gelben Staubgefäße betont.  Diese eindrucksvolle Wildrose kommt aus China und sie bildet 200 bis 250 cm hohe, breit wachsende Sträucher.

Vom Austrieb bis in den späten Sommer zeigen sich die großen, flügelförmigen Stacheln bei Sonnenlicht durchscheinend rubinrot.  Ungewöhnlich auch die weiße Blüte, sie trägt als einzige ungefüllt blühende Rosenart vier, statt fünf Blütenblätter und verbreiten schon früh im Jahr einen angenehmen, gut wahrnehmbaren fruchtigen Duft.
Ganz früh schon nach der Blüte entwickeln sich auch die kleinen roten, kugelförmigen Hagebutten.



Deutscher Name Halbimmergrüne Kletterrose
Botanischer Name

Rosa Wichuraiana

 

Wuchshöhe bis 6m und eben so breit
Farbe/Blüte weiß in großen Rispen
Blütezeit 7/8
Hagebutten eiförmig und tiefrot
Duft ja nach Apfel oder Klee
Standort sonnig bis halbschattig normaler humoser Gartenboden
Herbstfärbung ??
Wuchsform starkwüchsig mit langen Trieben
Ausläuferbildung nein

Halbimmergrüne Kletterrose

Rosa wichuraiana

diese stark wüchsige Rose bildet bis zu 6m sehr lange, oft niederliegende Grundtriebe aus, die Rose erreicht so eine beachtliche Wuchsbreite von 2 bis 5 m, der Jahreszuwachs beträgt dabei stolze 75 bis 200 cm. Rosa wichuraiana spielt bei der Züchtung von Kletter- und Ramblerrosen eine wichtige Rolle. Die Halbimmergrüne Kletterrose hat eine für Ramblerrosen relativ späte Blütezeit, die sich meist von Juli bis August erstreckt. Die weißen Doldenrispen zeigen sich dann überreich an der Rose. Besondere Schönheit erlangen die Blüten noch zusätzlich durch die auffälligen, gelben Staubgefäße. Die im Herbst reifenden Hagebutten sind eiförmig und tiefrot. Die ledrigen Blätter dieser Rose zeichnen sich durch ihre Gesundheit aus.


in sehr milden Lagen behält Rosa wichuraiana auch im Winter teilweise ihr Laub. Die Halbimmergrüne Kletterrose liebt sonnige bis halbschattige Standorte, an den Boden werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Zu verwenden ist diese reichblühende Schönheit als Kletter- bzw. Ramlerrose zur Begrünung von Wänden, Zäunen oder auch zum Beranken von Bäumen. Dank der ungefüllten Blüten und der Hagebutten im Herbst ist die Rose zudem eine Bereicherung für die Insekten und Vögel im Garten. Eine wundervolle und sehr seltene Sorte ist die reichblühende Rosa wichurana yakachinensis, die bei Schultheis erhältlich ist Sie wächst nur bis 2m hoch

Wichuraiana-Hybriden
Wichuraiana Rosen haben weiche und biegsame Triebe. Die Blüten sitzen in Büscheln und die Blütezeit ist relativ spät. Die biegsamen Triebe lassen sich gut an Bögen oder Laubengängen ziehen. Es gibt sie sehr zahlreich im Handel
Dazu gehören u.a. American Pillar, New Dawn, Excelsa, Leontine Gervaise
Albéric Barbier Wichurana- Hybride, Barbier 1900, F.  4m und mehr, fruchtig, Blüte stark gefüllt, weiß innen gelblich, gut duftend.
City of York Wichurana-Hybride Tantau 1939 2,50 m und weit mehr, Blüte weiß, halbgefüllt, zart duftend.

Ramblerrose 'Albertine' (Rosa-Wichuraiana-Hybriden) von Barbier mit außergewöhnlicher Blütenfarbe: Aus korallenroten Knospen entfalten sich dichtgefüllte Blüten in hellem Orange bis kräftigem Rosa, die voll erblüht zartrosafarben verblassen und einen ganz wunderbaren Duft verströmen.

Foto: Rosa wichuraiana Wildform


Deutscher Name Moos Rose
Botanischer Name

Rosa centifolia var. muscosa

Wuchshöhe bis 1,50m
Farbe/Blüte mittelgroß, gefüllt, intensives rosa
Blütezeit 6/7
Hagebutten ja runde rote
Duft ja sehr stark, süß, berauschend
Standort sonnig bis halbschattig alle Böden
Herbstfärbung nein
Wuchsform kräftig, bogig überhängend
Ausläuferbildung ja

Moos-Rose (Rosa centifolia var. muscosa)

Mittelgroße, gefüllte Blüten in intensivem Rosa; einmalblühend; Duft nach flüssigem Harz; bemoost wirkende Knospen; kräftiger, buschiger Wuchs (bis 150 cm hoch); robust; winterhart; für die Kübel-pflanzung geeignet

Blüten und Laub wie die Urform der R. centifolia. In kälterem Klima erstreckt sich der Flor über mehrere Wochen und verbreitet einen süßen, schweren Duft. Der Strauch ist anspruchslos, wächst kräftig, aufrecht und starkwüchsig. Graugrüne Belaubung, typische Moosrosen-Bestachelung. Gut winterhart.

 

Die grüne bis bräunliche Bemoosung mit harzigen Drüsen verleiht den 'Moosrosen' einen einzigartigen Charme. Die bemoosten Knospen, Fruchtknoten und Kelchblätter duften harzig, ihre Blüten verstömen einen süßen und leicht harzigen Centifolienduft. Alle Moosrosen blühen üppig, manche besitzen schon die Fähigkeit zu remontieren (Nachblüte). 


Die Moosrosen sind seit dem Ende des 17. Jahrhunderts bekannt. Sie entstanden als spontane Mutationen aus einigen Centifolien und wurden von Liebhabern der 'Bauernrosen' über ganz Europa verbreitet. Die große Anzahl der noch vorhandenen Sorten zeugen noch heute von ihrer großen Beliebtheit. Weitere Fotos und Zuchtformen


Deutscher Name Keilblättrige Rose
Botanischer Name

Rosa elliptica

 

Wuchshöhe bis 2,00m
Farbe/Blüte klein, hellrosa
Blütezeit 6/7
Hagebutten länglich rot
Duft Laub duftet nach Äpfeln
Standort sonnig, steinige kalkhaltige Böden
Herbstfärbung ??
Wuchsform kräftig, Strauchartig, dicht, überhängend
Ausläuferbildung leicht

Keilblättrige Rose (Rosa elliptica)

 

Nah verwandt mit Rosa rubiginosa; Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Blüten sind klein hellrosa und duften kaum, dafür aber das Laub  nach Äpfeln

Ab August entwickeln sich scharlachrote, kleine, kugelige Hagebutten

Dichter, aufrechter Strauch; leicht überhängende Triebe

Gedrungener Wuchs (150 bis 200 cm Höhe, bis 150 cm Breite) mit vielen hakigen Stacheln an den dicht verzweigten kurzen Ästen

 

Die Keilblättrige Rose braucht eher flachgründige, lockere, steinige, kalkhaltige, trockene Lehm- oder Tonböden.

Leicht ausläuferbildend.



Deutscher Name Chinesische Goldrose
Botanischer Name

Rosa hugonis

 

Wuchshöhe 1,5 - 2,5 m
Farbe/Blüte einfach leuchtend gelb, in großer Zahl
Blütezeit 5/6
Hagebutten breit kugelförmig und schwarz oder dunkelrot
Duft nein
Standort Sonne Halbschatten auch trockene magere Böden
Herbstfärbung nein
Wuchsform breitbuschig mit überhängenden Zweigen
Ausläuferbildung ??

 

Chinesische Goldrose (Rosa hugonis)

 

Wildrose mit langen, bogenförmigen Zweigen, die schon im Mai mit einfachen, leuchtend gelben Blüten ihrer ganzen Länge nach übersät sind. Auch die Belaubung ist sehr schön, klein gefiedert und glänzend.  Sie ist ein besonderes Schmuckstück im Garten

 

Die Chinesische Gold-Rose wird zwischen 1,5 und 2,5m hoch und hat eine breitbuschige Wuchsform mit überhängenden Zweigen. Die Borsten und Stacheln dieser Wildrose sind besonders dünn. Das Laub ist kleinblättrig, hellgrün im Austrieb  Die Hagebutten sind breit kugelförmig und schwarz oder dunkelrot gefärbt. Diese Wildrose ist recht anspruchslos und gedeiht auch auf magerem und trockenem Boden. 



Deutscher Name Alpen-Heckenrose
Botanischer Name

Rosa pendulina

Wuchshöhe 1,50m - 3m, bis 1,50 breit
Farbe/Blüte einfache Blüten in Purpur-Rosa
Blütezeit Ende Mai bis Juli
Hagebutten ja rote Flaschenförmig
Duft leichter Wildrosenduft
Standort sonnig bis halbschattig schwach sauer, leicht kalkhaltig, humos
Herbstfärbung ja
Wuchsform kompakt, buschig, überhängend
Ausläuferbildung  ja

 

Alpen-Heckenrose Rosa pendulina

Ihr Name leitet sich von den hängenden Früchten ab, lateinisch pendulus - herabhängend.

Daher ist sie auch als Hängefrucht-Rose bekannt; Einfache Blüten in Purpur-Rosa, im Herbst hängende flaschenförmige, rote Hagebutten. Leichter Wildrosenduft; Aufrechte, braunrote Triebe, nahezu ohne Stacheln. Nur im unteren Teil und an jungen Zweigen finden sich gerade, borstenartige Stacheln.Der Wuchs ist kompakt, aufrecht mit überhängenden Trieben. Der Wuchs wird sehr unterschiedlich angegeben und reicht von 1,50m bis 3 m, also wohl sehr Stanort abhängig. Wächst auch in höheren Lagen; robust; winterhart

Bevorzugter Standort sind frische, von schwach sauer über neutrale bis leicht kalkhaltige, flachgründige, humose bis steinige Lehmböden in sonniger bis halbschattiger Lage. Rosa pendulina ist sehr windfest und bildet viele Ausläufer.


Alpina- bzw. Pendulina-Hybriden sind auch unter dem Begriff Boursault-Rosen bekannt. Sie sind fast ohne Stacheln, äußerst frosthart und gesund. Die einmalige zeitige Blüte wird durch eine wunderschöne Laubfärbung im Herbst ergänzt. Die Ramblerrose 'Mme Sancy de Parabère' (Rosa-Pendulina-Hybriden)  eine Bonnet-Züchtung von 1874, ist etwas ganz Besonderes. Sie ist eine der frühestblühenden Rosen, die in manchen Jahren schon Ende April die ersten Blüten öffnet. Diese erblühen in reinem Rosa, sie sind groß, flachgefüllt und verströmen einen starken, weittragenden Rosenduft.


Deutscher Name Pracht-Hagebutten-Rose
Botanischer Name

 

Rosa sweginzowii Macrocarpa

 

Wuchshöhe bis 3m und eben so breit
Farbe/Blüte klein 4 cm, einfach, karminrot
Blütezeit 6/7
Hagebutten flaschenförmig groß orangerot
Duft ja leicht-mittel, süß
Standort sonnig bis halbschattig alle Böden
Herbstfärbung ja gelb orangerot
Wuchsform Strauchartig, dicht bestachelt, kräftig, überhängend
Ausläuferbildung ???

Pracht-Hagebutten-Rose

Rosa sweginzowii Macrocarpa

Alte chinesische Gartenrose. Ihr Name ’Macrocarpa’ bedeutet “großfruchtig“und bezieht sich auf ihre bis zu 5cm großen orangeroten flaschenförmigen Hagebutten die sich aus ihren  einfachen, mittel-großen Blüten in Karminrot bis Rosarot im Herbst bilden. Die sehr dekorativen, Hagebutten übertreffen an Größe nahezu alle anderen Rosen

 Die sehr reiche Blüte setzt im Juni ein und dann duftet es herrlich süßlich, wenn man in ihre Nähe kommt.

Der Strauch wächst kräftig, bogig überhängend. Die rot-grünen Triebe mit kräftigen, schlanken, roten Stacheln sind auch sehr sehenswert. Die Pflanze ist sehr wüchsig und kann eine Höhe und Breite von ca. 3 m erreichen. Verwendung findet diese Wildrose als Vogelnährgehölz, Hecke oder Solitär.



Deutscher Name Sandrose, Wiesenrose
Botanischer Name

Rosa carolina

 

Wuchshöhe bis 1,50m
Farbe/Blüte klein, einfach, hellrosa
Blütezeit 6/7
Hagebutten ja runde rote
Duft ja
Standort sonnig bis halbschattig gern Sandboden
Herbstfärbung ja gelb orangerot
Wuchsform Strauchartig, dicht bestachelt, Triebe rotbraun
Ausläuferbildung ja sehr stark

Sandrose/Wiesenrose (Rosa carolina)

Wird auch Carolina-Rose genannt; Die Wiesenrose (Rosa carolina) wird auch Sandrose genannt, weil sie besonders trockenresistent

Im Juni bilden sich zahlreiche kleine, einfache Blüten in Hellrosa mit einem angenehmen  Duft, ab September bildensich kleine runde, rote Hagebutten. Wunderschön ist auch ihr orangerotes bis gelbes Herbstlaub. Der Wuchs ist strauchartiger (bis zu 150 cm hoch). Die Sandrose ist sehr stachelig, bildet starke Ausläufer. Sie gedeiht auch in allerärmsten Böden. Sie wächst z. B. hervorragend auf Sandböden und befestigt diese dank ihrer starken Ausläufer. Zudem ist sie auch noch absolut winterhart. Auf Grund ihrer Wuchseigenschaften eignet sie sich hervorragend als niedrige Blütenhecken, zur Befestigung trockener Hänge und Böschungen, aber auch für die Einzel- und Gruppenpflanzung im Garten oder auf Wällen.



Die Beschreibungen der Wildrosen stammen Auszugsweise von: Gärtnerei Strickler - Nabu - Plantopedia - Garten-Wissen.com Bezugsquellen von Wildrosen: Gärtnerei Strickler, Rosenhof Schultheis, Baumschule Horstmann, pflanzmich.de, naturagart, Baumschule Eggert, Rosengärtnerei Kalbus. In Bio Qualität bei der Rosenschule Ruf und Bioland Rosenschule Uckermark


Tipps:

  • Beim Rosenhof Schultheis finden sie sehr viele Vorschläge zum pflanzen von Wildrosenhecken oder gemischten Blütenhecken
  • Die Firma pflanzmich bietet kostengünstige Pakete von Bienenhecken an
  • Wenn sie Hilfe brauchen bei der Planung einer Wildrosenhecke auch gemischt mit anderen Gehölzen können sie sich auch an den Pflanzenmarkt  Ahornblatt wenden

viele weitere Sortenvorschläge stark duftender Wildrosen und Wildrosen-Hybriden finden sie auf der nächsten Seite