Clematis Krankheiten

Die Clematis Welke - Ursachen - Vorbeugung - Bekämpfung

Gibt es resistente Sorten ?

Weitere Krankheiten und Schädlinge


 

Eine der am meisten gefürchteten Krankheiten ist die Clematiswelke. Die Clematiswelke ist eine Erkrankung, die durch Pilzerreger verursacht wird. Diese verstopfen die Leitbahnen der Clematistriebe, so dass sie ganz plötzlich anfangen zu welken. 

 

Genau genommen gibt es zwei verschiedene Pilzerreger die diese Welke verursachen. 1. die Phoma-Welke

und 2. die Fusarium-Welke. Beide unterscheiden  sich auch im Krankheitsverlauf.

 

Auf dieser Seite möchte ich kurz erzählen

1. worin sich die beiden Welke Krankheiten unterscheiden

2. ob man sie verhindern kann. 

3. Was zu tun ist wenn es die Clematis bereits erwischt hat

4. Gibt es weitere Krankheiten und Schädlinge die der Clematis schaden können

 

 


Clematis Hybride Hagley Hybrid wächst gesund
Clematis Hybride Hagley Hybrid wächst gesund

Es ist leider so Clematis wachsen nicht immer gesund.

In den meisten Fällen ist die Krankheit mit dem Namen "Clematis-Welke" dafür verantwortlich das die  Pflanzen anfangen zu kränkeln. Jeder der Clematis in seinem Garten hat kennt diese Krankheit und ist davon schon einmal betroffen worden.

 

Das schlimmste ist dabei, dass man machtlos zusehen muss wie die Clematis täglich immer mehr braune, später welke Blätter und Triebe bekommt und droht ab zu sterben

 

Es handelt sich hierbei um die so genannte Phoma Welke eine Pilzerkrankung die die Leitbahnen der Clematistriebe befällt und verstopft. Die Pflanze wird dann nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und scheint trotz ausreichender Wasserversorgung zu vertrocknen.

 

1.) Clematis: Die Phoma -Welke

Phoma Welke was ist das und wie kann man sie bekämpfen ?

 

Großblütige Hybriden sind weitaus häufiger gefährdet von der Phoma-Welke befallen zu werden als kleinblütige Wildarten.

 

Braune Blätter an der Clematis deuten meist auf einen Befall durch die Clematis-Welke hin.

Tritt das Schadbild im Mai/Juni auf, handelt es sich um die Phoma-Welke.

 

Man kann sie an den folgenden typischen Blatt-veränderungen erkennen:

  1. gelbbraune, runde, kleine Flecken, die Anfangs  nur an den Bodennahen Blättern auftreten.
  2. kleine, runde und gelbbraune Flecken erscheinen auf Blattunterseiten
  3. Bald breiten sich die Flecken auf dem ganzen    Blatt aus
  4. Schließlich sterben die Blätter ab.
  5. später befallen die Schadpilze auch andere Pflanzenteile, wie Stängel und Triebe
  6. Am Ende sterben alle oberirdischen Pflanzenteile ab.
  7. Verursacher ist der Pilzerreger Ascochyta clematidina
  8. feuchtwarmes Klima begünstigt die Ausbreitung

 

Clematis hybride Piilu
Clematis hybride Piilu wird schon mal befallen war bislang immer zu retten
Clematis hybride Pink Fantasie wächst sehr gesund
Clematis hybride Pink Fantasie wächst gesund

Häufig tritt die Phoma-Welke auf wenn mehrere Faktoren zusammentreffen. Warme Temperaturen im Spätfrühling oder Anfang Sommer, viele Niederschläge und dadurch ständig nasses Laub oder feuchtwarme Nächte. Beschädigungen an den Clematistrieben, die es den Erregern leicht machen in die Pflanze einzudringen.

 

Meine Clematis ist befallen, was kann ich tun?

Es ist entscheidend für die Rettung der Pflanze, dass der Befall frühzeitig erkannt wird.

Eine Bekämpfung ist sehr schwierig und wenn, dann nur im Anfangsstadium möglich. Am besten die Clematis regelmäßig auf Veränderungen kontrollieren. Ab Mai alle 2-3 Tage die Clematis-Blätter kontrollieren Sofort bei Befallsbeginn alle betroffenen Blätter sorgfältig entfernen. Auch alle heruntergefallenen Blätter entsorgen.

 

Zum Abschluss wird immer wieder geraten die gesamte Pflanze mit einem Fungizid einzusprühen.

Da wir aber ungern chemische Spritzmittel im Garten verwenden belassen wir es damit nur die kranken Blätter einzusammeln, eventuell die Triebspitzen etwas einzukürzen und die Clematis in den nächsten Tagen gut im Auge zu behalten. Sollte die Krankheit fortschreiten wird die Clematis bodennah zurück geschnitten.

Wenn der Pilz noch nicht durch die Leitungsbahnen auf die Triebe oder die ganze Pflanze übergegangen ist, erholt sich die Pflanze in der Regel auch so.

Die Chance, dass die Clematis den Pilz überlebt, sind jedoch gut wenn sie die Pflanze rechtzeitig bis zum Boden herunterschneiden und düngen. Danach wird die Clematis schon bald wieder neu austreiben.


Äußerst selten werden die Wildarten und deren Sorten von der Welke-Krankheit befallen

 

Handelt es sich bei den befallenen Pflanzen nicht um Hybriden, sondern um eine ursprüngliche Clematis-Wildart wie z.B. viticella, tangutica,vitalba bleibt die Phnoma-Welke häufig auf die Blätter begrenzt und präsentiert sich dann insgesamt eher harmlos. Das heißt es treten zwar vereinzelt Blattflecken auf, die der Pflanze aber nicht weiter schaden. Auch kommt es sehr selten zu welken Trieben. Sollten vereinzelt welche auftreten schneidet man sie einfach ab


2.) Clematis: Die Fusarium -Welke

Fusarium Welke was ist das und wie kann man sie bekämpfen ?

Clematis hybride Rouge Cardinal
Clematis hybride Rouge Cardinal leider jedes Jahr nach der Blüte infiziert
Clematis hybride Arctic Queen
ebenso die schöne Clematis hybride Arctic Queen

Im Hochsommer schlägt dagegen die Fusarium-Welke zu. 

Die Fusarium-Welke, auch Fusiarose genannt tritt weitaus seltener auf. Sie wird durch einen Pilz mit dem Namen Coniothyrium clematidis-rectae verursacht. 

Da es sich in beiden Fällen um eine Pilz-Infektion handelt, werden die Krankheiten unter dem Begriff Clematis-Welke zusammengefasst. Gefährdet sind in erster Linie hochgezüchtete Hybriden, während robuste, kleinblütige Wildarten verschont bleiben. 

Woran kann man die Fusarium-Welke erkennen?

  1. Dieser Pilz kann erst bei höheren Temperaturen zwischen 20 und 30°C wachsen.
  2. Er befällt daher die Waldreben erst ab Mitte Juni 
  3. Die Blätter befallener Pflanzen verfärben sich vom Rand her braun
  4. Die Randverfärbung breitet sich anschließend bis zur Mitte des Blattes aus.
  5. Die Spitzen der Pflanzen sehen wie verdorrt aus.
  6. Oberhalb von dem Befall hängen die Triebe und Blätter schlaff herunter und sehen wie vertrocknet aus.
  7.  Bei Befall hilft auch kein Fungizid mehr.

Was ist bei einem Befall zu tun?

Ist die Clematis von der Fusarium-Welke betroffen, sollten möglichst schnell gezielte Maßnahmen getroffen werden; in den meisten Fällen kann man auf diese Weise die Clematis noch retten.

Hier hilft es selten im Anfangsstadium die Blätter einzusammeln. Alle Triebe der Clematis sollten schon bei Befallsbeginn bodennah abgeschnitten werden und anschließend im Hausmüll entsorgt werden. Alle Schneidegeräte, die während dieser Maßnahme zum Einsatz kamen, sind anschließend sorgfältig zu desinfizieren.Die Behandlung mit einem Fungizid ist nicht erforderlich, da sich dieses bei der Erkrankung wirkungslos zeigt. Auch hier sind die Überlebenschancen der Clematis groß. In aller Regel treibt sie nach einiger Zeit wieder gesund aus. Manchmal allerdings kann dies bis zu drei Jahren dauern, was aber eher selten der Fall ist.


Unterschiedliche Aussagen im Internet auf Gartenseiten und Foren sind bei dieser Krankheit sehr häufig zu finden. So sagt man z.B. das ein Bodenaustausch nicht nötig ist wenn man auf die selbe Stelle wo schon eine befallene Clematis stand eine Neue pflanzen will. Clematis Westphal allerdings rät dringend dazu. Auch ist man sich uneinig ob die Pilze nur in die Triebe eindringen oder ob der Erreger auch im Boden sitzt und die Wurzeln beschädigt. 


Die Clematiswelke ist meist das Problem der großblumigen und am alten Holz im Frühjahr blühenden Hybridsorten. Das sind leider die Sorten mit den größten Blüten. Die zahlreichen Wildarten der Clematis  sind diesbezüglich wesentlich robuster. Auch die am diesjährigen Holz im Sommer blühenden Hybridsorten der Jackmanii-Gruppe sind da einiges weniger empfindlich. Grund ist die teilweise enge Verwandtschaft mit Clematis viticella.

 

Wie lässt sich die Clematiswelke vermeiden?

Ganz und gar vermeiden kann man sie natürlich nicht, denn gegen schlechte Witterungsbedingungen ist ja bekanntlich kein Kraut gewachsen. Genau wie bei den Rosen auch, schlagen die Pilzsporen bei feuchtwarmen Wetter gnadenlos zu. Die erfolgsversprechende Vermeidung von Clematiswelke beginnt schon bei der Auswahl der Pflanzen. Warum müssen es immer die großen am besten noch gefüllten Blüten sein ?

Wählen sie resistente Clematissorten! Es gibt auch bei z.B. Clematis viticella viele Sorten die bis 10 cm große Blüten haben. Die großblumigen Hybrid-Sorten werden von den Pilzen besonders oft befallen. Einige unter den Hybriden haben jedoch eine höhere Resistenz gegen die Clematiswelke. Dazu gehören vor allem die Hybriden der Jackmanii-Gruppe. Grund ist die teilweise enge Verwandtschaft mit Clematis viticella.. Bei den Vertretern dieser Gruppe ist die Welkeproblematik im Vergleich zu den frühjahrsblühenden Hybriden deutlich geringer, aber ganz ausschließen kann man sie nicht.

Ursprüngliche Clemtisarten dagegen gelten als wesentlich widerstandsfähiger als die Hybriden. 

 

Die folgenden Tipps können helfen, die Welke bei empfindlichen Sorten deutlich zu reduzieren:

 

  • Kräftige, zweijährige Pflanzen (im 2 l, noch besser im 3 l Topf) 5-7 cm tiefer pflanzen als im Container
  • Schwache oder geknickte Triebe beim Pflanzen und in den Folgejahren im Frühjahr unten abschneiden
  • Unbedingt alte Blätter, die noch an den Pflanzen hängen, im Frühjahr entfernen.
  • Von unten her braun werdende Blätter während der Blütezeit ebenfalls sauber abschneiden.
  • Pflanzen mit Stäben oder einem Gerüst unten an der Basis gut befestigen. Die Welke dringt meist über den verletzten Stängelgrund ein, je weniger die Pflanze im Wind wackelt, desto weniger Verletzungen.
  • Pflanzen beim Gießen absolut trocken halten, das heißt die Blätter aber auch die Triebe dürfen nicht nass werden. Der Pilz wird erst mit Feuchtigkeit aktiv.
  • Regelmäßige, gute Wasserversorgung und ein kühler, schattierter Wurzelraum. Die Welke tritt häufig bei sehr hohen Temperaturen auf
  • Clematis im Kübel am besten unter ein Vordach stellen und schonend Bewässern. Dann ist auch die Kultur von großblumigen Hybriden sehr erfolgsversprechend
  • Befallene Pflanzenteile mit der Clematiswelke nicht auf den Kompost bringen, da sich der Pilz sonst verbreiten kann
  • Bei Nachpflanzungen von Welke empfindlichen Sorten auf infizierten Standorten Boden austauschen.
  • Die genannten Hygienemaßnahmen sind geeignet, die Welke einzudämmen, ganz verhindern wird man sie nicht können. Aber je besser es der Pflanze geht, desto besser ist sie gegen die Angriffe der Pilzsporen gewappnet. Dazu gehört auch eine ganz normale Düngung, ein humoser Boden, regelmäßige Wasserversorgung und im Idealfall das Ausbringen Pflanzen stärkender Mittel. Und wer das Besondere liebt, muss sich die Zeit nehmen, sich ein bisschen mehr um die anfälligen Sorten kümmern, genau wie bei den empfindlichen Rosensorten auch. Quelle: lwg.bayern.de/gartenbau

Oft ist zu lesen:

Der optimale Standort ist geschützt vor Wind, zu starken Regen und Sonne. Da sich die Pilze bei Feuchtigkeit schneller und leichter verbreiten, ist ein luftiger Ort, an dem die Waldrebe nicht zu nass wird besser geeignet.

Aber mal ehrlich wie viele solcher perfekten Standorte haben sie in ihrem Garten ? 

 

Gartenansichten Clematis und Kletterrosen Kletterrose New Dawn mit Clematis Piilu
Kletterrose New Dawn mit Clematis Piilu

Wir empfehlen Pflanzen stärkende Mittel anzuwenden !!!

Wir stärken unsere Clematis genau wie die Rosen mit  Siapton oder/und Vitanal.

 

Anwendung und Bezugsquellen unter Rosen/Pflege/Stärkungsmittel 

 

Vitanal wirkt als Blattdünger und vorbeugendes Fungizid, weil es die Blattflora in Richtung sauer verschiebt, was die Keimung der Sporen behindert. Zudem wirkt es über die direkte Düngung Zell stärkend, auch das erschwert gekeimten Sporen den Weg ins Blattgewebe.

 

SIAPTON z.B.  ist rein organisch und enthält natürliche Eiweißverbindungen die von den Pflanzen sofort über Blatt und Wurzel aufgenommen und verarbeitet werden.

 

SIAPTON wird seit vielen Jahren mit großem Erfolg im Erwerbsgartenbau und öffentlichen Grün als Wachstumsaktivator eingesetzt und findet auch im Hausgarten verstärkt Anwendung. Schon nach wenigen Anwendungen zeigt sich die Wirkung durch eine intensive Grünfärbung der Blätter. SIAPTON sorgt für ein gesundes, kräftiges Pflanzenwachstum, stärkt die Pflanzen gegen Schadorganismen und sichert hohe Erträge. Auch das Bodenleben wird durch SIAPTON angeregt. SIAPTON ist für den Anwender völlig ungefährlich

 


Hier noch ein Tipp von einem Biogärtner:

Die befallenen Clematispflanzen nach dem Rückschnitt mit Aspirintabletten stärken (10 Stck./5 l Wasser, regelmäßig damit begießen. Die darin enthaltene Salizylsäure soll fungizid wirken

 

Und ein weiterer Tipp vom Fachmann

Der Clematiszüchter Herian aus Unterliezheim rät im Herbst und zeitigen Frühjahr die Clematis mit Kupfer-Kalk-Atempo, (gibt es von Neudorf) zu gießen!

 

Beides habe ich persönlich noch nicht ausprobiert. Werde es aber testen wenn mal wieder eine Clematis von der Welke befallen wird


Weitere Krankheiten die meine Clematis heimsuchen können

 

Mehltau: Tritt meistens bei nassen und schwül warmen Wetter auf.

Der echte Mehltau entwickelt sich besonders gut in Temperaturen über 20°C. Befallen werden vor allem trockene Pflanzen an ruhigen, nicht gelüfteten Standorten.

Bekämpfung: Befallene Pflanzen werden bei uns unverzüglich nach der Erkennung der Krankheit mit einer Milch – Wasser – Backpulver – Mischung  (Dosierung siehe unter Rosen/Pflege/Pflanzenschutz auf natürliche Art) besprüht werden. Das hält den Befall auf, wenn es regelmäßig wiederholt wird.

Wird der Pilz nicht gleich im Anfangsstadium bekämpft breitet er sich rasant aus und befällt auch die Knospen.

Anfällig sind vor allem Clematis viticella, recta, texensis, einige Staudenclematis sowie die Hybriden der Schnittgruppe 3

 

 weiße Clemtis hybride Arctic Queen
Die erste Blüte der Clemtis Arctic Queen ist gefüllt


Staudenclemtis integrifolia Aromatica
Staudenclemtis integrifolia Aromatica immer gesund

Die Knospenfäule, auch unter dem Namen Botrytis oder Grauschimmel geläufig, verursacht im Endstadium hässliche faule Stellen auf den Knospen und Blütenblättern.

Das charakteristische Erkennungsmal sind dann dunkelbraune, faule Stellen an den jungen, weichen Stielen. Die Blüten der Clematis öffnen sich nicht und ein grauer Schimmelfilm liegt über ihnen. Bereits geöffnete Blüten sind verklebt.

Ursache:

 

Meistens trifft es Pflanzen an feuchten und kühlen Standorten mit „stehender“ Luft.
Der Pilz überwintert auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Durch Wind und Wasserspritzer können sich Sporen während der gesamten Vegetationszeit in der Luft befinden. Er infiziert die Pflanzen bei feuchtem, regnerischem und trübem Wetter.

Bekämpfung:

 

Eine Bekämpfung ist nicht nötig, da das Schadenspotential sehr gering ist. Das Entfernen befallener Triebe und Pflanzenteile reicht meist aus. In Extremfällen hilft Schwefel.

 

 



Eisenmangel-Chlorose:
Blätter verfärben sich von hellgrün bis hellgelb, Blattnerven bleiben grün. Beginn an den jüngsten Blättern mit rascher Ausbreitung auf ältere. Ohne Behandlung sterben die Blätter vom Rand her ab.
Ursachen sind oft zu hohe Kalkgehalte im Boden, 
extreme Witterungseinflüsse (lange Kälteperioden, Trockenheit, geringe Lichtintensität)

Abhilfe schaffen spezielle Präparate in Chelatform wie z.B. Fetrilon 13% von Compo.

Langfristig sollte der Boden aufgebessert werden

das heißt: entsprechend auf einen korrekten pH-Wert eingestellt werden.

 

Clematis hybride Pink Fantasy
Clematis hybride Pink Fantasy


Schädlinge an Clemtispflanzen

Schnecken: sind der größte Feind sie fressen liebend  gern die frischen Triebe der Clematis. Haben sie zur Beschattung niedrige Pflanzen vor die Clematis gesetzt benutzen die Schnecken diese gern tagsüber als Unterschlupf um dann in der Nacht rauszukriechen und sich über den reich gedeckten Clematisstrauch her zumachen

 


Ameisen: siedeln sich oftmals an den Wurzeln an. Dann sollten sie das Volk mit geeigneten Mitteln verscheuchen oder bekämpfen. Getrockneten Kaffeesatz und Backpulver an die Wurzeln geben, das mögen sie nicht. Bei sehr starkem Befall Köderdosen aufstellen, denn eine größere Menge an Ameisensäure kann die Clematis nicht verkraften und sie könnte sterben. Oder sie vertrocknet, da der Wurzelballen unterhöhlt wird. Ist mir schon 2x passiert, seitdem werden die Plagegeister verscheucht. Auch an den Rosen

 


Clematis tangutica Lambton Park
Clematis tangutica Lambton Park sehr gesund

Ohrwürmer: sind auch nachts aktiv und fressen kleine Löcher in Blüten und Knospen. Bitte denken sie daran: Im Frühjahr sind die Ohrwürmer  als Nützlinge tätig und bekämpfen Blattläuse. Stehen keine Blattläuse zur Verfügung fressen sie Pollen, weiche Treibspitzen, junge Knospen oder Blüten an. Größere Knospen mit Löchern dienen auch als Unterschlupf tagsüber.

Ohrwürmer stellen zuerst den Läusen nach, erst wenn diese vernichtet sind machen sie sich über die jungen Pflanzenteile her und werden dann selbst zu Schädlingen.

Also lassen sie den Ohrwürmern ein paar Blattläuse übrig und der Fraßschaden wird sich in Grenzen halten!!!


Blattläuse: siehe Rosen und Schädlinge/Nützlinge

Nachgedacht:

Wenn im Mai schon die erste Läuse Invasion mit chemischen Mitteln bekämpft wird, ist ihnen der Erfolg zwar sicher, denn 99% der Läuse haben sie vernichtet, allerdings nebenbei auch 100% der Nützlinge.

 

Im Spätsommer haben sie die nächste Läuse Population, die jetzt aber immun gegen das chemische Spritzmittel ist aber keine Nützlinge mehr. So sind sie gezwungen nach anderen Pestiziden zu suchen und bald wird es gar keine nützlichen Insekten in ihrem Garten mehr geben

Spritzen sie dagegen mit Kaliseifenpräperaten (siehe Rubrik Rosen/Pflege/ Rosenschädlinge) die die Läuse durch ersticken abtötet werden auch 80-90% der Läuse sterben, aber die Nützlinge geschont. Es erfolgt auch keine Resistenz, da das Mittel mechanisch wirkt, in dem die Läuse unter dem Seifenfilm ersticken.

Den Nützlingen kann das Mittel nichts anhaben, sie vermehren sich weiter und finden, dank der restlichen überlebenden Läuse auch noch Nahrung.



 

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