Clematis Familien und ihre Verwendung

Clematis früh und zweimal blühende Hybriden

Ausführliche Beschreibung der einzelnen Clematis-Sorten und ihrer Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Unter etwa 250 Clematis Arten gibt es wiederum hunderte Clematis-Sorten: 

Einige sind etwas empfindlicher, während andere zu den pflegeleichten Sorten zählen.

 

Clematis hybride Arctic Queen
Clematis hybride Arctic Queen

 

Hybriden sind Hochzüchtungen. Hier findet man die bekanntesten Clematis - Sorten, die die größten Blüten (bis 30 cm Durchmesser) hervorbringen und leider auch oft die meisten Krankheiten.

 

Weil diese Hybriden teilweise gefüllte Blüten hervorbringen, die von außergewöhnlicher Farb- und Formenpracht sind verführen uns diese Sorten immer wieder aufs Neue und schreien förmlich nimm uns mit, wenn wir ihnen im Gartencenter begegnen. 

 

Die Züchter haben Sorten hervorgebracht, die fasst jedem Wunsch entsprechen, aber leider auch einen Teil ihrer Gesundheit eingebüßt haben. Deshalb ist eine Sorten gerechte Pflege und ein idealer Standort bei diesen Clematis besonders wichtig 


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Clematis-Familien

 

Clematis alpina und weitere atragene

 

Clematis montana und Artverwandte auch Bergwaldrebe genannt

 

Clematis vitalba die gemeine

Waldrebe

 

Clematis viticella die italienische Waldrebe

 

Clematis Stauden /

herbaceous

 

Clematis tangutica

u. weitere Artverwandte

 

Clematis texensis u. Viorna

 

Clematis Hybriden  

Frühjahrsblühende und zweimal blühende Sorten

 

Clematis Hybriden sommerblühende Sorten

 

Clematis bot. Arten Sondergruppen

 

 

 

Arctic Queen
Arctic Queen
Piilu
Piilu
Rouge Cardinal
Rouge Cardinal
Jackmanii
Jackmanii
Arctic Queen
Arctic Queen
Jackmanii Superba
Jackmanii Superba
Warszawska Nike
Warszawska Nike

Clematis aus der Familie der frühjahrsblühenden und zweimalblühenden Hybriden

Diese Clematis Hybriden der Patens-Gruppe haben ihren Ursprung im Asiatischen Raum. Sie haben die schönsten und größten Blüten, aber leider sind sie etwas anfällig für die Welke-Krankheiten

Die Pilzkrankheit (die Triebe sehen „übernacht“ aus, als wären sie von oben bis unten verwelkt), ist bei den großblumigen Hybriden,vor allem den Frühblühenden am häufigsten anzutreffen.

Haben sie die Clematis tiefer gepflanzt wird sie nach einem Rückschnitt, der dann unumgänglich ist, wieder gesund neu austreiben.

Eigenschaften der Frühjahrs und

zweimalblühenden Hybriden

  • Clematis der Patens Gruppe: gehören zu den verholzenden Clematis, die im Frühjahr am alten Holz blühen und teilweise noch einmal im Sommer am neuen Austrieb . Diese großblumigen, Frühjahrsblühende Hybriden sind Hochzüchtungen. Hier findet man die bekanntesten Clematis - Sorten, sie haben die größten Blüten, teilweise bis 30 cm Durchmesser. 
  • Blüte/Blütezeit: In dieser Gruppe gibt es: 2 x blühende Sorten mit ungefüllten Blüten,  2 x blühende mit der ersten Blüte gefüllt und mit der zweiten Blüte ungefüllt blühend, sowie 2 x blühende mit ständig gefüllten Blüte 2 x blühende mit ständig gefüllte Blüten. Blütezeit ist ab Mitte Mai, Nachblüte am diesjährigen Holz ab August. Dazu müssen nach der ersten Blüte die Fruchtstände mit dem ersten darunter liegendem Blatt abgeschnitten werden. 
  • Blühzeitraum: die Frühjahrsblühenden Hybriden blühen an den Trieben, die im Jahr zuvor gewachsen sind. Im Klartext bedeutet das: im Frühjahr + Sommer 2014 wächst an der Clematis ein Trieb, dieser überwintert und im Frühjahr 2015 kommt an diesem Trieb eine Blüte. Die zweimalblühenden Hybriden blühen im Mai/Juni/Juli an ihren Kurztrieben, die dem vorjährigen Holz entspringen danach treiben sie neue Langtriebe aus und blühen an diesen im August/September noch einmal.
  • Standort: Für die meisten Hybriden ist ein Plätzchen im Halbschatten am geeignetsten. Aber auch einen Platz im lichten Schatten mögen sie gerne. Sonnige Standorte sind bei einigen Sorten ebenso möglich, aber nicht so ganz unproblematisch. Achten sie auf die Pflegeanleitung. Sie lieben ein humusreiches Substrat. Sehr wichtig ist zudem Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Bei Bedarf geben Kies oder Splitt als Drainageschicht unter den Wurzelballen geben. Pflanztiefe:  unbedingt 5-7 cm tiefer als im Topf. Mindestens zwei Augenpaare sollten mehr unter der Erde sein als sie vorher im Topf gestanden haben.Vermeiden Sie unbedingt jegliche Beschädigung der Triebe z.B. durch Knicken oder Scheuern

  • Wuchs: Alle zweimal blühenden Hybriden wachsen nicht so stark wie die einmal blühenden. Viele Sorten werden kaum 2 m hoch. Wenn sie ausreichend gedüngt und gewässert werden bilden sie ab dem dritten Jahr reichlich Triebe mit Seitentrieben die reich blühen. 
  • Verwendung: als Kletterer an Obelisken, als Rosenbegleiter, zum waagerechten Wuchs über Zäune. Clematis hybriden sind ideal für die Kultur im Kübel geeignet. Stellen sie diese etwas geschützt an eine Hauswand o.ä. wo kein Regen hinkommt, dann ist die Gefahr der Clematis Welke deutlich geringer. Der optimale Standort ist geschützt vor Wind, zu starken Regen und Sonne. Da sich die Pilze bei Feuchtigkeit schneller und leichter verbreiten, ist ein luftiger Ort, an dem die Waldrebe nicht zu nass wird am besten geeignet.

  • Gesundheit: Die Gruppe der frühjahrsblühenden Hybriden leiden genetisch bedingt am stärksten unter der Clematiswelke, deshalb unbedingt auf die Pflanz und Pflegeanleitung schauen. Auch wenn die Clematiswelke bei diesen Kulturformen weit verbreitet ist bleibt uns doch der Trost, dass in 90% aller Fälle die Pflanze nach einem totalen Rückschnitt im nächsten Jahr wieder neu und gesund austreibt. 

  • Winterhärte: Während über die Winterhärte reiner Arten konkrete Aussagen getroffen werden können, gilt dies nicht für die opulenten Hybriden. Immerhin können aufgrund der Elternpflanzen Rückschlüsse darauf gezogen werden, inwieweit ein Hybride Kälte-resistent ist. Deshalb kaufen sie diese am besten beim Produzenten in der Baumschule und achten auf die Pflegeempfehlung an den Pflanzen. Die meisten Hybriden sind in unseren Breiten mindestens bis Klimazone 6 winterhart, das sind -18° bis -24°

Klimazonen Deutschland

  • Hybriden im Kübel verlangen dagegen grundsätzlich nach Winterschutz.
  • Rückschnitt: Diese Hybriden, die sich durch gezielten Schnitt zu zwei Blüten im Jahr bringen lassen verlangen nach etwas Erfahrung und Wissen im Rückschnitt, da sie sowohl am einjährigen Holz, als auch an den neuen Langtrieben Blüten hervorbringen. Rückschnittgruppe 2 soll angewendet werden Einerseits muss die Pflanze durch einen teilweisen Rückschnitt am verkahlen von unten gehindert werden, andererseits müssen ausreichend viele Triebe stehen gelassen werden, die die Blüten im Frühjahr hervorbringen. Damit die Hybriden sich nicht mit ihrem ersten Flor verausgaben muss man nach der ersten Blüte alle Fruchtstände entfernen. das heißt alle Blüten werden mit dem darunter liegenden Blattpaar abgeschnitten.Auf diese Weise entwickelt die Clematis neue Triebe mit vielen Knospen um wiederum neue Blüten im Spätsommer / Herbst. Für Clematis-Hybriden, die zweimal blühen, gilt: Jedes Jahr im November / Dezember zur Hälfte zurückschneiden, und alle 4-5 Jahre zum Verjüngen bis auf 50 cm über dem Boden zurückschneiden. Und nicht vergessen nach der ersten Blüte die Samenstände bald zu entfernen. 

Übrigens hier noch ein Tipp für gesund wachsende Clematis-Sorten:

 

Quelle Clematis Westphal:

"Bei Clematis Westphal bekommen sie Clematis die alle auf der Unterlage der heimischen Clematiswildart Clematis Vitalba veredelt worden sind . Die ist bekanntlich überaus wüchsig, kerngesund und absolut resistent gegen die gefürchtete Clematiswelke! Das ausgedehnte, üppige, verholzende starke Wurzelwerk wächst auf allen Böden. Selbst schwere Kleie- oder Lehmböden mit hohen Kalkgehalten stellen ebenso kein Problem dar, wie saure Moorböden! Alle diese positiven Eigenschaften kommen den veredelten Clematis zu Gute und letztlich auch Ihnen als Kunde!

 

    Weitere Vorteile sind:

    Schwer zu vermehrende Sorten werden nur durch die Veredelungmethode  verfügbar. z.B. Clematis  

    texensis bot. Art

    Die Triebe sind deutlich stärker und blühen schon als junge Pflanzen besser.

    Bodenpilze haben keine Chance!

    Dünger wird besser aufgenommen, auch wenn der Ph-Wert hoch ist.

    Es ist keine Eisenmangel-Chlorose zu befürchten. " Zitat Ende

 

 weitere Informationen auf der Website von Westphal:

clematis-westphal.de/2011/11/wurzelechte-veredelungen/


 

Hintergrundfoto: Clematis Hybride Piilu

 

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