Clematis-Familien und ihre Verwendung

Clematis montana und chrysocoma

Ausführliche Beschreibung der einzelnen Clematis-Sorten und ihrer Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Unter etwa 250 Clematis Arten gibt es wiederum hunderte Clematis-Sorten: 

Einige sind etwas empfindlicher, während andere zu den pflegeleichten Sorten zählen.

Clematis montana var Wilsonii im Rosenparadies Loccum
Clematis montana var Wilsonii im Rosenparadies Loccum

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Clematis-Familien

 

Clematis alpina und weitere atragene

 

Clematis montana und Artverwandte auch Bergwaldrebe genannt

 

Clematis vitalba die gemeine

Waldrebe

 

Clematis viticella die italienische Waldrebe

 

Clematis Stauden /

herbaceous

 

Clematis tangutica

u. weitere Artverwandte

 

Clematis texensis u. viorna

 

Clematis Hybriden  

Frühjahrsblühende und zweimal blühende Sorten

 

Clematis Hybriden sommerblühende Sorten

 

Clematis bot. Arten Sondergruppen

 

Clematis besondere Sorten

 

 

 

2. Clematis aus der Familie der montana Gruppe

Clematis montana und chrysocoma, werden auch Berg oder Anemonen-Waldrebe genannt. Sie sind eine weitere Wildart aus China. Sorten dieser Gruppe sind weit verbreitet. Die Pflanzen wachsen sehr stark und nehmen viel Platz für sich ein. 

Einige Clematis montana erreichen dabei Höhen von 10 m und mehr. Pro Jahr kann der Zuwachs bis fünf Meter betragen. Wenn in die Höhe kein Platz mehr vorhanden ist dann wächst sie eben waagerecht.

 

Eigenschaften und Bedürfnisse der Clematis montana

 montanus, lateinisch: Auf Bergen wachsend

  • Herkunft: Clematis montana stammen ursprünglich aus Ostasien dem Himalaya, Mittel- und Westchina; sie wurde ca. 1830 in Europa eingeführt
  • Standort: Berg-Waldreben mögen sonnige bis halbschattige Standorte.  Zu beachten ist außerdem, dass alle Clematis Montana Sorten sehr empfindlich auf Bodenverdichtung und Staunässe reagieren. Die Pflanzgrube muss tief aufgelockert sein. Ist der Boden zu nass, kann eine Drainageschicht aus Kieselsteinen Abhilfe schaffen. Sie benötigen zwar eine stetige Feuchtigkeit im Boden, jedoch ist Staunässe zu vermeiden. Bei stauender Nässe faulen die Wurzeln und werden anfällig für die Clematis-Welke oder andere Erkrankungen durch Pilze. Am besten pflanzen sie diese Art in etwas geschützten Lagen. Halbschatten mögen sie am liebsten, wachsen aber auch in der Sonne. Ein geschützter Standort ist von Vorteil, denn ein plötzlicher Wintereinbruch zur Blütezeit kann den montanas stark zusetzen und die ganze Blüte vernichten. Allerdings erfriert nie die ganze pflanze, sie treibt immer wieder neu aus. Der Boden sollte humos, nährstoffreich und gleichmäßig feucht sein, die Pflanzen sind gut kalkverträglich. 

  • Blüte/Blütezeit: Die meisten Sorten haben einfache Blüten, sie erscheinen im Mai/Juni, manchmal auch schon ab April. Die Blüten sind ca. 3 bis 4 cm (einige auch bis 6 cm) groß und haben meist 4 Blütenblätter. Es gibt auch ein paar wenige gefüllt blühende und duftende Sorten. Ihre Blütenfülle ist überwältigend, dauert aber leider oft nicht mehr als 4 Wochen an. Die Farbauswahl ist mit Weiß bis zu verschiedenen Rosatönen relativ eingeschränkt.

  • Clematis aus der montana Gruppe blühen im Frühjahr am alten Holz. Sie legen ihre Knospen bereits im Sommer für das kommende Frühjahr an. Desshalb sollten sie auch nicht im Frühjahr geschnitten werden.
  • Verwendung: Clematis montana wachsen je nach Sorte zwischen 8 und 15 Metern hoch. Durch ihre enorme Wuchskraft sind sie ideal dazu geschaffen Bäume, Pergolen, u.s.w. zu beranken. Man kann sie aber auch waagerecht über Mauern, Zäune, u.s.w. wachsen lassen. 
  • Wuchs: Die Clematis montana sind schnellwüchsig. Bereits in den ersten Jahren können sie Höhen von bis zu 5 m erreichen.Wenn dann nach oben hin kein Platz mehr ist, dann wächst sie eben waagerecht weiter.Es gibt Sorten die erklimmen Höhen von 10-15 m bei einer wuchsbreite von 2-3 m. Sie sind Blattranker und befestigen sich mittels ihrer Blattstiele an angebotenen Rankhilfen. Die Clematis dieser Gruppe soll so eingepflanzt werden wie sie vorher im Container stand.
  • Gesundheit/Winterhärte: Sie wachsen sehr gesund, werden nicht von der Welke befallen. Ebenfalls sind sie gut resistent gegen Mehltau. Allerdings nur wenn man Staunässe verhindert, sonst können Pilzerkrankungen auftreten. Sie vertragen Temperaturen bis -23°C Winterhärtezone 6.
  • Schnittgruppe: Schnittgruppe 1 ist anzuwenden. Zu dieser Gruppe gehören die Clematis, die man nicht unbedingt jedes Jahr schneiden muss, das sind die im Frühling blühenden Clematis. Die im Frühjahr blühende Clematis schneidet man : 

    wenn dies aus Platzgründen erforderlich ist oder wenn sie nach einigen Jahren anfangen von unten zu vergreisen. Der Rückschnitt erfolgt nach der Blütezeit im April/Mai so hat die Pflanze genug Zeit, neue Knospen zu bilden. Auf keinen Fall im Herbst zurückschneiden da die Clematis im Sommer schon die neuen Knospen fürs nächste Frühjahr bildet "am sogenannten alten Holz." Um ein vergreisen der Pflanze vorzubeugen schneiden sie am besten in Stufen, das heißt: einige Triebe stehen lassen. Einige etwas mehr einkürzen, andere etwas weniger. Also ca 3 Stufen im Abstand von 70-90 cm.



Hintergrundfoto: unsere C. montana Freda

 

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