Clematis Familien und ihre Verwendung

Clematis aus der Gruppe der im Sommer blühenden Hybriden

Ausführliche Beschreibung der einzelnen Clematis-Sorten und ihrer Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Unter etwa 250 Clematis Arten gibt es wiederum hunderte Clematis-Sorten: 

Einige sind etwas empfindlicher, während andere zu den pflegeleichten Sorten zählen. 

Gartenansichten Clematis und Kletterrosen
Sommer blühende Clematis Hybride Pink Fantasie und zweimal blühende Hybride Piilu

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Clematis-Familien

 

Clematis alpina und weitere atragene

 

Clematis montana und Artverwandte auch Bergwaldrebe genannt

 

Clematis vitalba die gemeine

Waldrebe

 

Clematis viticella die italienische Waldrebe

 

Clematis Stauden /

herbaceous

 

Clematis tangutica

u. weitere Artverwandte

 

Clematis texensis u. viorna

 

Clematis Hybriden  

Frühjahrsblühende und zweimal blühende Sorten

 

Clematis Hybriden sommerblühende Sorten

 

Clematis bot. Arten Sondergruppen

 

Clematis besondere Sorten

 

Clematis aus der Familie der  Sommer blühenden Hybriden

Die Sorten dieser Clematisfamilie sind im Vergleich zu den frühjahrs blühenden Hybriden deutlich weniger anfällig für die Clematiswelke.

Das kommt daher, dass die Gruppe der Sommerblüher häufig mit der

italienischen Waldrebe, Clematis viticella, eingekreuzt wird. Und genau darin liegt des Rätsels Lösung:

Denn die botanischen Arten werden fast niemals welk

und je größer der Anteil an Clematis viticella oder anderen Wildarten ist, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit der Clematis

an der Welke zu erkranken

Eigenschaften und Bedürfnisse der im Sommer

blühenden Hybriden

  • Standort: Eine Platzierung im lichten Schatten ist optimal. Ein sonniger Standort ist ebenfalls für viele Clematis Hybriden möglich. Am besten werden hier die sommerblühenden Sorten mit der Rückschnittgruppe 3 verwendet, die vertragen am meisten Sonne. allerdings sollten sie nicht an heiße Südost- bis Westwände pflanzen
  • Blüte: Mehr als 200 Sorten der großblumigen, farb- und formschönen Hybriden in allen möglichen Farben hat der Handel zu bieten. Die Blüten einiger Sorten können Durchmesser von über 25 cm erreichen. Andere werden nur 8-10 cm groß, sie erscheinen ab Mitte Juni. Allerdings sind die Blüten der sommerblühenden Hybriden alle ungefüllt. 

    Die Knospen und anschließend die Blüten entwickeln sich an den einjährigen Trieben und erscheinen ab Mitte Juni. Die Pflanzen werden durchschnittlich 2,5 -3,5 m hoch.  

  • Wuchs: Sie wachsen etwas stärker als die zweimal blühenden Hybriden. Die Blüten entwickeln sich an den einjährigen Trieben. Die Pflanzen werden durchschnittlich 2,5 -3,5 m hoch, einige z.Teil noch höher. Diese Höhe wird trotz des jährlichen Rückschnittes jedes Jahr aufs Neue erreicht. Die sommerblühenden Clematis-Hybriden klettern und halten sich mit ihren Blattstiel-Ranken an den Kletterhilfen fest. Für das allgemein starke Wachstum dieser Hybriden wird auch eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung benötigt.

  • Pflanzung: Ganz besonders wichtig beim Einpflanzen ist, dass die Clematis 5-7 cm tiefer eingepflanzt wird, wie sie vorher im Topf gestanden hat. Dabei sollten zwei Knospenpaare der Clematistriebe unter der Erdoberfläche liegen. Die Clematis bildet dann mehr Bodentriebe und kann nach einem eventuellen Befall mit der Welkekrankheit wieder neu austreiben

  • Verwendung: als Begleiter zu Kletter oder Strauchrosen, im Staudenbeet, große Sorten aufgebunden an allen Arten von Klettergerüsten. Diese Clematis wachsen gerne auch waagerecht und eignen sich zum Beranken von Stützmauern, sie hängen dann schleppenartig über, oder als Bodendecker in Staudenbeeten. Einige Sorten sind hervorragend geeignet im Kübel zu wachsen.

  • Gesundheit: Bei den Vertretern dieser Gruppe ist die Welkeproblematik im Vergleich zu den frühjahrsblühenden Hybriden deutlich geringer, aber ausschließen kann man sie nicht. Ab und an gibt es in heißen Jahren Sortenbedingt leichte Probleme mit Echtem Mehltau. Achten sie auf regelmäßige Wasser und Düngergaben. Diese sehr gut frostharten Hybriden sind ansonsten anspruchslos, bevorzugen aber frische, humose und unbedingt durchlässige Gartenböden.

  • Winterhärte: Während über die Winterhärte reiner Arten konkrete Aussagen getroffen werden können, gilt dies nicht für die opulenten Hybriden. Immerhin können aufgrund der Elternpflanzen Rückschlüsse darauf gezogen werden, inwieweit ein Hybride Kälte-resistent ist. Deshalb kaufen sie diese am besten beim Produzenten in der Baumschule, dort kann man ihnen konkrete Angaben über die Winterhärte der Sorten geben. 

    Die meisten Hybriden sind in unseren Breiten mindestens bis Klimazone 6 winterhart, das sind -18° bis -24°

     

 

Klimazonenkarte Deutschland

Hybriden im Kübel verlangen dagegen grundsätzlich nach Winterschutz.



 

Hintergrundfoto: C. viticella Emilia Plater

 

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