Clematis - Familien und ihre Verwendung

Clematis - alpina und weitere Atragene

Ausführliche Beschreibung der einzelnen Clematis-Sorten und ihrer Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Unter etwa 250 Clematis Arten gibt es wiederum hunderte Clematis-Sorten: 

Einige sind etwas empfindlicher, während andere zu den pflegeleichten Sorten zählen.

 

Clematis alpina Blue Bird
Clematis alpina Blue Bird

 

Die Verwendungsmöglichkeiten der Waldreben (Clematis) sind vielfältig. Sie sind tolle Rosenpartner, verschönern Rosenbögen und Spaliere, wachsen waagerecht über Mauern und Zäune. Bringen Hecken und Büsche zum blühen. Viele Sorten sind auch im Kübel zu halten. Viele Wildformen wie z.B. die gelb blühende Clematis tangutica sind mit ihren fedrigen Fruchtständen, die nach der Blüte erscheinen, bis weit in den Winter attraktiv. Clematis kann man als Bodendecker nutzten oder aber auch in große Bäume wachsen lassen wie z.B. die montana-Sorten. Was für eine Sorte sich für welche Verwendungsmöglichkeiten im Garten eignet wird hier beschrieben


Clematis-Familien

 

Clematis alpina und weitere atragene

 

Clematis montana und Artverwandte auch Bergwaldrebe genannt

 

Clematis vitalba die gemeine

Waldrebe

 

Clematis viticella die italienische Waldrebe

 

Clematis Stauden /

herbaceous

 

Clematis tangutica

u. weitere Artverwandte

 

Clematis texensis u. viorna

 

Clematis Hybriden  

Frühjahrsblühende und zweimal blühende Sorten

 

Clematis Hybriden sommerblühende Sorten

 

Clematis bot. Arten Sondergruppen

 

 

 

1. Clematis aus der Familie der Atragene-Gruppe

sind Frühjahrsblühende Sorten mit kleinen Blüten. Ausnahme sind die Blüten von C. macropedala diese werden größer und können je nach Sorte bis zu 10 cm groß sein. 

Zur Atragene Gruppe gehören ebenfalls:

Clematis alpina, C. macropetala, C. fauriei sowie C. koreana und C. chiinanensis

  • Herkunft: Die Clematis dieser Gruppe stammen aus der Alpenregion, Nord- und Osteuropa, Japan und Nordamerika und sind daher alle sehr winterhart.
  • Standort: heiße Standorte werden nicht so gut vertragen, dann hält die Blüte nicht sehr lange. Alle anderen Himmelsrichtungen sind möglich, auch Nordseiten Der optimale Standort ist schattig bis halbschattig und trocken.Clematis alpina und C.macropetala gedeihen auch im Schatten und an sehr trockenen Standorten.  Ebenfalls ist ein  gut drainierter Standort wichtig. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, sonst drohen Pilzkrankheiten. Die Clematis aus der Gruppe der atragene sollten nicht tiefer in das Pflanzloch gesetzt werden. Möglich ist auch sie etwas erhöht zu pflanzen. Sie wachsen auf sandigen oder steinigen Lehmböden und fühlen sich in frischen Substraten wohl. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen.

  • Blüte/Blütezeit: Sie beginnen schon sehr früh im April an zu blühen. Clematis alpina  sind die ersten im April, es folgen C. macropetala, dann C fauriei. Ab Mai folgen dann Clematis  chienasesis und koreana. Viele Sorten blühen ab August noch ein zweites Mal. Einige blühen auch kontinuirlich von Mai bis August. Es gibt gefüllte, halbgefüllte und einfach blühende Sorten, die allesamt eine glockenförmige Form haben. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben von weiß über gelb bis hin zu blau und violett. Die Hauptfarben sind weiß, rosa, blau. Sie sind sehr reich blühend. Nach der Blüte bleiben die ebenfalls sehr attraktiven Fruchtstände (Samenbüschel) lange an der Pflanze sitzen 

  • Clematis der atragene Gruppe: blühen im Frühjahr am alten Holz die zweite Blüte im Juli erfolgt an den neuen Trieben. Sie legen ihre Knospen bereits im Sommer für das kommende Frühjahr an. Deshalb sollten sie auch nicht im Frühjahr geschnitten werden.
  • Wuchs: Die Wuchshöhe dieser Gruppe beträgt in der Regel zwischen 2 m bis 3m, einige wenige werden bis zu 4m hoch. Besonders in den ersten beiden Jahren wachsen sie sehr schnell und haben bald ihre Endhöhe erreicht. In den nächsten Jahren legen sie dann nur noch in der Breite zu
  • Verwendung: Sie sind ideal dazu geeignet waagerecht über Zäune und Hecken zu wachsen. Aber auch als Kletterpflanzen, vor allem an Nord- und Ostseiten, oder als Partner zu Rosen. Schön auch als Partner zu Gehölzen, wie Forsythien u.a. 
  • Gesundheit und Winterhärte: Sie wachsen sehr gesund, werden nicht von der Welke befallen. Ebenfalls sind sie gut resistent gegen Mehltau. Bei Staunässe vor allem im Winter für Pilzkrankheiten anfällig. Einige Triebe können absterben, die Pflanze treibt aber wieder aus der Basis aus. Alle Wildarten sowie Clematis alpina, mactropetala und atragene sind ohne Einschränkungen winterfest. Bis -26°
  • Schnittgruppe: Schnittgruppe 1 ist anzuwenden. Zu dieser Gruppe gehören die Clematis, die man nicht unbedingt jedes Jahr schneiden muss, das sind die im Frühling blühenden Clematis. Die im Frühjahr blühende Clematis schneidet man : 

    wenn dies aus Platzgründen erforderlich ist oder wenn sie nach einigen Jahren anfangen von unten zu vergreisen. Der Rückschnitt erfolgt nach der Blütezeit im April/Mai so hat die Pflanze genug Zeit, neue Knospen zu bilden. Auf keinen Fall im Herbst zurückschneiden da die Clematis im Sommer schon die neuen Knospen fürs nächste Frühjahr bildet "am sogenannten alten Holz." Um ein vergreisen der Pflanze vorzubeugen schneiden sie am besten in Stufen, das heißt: einige Triebe stehen lassen. Einige etwas mehr einkürzen, andere etwas weniger. Also ca 3 Stufen im Abstand von 70-90cm.



 

Hintergrundfoto: unsere C. viticella Vitiwester mit Jasmin

 

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