Clematis Familien und ihre Verwendung

Clematis aus der Gruppe texensis und viorna

Ausführliche Beschreibung der einzelnen Clematis-Sorten und ihrer Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Unter etwa 250 Clematis Arten gibt es wiederum hunderte Clematis-Sorten: 

Einige sind etwas empfindlicher, während andere zu den pflegeleichten Sorten zählen.

 

Clematais texensis Duches of Albany
Clematais texensis Duches of Albany

Clematis-Familien

 

Clematis alpina und weitere atragene

 

Clematis montana und Artverwandte auch Bergwaldrebe genannt

 

Clematis vitalba die gemeine

Waldrebe

 

Clematis viticella die italienische Waldrebe

 

Clematis Stauden /

herbaceous

 

Clematis tangutica

u. weitere Artverwandte

 

Clematis texensis u. viorna

 

Clematis Hybriden  

Frühjahrsblühende und zweimal blühende Sorten

 

Clematis Hybriden sommerblühende Sorten

 

Clematis bot. Arten Sondergruppen

 

 

 

Clematis der texensis und viorna Gruppe

Die Clematis texensis und ihre Artverwandten, stammt zum größten Teil, wie ihr Name schon sagt aus Texas/USA. Diese Sorten haben tuplenförmige, aufwärtsgerichtete Blüten und eine sehr lange Blütezeit

Sie verhalten sich wie kletternde Stauden, d.h. die oberirdischen Triebe erfrieren jedes Jahr im Winter und der Austrieb erfolgt, jedes Jahr im Frühjahr neu, aus dem Wurzelstock.

 

Eigenschaften und Bedürfnisse der Clematis

texensis und ihrer Artverwandten

  • Herkunft Ihren Ursprung haben diese Clematis in Texas/USA. Einige Sorten sind gekreuzt mit Clematis aus der Jackmanii oder Patens-Gruppe.

  • Standort:  Die ganze texensis Familie benötigt sonnige Plätze im Garten. Idealerweise aber nicht zu geschützt um einen Befall mit Mehltau vorzubeugen. Eine gute Nährstoff und Wasserversorgung ist zu gewährleisten. Clematis texensis mögen es warm und sonnig, deshalb in Südlage pflanzen. Aber auch West und Ostlagen sind möglich.

  • Blüte: clematis texensis hat Blüten mit 4 bis 8 cm Durchmesser. Die Blütenblätter sind dickfleischig, die Blütenform ist teils glockenförmig, teils aber auch tulpen- oder krugartig. Nach der Blüte entwickeln sich Samenstände. Sie bleiben noch lange dekorativ an der Pflanze haften. Diese Clematis haben eine sehr lange Blütezeit von Juni - September/Oktober.

  • Clematis der texensis Gruppe: sind Kletterpflanzen die an den neu gebildeten Trieben ab Sommer blühen, einige sogar bis in den Herbst hinein.  Es gibt sehr unterschiedliche Wuchshöhen bei dieser Art von 1m - 4m ist alles möglich
  • Wuchs/Pflanzung:  Alle Clematen dieser Familie 5 - 10 cm tiefer als im Container pflanzen. ( es sollten mindestens 2 Augen tiefer gepflanzt werden als vorher im Topf )In aller Regel frieren Clematis texensis bis an den Erdboden zurück, was auf ihren Staudencharakter hindeutet. Deshalb wird sie oft als Frostempfindlich eingestuft, sie treibt aber wie die Staudenclematis jedes Jahr aufs Neue wieder aus. Man sollte etwas Geduld haben, denn es kann durchaus Mitte Mai werden, bevor sie sich blicken lässt. Dann aber ist ihr Wachstum nicht mehr zu bremsen und Jahr für Jahr bildet sie ständig neue Triebe. Es sind dennoch verholzende Kletterpflanzen. Sie werden je nach Sorte zwischen 2 und 3 Meter hoch. Es gibt sehr wuchsstarke Sorten, aber auch etliche zierliche. Neben der extrem langen Blütezeit erscheinen anschließend eindrucksvolle Samenstände, die silbrig- oder goldglänzend wirken.
  • Verwendung: Je nach Wuchsstärke der Pflanzen als Kletterer an Rankgerüsten aller Art. Als Kübelpflanze. Als Partner vor allem zu Kletterrosen, die kleineren auch zu Strauchrosen sehr gut geeignet
  • Gesundheit und Winterhärte: Sie wachsen gesund, werden nicht von der Welke befallen. Allerdings sind viele Sorten anfällig für den Befall von Mehltau, deshalb sollte man den Boden dieser Sorte nicht austrocknen lassen. Immer leicht feucht halten, das mag der Mehltau nicht. Winterhärte mindestens bis ca. -20°  in rauen Lagen evtl. den Boden etwas abdecken. Einige Experten zweifeln die Winterhärte dieser Clematisgattung an. Das kann ich so nicht bestätigen. Unsere C. texensis wachsen seit 5 Jahren im Garten, frieren jedes Jahr bis zum Erdboden zurück und treiben im Frühjahr (Anfang Mai) wieder neu aus. Genau so verhalten sich auch mir bekannte Pflanzen aus anderen Gärten, auch Herr Westphal von der gleichnamigen Clematisschule bestätigt dies.
  • Rückschnittgruppe: Die Clematis der texensis Gruppe gehören der Schnittgruppe 3 an. Im Spätwinter auf 20 cm über dem Boden zurückschneiden. Kräftiger Rückschnitt muss sein, da die oberirdischen Triebe sowieso absterben


 

Hintergrundfoto: C. texensis Princess Diana

 

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