Unser Bienenfreundliche Garten

Ein Schlaraffenland für Bienen , Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten

Das möchten wir hier gern erschaffen

Mit der richtigen Pflanzenauswahl können wir uns viele dieser Tierchen in unsere Gärten locken und ihnen einen wertvollen Lebensraum anbieten

 

Echinacea Nahrung für Hummeln und Bienen

Hier entsteht eine Übersicht unserer Stauden und Wildstauden  die den Bienen und anderen Insekten reichlich Nahrung spenden. Teilweise werden sie mit einem kleinen Steckbrief und Bildern ausführlich vorgestellt. Wichtig ist uns auch, dass Nahrung zu allen Jahreszeiten verfügbar ist

Echinacea Nahrung für Hummeln und Bienen


Idealerweise sollte die Zusammenstellung so sein, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein ein Nahrungsangebot vorhanden ist. Überwinternde Hummelköniginnen fliegen im Frühjahr bereits bei Temperaturen ab 2 Grad aus, um auf Nahrungssuche zu gehen. Im Sommer lässt das Nahrungsangebot dann oft rapide nach - dies soll nach Angabe des NABU (Naturschutzbund Deutschland) die Ursache für das massenhafte Sterben der Hummeln sein.


Damit die Bienen genügend Nahrung finden, sollten Pflanzen verwendet werden, deren Blüten nicht gefüllt sind. Bei Blumen mit gefüllten Blüten handelt es sich meist um speziell gezüchtete Hybridpflanzen, die keine Pollen oder Nektar produzieren. Auch Kräuter dienen als Nahrungs-quelle für viele Insekten. Basilikum und Thymian z.B. blühen reich und locken viele Nützlinge an.

Insektenfreundlicher Garten Stauden und Sommerblumen
offen blühende Dahlien sind sehr beliebt

Neben den vielen Rosen erwarten den Besucher unseres Gartens weitere Pflanzengruppen Clematis, Oleander, Stauden, Hortensien, Geranien, Fuchsien, jede Menge Lavendel als Unterpflanzung zu den Rosen, sowie ein- und zweijährige Blumen verschiedener Sorten. Und jedes Jahr  kann man neue Pflanzen entdecken, denn seit ich ein Gewächshaus habe ziehe ich leidenschaftlich gern aus Samen neue Stauden, am liebsten Wildstauden heran. Denn unser Garten soll noch Insektenfreundlicher werden.

Nahrung für Bienen u. Hummeln Insektenfreundliche Rosen
Strauchrose Marguerite Hilling

In unserem Garten wachsen sehr viele offen blühende Rosen und auch bei den Clematis sind einige dabei die den Insekten Nahrung spenden. Die vielen Lavendel ziehen magisch Hummeln, Bienen und Schmetterlinge an und in ihrem inneren kann man viele Marienkäfernester entdecken. Im Winter suchen die Krabbeltiere Schutz bei uns in den Mauerritzen vom alten Schuppen oder den großen Laubhaufen die an der Hecke zum Nachbarn immer liegen bleiben.

Auch der aus Asien stammende Harlekin-Marienkäfer Harmonia axyridis ist hier immer öfter anzutreffen

Diese 6mm großen, schwarz gepunkteten Käfer können von fast völlig orangerot bis fast völlig schwarz gefärbt sein. Die meisten Exemplare haben insgesamt neunzehn schwarze Punkte auf den Flügeldecken und sie sollen besonders viele Läuse fressen.

Allium  oder Kugellauch  Insektenfreundliche Blütenkugeln
Allium oder Kugellauch Insektenfreundliche Blütenkugeln

Allium steht hier stellvertretend für die vielen Zwiebelblumen wie z.B. Wildkrokus. (Botanische Krokusse Kegelblume. (Puschkinia Libanotica) Blausternchen. (Scilla Siberica) Sternhyazinthe. (Chionodoxa forbesii)Traubenhyazinthe. (Muscari armeniacum) die schon sehr früh im Jahr Nahrung für viele Arten von Insekten bereithalten. Frühlings-Krokusse z.B. erreichen einen hohen Nektarwert 3 von 4 und einen mittleren Pollenwert 2 von 4.

weiße Akelei Nahrung für Insekten
Sämling weiße Akelei

Akelei (Aquilegia vulgaris) bietet Nektar und Pollen, es kann auch Honigtau geben

Recht viele verschiedene Akeleien sind in den Beeten anzutreffen. Die meisten habe ich gar nicht gepflanzt, sie haben sich über die Jahre unseren Garten als Wohnsitz ausgesucht. Die Blüten stellen für viele Bienen hervorragende Pollen- und Nektarquellen dar. Besonders Hummeln sind an den Blüten anzutreffen.

 blauviolette Akelei Nahrung für Insekten
Sämling blauviolette Akelei

Wussten sie schon? Die kleinste Wildbienenart, die Schmalbiene, ist oft nicht viel größer als ein Reiskorn, während die Blaue Holzbiene fast 30 mm groß ist. 95 % der Wildbienenarten leben solitär, also einzeln. Jedes Weibchen baut sein eigenes Nest. Manchmal liegen diese so nah beieinander, dass es wie ein «Volk» aussieht. Was viele nicht wissen – auch die Hummel ist eine Wildbiene. Sie zählt zu den sozialen Wildbienenarten. Hummeln leben – ähnlich wie die Honigbiene – in einem Volk.

Quelle:www. bee-careful.com/de/bienenleben/wildbienen/

Akelei Nahrung für Insekten
Rot/weiße Akelei, die bei den Bienen sehr beliebt ist mit Edelrose Eisvogel
Insektenfreundliche Staude Enzian Ehrenpreis (Veronica gentianoides)
Enzian Ehrenpreis

Enzian Ehrenpreis

(Veronica gentianoides)

Wuchshöhe: 20 - 50 cm

Blüte: hellblau, geadert, in aufrechten Trauben

Blatt: glänzend grüne Blattrosetten, die aussehen wie Enzianlaub

Blütezeit: Mai - Juni

Standort: Sonne, ausreichend feucht

Verwendung: Steingarten, Randbepflanzung Staudenrabatte, Teichrand, Bienen - und Hummelweide

 

Insektenfreundliche Staude Enzian Ehrenpreis (Veronica gentianoides)
(Veronica gentianoides)

Ein mittelhoher Ehrenpreis mit weiß bis hell azurblauen Blütenkerzen. Die Anordnung der Grunndblätter erinnert an eine Enzianrosette. Diese dankbare, sehr dauerhafte Art ist besonders zur Blütezeit ein Schmuckstück in jedem größeren Steingarten, ebenso gut eignet sie sich für die Vordergrundbepflanzung von Staudenrabatten. Der Enzianblättriger Ehrenpreis ist sehr winterhart und bleibt im Winter grün.

Insektenfreundliche Staude Enzian Ehrenpreis (Veronica gentianoides)
Enzian Ehrenpreis (Veronica gentianoides)
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Silber Ehrenpreis Veronica spicata ssp. incana

 

Silber Ehrenpreis

     Veronica spicata ssp. incana
Farbe: blau
Höhe:  20-40 cm
Lichtverhälnisse: sonnig,
Blütezeit: Juli-September
Bodenfeuchte: normal, trocken
Standort Boden: trocken normal

Winterhart

Staunässe wird nicht vertragen

für Steingärten, Heidegärten und den Vordergrund von Staudenrabatten geeignet.

Silber Ehrenpreis Veronica spicata ssp. incana

Der Silberblatt-Ehrenpreis bildet durch seine Ausläufer dichte Teppiche und wird bis allerhöchstens 40 cm hoch. Die Blätter sind leicht filzig, silbergrau und lang gestreckt. Von Ende Juni bis September erscheinen die pyramidenförmigen hellblauen Blüten, die purpurfarbene Staubblätter tragen. Toller Rosenbegleiter und wie alle Ehrenpreis Arten beliebt bei den Bienen. Wegen der filzigen Blätter sollte man diesen Ehrenpreis im Winter vor Nässe schützen, zum Beispiel mit Fichtenreisig.

 

Es wachsen noch weitere Ehrenpreis Arten im Garten: Der Großer Ehrenpreis Veronica teucrium 'Koenigsblau, eine mittelhohe Sorte mit enzianblauen Blüten. Der 'Ähriger Ehrenpreis (Zwergform) Veronica spicata var. nana, eine niedrige Sorte mit ganz langer Blütezeit. (ist ein idealer Rosenbegleiter), sowie der Scheinähriger Ehrenpreis 'Younique Baby White' Veronica spicata 'Younique Baby White, eine sehr kompakt wachsende Sorte mit ebenfalls sehr langer Blütezeit. Fotos gibt es nächstes Jahr

 

 

Argentinisches Eisenkraut

         Verbena bonariensis
Lebensbereich:    Staudenbeet
Wuchshöhe:    70 bis 100 cm
Blütezeit:    Juli - Oktober
Blütenfarbe:    violett

Wuchs: aufrecht, horstig
Standort (Licht):    sonnig
Standort (Boden):    normal
Frosthärte: etwas Winterschutz durch leichtes Abdecken ist bei Temperaturen unter –7° nötig


Das Argentinische Eisenkraut (verbena bonariensis) wirkt aufgrund der langen, dünnen Stiele sehr filigran und lockert jedes Staudenbeet auf. Am Kopf der Pflanzentriebe erscheinen kleine, violettfarbene Blütenbüschel. Die Verbena ist nicht besonders winterhart, samt sich aber leicht aus. Ich schneide sie immer erst im Frühjahr zurück, so ist mir noch keine Pflanze erfroren. Im Gegenteil sie werden jedes Jahr üppiger und schöner.

Buntes Staudenbeet mit Rispenhortensie Limelight, Eisenkraut, Spinnenpflanze, Sonnenhut
September 2017 Rispenhortensie Limelight, Eisenkraut, Spinnenpflanze, Sonnenhut

             Jakobsleiter blau

Himmelsleiter

(Polemonium richardsonii)
Lebensbereich:    Staudenbeet, Naturgarten, Feuchtstellen, Teich, Bauerngarten

Wuchshöhe: 50 bis 100 cm
Blütezeit:    Juni, Juli, August

Blütenfarbe: violettblaue, Glocken- artige Blüten
Frosthärte:    frosthart

Die ausdauernde Pflanze gedeiht am besten in halbschattiger Lage.

Bedeutung: Die Blüten werden gerne von Hummeln und Mauerbienen besucht.


Die weiß blühende Form Polemonium caeruleum 'Album  der heimischen Jakobsleiter lockt ebenfalls mit ihren zart duftenden Blüten eine Vielzahl von Schmetterlingen und Bienen an. Diese Jakobsleitern gelten in Deutschland als stark gefährdet, dabei sind sie so hübsch anzusehen und blühen wenn man die Rispen regelmäßig schneidet und immer etwas feucht hält von Juni bis September

Polemonium caeruleum ssp. yezoense 'Purple Rain'
Goldlack und Japanische Jakobsleiter

Polemonium caeruleum ssp. yezoense 'Purple Rain' Diese japanische Unterart der Jakobsleiter treibt im Frühjahr dunkel/rotblättrig aus. Die Farbe der Blätter hält sich bis in den Sommer. Später vergrünt sie nähert sich einer normalen Jakobsleiter an. Immer schön dunkel bleiben aber die Stängel. Sie blüht nicht ganz so lange wie die Deutsche Verwandschaft, hat aber sonst die gleichen Eigenschaften. Der 40-45 cm hohe gelbe Goldlack soll eigentlich nur zweijährig sein, wächst aber jetzt schon seit 6 Jahren im Garten und duftet herrlich schon aus der Entfernung. Er wird am meisten von Wildbienen angeflogen

 

Tanacetum macrophyllum Großblättrige Wucherblume
Großblättrige Wucherblume

Großblättrige Wucherblume

Tanacetum macrophyllum

Lebensbereich: Naturgarten, Gehölzrand, Staudenbeet
Wuchshöhe: 70cm bis 150cm je nach Humusgehalt des Bodens
Blütezeit: Juni, Juli
Blütenfarbe: weiß Blattschmuck
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: für alle Böden geeignet
Wuchsform/ Wuchsverhalten: ausdauernd, Blätter gefiedert, grob gezähnt,winterhart

Tanacetum macrophyllum Großblättrige Wucherblume
Tanacetum macrophyllum

Ab Juni trägt die Schafgarben-Margerite wie die Großblättrige Wucherblume (Tanacetum macrophyllum) auch genannt wird körbchenartige, weiße Blüten die in Dolden angeordnet sind, voll erblüht sind sie ein wahrer Hingucker.  Aber auch die breiten lanzettlichen Blätter in einem frischen grün sind sehenswert sie werden später noch etwas dunkler. Wenn die Blüten richtig Farbe zeigen sind sie für Bienen und viele andere Insekten eine gute Nahrungsquelle.

Tanacetum macrophyllum Großblättrige Wucherblume Insektenfreundliche Staude
Tanacetum macrophyllum Großblättrige Wucherblume
Ebensträußige Wucherblume Tanacetum corymbosum oder Straußmargerite genannt
Ebensträußige Wucherblume (tanacetum corymbosum)

 

Ebensträußige Wucherblume

      Tanacetum corymbosum
Lebensbereich: Naturgarten, Gehölzrand, Staudenbeet
Wuchshöhe: ca. 120cm 
Blütezeit: Juni, Juli, August,
Blütenfarbe: weiß
Standort:sonnig bis halbschattig,
Boden: für alle Böden geeignet
Wuchsform/ Wuchsverhalten: ausdauernd, buschig
Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)
Mehrjährig/krautig
Angenehmer Blatt und Blütenduft

Ebensträußige Wucherblume Tanacetum corymbosum oder Straußmargerite genannt
Tanacetum corymbosum

Die ebensträußige Wucherblume (Tanacetum corymbosum) auch Strauß Margerite genannt ist eine nicht sehr häufig anzufindende Wildstaude für trockenwarme Standorte. Sie wird bis 1,20 m hoch und besitzt das typische fein zerteilte Tanacetum-Blatt. Die weissen margeritenähnlichen Blüten mit 2-3 cm Durchmesser erscheinen ab Mitte Juni in einer großen Fülle in großen Rispen. Kaum zu glauben das diese wunderschöne Pflanze nicht öfter gepflanzt wird. Ob der Name abschreckend wirkt? Auch wenn sie Wucherblume heißt so breitet sie sich ganz bestimmt nicht übermäßig aus wenn man Verblühtes vor der Samenreife abschneidet. Gleiches gilt auch für die Großblättrige Wucherblume. Anziehungspunkt für viele Arten von Insekten. Auch gut zum verwildern vor sonnigen und trockenen Gehölzrändern geeignet.

Ebensträußige Wucherblume Tanacetum corymbosum oder Strauß-Margerite genannt
Ebensträußige Wucherblume Tanacetum corymbosum oder Strauß Margerite genannt
Italienische Ochsenzunge   Anchusa azurea (italica)
Italienische Ochsenzunge Anchusa azurea (italica)

Italienische Ochsenzunge

       Anchusa azurea (italica)
Blütenfarbe:
  blau
Wuchshöhe    60-120cm
Lichtverhältnisse    sonnig
Blütezeit : Juni, Juli, August
Wuchs: bogiger Blattschopf, aufrechte Blütenstiele, horstig
Standort/Pflege: Die Ochsenzunge liebt volle Sonne und einen sandigen, durchlässigen Boden.  Gleichzeitig ist auf ausreichende Nährstoffzufuhr zu achten.

Winterhart

Italienische Ochsenzunge  Anchusa azurea (italica)

Die Ochsenzunge Anchusa azurea (italica) liebt volle Sonne und einen sandigen, durchlässigen Boden. Es sollte unbedingt auf eine reiche Nährstoffzufuhr geachtet werden, auch möchte die Ochsenzunge nicht zu feucht stehen. Sie bildet große Sträucher mit Massen an azurblauen Blüten, die in großen Rispen erscheinen und vor allen von Hummeln angeflogen werden. Beim Verblühen nehmen sie eine rötliche Färbung an. Eine kräftig wachsende hervorragende Schnittblume und Schmuckstaude. Schneidet man verblühtes regelmäßig aus treibt sie immer wieder neue Blütenrispen bis weit in den September. Nahrungsquelle für viele Arten von Insekten. Es gibt auch eine einheimische Art die Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis). Ihre dunkelvioletten Blüten erscheinen den ganzen Sommer über, bis in den Frühherbst. Eine sehr attraktive Art, die in keiner Wildstaudenpflanzung fehlen sollte. Sie wächst auch bei uns, nur leider habe ich es versäumt Fotos zu machen. Die gemeine Ochsentunge wird nicht ganz so groß, mit etwa 70cm ist sie ausgewachsen

Italienische Ochsenzunge   Anchusa azurea (italica)
Italienische Ochsenzunge Anchusa azurea (italica)

Fast alle Besucher unseres Gartens blieben in diesem Jahr staunend vor der Italienischen Ochsenzunge stehen. Kaum jemand kannte diese imposante Staude die wahrhaftig eine Höhe von 1,50m und einen Umfang von über 4 m hatte. (die anderen Pflanzen waren allerdings nicht ganz so mächtig) Für das neue Jahr habe ich etliche Vorbestellungen bekommen. Ich habe reichlich Samen gesammelt, so dass die Ochsenzunge bald in vielen Gärten einziehen kann. Die Pflanze ähnelt dem Borretsch und ist genau so eine Bienenweidepflanze

 

Kleines Mädesüß, Spierstaude  Filipendula vulgaris
Kleines Mädesüß, Spierstaude Filipendula vulgaris

 

Kleines Mädesüß, Spierstaude

Filipendula vulgaris

Lebensbereich: Staudenbeet, Naturgarten

Wuchshöhe: 20 bis 40 cm, in sehr guten Böden auch bis 70 cm

Blütezeit: Juli, August

Blütenfarbe: weiß

Standort: sonnig

Boden: trocken, normal

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

gehört zur Familie: Rosaceae der Rosengewächse

Kleines Mädesüß, Spierstaude  Filipendula vulgaris

Das Kleine Mädesüß, auch Spierstaude genannt (Filipendula vulgaris) ist eine heimische Wilstaude mit großen, weiß blühenden Doldenrispen, die an steifen Stängeln emporwachsen. Die Blüten, die aus kleinen runden, knubbeligen, rot angehauchten Knospen entstehen, werden von zahlreichen Insekten besucht. Viel Pflege bedarf das Kleine Mädesüß nicht. Die abgeblühten Blütenstände sollte man abschneiden, dann treibt die Pflanze noch noch eine Nachblüte. Aber auch ohne Blüten sind die fein gefiederten Blattrosetten aus der die Blütenstängel wachsen eine Zierde für den Garten

Kleines Mädesüß, Spierstaude  Filipendula vulgaris
Kleines Mädesüß, Spierstaude Filipendula vulgaris

Auch die vielen Arten aus der Familie der Malven werden gern von Insekten besucht. Bei uns wachsen: die Einjährige rosa Bechermalve. Die Mehrjährigen violette Moschus Malven und Malve Zebrina rosa-pink gestreift. Besonders die Moschus-Malve (Malva moschata) ist besonders gut für naturnahe Gärten geeignet. Sie ist robust, pflegeleicht und blüht wenn man ihr genügend Nahrung gibt von Juni bis weit in den September. Typisch für die Blüten der Moschus-Malve ist, dass sie einen leichten Moschus-Duft verströmen. Die Blüten sind weiß bis weißrosa-violett und halten reichlich Nektar für ihre Besucher bereit. Die Wilden Malven (Malva sylves­tris)und(Malva alcea)  sind noch neu im Garten. Ihre Blüten öffnet die Wilde Malve von Juni bis in den September hinein. Sie sind rosa und besitzen fünf Blütenblätter mit dunkelrosa Längsstreifen – so­ge­nann­ten Saftmalen. Diese weisen den Insekten den Weg zu Pollen und Nektar, von denen die Malvenblüte reichlich besitzt. Vor allem Hummeln, Bienen und Schwebfliegen profitieren davon. Auch für verschiedene Schmetterlingsraupen ist die Wilde Malve eine Futterpflanze. Eine weitere anspruchslose, pflegeleichten Malven-Wildarten ist die Rosenmalve (Malva alcea).

Moschuss Malve
Moschuss Malve
Mutterkraut Tanacetum parthenium
Mutterkraut Tanacetum parthenium

 

Mutterkraut

        Tanacetum parthenium

Lebensbereich: Staudenbeet, Bauerngarten, Raritäten

Wuchshöhe: 40 bis 70 cm

Blütezeit: Juni, Juli, August

Blütenfarbe: weiß, Blattschmuck

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken, normal

unter optimalen Bedingungen Winterhart

Mutterkraut Tanacetum parthenium
Tanacetum parthenium

Das Mutterkraut ist eine uralte Bauerngartenpflanze. Das Mutterkraut, auch unter dem botanischen Namen Tanacetum parthenium bekannt, ist eine buschig wachsende Pflanze, deren Aussehen der Kamille sehr ähnelt. Im Juli und August zeigen sich zahllose kleine Margeritenblüten. Ein Rückschnitt im Herbst, und Pflanzung in durchlässigen Boden begünstigen die Mehrjährigkeit. Etwas empfindlich gegen Nässe. Lassen sie ein paar Samenstände stehen damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat vermehren kann. Mutterkraut ist ein stark aromatisches Kraut mit kamilleartigem Geruch und von sehr bitterem Geschmack. Dieses wunderhübsche weiße Kraut wird gern von Bienen angeflogen

Mutterkraut Tanacetum parthenium
Mutterkraut Tanacetum parthenium
Schafgarbe Achillea millefolium
Schafgarbe Achillea millefolium

 

Schafgarbe

           Achillea millefolium

Lebensbereich: Staudenbeet

Wuchshöhe: 40 bis 70 cm

Blütezeit: Juni, Juli, August

Blütenfarbe: verschiedene Rottöne

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken, normal

Frosthärte: frosthart

Alle 3-4 Jahre sollten die Pflanzen geteilt werden, sonst blühen sie nicht mehr so reich. Dichtere Blütenteller erzielt man durch Ausknipsen schwach wüchsiger Triebe.

Schafgarbe Achillea millefolium
Schafgarbe Achillea millefolium

Es gibt zahlreiche Farbvarianten der heimischen, normalerweise weiß blühenden Schafgarbe. Rosa angehauchte Exemplare findet man auch in der Natur häufig. Dies Sorte Achillea millefolium  kann in der Aussaat ganz unterschiedliche Rottöne hervorbringen, so wie auf dem Foto zu sehen ist. Ich finde sie sehr schön zu weißen und rosafarbenen Rosen, wie hier oben links zusammen mit der Mini Eden Rose. Natürlich ist auch diese Schafgarbensorte sehr beliebt bei vielen Insekten

Schafgarbe Achillea millefolium
Schafgarbe Achillea millefolium mit Mini Eden Rose
Campanula glomerata var. dahurica Hohe Knäuel Glockenblume Insektenfreundliche Staude
Hohe Knäuel Glockenblume
Campanula glomerata var. dahurica Hohe Knäuel Glockenblume Insektenfreundliche Staude
Hohe Knäuel Glockenblume

Hohe Knäuel Glockenblume (Campanula glomerata var. dahurica) eine blau-violett blühende Staude die hauptsächlich von Bienen und Hummeln angeflogen wird. Sie blüht ab Juli bis Ende August an langen dicht mit Blüten besetzten stabilen Stängeln. Schneidet man sie dann bodennah zurück bildet sie im September wieder neue Blütenrispen. Die Knäuel-Glockenblume wird etwa 50cm hoch. Die Blüten sind deutlich größer als die unserer heimischen Wildform. Unter den vielen Campanula Arten die ich kenne, ist diese hier wohl die schönste. Alle Glockenblumen sind bei vielen Bienenarten äußerst beliebt. Was auch noch erwähnenswert wäre. Diese Stauden sind sehr trockenheitsverträglich und brauchen auch bei längeren Trockenperioden nicht gewässert werde.

 

Fetthenne (Sedum)
Fetthenne (Sedum)
            Fetthenne (Sedum)
Blütenfarbe: gelb, rosa, rot, weiß
Standort Halbschatten, Absonnig, Sonnig
Blütezeiten Juni, Juli, August, September, Oktober
Wuchsform aufrecht, ausladend, buschig, einjährig, mehrjährig, Halbstrauch, horstbildend, Staude, Kriechend
Höhe bis zu 60 Zentimeter hoch
Bodenart steinig, sandig, lehmig,
Fetthenne (Sedum)
Fetthenne (Sedum)

Die Fette Henne gehört zu den pflegeleichtesten Pflanzen, die man im Garten anpflanzen kann – Sie ist immergrün und winterhart, robust und durch lange Trockenheit nicht zu schocken – viel Pflege ist bei der Fetthenne wirklich nicht aufzubringen.

Fetthennen sind ein- oder mehrjährige sowie mehr oder weniger sukkulente Pflanzen. Sie wachsen kriechend oder buschig mit Wuchshöhen von bis zu 60 cm. Ihren Namen verdankt die Fette Henne den dickfleischigen Blättern, die sich in Form und Färbung unterscheiden. Unterschiedlich sind auch die gelben, weißen oder rötlichen Blütenstände. Die Fetthenne wird zur Blütezeit von zahlreichen Bienen, Hummeln und Schmetterlingen umgarnt, daher kann man gar nicht genug von diesen sehr pflegeleichten Pflanzen im Garten haben. ich habe einige spät blühende Sorten angepflanzt, damit die Insekten auch spät im Jahr noch Nahrung finden.

Fetthenne (Sedum)
Fetthenne (Sedum)

Rosenwaldmeister Phuopsis stylosa ist eine stark wachsende, teppichbildende Pflanze die bis 20 cm hoch wird und rosarot blühent. Die Blüten sind am Ende der Triebe in einem dichten, halbkugeligen Blütenstand zusammengefasst. Der Phuopsis stylos ist eher eine Schmetterlingspflanze, Bienen mögen ihn allerdings auch sehr gern. Rosenwaldmeister mag Halbschatten, ist winterhart und geht aus den eigenen Samen wieder auf. Er überdauert mit den Wurzeltrieben, braucht eine gewisse Wärme und darf nicht nass stehen, um mit dem Wachstum zu beginnen. Die Blüte erstreckt sich von Juni bis August. Es ist eine anspruchslose Staude die kaum Pflege benötigt. Sie kann sowohl sonnig wie schattig stehen und stellt auch an den Boden keine großen Ansprüche. Ideal um große Flächen zu begrünen

Insektenfreundliche Stauden und Sommerblumen im Rosenparadies Loccum Sonnenbraut (Helenium)
Sonnenbraut (Helenium)

Die Sonnenbraut (Helenium) von der es viele verschiedenen Sorten gibt. Sie blüht gelb, orange und rot. Aber auch in Kupfertönen gibt es sie zu entdecken. Besonders ist sie auch wegen ihrer langen Blütezeit von sechs bis acht Wochen. Einzelne Blüten treiben sogar nach. Bei den Sonnenbräuten gibt es Frühsommer- und Herbstblüher. Sie blühen von Juni bis August bzw. Ende Juli bis Anfang Oktober. Sie sind extreme winterfest, kommen gut mit Trockenheit zurecht und die Bienen und Hummeln sind bei ihnen Dauergast

Clematis, Stauden und Sommerblumen Gartenansichten aus dem Rosenparadies Loccum
Phlox, Spinnenblume und weiße Clematis Arctic Queen

Natürlich finden sich auch verschiedene Stauden-Phlox in unseren Beeten, obwohl sie bei vielen Gärtnereien als Bienenfreundlich bezeichnet werden und ich einige duftende Sorten besitze, habe ich an diesen Stauden noch nie welche gesehen. Einzig allein auf dem Polsterphlox tummeln sich manchmal ein paar Hummeln. Trotzdem möchte ich natürlich auf diese Stauden nicht verzichten.  In den Jahren 2019 und 2018 haben viele Sorten schon im Juni geblüht aber durch einen geschickten Schnitt, der weiter unten erklärt wird, kann man die Phloxblüte bis Ende September verlängern

Phlox darf in keinem Garten fehlen! Finde ich jedenfalls. Der Staudenzüchter Karl Foerster (1874 bis 1970) soll sogar einmal gesagt haben: "Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum." Für den Stauden-Phlox ist ein guter Standort, aber auch die Wahl gesunder Sorten besonders wichtig. Vor allem Älchen, Mehltau und Blattflecken treten unter ungünstigen Bedingungen wie Hitze, Trockenheit und schlechter Durchlüftung auf.

Dieter Gaissmayer, Vorstand der Stiftung Gartenkultur, rät daher, die Pflanzen frei zu setzen. Und er empfiehlt alte, vitale Sorten wie 'Freifrau von Lassberg' und 'Europa'.

Staudengärtner und Züchter Peter zur Linden charakterisiert den Sommer-Phlox als "Fresser und Säufer". Das bedeutet für die Pflege: "Wasser und organischer Dünger können Wunder wirken." Der Züchter rät, im Frühjahr 30 bis 40 Gramm organischen Dünger pro Quadratmeter zu verteilen.

Wussten sie schon? Experten empfehlen, (und so mache ich das auch) kurz vor der ersten Knospenbildung einen Teil der Blütenstiele auf etwa zwei Drittel zu kappen. Dadurch entstehen hier die Blüten etwas später als an den übrigen Stielen und so kann man die Blütezeit um mehr als das doppelte verlängern.

Wenn sie die Rispen von Phlox gleich nach der Blüte schneiden treiben vorhandene Seitenknospen  meist noch einmal aus. Ohne Schnitt droht der Hohe Phlox sich zu stark durch Selbstaussaat zu vermehren.
Im Spätherbst wird dann die ganze Pflanze bis knapp über den Boden zurückgeschnitten. Sommer-Phlox ist sehr winterhart und übersteht auch strengen Frost problemlos.

Wussten sie schon? Phlox sollten sie regelmäßig teilen. Der Hohe Phlox wird am besten regelmäßig geteilt – Dieter Gaissmayer empfiehlt einen Abstand von fünf bis acht Jahren. "Bei der Phlox-Pflanzung ist darauf zu achten, dass wie bei Rosen etwa sechs bis sieben Jahre vergehen sollten, bevor Phlox auf Phlox folgen", betont zur Linden. Alternativ müsste der Gärtner den Boden austauschen und einem Nematodenbefall mit der Pflanzung von Studentenblumen (Tagetes) entgegenwirken.

Indianernessel (Mischung) Monarda Panorama
Indianernessel (Mischung) Monarda Panorama

Indianernessel

Monarda

Lebensbereich: Staudenbeet

Wuchshöhe: 40 bis 70 cm, auf nährstoffreichen Böden bis 100cm

Blütezeit: Juni-September

Blütenfarbe: violett, rot, rosa

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken, normal, feucht

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

Indianernessel (Mischung) Monarda Panorama
Indianernessel (Mischung) Monarda Panorama

Schon die Indianer stellten aus den Monardas den Oswego-Tee her, daher wohl auch der Name. Mit ihren duftenden, in großer Zahl erscheinenden Blüten bereichert sie jeden Garten. Bei den Insekten ist diese Pflanzengattung äußerst beliebt. In der Küche kann die Monarda, von der es zahlreiche Arten gibt  als Tee- und Würzpflanze eingesetzt werden. Als Goldmelisse, Scharlach-Monarde, Wilde Bergamotte, Pferdeminze oder Riesenbalsam ist die Pflanze ebenfalls bekannt. Es duften nicht nur die Blüten, bereits davor verströmen die Blätter der Pflanze ein intensives würziges Aroma, dabei duftet jede Art der Indianernessel ein wenig anders. Bis lang wächst erst eine Sorte der Monardas im Garten. Ich hatte mich für die Mischung Panorama entschieden und ausgesät. Diese blüht in unterschiedlichen violett und rosa Tönen. Weitere Monarda-Samen liegen schon bereit und die Pflanzen werden dann im nächsten Sommer unser Nahrungsangebot für Insekten bereichern

Indianernessel (Mischung) Monarda Panorama
Indianernessel

Im Internet auf der Seite von botanikguide.de/die-indianernessel habe ich eine sehr interessante Geschicht gelesen, die ich ihnen hier gern vorstellen möchte:

 

Zitat:" Bei Insekten ist die Pflanze äußerst beliebt, so sehr, dass sich sogar ein seltenes Verhalten von Bienen an der Indianernessel beobachten lässt.

Bienenweide und Nektarraub bei der Indianernessel

Im Garten sind Indianernesseln bunte Bienenweiden. Um die Blüten tummeln sich scharenweise Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die aromatische Teepflanze kommt daher in Gärten oft als Bienenfutterpflanze zum Einsatz. Mitten im Getümmel der Insekten lässt sich dabei ein seltenes Verhalten von Bienen beobachten.

Normalerweise bestäuben Insekten die Blüten, die sie besuchen. Im Gegenzug erhalten Bienen, Hummel & Co. dafür Pollen und Nektar als Nahrung von der Pflanze. Doch manchmal geht es auch bei diesem fairen Tausch nicht immer mit ganz rechten Dingen zu. Nicht alle Insekten kommen mit ihrem Rüssel an den begehrten Nektar in der Blüte heran. Die Blütentrichter der Indianernessel sind sehr tief und schmal.

 

Für die kurzen Bienen- und Hummelrüssel ist der Blütentrichter einfach zu lang. Der Nektar scheint dadurch unerreichbar. Trotzdem können Bienen dem süßen Nektar nur schwer widerstehen und wenden einen Trick an. Die Bienen bohren einfach ein Loch in den Blütenansatz. Durch die Öffnung lässt sich der Nektar dann ganz leicht heraussaugen. Diese Abkürzung, die die Bienen nehmen, ist für die Pflanze natürlich alles andere als vorteilhaft.

 

Auf diese Weise kann die Indianernessel nicht bestäubt werden, da die Biene nicht an der Narbe und den Staubblättern vorbeikommt. Die Übertragung von Pollen auf die Narbe bleibt somit aus. Zudem wird so manche Blüte bei der Nektarplünderung zerstört. Hummeln wenden diesen Trick ebenfalls gerne an, auch bei anderen Pflanzen. Meist hinterlassen sie dabei sogar eine noch größere Verwüstung bei den Blüten. In der Botanik nennt man dieses Verhalten „Nektarraub“, da die Insekten die Blüten nicht bestäuben und stattdessen die Pflanzenteile einfach zerstören, um an den Nektar zu gelangen." Zitat Ende Quelle botanikguide.de

 Echter Lavendel  Lavandula angustifolia
Echter Lavendel Lavandula angustifolia

 

Echter Lavendel 

Lavandula angustifolia

 

Der echte Lavendel mit seinen violetten und wundervoll duftenden Blüten gehört aufgrund seines hohen Nektar- und  Pollengehalts zu den bienenfreundlichen Pflanzen. Zudem zieht er auch Schmetterlinge magisch an.

Daher kann man nie genug Lavendel im Garten haben

Echter Lavendel  Lavandula angustifolia
Echter Lavendel Lavandula angustifolia

Bienenfreundliche Pflanzen sind jene, die einen bestimmten Pollen und Nektargehalt haben. Hummeln und Bienen sammeln Pollen und Nektar nicht nur für sich selber, sondern auch für ihre Brut, erst wenn die Pflanzen sehr viel davon haben dürfen sie sich Bienenweide nennen. Da das Nahrungsangebot im Sommer, vor allem im Juli und August, immer spärlicher wird, ist es gut viele, viele Lavendel anzupflanzen, damit die Bienen in dieser Zeit genügend Futter finden können

Bienenfreundliche Stauden Lavendel mit Beetrose Fellow Ship, 60er Stämmchen Gärtnerfreude
Lavendel mit Beetrose Fellow Ship, 60er Stämmchen Gärtnerfreude

 

Auf der nächsten Seite finden sie weitere Insekten-freundliche Stauden und Sommerblumen



Eine sehr ausführliche Liste aller Bienenweidepflanzen finden sie auf der Seite von Hortipendium. Dort wird neben den Blütezeiten der Sträucher, Bäume und Stauden auch ihr Pollen und Nektargehalt mit angegeben