Clematis

Clematis pflanzen - pflegen - düngen

Der optimale Standort

Clematis Krankheiten -  die gefürchtete Clematiswelke

 

Die Wahl der Clematis hängt davon ab, welchen Zweck die Pflanze erfüllen soll. Auf den folgenden Seiten geben wir ihnen ein paar Tipps und Entscheidungshilfen.

Sie sehen toll aus im Staudenbeet, geben der Hecke eine neue Farbe, sind Bodendecker, Kletterpflanze oder Partner der Rosen

Clematis in Kombination mit Rosen sind zur Zeit ja voll im Trend und einfach wunderbar anzuschauen.

Clematis kaufen :

Die Qualität einer Clematis erkennt man am besten an der Wurzel. Viele neue und deshalb weiße Würzelchen zeigen, dass die Pflanze frisch austreibt und gesund ist. Gute Ware sollte auch immer mehrtriebig sein, denn dann wächst die Pflanze später schön dicht und bildet viele Blüten aus. Lassen sie die Finger von Pflanzen deren Blätter schon braun oder vertrocknet aussehen. Das könnte die Welke Krankheit sein.

 

Tipps u. Erfahrungsberichte

Clematis richtig schneiden Clematis Schnittgruppen Clematis integrifolia 'Aromatica' im Rosenparadies Loccum
Clematis viticella Vitivester im Rosenparadies Loccum

 

 

 

Grundsätzlich sind Clematis sehr anpassungsfähig,

man sollte lediglich ein paar Dinge beachten.

 

 

 

 

 

optimale Bodenverhältnisse:

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Clematis tief in den Boden wachsen kann. Schwere Lehmböden sollten Sie mit Sand oder Kies durchlässiger gestalten. Sandböden sind gut geeignet, haben aber den Nachteil, dass Wasser und Nährstoffe nicht lange gespeichert werden können - mischen Sie diese mit Kompost oder guter Pflanzenerde und geben sie etwas Urgesteinsmehl dazu
  • Einige Arten (C. texensis, C. viticella) bevorzugen einen eher sauren Boden (um pH 5), die übrigen Arten brauchen einen neutralen bis leicht alkalischen Boden. Eine gründliche Bodenvorbereitung ist dann besonders wichtig, wenn die Waldrebe in Hausnähe gepflanzt wird. Der Bodenaushub des Pflanzloches sollte zu einem Drittel, besser zur Hälfte mit Rindenkompost oder abgelagertem Gartenkompost vermischt werden. Zu schwere Böden werden mit Sand, zu leichte Böden mit Gesteinsmehl verbessert.
  • Zudem muss Staunässe unbedingt vermieden werden. Bei Bedarf geben Sie Kies oder Splitt als Drainageschicht unter den Wurzelballen.
  • Die Clematis hybriden, viticella, integrifolia und texensis sind Tiefwurzler, sie lieben feuchte Böden und können auch vorrübergehende nasse Füße gut vertragen.
  • Clematis alpina, montana, tangutica/orientalis sind Flachwurzler. Ihnen bekommt Nässe überhaupt nicht.
Clematis richtig schneiden Clematis Schnittgruppen Clematis integrifolia 'Aromatica' im Rosenparadies Loccum
Clematis integrifolia 'Aromatica' im Rosenparadies Loccum

Clematis pflanzen

 

wann ist die richtige Pflanzzeit ??

 

Herr Westphal empfiehlt die Clematis im September zu pflanzen, da die Bodentemperaturen in 20 cm Tiefe dann bei 18°-20° liegen. Warum? Die Clematis wächst sozusagen in Etappen. Erst die Wurzeln, dann die Triebe. Bei der hohen Bodentemperatur bildet die Clematis also erst einmal starke Wurzeln, was sich im Folgejahr positiv auf einen kräftigen Wuchs auswirken kann.

Grundsätzlich aber können Clematis auch ganzjährig gepflanzt werden

 

  • Vor dem Pflanzen stellt man den Topf für ca. 10 Minuten in ein Wasserbad.
  • Das Pflanzloch sollte ca. doppelt so groß sein wie der Pflanztopf. Achten Sie darauf, dass der Grund gut gelockert ist. Bei Bedarf mischen Sie die Gartenerde mit guter Pflanzerde.
  • Bei starker Wurzelkonkurenz von anderen Gehölzen oder Stauden empfiehlt sich der Einbau einer Wurzelsperre. Dafür kann ein alter Blumentopf oder Eimer (mindest Ø ca 25-30 cm) verwendet werden. Entfernen Sie einfach den Boden des Gefäßes und schneiden den Ring an einer Seite auf - so erhalten Sie einen runden Plastikstreifen, welcher Ihrer Clematis genug Schutz bieten sollte.
  • Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen und in das vorbereitete Pflanzloch geben. Die Clematis dafür nicht an den Trieben hochziehen, sondern die Pflanze auf den Kopf stellen - mit einer Hand den Wurzelballen stützen - und den Topf sorgsam nach oben abnehmen.
  •  Ein Tipp von Gartenbau-Ingenieur Klaus Körber: Die Clematis etwa zehn Zentimeter tiefer einpflanzen als sie vorher im Topf stand. Dadurch liegen einige Blattknospen unter der Erde. Wird die Clematis oberirdisch beschädigt oder von den gefürchteten Welkepilzen befallen, kann sie aus den schlafenden, unter der Erde liegenden Knospen neu austreiben und stirbt nicht vollständig ab. Steht die junge Clematis in Konkurrenz zu anderen Gewächsen, sollte man im Pflanzjahr während Trockenperioden alle zwei Tage ausreichend gießen, pro Pflanze 20 bis 30 Liter Wasser.
  • Das Tieferpflanzen hat ebenfalls auch etwas mit Winterschutz zu tun. Wenn die Clematis oberirdisch beschädigt wird, z.B. durch Frost oder Tierfraß, kann sie noch einmal aus den geschützten, weil in der Erde befindlichen, ein bis zwei Augenpaaren austreiben. Das konnte ich vor 4 Jahren bei zwei Clematis Hybriden beobachten, bei denen die austreibenden Knospen durch die Kahlfröste vernichtet worden waren. Der Austrieb erfolgte hier über die unterirdischen Augen. Erst danach bildeten sich ganz neue Triebe

Wichtig!!!

Allerdings werden nicht alle Clematis - Arten tiefer eingepflanzt,

dieses gilt nicht für die Sorten der

C. alpina, C. montana, C. tangutica/orientalis.

Diese Sorten pflanzt man bündig mit dem Erdballen und der Bodenoberfläche.

 

So pflanzen auch wir in unserem Rosenparadies unsere Clematis. Ich konnte feststellen, das durch diese tiefe Pflanzung die Clematis deutlich mehr Triebe aus der Basis hervorbringt. Auch die Welke empfindlichen Hybriden treiben nach einem Befall wieder gesund aus.

 

  • Bei einer Wandbepflanzung an ein Spalier ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen Spalier und Mauer mindestenst 10 cm beträgt. So kann ausreichend Luft zirkulieren und Feuchtigkeit schnell abtrocknen.
  • Nach dem Pflanzen den Boden gut andrücken und unbedingt großzügig wässern, aber nicht einschlemmen. Ein Gießwall sorgt für einfaches Gießen.
  • Es wird immer darauf hingewiesen, das die Clematis einen schattigen Fuß haben möchte. Wir handhaben es folgendermaßen: Weil wir bei unserem teilweise schweren Lehmboden eh für jede Clematis ein tiefes Loch für Bodenverbesserung und Drainage buddeln müssen, habe ich mir angewöhnt, ein etwa 5 cm dickes Brett (nicht imprägniertes, ungehobeltes Bauholz) auf der Südseite ins Loch zu stellen und erst dann das Loch zu verfüllen. Das Brett ragt ca 10 cm aus dem Boden. Oder ich nehme einen flachen Stein ( Kalkbruch oder ähnliches) Der beschattet, beschwert aber nicht.
    Der dahinter stehenden Clematis scheint das sehr gut zu behagen, weil sie einen leichten Sonnenschutz hat, das Brett aber auch die Bodenfeuchtigkeit hält und eine Wurzelsperre bildet. Bis das Brett verrottet ist, hat sich die Clematis so weit etabliert, dass sie es auch nicht mehr braucht.

    Einen Teil meiner sonnig stehenden Clematis habe ich mit davor gestellten Dachpfannen geschützt. Ein Stückchen in die Erde und dann angeschrägt aufgestellt. Hält wunderbar und sie sind winterfest. Bei einigen Hybriden haben wir niedrige Campanula davor gepflanzt.( Allerdings achten wir darauf, dass die blauen Blümchen nicht den ganzen Clematisfuß zu wuchern, das mögen Clematis nicht so gern)

Clematis düngen und wässern

Clematis schneiden Schnittgruppen Clematis Hybride Pink Fantasie im Rosenparadies Loccum
Clematis Hybride Pink Fantasie im Rosenparadies Loccum

 

 

Wie eben schon beschrieben haben die Clematis Arten unterschiedlichen Wasserbedarf ähnlich verhält es sich auch mit der Düngung

 

Clematis sind Fresser und Säufer", was soviel heißt, als dass sie sehr viel Dünger brauchen und
sie wollen im ersten Jahr regelmäßig und viel gegossen werden ( aber auf Staunässe achten).

 

 

 

  • Die feuchtigkeitsliebenden C. hybriden, C. viticellas, C. integrifolia u. C. texensis sind stark wachsend, bilden also viel Blattmasse und reichhaltige Blüten. Sie sollten etwas mehr Nahrung und Wasser erhalten als die anderen Sorten
  • Gerade zur Wachstums- und Blütezeit sollten Sie Ihre Clematis mit regelmäßigen Düngergaben unterstützen. So geben Sie der Pflanze alle wichtigen Nährstoffe und Spurenelement für ein gesundes Wachstum und üppigen Blütenflor. Hornspäne oder Gartendünger für die Grunddüngung im Frühjahr und eine erneute Düngergabe bei allen Clematis Hybriden und Viticella-Sorten,im Juni.
  • Herr Westphal empfielt einen Kalibetonten Dünger zu wählen. Mit diesem wird das Wurzelwachstum, die Blütenentwicklung und die Winterhärte gestärkt
  • Wichtig ist auch zu einer ausgewogenen Ernährung den PH Wert zu testen, die meisten Clemaris Arten möchten einen Wert zwischen 5,5 u. 6,5. Ein zu hoher PH Wert hat ein vergilben der Blätter zur Folge  (Eisenmangelchlorose). Nur wie schon erwähnt die C.viticellas und der texensis Gruppe lieben es etwas saurer PH 5.
  • Unsere Clematis bekommen Anfang März beim Austrieb etwas Hornspäne ( die wirken erst nach etwa 6-8 Wochen) und 100 g eines guten Düngers z.B. Bio-Vegetal organisch-mineralischer Dünger 7% N, 4% P, 7% K +Magnesium und Guano.  Dieser ist gut für die zeitige Frühjahrsdüngung im Februar bis April. Bei zu später Ausbringung wirkt er zu langsam. Eine weitere Düngergabe gibt es während der Blütezeit. Etwa 50g des gleichen Düngers
Clematis und Kletterrosen im Rosenparadies Loccum C. viticella Romantica und Kletter/Ramblerrose Jasmina
C. viticella Romantica und Kletter/Ramblerrose Jasmina

Bei dieser stark wachsenden Clematis muss man schon etwas aufpassen, das die daneben stehende Kletterrose nicht zugewuchert wird. Besonders im Frühjahr kann man bald mit der Schere gleich stehen bleiben, so schnell wächst sie.


Rückschnitt der Clematis

 

Der Rückschnitt bei Clematis ist je nach Art und Sorte verschieden. Dies Thema wurde auf der vorherigen Seite ausführlich beschrieben. Achten Sie bitte auf die jeweilige Rückschnittsempfehlung in der Pflanzenbeschreibung.

 

Wichtig: Der erste Schnitt: Aufbauschnitt
Damit sich die frisch gepflanzte Clematis zu einer gut verzweigten, mehrtriebigen Pflanze entwickeln kann, sollte man unabhängig von der Rückschnittgruppen-Zugehörigkeit vor dem Beginn des Austriebs am Ende des Winters des Pflanzjahres einmalig einen starken Rückschnitt auf ca. 30cm über dem Boden durchführen.

Wir schneiden die Clematis im ersten Spätwinter( Ende Februar) nach dem Pflanzjahr auf ca. 30-50 cm zurück.

 

Rankt eine Clematis auf einem Baum oder Busch als Kletterhilfe, verholzt sie mit der Zeit von unten. Will man dieses Verkahlen an der Basis vermeiden, muss die Pflanze regelmäßig zurück geschnitten werden.

 

Winterschutz:

Clematis sind als eingepflanzte Gartenpflanze alle sehr gut Winterhart -  (es gibt ein paar Sorten- spezifische Ausnahme) in der Artikelbeschreibung der Pflanzen werden sie darauf hingewiesen. Daher ist ein Winterschutz bei den Clematis nicht nötig. Bei einer Kübelbepflanzung sollte gerade der Wurzelbereich (der Kübel) doch etwas vor starken Frösten geschützt werden.

 

Clematis Hybride 'Piilu' blüht von Juni bis August. Größe der Blüte 8 - 10 cm. Höhe 1,5 - 2,20 m. Schnittgruppe 2. Standort sonnig bis halbschattig. Absolut winterhart. Reichblühend.
Clematis Hybride 'Piilu'

Clematis Hybride 'Piilu' blüht von Juni bis August und einer späteren Nachblüte im Spätsommer Größe der Blüte 8 - 10 cm. Höhe 1,5 - 2,20 m. Schnittgruppe 2. Standort sonnig bis halbschattig. Absolut winterhart. Reichblühend.


Was sie sonst noch wissen sollten

  • Clematis fangen erst im zweiten oder dritten Jahr an richtig zu wachsen und zu blühen
  • Clematis viticella vertragen sehr viel Schatten.
  • Ein sommerlicher leichter Rückschnitt kann eine zweite Blüte bei den vitcellas hervorbringen.
  • Bei einigen C.texensis Sorten sollte man die Mehltaubekämpfung nicht vergessen.
  • C. texensis blühen sehr viel länger als die viticella.
  • C. integrifolia sind kerngesunde, winterharte Sorten, blühen den ganzen Sommer und bilden sehr schöne Fruchtstände.
  • C. orientalis, C. tangutica und C. montana sind die am stärksten wachsenden Sorten

Die Clematiswelke

Eine der am meisten gefürchteten Krankheiten ist die Clematiswelke. Sie wird verursacht durch einen Pilz, der die Leiterbahnen der Pflanze unterbricht, so dass sie ganz plötzlich welkt. Hier hilft oft nur ein radikaler Rückschnitt, damit sie sich von unten her neu entwickeln kann.

 

Haben sie die Clematis tiefer gepflanzt besteht eine große Chance,

dass sie wieder gesund neu austreiben.

 

Abgeschnittene Pflanzenteile gehören in den Restmüll. Großblütige Clematis-Sorten und Clematis-Hybriden sind anfälliger für Pilzerkrankungen. Kleinblütige Hybriden und die Wildformen sind deutlich robuster.

Doch um gezielt der Krankheit vorzubeugen oder bei einem Befall einen Behandlungsversuch durchführen zu können, sollte jeder die betreffenden Symptome genau kennen; denn die Clematiswelke präsentiert sich in zwei unterschiedlichen Varianten.

 

1.) Clematis: Die Phnoma-Welke

 

Großblütige Hybriden sind weitaus häufiger gefährdet als kleinblütige Wildarten

 

Braune Blätter auf einer Waldrebe deuten auf einen Befall durch die Clematis-Welke hin. Tritt das Schadbild im Mai/Juni auf, handelt es sich um die Phnoma-Welke, sie ist durch folgende typische Blattveränderungen zu erkennen:

  • gelbbraune, runde, kleine Flecken, die Anfangs nur an den Bodennahen Blättern auftreten.
  • Flecken werden nach einiger Zeit unförmiger und dunkler.
  • Bald breiten sich die Flecken auf dem ganzen Blatt aus
  • Schließlich sterben die Blätter ab.
  • Später befallen die Schadpilze auch andere Pflanzenteile, wie Stängel und Triebe
  • Am Ende sterben alle oberirdischen Pflanzenteile ab.
  • Handelt es sich bei den befallenen Pflanzen nicht um Hybriden, sondern um eine ursprüngliche Clematis-Wildart, bleibt die Phnoma-Welke häufig auf die Blätter begrenzt und präsentiert sich dann insgesamt eher harmlos.

Wie kann man die Phnoma-Welke bekämpfen ?

Welche vorbeugenden Maßnahmen sind zu treffen?

Es ist entscheidend für die Rettung der Pflanze, dass der Befall frühzeitig erkannt wird.

Eine Bekämpfung ist schwierig und wenn, dann nur im Anfangsstadium möglich. Am besten die Clematis regelmäßig auf Veränderungen kontrollieren. Ab Mai alle 2-3 Tage die Clematis-Blätter kontrollieren Sofort bei Befallsbeginn alle betroffenen Blätter sorgfältig entfernen. Auch alle heruntergefallenen Blätter entsorgen.

 

Zum Abschluss wird geraten die gesamte Pflanze mit einem Fungizid einzusprühen.

Insofern der Pilz noch nicht durch die Leitungsbahnen auf die Triebe oder die ganze Pflanze übergegangen ist, erholt sich die Pflanze in der Regel schnell.

 

Da wir aber ungern chemische Spritzmittel im Garten verwenden belassen wir es damit nur die kranken Blätter einzusammeln, eventuell die Triebspitzen etwas einzukürzen und die Clematis in den nächsten Tagen gut im Auge zu behalten. Sollte die Krankheit fortschreiten wird die Clematis Bodennah zurück geschnitten.

  • Die beste Vorbeugung ist hier, wie auch bei den Rosen: Eine bedarfsgerechte Düngung, ein luftiger Standort und ein gesunder Boden. Regelmäßige Spritzungen mit Siapton, Vitanal oder einem anderen Stärkungsmittel
  • Ist der Befall schon fortgeschritten hilft nur noch ein kompletter Rückschnitt der Clematis bis auf den Boden.
  • Die infizierte Pflanze stärken, indem in 5 Liter Gießwasser 10 Aspirintabletten aufgelöst werden
  • Wichtig vor allem ist  die Clematis wie schon beschrieben tiefer einpflanzen. Da die Pilzsporen nicht bis an die Wurzeln gelangen, treibt eine erkrankte Waldrebe fast immer wieder aus, selbst wenn sie oberirdisch vollständig abgestorben ist.
  • Bei allen Behandlungsmethoden ist zu beachten, dass die Clematiswelke hoch ansteckend ist. Das Werkzeug sollte daher wiederholt desinfiziert und die Pflanzenteile auf keinen Fall kompostiert werden.
  • Da der Pilz nicht in den Wurzelbereich eindringt, kann es sein, dass trotz kompletten Absterbens der oberen Pflanzenteile die Clematis überlebt und  erst nach zwei bis drei Jahren wieder austreibt. Es ist also nicht notwendig, die Wurzeln auszugraben. Wer seiner Clematis ein wenig Zeit gibt, kann manchmal nach einiger Zeit, wenn man gar nicht mehr daran denkt, eine positive Überraschung erleben.

Tipps & Tricks
Biogärtner schwören auf die Wirksamkeit von Salicylsäure in der Vorbeugung gegen Pilzinfektionen an Pflanzen. Nach jedem Rückschnitt erhält eine gefährdete Waldrebe 10 Aspirintabletten, aufgelöst in 5 Litern Gießwasser zur Stärkung der Abwehrkräfte.

2.) Clematis: Die Fusarium -Welke

Im Hochsommer schlägt dagegen die Fusarium-Welke zu. Da es sich in beiden Fällen um eine Pilz-Infektion handelt, werden die Krankheiten unter dem Begriff Clematis-Welke zusammengefasst. Gefährdet sind in erster Linie hochgezüchtete Hybriden, während robuste, kleinblütige Wildarten verschont bleiben. Typische Anzeichen der Fusarium-Welke sind:

  • Anders als bei der Phoma-Welke welken bei der Fusiarose alle Blätter und Triebe überhalb der Schadstelle schlagartig. Sie verfärben sich zudem nicht punktförmig, sondern beginnen mit einem braunen Rand, der sich zur Blattmitte hin ausbreitet.
  • Triebe und Blätter werden schlaff, auch die Knospen
  • Blätter haben braune Randverfärbungen, die sich zur Mitte hin ausbreiten.
  • Die Spitzen der Pflanzen sehen wie verdorrt aus.
  • Der Schadpilz lauert vor allem während feucht-warmer Sommertage mit Temperaturen über 20 Grad Celsius. Deshalb tritt die Krankheit selten vor Mitte Juni auf.

Wie kann man die Fusarium-Welke bekämpfen ?

Welche vorbeugenden Maßnahmen sind zu treffen?

 

Ist die Clematis von der Fusarium-Welke betroffen, sollten möglichst schnell gezielte Maßnahmen getroffen werden; in den meisten Fällen kann man auf diese Weise die Clematis noch retten.

  • Ähnlich wie bei der Phnoma-Welke müssen zunächst die Triebe bodennah abgeschnitten sowie alle abgefallenen Blätter entfernt werden, die man anschließend im Hausmüll entsorgt. Alle Schneidegeräte, die während dieser Maßnahme zum Einsatz kamen, sind anschließend sorgfältig zu desinfizieren.
  • Die Behandlung mit einem Fungizid ist nicht erforderlich, da sich dieses bei der Erkrankung wirkungslos zeigt.
  • Da der Schadpilz nicht in den Wurzelbereich der Pflanze eindringt, besteht die Möglichkeit, dass sich die Clematis wieder erholt.
  • Die infizierte Pflanze stärken, indem in 5 Liter Gießwasser 10 Aspirintabletten aufgelöst werden

 

Die Clematiswelke ist meißt das Problem der großblumigen und am alten Holz im Frühjahr blühenden Hybridsorten. Das sind leider die Sorten mit den größten Blüten. Die zahlreichen Wildarten der Clematis  sind diesbezüglich wesentlich robuster. Auch die am diesjährigen Holz im Sommer blühenden Hybridsorten der Jackmanii-Gruppe sind da einiges weniger empfindlich. Grund ist die teilweise enge Verwandtschaft mit Clematis viticella.

Die folgenden Tipps können helfen, die Welke deutlich zu reduzieren:

  • Kräftige, zweijährige Pflanzen (im 2 l, noch besser im 3 l Topf) 10 cm tiefer pflanzen als im Topf
  • Schwache oder geknickte Triebe beim Pflanzen und in den Folgejahren im Frühjahr unten abschneiden.
  • Unbedingt alte Blätter, die noch an den Pflanzen hängen, im Frühjahr entfernen.
  • Von unten her braun werdende Blätter während der Blütezeit ebenfalls sauber abschneiden.
  • Pflanzen mit Stäben oder einem Gerüst unten an der Basis gut befestigen. Die Welke dringt meist über den verletzten Stängelgrund ein, je weniger die Pflanze im Wind wackelt, desto weniger Verletzungen.
  • Pflanzen beim Gießen absolut trocken halten, das heißt die Blätter aber auch die Triebe dürfen nicht nass werden. Der Pilz wird erst mit Feuchtigkeit aktiv.
  • Regelmäßige, gute Wasserversorgung und ein kühler, schattierter Wurzelraum. Die Welke tritt häufig bei sehr hohen Temperaturen auf
  • Clematis im Kübel am besten unter ein Vordach stellen und schonend Bewässern. Dann ist auch die Kultur von großblumigen Hybriden sehr erfolgsversprechend.
  • Befallene Pflanzenteile mit der Clematiswelke nicht auf den Kompost bringen, da sich der Pilz sonst verbreiten kann
  • Bei Nachpflanzungen von Welke empfindlichen Sorten auf infizierten Standorten Boden austauschen.

Die genannten Hygienemaßnahmen sind geeignet, die Welke einzudämmen. Je besser es der Pflanze geht, desto besser ist sie gegen die Angriffe der Pilzsporen gewappnet. Dazu gehört auch eine ganz normale Düngung. Und wer das Besondere liebt, muss sich die Zeit nehmen, sich ein bisschen mehr um die anfälligen Sorten kümmern, genau wie bei den empfindlichen Rosensorten auch.

Fotos von einigen unserer Clematis - Sorten im April 2015

schon jetzt werden sie wie die Rosen alle 14 Tage mit einem Stärkungsmittel behandelt.

Clematis viticella

geeignet für Anfänger und Einsteiger

 

Es gibt hunderte verschiedener Clematissorten, in allen Farben. Wer wüchsige und gesunde Waldreben möchte, sollte sich an Züchtungen halten, in denen Blut der Italienischen Waldrebe steckt, Sorten der so genannten Clematis viticella. Denn diese Clematis werden kaum oder nur äußerst selten von der gefürchteten Clematiswelke befallen und blühen zuverlässig von Juni bis in den August hinein.

 

Diese beliebte Gruppe der Clematis - auch Italienische Waldreben genannt - besticht in erster Linie durch eine starke Blühfreudigkeit, welche sich vor allem an der Vielzahl der Blüten messen lässt. Auch wenn diese in der Regel etwas kleiner ausfallen - als die Blüten der Großblumigen Clematis-Hybriden - überzeugen die Clematis viticella Sorten mit einem kräftigen, gesunden, mehrtriebigem Erscheinungsbild. Clematis viticella in ihren unterschiedlichen Sorten sind robuste, blühwillige Clematissorte welche mehrjährig und in unseren Gärten sehr gut winterhart sind.

 

Diese Clematis können sehr gut mit Rosen kombiniert und gepflanzt werden - gerade die Clematis viticella Sorten sind dazu sehr gut geeignet.

Kletterrosen und Clematis viticella im Rosengarten Loccum
Clematis Viticella Romantica

Clematis Schädlinge:

Schnecken: sind der größte Feind sie fressen liebend  gern die frischen Triebe der Clematis

 

Ohrwürmer: sind auch nachts aktiv und fressen kleine Löcher in Blüten und Knospen. Bitte denken sie daran: Im Frühjahr sind die Ohrwürmer  als Nützlinge tätig und bekämpfen Blattläuse. Stehen keine Blattläuse zur Verfügung fressen sie Pollen, weiche Treibspitzen, junge Knospen oder Blüten an. Größere Knospen mit Löchern dienen auch als Unterschlupf tagsüber.

Ohrwürmer stellen zuerst den Läusen nach, erst wenn diese vernichtet sind machen sie sich über die jungen Pflanzenteile her und werden dann selbst zu Schädlingen.

Also lassen sie den Ohrwürmern ein paar Blattläuse übrig und der Fraßschaden wird sich in Grenzen halten!!!

 

Ameisen: siedeln sich oftmals an den Wurzeln an. Dann sollten sie das Volk mit geeigneten Mitteln verscheuchen oder bekämpfen. Getrockneten Kaffeesatz und Backpulver an die Wurzeln geben, das mögen sie nicht. Bei sehr starkem Befall Köderdosen aufstellen, denn eine größere Menge an Ameisensäure kann die Clematis nicht verkraften und sie könnte sterben. Oder sie vertrocknet, da der Wurzelballen unterhöhlt wird. Ist mir schon 2x passiert, seitdem werden die Plagegeister verscheucht. Auch an den Rosen

Clematis weitere  Krankheiten:

 

Mehltau: Tritt meistens bei nassen und schwül warmen Wetter auf.

Der echte Mehltau entwickelt sich besonders gut in Temperaturen über 20°C. Befallen werden vor allem trockene Pflanzen an ruhigen, nicht gelüfteten Standorten. Befallene Pflanzen sollen unverzüglich nach der Erkennung der Krankheit mit einer Milch – Wasser – Backpulver – Mischung  (Dosierung siehe unter Rosen/Pflege/Pflanzenschutz auf natürliche Art) besprüht werden. Das hält den Befall auf, wenn es regelmäßig wiederholt wird

 

Botrytis: auch Krautfäule genannt kann bei langen Regenperioden im Sommer auftreten.

    

Wir empfehlen Pflanzen stärkende Mittel anzuwenden !!!

 

Wir stärken unsere Clematis genau wie die Rosen mit  Siapton oder/und Vitanal.

 

Anwendung und Bezugsquellen unter Rosen/Pflege/Stärkungsmittel oder Wirkungsweise von Siapton

 

SIAPTON ist rein organisch und enthält natürliche Eiweißverbindungen die von den Pflanzen sofort über Blatt und Wurzel aufgenommen und verarbeitet werden.

SIAPTON wird seit vielen Jahren mit großem Erfolg im Erwerbsgartenbau und öffentlichen Grün als Wachstumsaktivator eingesetzt und findet auch im Hausgarten verstärkt Anwendung. Schon nach wenigen Anwendungen zeigt sich die Wirkung durch eine intensive Grünfärbung der Blätter. SIAPTON sorgt für ein gesundes, kräftiges Pflanzenwachstum, stärkt die Pflanzen gegen Schadorganismen und sichert hohe Erträge. Auch das Bodenleben wird durch SIAPTON angeregt. SIAPTON ist für den Anwender völlig ungefährlich

 

Rosen und Clematis im Roseparadies Loccum
Clematis texensis Princess of Wales

Clematis im Kübel

Aufgrund der Vielzahl von großen, farbigen Blüten ist die Clematis nicht nur im Garten an einer Kletterwand, sondern auch auf Terrasse und Balkon als Kübelpflanze sehr beliebt.

Ob Ihre Wunsch-Clematis als Kübelpflanze geeignet ist, steht meist in der Pflanzenbeschreibung.

 

Bei einer Kübelbepflanzung sind folgende Dinge zu  beachten

Clematis im Kübel oder Topf pflanzen Tipps und Erfahrungsberichte
Für Kübel geeignet: Clematis Hybride Rouge Cardinal
  • Der Kübel muss mindestens ein Volumen von 25 bis 30 Litern fassen, damit ist gewährleistet, dass der Clematis genug Substrat zur Verfügung steht.
  • Staunässe unbedingt vermeiden: Geben Sie eine Schicht Splitt oder Kies (von 5 bis 8 cm) in den Gefäßboden und achten Sie darauf, dass ausreichend große Bodenlöcher vorhanden sind.
  • Füllen Sie das Gefäß mit hochwertiger Pflanz,-und Gartenerde auf, am besten gemischt mit etwas Kompost - so erhält die Clematis alles Notwendige für einen gesunden und blütenreichen Wuchs.
Clematis im Kübel oder Topf pflanzen Tipps und Erfahrungsberichte
Für Kübel geeignet: Clematis integrifolia Aromatica
  • Die ausgetopfte Clematis 7-10 Zentimeter tiefer pflanzen, als zuvor im Anzuchttopf
  • Die Clematis im Kübel mit niedrigen Stauden unterpflanzen ( z.B. Blaukissen, Campanula o.ä.)
  • Regelmäßig wässern und düngen, besonders während der Wachstumszeit
  • Das Substrat konstant leicht feucht halten.Die Waldrebe stets unmittelbar auf den Wurzelballen gießen und nicht über Blüten und Blätter
  • Von März bis September alle 4 Wochen einen Kalium-reichen Flüssigdünger verabreichen
Clematis im Kübel oder Topf pflanzen Tipps und Erfahrungsberichte
Für Kübel geeignet C. Hybride Piilu
  •  Bei den zweimal blühenden Clematis-Sorten (Blütezeit: Mai/Juni und August/September) empfiehlt es sich bei der ersten Blüte die verblühten Blütenstände zu entfernen, so kann die Pflanze keine Fruchtstände ausbilden und blüht nach ca. 6-8 Wochen erneut.
  • Die Clematis im Kübel werden genau so wie die im Beet zurückgeschnitten
  • Alle 3 bis 4 Jahre sollte die Clematis neue Erde bekommen. Beim Umtopfen den Wurzelballen etwa um ein drittel einkürzen und wieder in den gleichen Topf setzten

 

 

Bei der Firma Westphal gibt es tolle Sortenempfehlungen für Kübel geeignete Clematissorten


Weiterführende Informationen zu den Themen Rosen, Clematis und Garten, sowie Bezugsquellen

finden sie auf folgenden Seiten

Rosen und Clematis Homepage eine private Website mit tollen Fotos und Beschreibungen

Kordes Rosen  bietet ein kleines aber feines Sortiment an Clematis an. Und natürlich zahlreiche Rosenpartner dazu

Schmid Rosen und Clematis  hier bekommen sie unter anderem Clematis von Wim Snoeijer

Clematis von Westphal Ein sehr großes und umfangreiches Angebot von allen Clematissorten

Classic Garden Elements Klassisches Rankgitter Rankhilfe für Clematis und Kletterrosen u.v.m.

Clematis Baumschule W. Kruse Die Baumschule hat sich auf die Anzucht von Clematis und Kletterpflanzen spezialisiert sehr umfangreiches Sortiment

Baumschule Horstmann sehr umfangreiches Clematissortiment und viele andere schöne Pflanzen

Clematis Herian ein kleiner Familien-Spezialitäten-Betrieb in Unterliezheim, im Landkreis Dillingen an der Donau. über 300 Sorten zur Auswahl von altbewährten Züchtungen, namhafter internationaler Clematisbaumschulen bis zu brandneuen Schönheiten, 

 

Kennen sie das Gartenfernsehen?

Dort wird von Herrn Westphal in Wort und Bild  beschrieben wie  Clematis - gehegt - gepflegt - geschnitten werden

 

Kletterrosen und Clematis im Rosenparadies Loccum C tangutica Golden Tiara
Clematis tangutica Golden Tiara

Clematis vermehren

auch Clematis kann man ganz leicht selber vermehren. So geht es....

Vermehrung durch Absenken

 

Die Clematis lässt sich durch Ableger vermehren. Dazu füllt man einen Blumentopf mit Anzuchterde und gräbt ihn neben der Mutterpflanze in den Boden. Danach löst man einen kräftigen Trieb von der Hauptpflanze, zieht ihn über den Blumentopf und biegt ihn dann nach oben. Der "Knick" sollte sich an einem sogenannten Knoten, einer sichtbaren Verdickung befinden.

 

Damit ist jedoch nicht gemeint, den Trieb wirklich abzuknicken, die Pflanze darf nicht verletzt werden, sondern nur gebogen. Diese Stelle wird leicht in die Erde gedrückt. Dort bildet die Clematis später neue Wurzeln. Das dauert allerdings einige Zeit. Der Rest des Triebs wird an einem Stab festgebunden, damit er aufrecht nach oben wächst. Haben sich Wurzeln gebildet, kann man den Ableger von der Mutterpflanze trennen.

(auf diese Art haben wir unsere viticella Romantica schon vermehrt)

 

Vermehrung durch Stecklinge

 

Kletternde Arten der Clematis kann man auch durch einfache Stecklinge vermehren. Dazu schneidet man im Frühling oder Frühsommer fünf bis acht Zentimeter große Stecklinge von der Pflanze ab. Diese werden in einen Blumentopf mit Anzuchterde gesteckt, bis sie Wurzeln gebildet haben. Wer den Topf in eine Klarsichtfolie steckt und oben zubindet, hat ein Mini-Gewächshaus und damit optimales Anzuchtklima. Pralle Sonne aber vermeiden! Haben die Stecklinge Wurzeln, setzt man sie in größere Töpfe um. Den ersten Winter sollten die Stecklinge frostfrei verbringen

 

Im nächsten Frühjahr kommen die Pflanzen dann im Topf ins Freie und werden zum Ende des Frühlings endgültig eingepflanzt.

Kletterrosen und Clematis viticella
Absenker Clematis viticella im dritten Jahr

Auf der nächsten Seite finden sie pflegeleichte Clematissorten

mit Bezugsquellen