Das Rosen & Gartenjahr 2017

Der Frühling 2017 war viel zu warm und zu trocken. Es gab einen extrem warmen März, die regelrechte Hitzewelle Ende Mai und dazwischen einen Kälterückfall im April und Anfang Mai. Insgesamt war es aber eben zu warm. Auch nicht toll: Es hat viel zu wenig geregnet. Allein die Sonne hat ungefähr Dienst nach Vorschrift gemacht, die Sonnenscheindauer lag nur geringfügig über dem Soll.


(mehr dazu bei www.wetter.de)

Der Frühling 2017 war viel zu warm und zu trocken. Es gab einen extrem warmen März, die regelrechte Hitzewelle Ende Mai und dazwischen einen Kälterückfall im April und Anfang Mai. Insgesamt war es aber eben zu warm. Auch nicht toll: Es hat viel zu wenig geregnet. Allein die Sonne hat ungefähr Dienst nach Vorschrift gemacht, die Sonnenscheindauer lag nur geringfügig über dem Soll.


(Quelle: wetter.de)

Acapella
Acapella
Alchimist
Alchimist
Beverly
Beverly
Caramella
Caramella
Herzogin Friederike
Herzogin Friederike

Das Wetter 2017

Der Frühling 2017 war viel zu warm und zu trocken. Es gab einen extrem warmen März, die regelrechte Hitzewelle Ende Mai und dazwischen einen Kälterückfall im April und Anfang Mai.  Auch nicht toll: Es hat viel zu wenig geregnet.

 

Die Pflanzenwelt reagierte prompt auf den viel zu warmen März: Sie erblühte und entfaltete ihre Blätter sehr früh.

 

Umso verheerender wirkten sich die Kaltlufteinbrüche Mitte April auf die dann schon weit vorangeschrittene Vegetation aus. Viele Blüten und Blätter erfroren. Besonders die Nächte um den 20.4. brachten leichten bis mäßigen Frost. Unser Thermometer meldete sogar - - 6,1 Grad

Der Mai bereitete nach einem kalten Start dann aber den Weg Richtung Sommer. Eine kurze, markante Hitzewelle zum Ende des Wonnemonats brachte etliche "Heiße Tage" Aber immer noch keine nennenswerte Niederschläge.

 

Zum fünften Mal in den letzten sechs Jahren fiel der Frühling mal wieder zu trocken aus.  Bei uns im mittleren Niedersachsen kamen gerade mal 65 Liter Regen pro q² zusammen.

Ganz anders sah die Sache im äußersten Süden Deutschlands aus: Immer neue Tiefausläufer trieben dort Unwesen und brachten verbreitet hohe Niederschlagsmengen. Was dort zu viel runter kam, hatten wir zu wenig.

Im Juni und Juli stellte der Sommer 2017 in der Kategorie Niederschlag Rekorde auf. Die Jahreszeit zeigte sich vor allem von ihrer regnerischen Seite: Es fiel deutlich mehr Niederschlag als sonst – der nasseste Sommer der letzten 15 Jahre in Deutschland!

Wenn die Sonne schien, dann allerdings nur kurz! Ein stabiles Hoch, das länger als einige Tage dauerte, gab es den ganzen Sommer nicht.

Es folgten: Ein recht warmer August, oft gewittrig und mit reichlich Niederschlägen.

 

Ein herbstlich anmutender September, kühl, oft regnerisch, wenig Sonne

 

Ein warmer aber auch nasser Oktober - mit kräftigen Stürmen und wenig goldener Oktobersonne

Caramella
Caramella
Cuthbert Grand
Cuthbert Grand
Staudenclematis
Staudenclematis
Dortmund
Dortmund
Gertrude Jekkyl
Gertrude Jekkyl

orangefarbene Kletterrose Salita im Rosenparadies Loccum
Dank neuer Kamera endlich ein original getreues Foto der Kletterrose Salita

Die diesjährige Rosen Saison war nicht ganz einfach.

 Nach einem schnellem Austrieb der Blätter im warmen März und April bekamen wir nach dem Frühjahrs Schnitt noch einmal starke Nachtfröste. Wo nach frühlingswarmen Wochen schon viele frisch grüne Triebe leuchteten, hingen jetzt schlappe braune Blätter von den Zweigen. Sechs Grad minus hatten wir in 3 Nächten, nachdem der Austrieb schon so weit voran geschritten war – so etwas erlebt man nicht ganz oft. Und dennoch gab es bald Entwarnung: Die Rosen kamen wieder durch. Die erleben im Mai den Frühling zum zweiten Mal. 

 

Bei zahlreichen Rosen musste noch einmal stark nach geschnitten werden. Viele durch den späten Frost verursachte Schäden werden sich erst im Laufe des Frühjahrs zeigen… Mitte Mai  trieben viele Rosen nur kurze Seitentriebe und setzten, bevor sie überhaupt richtig gewachsen und belaubt waren schon Knospen an.

Einzig und allein den Historischen Rosen haben die späten Fröste überhaupt nichts ausgemacht. Sie standen wie jedes Jahr Anfang Juni in voller Blüte

weiße Alba Rose Mme Plantier Frühjahr 2017
Der Alba Rose Madame Plantier haben die Spätfröste überhaupt nichts ausgemacht
sehr frostharte Gallica Rose La Negresse
Gallica-Rose La Negresse
rosa und gefüllt blühende Alba Rose Blush Hip
Alba Rose Blush Hip

Schnittmaßnahmen nach den Spätfrösten

Nach Spätfrösten muß die Schere noch einmal sehr gründlich eingesetzt werden. Bei allen Trieben bei denen das Mark innen braun aussieht muss der Trieb bis ins gesunde, hell aussehende Mark zurück geschnitten werden. Wenn man sich nicht richtig traut, dann einfach schrittweise schneiden, von oben nach unten. Es hat wirklich keinen Zweck, solche geschädigten Triebe stehen zu lassen, denn sie sterben später sowieso ab und die Bildung neuer Basis-Triebe verzögert sich.

 

Also bitte immer gleich nach den Spätfrösten sehr gründlich schneiden und wirklich alle nicht mehr vital aussehenden Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden: Nur so erhält oder behält man vitale Pflanzen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die rechtzeitige Vorbeugung gegen Schadpilze, insbesondere Sternrußtau. Nachdem in manchen Jahren das vorjährige Laub zum Teil noch an den Rosensträuchern sitzt, haben auch die Pilzsporen vermutlich keinen Schaden genommen. Um den Kreislauf zu unterbrechen, bevor die Pilzsporen auf den neuen Blättern keimen können, empfehlen wir deshalb schon jetzt im März/April eine Austriebsspritzung mit im Fachhandel erhältlichen Fungiziden. Diese Behandlungen sollten im Mauseohrenstadium erfolgen und noch 2 mal wiederholt werden.

 

Var Wilsonii Blüte  einfach Blütenfarbe weiß Blütenform tellerförmig Blütengröße mittel (5-10cm) Blütezeit Mai - Juni Duft:  leicht Clematisgruppe  Montana-Gruppe Schnittgruppe 1 - Auslichtungsschnitt im Juni wenn nötig Standort  Sonne bis Halbschatten
Clematis montana Var Wilsonii

Clematis montana Var. Wilsonii blüht von Anfang/Mitte Mai bis ca Ende Juni. Größe der Blüte 2 -3 cm. Höhe 4,5 - 10,0 m. Schnittgruppe 1. Standort sonnig bis halbschattig. Winterhart. Der starke Duft macht diese Clematis besonders wertvoll.Während dieser Clematis die Spätfröste nichts ausgemacht haben waren die Blüten der montana Freda leider alle erfroren.

Summer Blush  Moderne Alba-Hybride des Hobby Rosenzüchters Rolf Sievers 1979
Summer Blush Moderne Alba-Hybride des Hobby Rosenzüchters Rolf Sievers 1979

Rosen geschnitten und gedüngt-jetzt fehlt der Regen

Nach dem wir die Rosen nach den späten Frösten ein zweites mal geschnitten und ihnen die Frühjahrsdüngung verabreicht hatten warteten wir auf ein paar Schauer Regen. Ja es war schon den ganzen Winter hier in unserer Gegend sehr trocken gewesen. Seit Mitte Herbst 2016 gab es keine nennenswerte Niederschläge und der Boden war schon sehr ausgetrocknet. Keine idealen Bedingungen für die Rosen, die jetzt auch dringend Nahrung brauchten. Der Dünger den wir unseren Rosen gegeben hatten konnte sich aber im trockenen Boden nicht auflösen. So mussten wir dann bereits Anfang Mai all unsere Rosen schon das erste Mal gründlich wässern. Beet und Strauchrosen bekamen 20-30 l pro Pflanze, Kletterer bis zu 60 l, je nach Alter der Rose.

 

Innerhalb kurzer Zeit, bei den sommerlichen Temperaturen im Mai begannen die Rosen kräftig zu wachsen. Wir hatten wirklich schon Bedenken, das wir am ersten Juniwochenende an dem wir unseren Garten das erste Mal in diesem Jahr für Besucher öffneten keine Rosen in Blüte stehen würden, aber nach der reichlichen Bewässerung schienen die Rosensträucher sprichwörtlich zu explodieren. So hatten dann am ersten Besuchstag tatsächlich alle Historischen Rosen ihre Blüten geöffnet.

Alle weiteren Frühjahrsarbeiten, die noch zu tun sind finden sie unter: Unsere Tipps/Rosenpflege im Frühjahr

 

Unsere historischen Rosenschätze

Klicken sie auf die Fotos um sie zu vergrößern und den Namen sowie eine kurze Beschreibung der Rosen zu sehen

 

Die sehr warmen Sommertage im Mai und die immer noch fehlenden Niederschläge brachten dann auch die erste Pilzinfektion mit Echtem Mehltau in diesem Jahr. Da dies so früh im Jahr zumindest bei uns sehr ungewöhnlich ist und ich zugeben muss, zu dem Zeitpunkt noch nicht darauf vorbereitet gewesen zu sein, hat mich das tierisch genervt, als ich sah das einige Rosen schon arg befallen waren. Wenn man Mehltau bei den ersten Anzeichen sofort behandelt kann man den Pilz recht gut in Schacht halten. Aber wenn man tagelang nicht richtig schaut dann wirds schon nicht mehr so einfach.

 

Oft sind die befallenen Rosen Sorten, die keine volle Sonne oder den ganzen Tag Sonne vertragen.

Trockenes Wetter begünstigt die Verbreitung (Schönwetterpilz), ebenso schwül-warme Witterung und der krasse Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht der jetzt herrschte. Eine Luftfeuchte von 70% für die Sporen (da reicht schon der Morgentau) genügt, da sie von Haus aus mit Nährstoffen und Wasser versorgt sind. 'Optimal' für die Verbreitung ist eine Temperatur von 20°-25° Extreme Bodentrockenheit erhöht ebenfalls das Befallsrisiko.

 

Mehltau ist immer in der Luft und es ist bei guten Bedingungen für den Pilz fast jede Rose anfällig. Es gibt aber Rosensorten, die bestimmte Standorte nicht vertragen oder bei zu enger Stellung einfach anfälliger sind. Das hat mit dem Blattgewebe und dessen Festigkeit zu tun. Zuviel Dünger, was bei den allermeisten der Fall sein dürfte, lässt alle Pilze wesentlich kräftiger und heftiger zuschlagen, weil das Blattgewebe viel zu schwach wird. Eine Rose, die nicht unbedingt das Letzte an Kraft für die Blütenbildung hergeben muß, wird wesentlich gesünder sein als Rosen, die aufgedüngt immerfort blühen sollen.

 

Besonders die Gallica-Rose Charles de Mills und einige Ramblerrosen wie z.B. Fernande Krier, American Pillar hatte es sehr schwer erwischt, innerhalb von drei Tagen hatte sich ein flächendeckender weißer Belag auf den gesamten Pflanzen gebildet.

Der Echte Mehltau sitzt immer als abwischbarer Belag auf den Blattoberseiten. Er ist zunächst weiß, später meist schmutzig bräunlich bis gräulich. Mit fortschreitender Infektion verbräunen die Blätter und trocknen schließlich vom Rand her ein. Die verschiedenen Erreger, die den Echten Mehltau auslösen, gehören zur Gruppe der Schlauchpilze. Ihre Sporen gelangen meist durch den Wind oder durch Spritzwasser auf die Blätter der gefährdeten Pflanzen. Sie keimen dort und dringen in die oberste Zellschicht der Blätter ein, wo sie ein Pilzgeflecht (Myzel) bilden.

 

Hätten wir die ersten Anzeichen des Befalls frühzeitig gesehen, hätten wir sofort mit einer Milch - Natron/ od. Backpulver - Wasser - Mischung dem Befall entgegen wirken können, aber dafür war es zu spät. Die Rosen wurden kräftig gewässert und abgeduscht. Anschließend wöchentlich mit einer Mischung aus

  • 10ml Niemöl-Emulgatoren-Gemisch   

  • 5ml Lebermoosextrakt

  • 10 g Natron (oder Steinhauer's Mehltauschreck)  

    vollständiges Rezept und Infos dazu unter Rosen/Pflege/Pflanzenschutz auf natürliche Art

 

eingesprüht um den Pilz zu bekämpfen und eine Weiterverbreitung zu unterbinden. Die sehr stark betroffenen Rosen haben sich dieses Jahr nicht mehr erholt. Wir haben dann einige schon frühzeitig zurückgeschnitten und die Behandlung mit der Mischung aber ohne Niemöl weiter durchgeführt, so mussten wir dieses Jahr auf die Blüten verzichten, aber der Neuaustrieb war dann wieder gesund.

reich blühende Kletterrose Bajazzo von Kordes robust und reichblühend
Kletterrose Bajazzo hatte die Frostschäden einigermaßen gut überstanden und blühte Anfang Juni nicht ganz so üppig wie sonst von ihr gewohnt

Hier bei der Kletterrose Bajazzo kann man rechts unten einen Trieb mit hellgrünen und teilweise schon gelben Blättern sehen. Das liegt daran, dass er nach den Spätfrösten nicht weit genug zurückgeschnitten wurde. Der Austrieb ist zu schwach um eine gesunde Farbe anzunehmen und zu Blühen. Schneidet man frostgeschädigte Triebe nicht weit genug zurück leiden sie an Kümmerwuchs, sind anfällig für Pilzerkrankungen und sterben früher oder später ab.

sehr gesund wachsende Moschata-Hybride Heavenly Pink sehr reichblühend in großen Dolden, Insektenfreundlich
Moschata-Hybride Heavenly Pink von Louis Lens Belgien
Bonica gedeiht auch im Halbschatten (mind. 5 Stunden Sonne), regenfest und hitzeverträglich, Weltrose 2003,
Kleinstrauchrose Bonica Die zartrosa Blüten stehen in Dolden, sind sehr wetterbeständig und fast immer am Blühen

   Hausmittel und Nützlinge gegen Mehltau

 

Das wohl bekannteste Hausmittel gegen den Echten Mehltau ist das Spritzen einer Milch-Wasser-Mischung. Dies kann vorbeugend oder auch bei leichtem Befall helfen. Hierzu vermischt man Vollmilch       

( keine H-Milch verwenden) mit Wasser im Verhältnis von 1 zu 9 und besprüht mehrmals die Woche die Blätter der betroffenen oder zu schützenden Pflanzen. Da es die in der Milch enthaltenen Milchsäurebakterien sind, die den Mehltau bekämpfen, kann statt Milch auch Molke oder Buttermilch verwendet werden. Weiterhin wird vermutet, dass das Abwehrsystem der Pflanzen durch das Natriumphosphat der Milch auch längerfristig von dieser Methode profitiert. Achtung: Gegen den Falschen Mehltau ist dieses Hausmittel nicht wirksam

 

Einige Gärtner schwören auch auf  die Bekämpfung des Mehltaus mit Rapsöl und Natron (Natriumhydrogencarbonat). Das Natriumsalz, welches vor allem als Backsoda bekannt ist, zeigt mit Wasser eine schwach alkalische Reaktion, die dem Mehltau nicht gut bekommt. Zur Anwendung mischt man  20 g Natron sowie 20 ml Rapsöl mit 2 Liter Wasser und spritzt diese Mischung alle zwei Wochen ab Mai auf die Pflanzenblätter. Auch hier gilt allerdings wieder: Gegen den Falschen Mehltau ist dieses Hausmittel nicht sehr effektiv.

 

 

Unserer Erfahrung nach ist die Mischung mit Natron - Milch - Wasser am effektivsten. Bei sehr starkem Befall kann zusätzlich Neemöl und Lebermosextrakt dazu gegeben werden. Das muss  dann halt jeder mal ausprobieren, mit welcher Mischung er am besten zurechtkommt 

 

rote einmal blühende Kletterrose Flammentanz und Wichuraiana Rambler Francois Guillot
rote einmal blühende Kletterrose Flammentanz und Rambler Francois Guillot

Der einmalblühende Wichuraiana-Rambler Francois Guillot brachte dieses Jahr viel größere Blüten hervor als sonst von ihm gewohnt. Diese zahlreichen großen, stark gefüllten, creme-weißen Blüten, die mit zitronengelb unterlegter Mitte erblühen und deren Staubgefäße zu einer bestimmten Zeit ein rotes Auge formen duften herrlich nach Apfel  Leider war die Blütezeit sehr kurz, da starke Regenfälle die Pracht zunichte machten.

Die einmalblühende Flammentanz zeigte leider schon zur Blütezeit erste Anzeichen von Sternrußtau.

 

Rosa Rugosa Pink Grootendorst
Rosa Rugosa Pink Grootendorst

Schon gewußt ? Marienkäfer fressen Mehltau

..(..) Bei Marienkäfern stehen nicht nur Blattläuse, sondern auch der Echte Mehltau auf dem Speiseplan. Und so können diese Nützlinge dem biologischen Pflanzenschutz Ihres Gartens dienlich sein. Wenn man nicht gerade in der freien Natur Marienkäfer findet, kann man die Art Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) auch als Larven im gut sortierten Gartenfachhandel kaufen und im heimischen Garten aussetzen. Der gemeine Pilz-Marienkäfer oder auch Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata), der sich ausschließlich vom Mehltau ernährt, ist hingegen schwer im Handel zu bekommen.

Die Larven der Marienkäfer beginnen sofort mit dem „Abgrasen“ des Pilzrasens und verpuppen sich nach ca. zwei Wochen. Nach einer weiteren Woche schlüpfen die ausgewachsenen Marienkäfer, die noch effizienter den Mehltau bekämpfen können. Ein entscheidender Vorteil: Nach erfolgter Fortpflanzung legen die Nützlinge ihre Eier direkt in der Nähe vom Mehltau ab, damit die Larven schnell Nahrung finden. So schließt sich der Kreislauf und selbst eine kleine Marienkäfer-Population im Garten kann vor weiteren Ausbrüchen des Mehltaus schützen..(..)..

Quelle:http://www.mehltau.net/bekaempfen/  dort finden sie auch noch weitere Infos zu dem Thema

wurzelecht gezogene Strauchrose Herzogin Fiederike
Herzogin Friederike wurzelecht aus einem Steckling gezogen im dritten Jahr

Der Rosenmonat Juni

Das Wetter im Juni 2017 war voller Turbulenzen, von Unwettern über Hitzewelle und Temperatur- rekorden bis hin zu dem Jahrhundertregen. Das gefiel nicht nur den Rosen und den anderen Gartenpflanzen nicht, sondern auch uns Rosenliebhaber wurde einiges abverlangt.

 

Während am ersten Juniwochenende zum Tag der offenen Gartenpforte noch die Sonne schien, standen wir zwei Wochen später hier mit Schirm und Regenstiefeln. Doch die wirklichen Rosenfans hat das schlechte Wetter nicht davon abgehalten uns zu besuchen und als dann am Nachmittag doch noch die Sonne herauskam durften wir uns über sehr zahlreiche Besucher freuen. Endlich bekamen wir den so dringend benötigten Regen ohne zu wissen das der so schnell nicht wieder aufhören würde...

 

Schlagartig begann nach dem warmen, nassen Wochenende die Rosenblüte in unserem Garten. Teilweise war den Rosen der Frosteinfluss immer noch deutlich anzusehen. Viele Sorten hatten weniger Blüten als sonst, dafür aber waren sie um einiges größer als üblich, was uns besonders bei dem Rambler Francois Guillot auffiel. Blieb jetzt abzuwarten, wie anfällig sie dieses Jahr für weitere Krankheiten waren, nach dem schlechten Start. Da wir uns ja entschieden haben, unsere Rosen nach der Austriebsspritzung im März/ April nicht mehr mit Chemie zu spritzen, müssen sie da nun irgendwie durch. Jetzt freuten wir uns erst mal über die reichlichen Blüten und den Beginn des Sommers!

Spritzungen mit Pflanzenstärkungsmitteln haben wir wie jedes Jahr  alle 14 Tage ausgebracht.

 

Taglilien im Rosengarten
Taglilienblüte Ende Juni

Taglilien sind ebenfalls Sonnenkinder, auch wenn sie mit den Regentropfen besonders schön aussehen

 

pink farbene Strauchrose Betty Prior
Neu im Garten: Strauchrose Betty Prior. Ein wahres Blütenwunder von Mai bis in den November

Betty Prior ist eine Floribundarose mit einfachen, mittelgroßen Blüten in karminrosa. Die Rose soll sehr hitzetolerant sein, was sie aber dieses Jahr noch nicht unter Beweiß stellen konnte. Ihre Blumen erscheinen über den ganzen Sommer sind sehr haltbar und duften leicht. Die Blüten öffnen sich schalenförmig und sind anfangs in einem dunklen Karminrot gefärbt. Erst bei ihrer Öffnung entwickeln sie sich zweifarbig. Die Blüten sind in ihrer Färbung innen heller, außen dunkler und mit großen Staubgefäßen versehen. Der Strauch wird gut 120 cm hoch und breit. Gezüchtet wurde sie von Prior 1935. Sie zählt zu den Modernen Strauchrosen

 

Ebenfalls neu im Garten Beetrose auf die Freundschaft: die in Dolden erscheinenden, halbgefüllten Blütenschalen sind stets rot umrandet, bei genauem Hinsehen sogar zart gestreift. Ein aufrecht-buschiger Wuchs, der eine Höhe von etwa 120 cm erreicht und die dunkelgrün-glänzende, sehr gesunde Belaubung vervollständigen das Bild dieser leicht duftenden Rose.

 

Vorbeugend spritzen gegen Rosenschädlinge ? 

 

Oft werden wir gefragt, ob wir vorbeugend etwas gegen Schädlinge unternehmen? NEIN, vorbeugend wird gar nichts gespritzt. Denken Sie daran, dass die Läuse die Lebensgrundlage für andere Insekten und Vögel bedeutet. Meist erledigt sich bei uns das Problem von alleine, die brütenden Meisen im Garten vertilgen jede Menge. Sollte der Blattlausbefall einmal extrem stark sein und sich die Läuse nicht mit einfachen Wasserduschen dezimieren lassen wählen wir als Behandlung ein auf Neemöl oder Rapsöl basierendes Mittel  (z. B. Neem Plus Schädlingsfrei oder Neemöl + Emulgator. Auch Kaliseifenprodukte zeigen gute Wirkung). Diese Mittel sind gut mischbar mit unserem Stärkungsmittel und können in einem Spritzgang ausgebracht werden 

Mit dem Öl oder der Kaliseife bekämpfen Sie die Eier von Blattläusen und Spinnmilben sowie die ersten lebenden Blattläuse. Gegen diese Mittel gibt es auch keine Resistenzen, weil die Insekten unter dem  sich bildenden Film ersticken. Wenn überhaupt spritzen wir dann auch nur die Rosen. Läuse an anderen Pflanzen, wie z.B. dem Bauernjasmin belassen wir als Futter für Meisen, Marienkäfer und Co. 

 

Gegen bei uns selten vermehrt auftretende Blattschädlinge, wie Rosentriebbohrer, Blattrollwespe und Blattschneiderbiene gibt es leider keine erfolgversprechenden Gegenmaßnahmen, außer, man macht sich die Mühe, befallene Blätter abzusammeln und befallene Triebe und/oder Triebspitzen abzuschneiden.

 

Hulthemia persica  hybride Eyeconic
Hulthemia persica (rosa persica) hybride Eyeconic blühte im Frühsommer sehr reich, stand im August aber wieder mal nackig da...

Erfahrungsbericht zu der Rose finden sie auf unserer Website unter Rosen/Strauchrosen/Eyeconic

Kletterrose Alchimist blüht einmal im Jahr
einmalblühende Rambler/Kletterrose Alchimist blüht im Juni ca. 6 Wochen lang in vielen rosa, lachs und apricot Tönen

 

Hagel, Regen Unwetter...

 

.. haben hier im Juni/ Juli ganz schön gewütet.  Es gab einiges an abgebrochenen Rosenzweigen und viele Blüten waren nun braun und unansehnlich geworden. Ein heftiger Sturm brachte zwei Kletterrosen zum umstürzen. Da musste erst mal ganz schön aufgeräumt werden. So schade.
Eigentlich wollte ich ja noch die vielen neuen Rosensorten fotografieren. Leider  kam das Unwetter dazwischen und die entsprechenden Blüten sind nicht mehr schön anzusehen. Zum Glück hatte ich vorher noch ein paar Bilder von ihnen gemacht.

Es begann eine lange Regenperiode mit mal kühlen, mal warmen Temperaturen, wenig Sonne, schwüler Luft und enormen Wassermengen von oben. Die Folge: Viele Triebe der Rosen sind durch den starken Regen abgeknickt, die Blüten haben sich nicht richtig entfaltet oder sind zu schnell verblüht, weil es mehrfach stark hineingeregnet hat.  Zahlreiche Blüten der gefüllt blühende Rosensorten mussten nach dem Aufblühen sofort schon wieder abgeschnitten werden. Bedingt durch das feuchte Wetter befürchteten wir,  eine starke Ausbreitung von Sternrußtau, Rosenrost und Falschem Mehltau. 

 

Die Rose "Bluebell"® ist eine sehr blühwillige Beetrose mit einer außergewöhnlichen Blütenfarbe. Ihre duftenden Blüten sind blauviolett und halbgefüllt.
Neu im Garten: Beetrose Bluebell, die im Kübel wächst

Bei diesen Wetterbedingungen musste man mehrmals beherzt zur Gartenschere greifen und der Rose das Leben damit leichter machen! Die zu langen Triebe mit Blüten, die in der Entwicklung steckengeblieben sind wurden alle herunter geschnitten. Ebenso die verregneten Blüten. Das fördert den gesunden Neuaustrieb und eine kräftige zweite Blüte in etwa vier bis sechs Wochen. Beim Zurückschneiden musste man diesmal wirklich sehr mutig sein. Also nicht  - wie oft in den Ratgebern beschrieben - drei Blätter von oben abzählen und dann über dem vierten Blatt abschneiden, sondern erst über dem fünften, besser sogar dem sechsten Blatt abschneiden. So können vor allem die Beetrosen und Edelrosen ihre Kraft konzentrieren - sie wachsen wieder kompakt und werden nicht zu hoch. Das Gleiche gilt auch für Strauchrosen und Kletterrosen.

Cuthbert Grant Marshall 1967  Strauchrose  Canadische Parklandrose auch genannt Canadien Explorer Rose  Blüte: mittelgroß, ca.7- 9 cm, halbgefüllt, Knospe Edelrosenartig in Dolden oder einzeln  Blütenfarbe: kräftiges rot bis rot violett  Duft: st
Neu im Garten Strauchrose Cuthbert Grant Eine der kanadischen Parkland-Rosen ein wirklich wunderschönes Rot

gezüchtet von  Marshall 1967 Canadische Parklandrose auch genannt Canadien Explorer Rose, Blüte: mittelgroß, ca.7- 9 cm, halbgefüllt, Knospe Edelrosenartig in Dolden oder einzeln Blütenfarbe: kräftiges rot bis rot violett guter Duft,180cm x 120 cm, starker buschiger Wuchs, gut verzweigt Gesundheit: sehr gut Winterhärte: sehr gut. Sie wächst im Kübel, ist noch sehr klein und bringt trotzdem solch große Blüten hervor

 

Auf eine zweite Düngung haben wir dieses Jahr verzichtet, da anzunehmen war, das durch die langen Regenarmen Winter und Frühjahrs Wochen noch genügend Nahrung im Boden vorhanden war. Auch wenn es jetzt reichlich geregnet hatte, so war doch der Boden an vielen Stellen immer noch nicht richtig durchwässert.

 

Im Juli traten dann auch bei uns, wie befürchtet bei einigen Rosen die Pilzkrankheiten auf. Zum einen Sternrußtau der bei nasskalter Witterung sein Unwesen treibt und wohl die gefürchtetste aller Rosenkrankheiten ist, da er zum totalen Blattfall führen kann.

 

Zweitens Rosenrost, der etwas wärmere Witterung bevorzugt, sich aber sonst ähnlich wie Sternrußtau verhält. Zum Glück werden nur wenige Sorten extrem von den orangefarbenen Pusteln an der Blattunterseite befallen. oft sind es die historischen Alba-Sorten, denen er jedoch wenig ausmacht, sowie einige Bourbon- und Remontantrosen. Einige Englische Rosen sind leider auch anfällig gegen den Rosenrost. Doch dieses Jahr mussten wir auch an einigen ADR Rosen einen Befall feststellen.

 

Da wir diesen Sommer von allen Wettern, von kalt bis warm und heiß alles hatten, so waren auch die günstigen Bedingungen für beide Pilzarten gegeben.

 

Meist tritt der Sternrußtau ( SRT ) erst nach der Hauptblüte auf, das lässt  vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen Wetter und Versorgung gibt. Grundsätzlich werden zuerst die älteren unteren Blätter von SRT befallen. Das könnte daran liegen, dass die älteren Blätter nicht mehr optimal versorgt werden und somit anfällig für Pilzkrankheiten werden.  

 

Wie heißt es in Gartenbüchern immer so schön: Generell gilt bei allen Rosenkrankheiten: Vorbeugen ist besser als spritzen. Setzen Sie Ihre Rosen dort in den Garten, wo sie sich uneingeschränkt wohl fühlen. Doch auch wenn Krankheiten auftreten, gibt es immer noch Hilfe. 

Auf einen vollsonnigen Platz in gutem Gartenboden, wo sie vom Wind leicht umweht werden. Mit einer maßvollen Ernährung (Düngung) und der richtigen Pflege sind Ihre Schönen dann eigentlich gegen Krankheiten und Schädlinge recht gut gewappnet. Trotzdem kann es auch bei der sachgerechtesten Pflege zu Befall kommen.

Und dieses Jahr, bei den Witterungsbedingungen ist der Pilzbefall so gut wie nicht zu verhindern, auch nicht mit Chemie...

Bei uns werden bei Rost und SRT Befall als Sofortmaßnahme alle befallenen Blätter schnellst möglich und sehr sorgfältig ab und aufgesucht. Das hält den Befall in Grenzen und der Rose helfen sie damit am meisten. 

 

Wir haben sonst auch keine Patentlösung und sind jedes Jahr wieder aufs Neue gefordert bei auftretenden Problemen, auszuprobieren was dagegen hilft. Aber manchmal müssen wir eben akzeptieren, das wir alles getan haben, aber nichts hat wirklich geholfen. Dann ist es eben so

 

So sollten wir  lernen das Problem lieber so entspannt sehen zu können wie Wilhelm Busch, der einmal sagte:

 

 

Wem der liebe Gott ein Gärtlein gab und Rosen, dem gab er auch den Mehltau und die Blattlaus, auf das er‘s lernt sich nicht über Kleinigkeiten zu entrüsten.

 

Aber auch ich muss zugeben, dass es mir selten ganz leicht fällt die Rosen so leiden zu sehen. Viele Stunden habe ich diesen Sommer damit verbracht alles kranke Laub aufzusuchen, doch bei vielen Sorten hat es diesmal nicht sehr viel gebracht, denn bei dem ständig nassen Wetter war das ungefähr so wie gegen Windmühlen kämpfen. Aber krankes Laub was weg ist, kann keine anderen Rosen mehr anstecken...

 

Strauchrose Brillant Korsar steht mit ihren leuchtend orange-roten Blüten in der Erfolgsspur der Muttersorte Roter Korsar mit den gleichen guten Wuchseigenschaften und hervorragender Blattgesundheit.
Strauchrose Brillant Korsar steht mit ihren leuchtend orange-roten Blüten in der Erfolgsspur der Muttersorte Roter Korsar mit den gleichen guten Wuchseigenschaften und hervorragender Blattgesundheit.

 

Der August versprach Wettermäßig auch nicht viel besser zu werden. Es wurde recht warm, oft gewittrig und es gab weiterhin reichlich Niederschläge.

Der Infektionsdruck durch Sternrußtau und falschen Mehltau ist in den nassen Wochen weiterhin sehr stark gewesen.

Der viele Regen hat die Pflanzenstärkungsmittel ruck zuck wieder abgewaschen, deshalb musste der Schutzbelag auf den Blättern gegen die Angriffe der Pilzsporen wöchentlich bei trockenem Wetter erneuert werden.

 

Der Gesundheitszustand unserer Rosen ist bis jetzt immer noch als durchschnittlich gut zu bezeichnen, wenn gleich sich das nasse Wetter natürlich weiterhin ungünstig auf die Blattgesundheit einzelner Sorten ausgewirkt hat. Trotz vorbeugender Stärkung waren an verschiedenen weiteren Rosen vor allem Rosenrost und vereinzelt Sternrußtau feststellbar. Jedoch sind immerhin über die Hälfte unserer Rosen gesund geblieben und haben uns eine reiche zweite Blüte geschenkt. So war doch nicht aller Aufwand umsonst gewesen. 

Clematis viticella Prince Charles und viticella Etoile Violette
Clematis viticella Prince Charles und viticella Etoile Violette

Die Fotos können per Klick vergrößert werden, dann sehen sie auch die Namen der Clematis

Im September gab es vereinzelt ein paar schöne Spätsommertage, ansonsten setzte sich das nasse oft kühle Wetter fort. Im September ist die beste Zeit neue Clematis zu pflanzen. Da ich mit der Umgestaltung eines Blumenbeetes nicht bis zum späten Herbst warten wollte, wurden die neuen Clematis gleich mit eingeplant.

 

Am liebsten mag ich die blauen Sorten. Doch sind blaue Clematis tatsächlich blau? Zugegeben, der Begriff ist dehnbar. Meist spielen Violettnuancen hinein, besonders zu Beginn des Blühverlaufs. 


Und auch das Licht nimmt Einfluss: An beschatteten Standorten wirkt der Farbton deutlich intensiver als in voller Sonne. Aber leider sind bei uns die halbschattigen Standorte rar. Ich finde es immer wieder Erstaunlich, wie unterschiedlich Blau wirken kann: Kühl und sachlich, gleichzeitig aber auch ganz leicht und luftig.  Unvermittelt stellt sich ein Gefühl von Weite ein.

 

Und ich finde zu unseren vielen bunten Rosensorten passen blau und violetttöne eh am besten.

 

Der Markt wird nach wie vor überwiegend von großblumigen Hybriden beherrscht. Die sehen zwar fantastisch aus und versprechen  eine reiche Pracht, machen aber in feuchten Sommern auch viel Ärger


Wir lieben die  gesundwüchsigen Clematis viticella-Sorten und Staudenclematis. Aber nicht alle großblumigen sind heikel. Es gibt durchaus Sorten, die zuverlässig im Garten gedeihen. Bei den blau blühenden sind das z. B. ‘The President’, ‘Lasurstern’, ‘Perle d’Azur’ und ‘Semu’. Grundsätzlich sind eher die früh blühenden Hybriden von der Clematiswelke betroffen, dem Hauptproblem in der Clematiskultur.

 

Man kann aber einiges tun, um den Schadpilz auszubremsen: z.B. auf eine kräftige Pflanzware achten, gut durchwurzelt sollte sie sein und mehr als nur einen dünnen Trieb haben. Außerdem sollte die Clematis so tief eingesetzt werden, dass zwei Augenpaare mit in die Erde kommen. Aus ihnen kann sich die Pflanze im Schadensfall neu aufbauen. Falls die Welke aber doch zuschlägt dann sollten betroffene Triebe sofort abgeschnitten werden, auch wenn das meist einen Totalrückschnitt der Pflanze bedeutet. Man braucht die Pflanze aber nicht rausreißen, sie kommt ganz bestimmt wieder.

 

Außer den Clematis integrifolia und viticella Arten gibt es aber noch weit mehr gesund wachsende Sorten. Vorschläge dazu finden sie auf unserer Website unter Clematis/Pflege

 

Staudenclematis integrifolia Aromatica
Staudenclematis integrifolia Aromatica

Der Blühzeitraum der Clematis war dieses Jahr auch bei uns  deutlich kürzer als sonnst. Viele viticellas schafften nicht einmal 4 Wochen, dann war alles verregnet. Die Hybriden bekamen fast alle die Welkekrankheit und mussten bodennah hinunter geschnitten werden. Aber alle trieben wieder gesund aus und zeigten bereits Mitte September eine zweite Blüte.

verschiedene Dahliensorten im Rosenparadies Loccum
das Dahlienbeet: nach drei Tagen ohne Regen und kräftigem Ausputzen wieder sehenswert

Auch den vielen Dahlien die ich im Frühjahr gepflanzt hatte war anzusehen, dass sie sich bei dem ständigen Nass von oben nicht besonders wohl fühlten, die Blütenfülle war deutlich dezimiert.

 

Dieses Dahlienbeet wird es so nächstes Jahr nicht mehr geben. Ich möchte die Fläche etwas Insektenfreundlicher gestalten und habe dieses Frühjahr zahlreiche Stauden gesät, die ich hier einpflanzen möchte. Z.B Rote und weiße Liebe, Fenchel Agastache, verschiedene Malven, Silber Rainfarn, kleines Mädesüß, Kaukasus Gänsekresse, Monardas, Frühsommerastern, Marienkraut, Kaschmir und hohe griechische Katzenminze, gelbes Steinkraut und weitere Steingartenmischungen. 

 

Eine Sortenauswahl von verschiedenen, zum Teil in Vergessenheit geratenen alten Bauerngarten- stauden, die eine Blüte (und damit Pollen und Nektarspender sind ) vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst hervorbringen.

 

Im Hintergrund, wo der im Frühsommer blühende Bauernjasmin wächst, werden noch Clematis dazu gepflanzt. Diese können dann in den Jasmin hineinwachsen und die ab Juli nur noch grünen Zweige mit neuen Blüten durchziehen. Ach ich freue mich schon drauf....

Staudenbeete im Rosenparadies Loccum
den Zinien machte der viele Regen nichts, die wärme liebenden Cosmeen aber mochten das feuchte Wetter nicht und zeigten eine spärliche Blüte

links: im Vordergrund die Spinnenpflanze, Mitte: blaues Gänseblümchen, Rechts: Phlox die zweite Blüte im September

Unsere Rosen im Oktober

 

Die Phase der langer Trockenheit im Frühjahr und anschließender intensiver und sehr ergiebiger Niederschlagsmengen führten dazu, dass die Rosen fast ausnahmslos einen starken Neutrieb im September zeigten. Öfterblühende Kletterrosen, Edel,- Strauch und Bodendeckerrosen stehen jetzt, Anfang Oktober, noch in voller Blüte bzw. schieben knospende Triebe. Milde Temperaturen sind dafür verantwortlich. Wir freuen uns über diesen späten Blütenrausch, aber er verzögert jedoch das Ausreifen der Triebe vor dem Winter. 

 

Die bereits nach der Blüte geschnittenen einmalblühenden Strauchrosen und Rambler haben schon wieder ordentlich an Größe zugenommen. Die Hagebutten die einige der nicht geschnittenen Rosen jetzt zieren sind nicht nur was fürs Auge, sondern  dienen als Energiereserve für diejenigen Vogelarten, die im Winter bei uns bleiben.

Bald ist es Zeit, reifen Kompost bereit zu halten, um den Rosen bei einsetzenden stärkeren Frösten nötigen Frostschutz durch Anhäufeln zu geben. Das ist in der Regel aber erst ab November der Fall.

 

in Dolden blühende Strauchrose Mozart
Strauchrose Mozart Anfang Oktober

Der Rosen-Rückschnitt im Herbst ist überholt

 

Früher wurde häufig empfohlen, Rosen im Herbst zurück zuschneiden. Machen sie das nicht ! Denn kurz vor dem Winter ist die Wachstumsperiode der Rosen schon so gut wie beendet. Es fällt den Pflanzen schwer, die Schnittflächen wieder zu verschließen, und sie werden durch den späten Schnitt frostempfindlicher. Im Herbst sollte man deshalb wenn überhaupt nur tote und überlange Triebe abschneiden, bei denen sonst die Gefahr von Wind- oder Schneebruch bestünde. Auch wird oft empfohlen die Triebe der kranken Rosen einzukürzen um den Pilzbefall einzudämmen. Auch das machen wir nicht. Im nächsten Frühjahr nach dem Rosenschnitt wird alles noch anhaftende alte Laub entfernt und der Boden gründlich gesäubert. Das ist völlig ausreichend und die Rosen treiben dann wieder gesund aus.

 

blaues Eisenkraut im Rosenparadies Loccum
Das Eisenkraut blüht im September bis Oktober erst so richtig auf

Blütenpracht im Herbst

Ein gutes oder ein schlechtes Rosenjahr ?

In unserem Garten erfreuen wir uns an etwa 300 Rosensträuchern. Über die Jahre haben wir feststellen müssen dass sich die Rosenpracht nicht in allen Jahren gleich einstellt. Woran liegt das ?? Hinsichtlich der Nährstoffversorgung machen wir jedes Jahr so ziemlich alles gleich.

 

Der Rosenschnitt erfolgt bei uns im März, auch immer zur gleichen Zeit. Daran sollte das unterschiedliche Wachstum unserer Rosen also auch nicht liegen.

 

Natürlich hat die Regenmenge im Frühjahr eine große Auswirkung auf das Wachstum der Rosen, sowie sicherlich auch die Temperaturen zu dem Zeitpunkt. Es ist aber nicht immer gesagt, das ein regenreiches Frühjahr für die Rosen besser ist als ein trockenes.

 

Manches Jahr explodieren die Rosen regelrecht. Ein anderes Jahr dauert es lange bis sie anfangen zu wachsen.

 

Rosen sind Sonnenkinder, also ist ein Sonnenreiches Frühjahr besser für`s Rosenwachstum. Ist das Frühjahr verregnet, fehlt es somit nicht am Wasser sondern an zuwenig Licht.
Auch kann man beobachten, dass Rosen in den Jahren besonders gut gedeihen, in denen das Frühjahr etwas trockener ist. Dann haben Schädlinge und Pilzkrankheiten weniger Chance sich auszubreiten

 

Wasser kann man den Rosen zuführen, aber ihnen genügend Sonne und Wärme zu geben, das ist ja nun mal leider nicht möglich.

 

Rosen in trockenen Perioden zu wässern macht aber nicht in allen Fällen Sinn. Rosen sind echte Tiefwurzler. Die Wurzeln ausgewachsener Exemplare können bis zu 4m in den Boden reichen, die der Rambler noch um einiges mehr, aber auch erst vor einigen Jahren gepflanzte Rosen haben mit Sicherheit bereits bis etwa 1m tief gewurzelt.

 

Eine Rose vertrocknet also so schnell nicht. Wassergaben werden aber notwendig wenn der Boden so trocken ist das sich die Nährstoffe des Düngers nicht auflösen können, dann sollte gewässert werden. Auch frisch gepflanzte Rosen brauchen sicher ab und zu etwas Wasser um gut anwachsen zu können. Allerdings bilden Rosen mehr Wurzeln, wenn sie sich strecken müssen um nach Feuchtigkeit zu suchen, da kann ein Zuviel an Wasser sich schnell negativ auswirken.

 

Nach unserer Beobachtung gibt es eben Jahre, die sind ein ausgesprochenes Rosenjahr, und Jahre, die sind einfach kein Rosenjahr. Die Fröste und der weitere Verlauf des Frühjahrs, die richtige Regenmenge zur richtigen Zeit, reichlich aber auch nicht zu heiße Sonnenstunden haben große Auswirkungen ob ein Jahr ein gutes Rosenjahr wird oder nicht. Dazu kommt sicherlich auch noch ein klein wenig Glück den richtigen grünen Rosendaumen zu haben

 

Wir wünschen uns und allen anderen Rosenliebhabern

ein erfolgreiches und blütenreiches nächstes Rosenjahr.

 


Impressionen aus dem Gartenjahr 2017



Nachtrag 2017

 

Besonders in diesem Jahr haben wir etliche Mails erhalten in denen uns mitgeteilt wurde, das viele ADR Rosen in den Gärten von Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost befallen sind.

Woran liegt das?
In diesem verregneten Sommer haben sich alle Arten von Pilzen explosionsartig vermehrt, darunter auch die Pilzkrankheiten bei den Rosen, Stauden und Sommerblumen.

 

Generell sollte man sich auch nicht wundern, dass eine Rose krank wird, die unter ungünstigen Standortbedingung leidet.

 

Werden diese sogenannten ADR Rosen nach einigen Jahren anfällig für Krankheiten liegt das auch daran, das sich die Gene der Pilzkrankheiten  verändert haben. Sie sind, vor allem durch falsche Anwendung von Spritzmitteln in der Lage Sporen herzustellen die die diese Krankheiten ausbrechen lassen. Die genetisch angezüchteten guten Eigenschaften der Rosen können sich nicht verändern, aber gegen die neuen Pilzkulturen sind sie auch nicht imun. Das will heißen: Die Schaderreger passen sich auch an die Abwehrmechanismen von robusten Rosen an, so dass eine ehemals robuste Rose dann anfällig ist.
Als Beispiel: Schneewittchen ADR 1960, 2004 wurde ihr das Prädikat wieder entzogen

Es gibt auch ADR Rosen die nur durchschnittlich widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten sind, aber ansonsten noch die Kriterien der ADR Prüfung wie, Winterhärte, Wüchsigkeit und Reichblütigkeit. erfüllen.

Da die Ansprüche an neue Sorten stetig steigen, wurden im Jahr 2012 alle Sorten aussortiert, die das ADR-Prädikat vor 1990 erhielten. Die Unabhängigkeit des Zertifikats wird auch dadurch deutlich, dass nach Abschluss der Neuheitenprüfung 2014 von insgesamt über 2.000 getesteten Sorten nur 164 das Qualitätszeichen erhielten. Etlichen ADR-Rosen wurden zwischenzeitlich das Prädikat aberkannt. Meistens, weil mittlerweile die Pflanzengesundheit stark zu wünschen übrig ließ.

 

Auch scheint es so zu sein, dass Rosen, die als Modesorte stark vermehrt wurden, in der Vitalität nachlassen.

 

Es gibt (leider) keine Sorten, die völlig resistent oder imun  gegen Rosenrost, Sternrußtau und echten Mehltau sind, jedoch können sehr robuste Sorten am optimalen Standort durchaus absolut gesund bleiben.

 

Die Bewertung der ADR-Rosen gilt immer nur für den begrenzten Zeitraum der drei Standjahren in den Sichtungsgärten, wo sie auf Lehm, Sand, torfigen wie auch stark kalkhaltigen Böden stehen. Wie sie sich später entwickeln werden, gibt das Prädikat nicht vor.

 

Und ich muss leider zugeben, es scheint so, dass dieses ganze Ineinanderwirken und diese vielen
Abhängigkeiten viel zu komplex für unser Verständnis sind.

 

Aber eins ist gewiss: ADR heißt nicht, dass die Rosen grundsätzlich und überhaupt nicht krank werden können!

 

 

 

und was genau versteht man unter der ADR Prüfung ?

ADR heißt Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung.

Und eigentlich ist damit schon eine Menge gesagt. Neue deutsche Rosenzüchtungen werden geprüft und zwar auf Herz und Niere und die besten bekommen das ADR- Prädikat. Es fallen also alle ausländischen Rosen nicht in diese Rubrik, aber auch für sie gibt es Auswahlkriterien.

Heute ist es so, dass an 11 Standorten über 3 Jahre, quer durch die Republik, mit möglichst unterschiedlichen Standortbedingungen die neusten Rosen geprüft werden. Es dürfen in der Zeit keinerlei Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, um die Gesundheit möglichst objektiv beurteilen zu können.
Es werden aber natürlich auch Habitus, Blühzeit und -dauer, Duft und Blütenreinigung geprüft. Aber auch das Verhalten auf z.B. schlechte Witterung!
Beim Bundessortenamt werden die Daten ausgewertet. Die Ergebnisse werden dann von dem Arbeitskreis (Züchter, Baumschulen und Sichtungsgärten) diskutiert und danach das Prädikat verliehen - oder eben nicht.
Und hier liegt der Hund begraben! Eine Rose, die in Geisenheim als sehr gut bewertet wurde, fällt vielleicht in Marquardt durch, da völlig andere Klimazone.
Rosensorten, die sich in milden Klimata sehr gut bewähren, frieren in kalten möglicherweise zurück oder zeigen gravierende Blattschäden.
Es wird natürlich wie immer der Mittelwert genommen, der nicht anzeigt, dass es in Geisenheim Höchstwerte, in Marquardt oder Sangerhausen jedoch eher niedrige Punktzahl gab.
Man ist sich dieses Mankos zwar bewusst, ändern lässt es sich jedoch nicht.
Insofern ist es für den Kenner (und eigentlich ist das ADR-Prädikat ja eine Kaufhilfe für den Normalverbraucher) ratsam zu schauen, aus welcher Rosenschule die Rose stammt und wie wird sie dort bewertet.

Die Bewertung der ADR-Rosen gilt immer für den begrenzten Zeitraum der drei Standjahre in den Sichtungsgärten, wo sie auf Lehm, Sand, torfigen wie auch stark kalkhaltigen Böden stehen. Wie sie sich später entwickeln werden, gibt das Prädikat nicht vor.
Einer ganzen Reihe von ADR-Rosen wurde zwischenzeitlich das Prädikat aberkannt. Meistens, weil mittlerweile die Pflanzengesundheit stark zu wünschen übrig ließ. Es scheint so zu sein, dass Rosen, die als Modesorte stark vermehrt wurden, in der Vitalität nachlassen.

Das sind die herausgenommen ADR-Sorten, Stand 2013. Wie man sieht, sind einige sehr bekannte Sorten darunter.

Aachener Dom - Mazurka
Andalusien -Melissa
Arcadia -Montana
Banzai 83 -Nothern Lights
Berolina -Pink La Sevillana
Bischofsstadt Paderborn
Blühwunder

Bonanza

Bonica 82

Burghausen
Chorus -Queen Mother

Compasion

Crimson Mediland

Criollo
Danica -Ravensberg
Dirigent -Ricarda
Dolly -Richard Strauss

Dortmund
Edelweiß -Robusta
Escapade -Rödinghausen

Elina

Estima

Famosa

Flammentanz
Friesia -Romanze
Goldener Sommer '83

Grandhotel
Schneesturm
Grandhotel -Schneewittchen
Hannovers Weiße

Hagenbecks Tierpark

IGA 83 München

La Sevilliana

Lavender Dream

Lichtkönigin Lucia

Mazurka

Melissa

Montana

Morning Jewel

Nothern Lights

Pink La Sevilliana

Pink Meidiland
Pink Meilove

Play Rose

Queen Mother

Ravensberg

Red Yesterday

Ricarda

Richard Strauß

Robusta

Rödinghausen

Romanze

Rosa Rugosa Bauma Rokoko

Rosa Rugosa Foxi

Rosa Rugosa Pierette

Rosa Rugosa Pink Roadrunner

Rosa Rugosa Rote Apart

Rosa Rugosa Rote Hannover

Rosa Rugosa Rotes Meer

Rosa Rugosa Smart Roadrunner

Rosenresli

Salmon Meilove

Schneesturm

Schneewittchen

Smooth Mediland

Sommerwind

Sweet Mediland
Sympathie
Tascaria
Tornado -Lavender Dream

Triade
Vicky - Leona
Vogelpark Walsrode

Westerland


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