Das Rosen & Gartenjahr 2018

Jedes Jahr hat seine Besonderheiten.

So wird auch das Gartenjahr 2018  in Erinnerung bleiben.

Sie lesen hier einen kleinen Erfahrungsbericht, wie es uns und vor allem unseren Pflanzen

in diesem extremen Jahr ergangen ist. Natürlich auch mit neuen Fotos, denn trotz allem hat doch die Natur mit etwas Zutun unsererseits herrliche Blüten hervorgezaubert. 

Bibernellrosen Hybride Aicha
Aicha
Bibernellrosen Hybride Aicha
Bibernellrosen Hybride Aicha

Das Wetter 2018

Schnee, Schneeregen und Minustemperaturen: Das Wetter zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 1.März zeigte sich eher winterlich. Frühlingsgefühle waren da noch nicht angesagt.  Erst in der letzten Märzwoche wurden verbreitet  zweistellige Plusgrade gemessen. 

 

Erst eisig, dann heiß. Zu Beginn noch tiefster Winter, am Ende schon Hochsommer: Der Frühling 2018 hat extreme Seiten gezeigt. Auf einen März, der sogar kälter als der Januar war, folgten ein extrem warmer April und Mai.

Im April kam sprunghaft der Frühsommer nach Deutschland. Dieser gipfelte Ende Mai bei bis zu 34 Grad in der ersten Hitzewelle des Jahres.

 

Das Wetter im Juni begann schwül-warm und einige kräftige Schauer und Gewitter entluden sich über Deutschland. Nur bei uns kam leider kein Regen an

Zwischendurch gab es hin und wieder ein paar kurze kühle Wetterphasen, doch die Hitzewelle wurde erst im letzten Augustdrittel beendet.

Der Sommer 2018 - ein Sommer der Superlative

Die Hitze ist aber wohl eher zweitrangig, vielmehr wird die lang anhaltende Trockenheit den Menschen aus dem Sommer 2018 in Erinnerung bleiben. In vielen Regionen und so auch bei uns, gab es seit Februar nur sehr wenig Niederschlag und so hatten die Hitze und die Dürre teils katastrophale Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur!

 

WANN kommt endlich REGEN? Alles vertrocknet, braune anstatt grüne Landschaften, Waldbrände vertrocknete Wiesen, extreme Ernteausfälle. Besorgniserregend! wir hatten August und in manchen Regionen, wie es auch bei uns der Fall war hatte es über den gesamten Sommer hinweg nicht regnete. Es war wie schon im Juni und Juli kein Tropfen Regen gefallen.

 

Vom Frühling über den Sommer setzte sich die große Hitze in diesem Jahr durch und auch der September war warm und Regen war immer noch nicht in Sicht. Ein über weite Teile hochsommerlich geprägter Septembermonat

 

Ein außergewöhnlicher Herbstmonat war auch der Oktober 2018. Er war der 8. Monat im Jahr, welcher  deutlich zu warm ausfiel. Insgesamt gab es mehr Sommer- als Herbsttage! Die Dürre setzte sich fort.

Im November gab es in einigen Regionen wenigstens etwas Regen, leider nicht bei uns. Gerade mal 30ml haben wir gemessen

 

Mittlerweile ist es Dezember geworden und ab Mitte des Monats bis kurz vor Weihnachten können wir 40ml Regen vermelden. Aber das reicht wohl immer noch nicht um die tieferen Bodenschichten mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Bibernellrosen Hybride Aicha
Aicha
Bibernellrosen Hybride Aicha
Bibernellrosen Hybride Aicha

Aicha Bibernellrosen Hybride
Aicha Bibernellrosen Hybride

So war sie...Unsere Gartensaison 2018


Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das

was in unserer Gesellschaft

am kostbarsten geworden ist

Zeit, Zuwendung und Raum

Dieter Kinast


Januar 2018

Ende Januar ist es bei mir als würde jemand einen Schalter umstellen. Jetzt ist es aber genug mit der Winterruhe. Es lugen schon einige Tulpenspitzen und Narzissen aus der Erde und selbst die Hortensien treiben schon aus. Alles wieder viel zu früh! Der Januar war viel zu warm. Gegen Ende des Monats hole ich Fuchsien, Jasmin und Geranien aus dem Keller um sie im Hausflur etwas heller zu stellen. Geschnitten habe ich sie schon im Herbst, also brauche ich nur die langen Wassertriebe zu entfernen und sie können los legen zu treiben.

 

Februar 2018 Kalte Temperaturen setzen sich durch. Für die Pflanzenwelt von Vorteil, so konnten sie doch noch in die Winterruhe gehen. Ich werde Anzuchterde kaufen und die ersten Blumensamen in die Erde bringen. Drinnen natürlich!

 

März 2018

Erde unter den Fingern, Gras unter den Füßen und eine leichte Brise um die Nase – hach, wie schön das doch ist. In Gedanken sind wir schon mitten in der Gartensaison und wollen endlich raus ins Grüne. Das einzige, was uns bisher davon abhält, sind die Wetterverhältnisse.

 

Ich habe es mal wieder viel zu eilig gehabt. Auf den Fensterbänken warten zahlreiche ausgesäte Staudenpflänzchen, die pikiert werden müssten und ins Gewächshaus umziehen sollten. Aber draußen ist es frostig, der Frühling lässt lange auf sich warten...

Der Winter bis Mitte Februar war sehr mild. Bei zahlreichen Rosen sitzt immer noch das Laub vom Vorjahr an den Sträuchern. Sehr viele Rosen waren im nassen Herbst letzten Jahres vom Sternrußtau befallen und das infizierte Laub müsste jetzt eigentlich schnell beseitigt werden. Einige Rosen hat mein Mann Anfang März schon geschnitten. Jetzt aber ist erst mal Pause. Nachts sinkt das Thermometer unter O° Grad.

 

Ich bange ein wenig um die Clematis Pflanzen, die ich bereits im Februar auf 30 cm heruntergeschnitten habe

Die etablierten Sorten stecken das weg, aber um die Neupflanzungen mache ich mir Sorgen. Also habe ich sie Mitte März noch ein wenig angehäufelt und mir dabei sowas von kalte Finger geholt.

 

Dieses Jahr habe ich endlich den schon lange gefassten Plan umgesetzt mehr Wildstauden im Garten zu integrieren. Ich möchte mal was anderes sehen, außer Phlox, Margeriten und alles andere übliche, was jeder im Garten stehen hat. Wir haben zwar viele offen blühende Rosen, aber die Insekten würden sich bestimmt auch mal über andere Nahrung auf der Speisekarte freuen.

Wildstaude Ebensträußige Wucherblume
Neu im Garten Wildstaude Ebensträußige Wucherblume
Wildstaude Ebensträußige Wucherblume
Wildstaude Ebensträußige Wucherblume

April 2018

Nach dem kalten März kam im April sprunghaft der Frühsommer nach Deutschland. Das Frühjahr wurde in wenigen Tagen abgehandelt. Der Frühling fiel quasi aus. Alle Obstbäume blühten gleichzeitig. Die Blütenpracht der Magnolie im Nachbarsgarten war nur zwei Tage zu bewundern. Die Natur explodierte; innerhalb kurzer Zeit waren die Bäume grün. Der Flieder, gerade erst aufgegangen war nach wenigen Tagen schon fast wieder am verblühen. Die späten Tulpen blühten zusammen mit den frühen Narzissen im April.

 

Die Rosen, die erst vor einer Woche geschnitten wurden, explodierten ebenfalls förmlich, man konnte quasi daneben stehen und zugucken, wie sie einen Trieb nach den anderen schoben. Genauso wie die Clematis, auch die Neuen, um die ich mir Gedanken machte...

 

Der Dünger war ausgebracht und konnte gleich wirken, nach den Niederschlägen im Dezember und Januar war eine ausreichende Bodenfeuchte vorhanden. Gottseidank nicht wieder so ein trockenes Frühjahr wie 2017. Aber da wussten wir ja noch nicht was das Wetter noch mit uns vor hatte...

 

Endlich Frühling ! Die ersten Rosenblüten der Marguerite Hilling im Hintergrund waren schon im April geöffnet...

 


 

Es folgten Schlag auf Schlag Aicha, das Leuchtfeuer Foetida Bicolor, die erst im Herbst gepflanzt wurde und Frühlingsduft. Jeden Tag gab es neue Blüten zu bewundern. So früh im Jahr war das noch nie da gewesen

 

 

Auch Chinarose Old Blush, Bourbon Rose Variegata di Bologna und Rosa Rugosa Therese Bugnet öffneten im April schon ihre Blüten. Wirklich kaum zu glauben, vor 4 Wochen hatten wir noch Minusgrade, die jetzt schon in Vergessenheit geraten sind. Wie schnell die Natur sich doch darauf einrichten kann.

 

Clematis Montana Freda
Clematis Montana Freda

Während die Knospen der Clematis Freda 2017 erfroren waren zeigt sie dieses Jahr eine überragende Blütenfülle und das bereits schon in der zweiten Aprilwoche. Die gelben Staubgefäße harmonieren perfekt mit der satten Blütenfarbe. Zudem wirkt der bronzefarbene bis purpurne Austrieb der Blätter sehr dekorativ.

Die weiße Clematis var Wilsonii ist im dritten Standjahr enorm gewachsen. Mittlerweile hat sie die Hauswand komplett eingenommen und wächst um die Ecke herum noch weiter. Auch var Wilsonii blüht ab April für ca. 6 Wochen. Die weißen Blüten duften süßlich und haben fantasievoll gedrehte Blütenblätter und cremeweiße Staubgefäße.

Clematis montana var Wilsonii
Clematis montana var Wilsonii

 

Mai 2018 Nachdem wir hier schon in der letzten Aprilwoche Temperaturen von 25 Grad hatten legte der Mai dann noch einmal ein paar Grad drauf. An so einen frühsommerlichen April und Mai wie dieses Jahr konnte sich wohl niemand erinnern. Die Wettervorhersagen kündigten heftige Unwetter an. Starkregen und Hagelschlag richteten dabei in anderen Landesteilen große Schäden an. Was waren wir froh das hier nur ein starker Wind wehte und wir von Sturm und Hagel verschont blieben. Nicht einmal ein paar Tropfen Regen vielen hier...

 

rosa moyesii Rose Marguerite Hilling
Marguerite Hilling, davor weiße Bibernell Rose

 

Marguerite Hilling beschenkte uns mit dieser Blütenfülle. Sie gehört zur Gattung der rosa moyesii Rosen auch Mandarin-Rose, Blut-Rose oder Rote Büschelrose genannt. Sie ist in China natürlich verbreitet.

Marguerite Hilling ist eine Kreuzung (Hybride) von Rosa moyesii mit Gartenrosen. Sie ist immer die erste im Jahr die ihre Blüten öffnet. Sie blüht in vielen verschiedenen Rosatönen. Dies Jahr zeigte sie zusätzlich an einigen Trieben rein weiße Blüten

 

Rosa moyesii Marguerite Hilling
Marguerite Hilling

Meine gesäten Stauden und Sommerblumen waren innerhalb von 4 Wochen im Gewächshaus so gewachsen, dass ich sie nach draußen stellen musste. Rechts die weiße Nelkenrose war erst vor 5 Wochen auf 50cm hinuntergeschnitten worden und stand Mitte Mai mit zahlreichen Knospen kurz vor der Blüte.

White Grootendorst oder weiße Nelkenrose
Weiße Nelkenrose

Gartenansichten Charles de Mills und Madame Plantier, dahinter Veilchenblau
Charles de Mills und Madame Plantier, dahinter Veilchenblau

 

So einen Blütenreichtum hatten wir noch nie in der dritten Maiwoche

 

Alba Rose Mme Plantier
Madame Plantier
Reine des Violettes
Reine des Violettes

 

Mitte Mai stehen zahlreiche Rosen in voller Blüte besonders bei den Historischen oder 'Alten' Rosen, ist die  Blüte überwältigend. Allerdings leider auch nur von kurzer Dauer. Temperaturen von 30 Grad in der letzten Maiwoche lassen die Pracht schnell vergehen. Reine des Violettes, diese Königin der violetten Rosen erblüht normalerweise mit gefüllten, samtig- und dunkelvioletten Blüten, die erst im Verblühen heller werden. Das heiße Wetter bewirkt das sie schon beim Aufgehen hellviolett eingefärbt sind. Dennoch ist die Blütenpracht berauschend.

 

Reine des Violettes
Reine des Violettes
Multiflora-Hybride Madame Ahrensburg
Madame Ahrensburg
Multiflora-Hybride Rotes Ahrensburg
Rotes Ahrensburg

 

Die beiden erst im Herbst letzten Jahres gepflanzten Multiflora-Hybriden Madame Ahrensburg und Rotes Ahrensburg erfreuen uns mit zahlreichen fantastischen Blüten. Es ist immer spannend die ersten Blüten neuer Rosen zu sehen. Diese hier trotzen der frühen Hitze und blühten weit über 6 Wochen lang und dann im August nochmal. Man kann sich kaum vorstellen welch einen Blütenreichtum sie erst zeigen wenn sie ausgewachsen sind. Beide Rosen gibt es exklusiv nur bei o-planten und wurden wie immer in Top Qualität wurzelecht geliefert

 

Kletterrose Bajazzo
Kletterrose Bajazzo
Commandant Beaurepaire
Commandant Beaurepaire
Beetrose Eisvogel
Beetrose Eisvogel

 

Die Neupflanzungen Historische Rose Commandant Beaurepaire und die Neueinführung der Firma Tantau die Beetrose Eisvogel präsentieren ihre ersten Blüten

 

Alba Rose Chloris
Alba Rose Chloris

 

Die Blüten der 'Alten' Alba Rose Chloris und der Alba Hybride Summer Blush haben erstaunlich lange gehalten und entpuppten sich als äußerst Hitze resistent.

 

Alba Rose Hybride Summer Blush
Alba Rose Hybride Summer Blush

 

Juni 2018 In der ersten Juniwoche stehen wirklich alle Rosen in voller Blüte. Einige haben sogar schon ausgeblüht. Die stabile Wetterlage mit warmen Temperaturen hält immer noch an. Niederschläge gab es keine durch die starke Sonneneinstrahlung kam es in den nächsten Wochen schnell zu massiver Trockenheit. Die zweite Düngung steht an! Besonders die Rosen und Clematis bekommen eine ordentliche Dosis ab. Beim Einarbeiten des Düngers in den Boden ist keine Feuchtigkeit mehr zu spüren. Alle Stauden, Dahlien, Clematis, Hortensien und die neu angepflanzten Rosen bekommen einen ordentlichen Schluck Wasser, alle anderen Rosen müssen sehen wie sie ohne klar kommen. Es geht nicht anders...

 

öfterblühende Ramblerrose Super Excelsa
öfterblühende Ramblerrose Super Excelsa

 

Super Excelsa blüht zwar jedes Jahr reich, aber was sie uns dieses Jahr zu bieten hatte war schon außergewöhnlich. Während ihre Blüten äußerst Hitze unempfindlich sind hatte Guirlande d' Amour bereits nach 3 weiteren Wochen nur noch bräunlich verschmorte Blüten anzubieten.

In zwei Wochen, Mitte Juni wollten wir unseren Garten für Besucher öffnen. Die Termine stehen fest, da ist nichts dran zu ändern. So langsam stellt sich uns die Frage, wieviel Rosen dann überhaupt noch richtig am Blühen sind, wenn das heiße Sommerwetter weiterhin anhält. Das bereitet uns mulmige Gedanken. Denn man möchte den Garten ja zeigen, wenn er am schönsten ist. Aber daraus wird wohl dieses Jahr nichts werden. Der zweite Besuchstermin ist für Anfang Juli angesetzt, bis dahin sieht es noch erbärmlicher aus ??

 

weiße öfterblühende Ramblerrose Guirlande d' Amour
weiße öfterblühende Ramblerrose Guirlande d' Amour

 

Mitte Juni fängt dieses Jahr sogar schon der Lavendel an zu blühen. Die Hortensien, Dahlien, Clematis und Stauden sind ebenfalls ihrer Zeit  4 Wochen voraus. So langsam trocknet der Boden aus. Wir bräuchten dringend ein paar Schauer Regen. Es ist schwül heiß zu dieser Zeit, wir hoffen auf einen ergiebigen Gewitterschauer?? Vergebens!! Ich bin jeden Morgen und Abend je 2 Stunden damit beschäftigt wenigstens die Pflanzen zu gießen, die es am nötigsten haben. Bei den Rosen bekommen wieder nur die Neuanpflanzungen ihre Wasserration, alle älteren, etablierten müssen ohne auskommen. Dafür reicht das Wasser im Brunnen nicht, der Wasserstand ist schon sehr niedrig, irgendwann schafft die Pumpe es nicht mehr..

 

Edelrose madame Anisette
Madame Anisette

 

Die Edelrose Madame Anisette zeigt einen reichen Flor. Dennoch sind die Blüten von der Hitze gezeichnet. In einigen Nachbarsdörfern gibt es ein, zwei kleinere Gewitterschauer, nur bei uns kommt mal wieder nichts an. Das ist oft so, auch in anderen Jahren regnete es um Rehburg-Loccum oft drumherum.

 

Rundes Staudenbeet mit Neuanpflanzungen
Rundes Staudenbeet mit Neuanpflanzungen

 

Das große Staudenbeet habe ich im letzten Herbst und im Frühjahr neu bepflanzt. Da alles was hier wächst noch nicht tief genug gewurzelt hat komme ich mit dem Gießen gar nicht hinterher. In der Heißen Mittagszeit lässt hier alles die Köpfe hängen. Sehr schade, da die Stauden zahlreiche Knospen bilden. Den Monardas, der Katzenminze sowie den Knäuelglockenblumen macht die Hitze nicht so viel aus.

 

Monarda
Monarda
Wildstaudenbeet
Wildstaudenbeet

strauchrose caramella
Caramella
Strauchrose Felicitas
Felicitas

Die ersten Lavendelbüsche fangen schon an zu blühen in Mitten derer Strauchrose Caramella. Rechts der Strauchrose Felicitas macht die viele Sonne nichts aus. Sie wächst direkt neben einem Wasserfass und kriegt daher öfter mal etwas Wasser ab.

Gartenansichten Bischhofskraut mit roten Zinnien und Dahlien
Bischhofskraut mit roten Zinnien und Dahlien

 

Dem Doldenblüher Bischhofkraut macht die Hitze auch nichts aus. Es treibt fleißig eine Dolde nach der anderen. Wenn die Sonne hier nachmittags verschwunden ist tummeln sich sagenhaft viele Insekten auf dieser Pflanze. Auch die roten Zinnien sind sehr beliebt bei ihnen. Die Colarette-Dahlien habe ich in diesem Frühjahr selbst aus Samen herangezogen. Es ist kaum zu glauben welch stattliche Pflanzen in so kurzer Zeit aus ihnen geworden sind. Und nicht nur das, es sprießen eine Blüte nach der anderen.

 

Gartenansichten Halskrause oder Colarette Dahlien
Halskrause oder Colarette Dahlien

 

Meist gibt es keine Blüte der Colarette - Dahlien die nicht von einer Hummel besetzt ist. Im Moment habe ich sie wohl mit meiner Kamera verscheucht. Diese Blüten scheinen das absolute Highlight auf der Speisekarte zu sein und ich finde sie auch mehr als sehenswert, zumal sie auch eine reiche Farbpalette anzubieten haben.

 


Moschatha-Hybride Heavenly Pink
Heavenly Pink
Rose Heimatmelodie
Heimatmelodie

 

Moschata-Hybride Heavenly Pink ist dieses Jahr gar nicht Pink. Trotzdem zieren zahlreiche Blüten die langen überhängenden Triebe. Heimatmelodie (welch ein doofer Name) wächst im Schatten der großen Mme Plantier und Charles de Mills

 

Rosa Persica, oder Hultemia -Hybride Alissar Princessof Phoenicia
Alissar Princess of Phoenicia

 

Alissar Princess of Phoenicia gehört zu der Rosen-Familie Rosa Persica, oder Hultemia -Hybride Die Farbe der Blüten ändert sich sehr reizvoll: Zunächst sind die Blütenblätter hellgelb mit roten 'Augen', d.h. Basalflecken, die auf ihre Mutterpflanze, die rosa persica hinweisen. Später werden sie rosa bis pinkfarbend und im Verblühen sind sie fast einheitlich rot. Ihre Blüten halten bei Hitze erstaunlich lange durch, was wohl an ihrer ursprünglichen Heimat Persien liegen kann.

 

Strauchrose Sonnenwelt
Strauchrose Sonnenwelt
Strauchrose Sonnenwelt
Sonnenwelt, dahinter Super Excelsa

Kaum zu glauben Strauchrose Sonnenwelt zeigte auch bei 30 Grad perfekte Blüten in stabiler gelber Farbe. Na ja bei dem Namen wohl auch ein Muss!

 

Rosanna
Rosanna
William Shakespeare
William Shakespeare

 

Rosanna, Voyage, Zaide, Aquarell und auch die dunkle Austin Rose William Shakespeare zeigen erstklassige Blüten, die auch erstaunlich lange halten

 

Rambler Veilchenblau als Säulenrose
Rambler Veilchenblau
Wasserfall Rose Niagara Falls
Wasserfall Rose Niagara Falls

 

Ramblerrose Veilchenblau wächst seit letzten Herbst hochgezogen als Säulenrose. Einfach himmlisch wenn ihre zahlreichen Blütenrispen von oben herab hängen. Wasserfall Rose Niagara Falls war nicht sehr erbaut von den heißen Tagen, ihre Blütenpracht hielt nur 3 Wochen

 

stark duftende Rosa Rugosa Moje Hammarberg
Rosa Rugosa Moje Hammarberg

 

Juli 2018 Es ist heiß, und das schon seit Wochen. Da macht es oft nur wenig Freude im Garten zu arbeiten, es sei denn man fängt morgens schon sehr früh an. Ab und an erscheinen mal ein paar dunkle Wolken am Himmel und man sehnt ein erlösendes Gewitter herbei. Aber sie verflüchtigen sich, ohne auch nur ein paar Tropfen fallengelassen zu lassen. So wenig Fotos wie dieses Jahr habe ich schon lange nicht gemacht, denn viele Rosenblüten haben schon beim Aufblühen eine blasse Farbe und halten tun sie sich auch nicht. Wir hätten lieber eine weniger üppige Rosenblüte gehabt, die dann aber länger angehalten hätte. Zahlreiche Rosen haben schon seit 2-3 Wochen ihre Blüte hinter sich und es stehen viele Blütenlose Sträucher auf den Beeten.

So richtig nachtreiben wollen sie auch nicht. Es ist zu trocken, zu heiß, zu sonnig, da stellen viele Rosen ihr Wachstum ein und versuchen sich, so denke ich, nur irgendwie am Leben zu halten.

 

Clematis integrifolia Aromatica
Mutterkraut mit Staudenclematis Aromatica

 

Unsere großen Clematis viticella blühten ebenfalls schon im Juni. Die Blüten hielten erstaunlicherweise sogar 6 Wochen, jedenfalls bei einige Sorten. Die Staudenclematis steckten die Hitze besser weg und waren von Juni bis Oktober nie ohne Blüten anzutreffen. Auch der spätsommerliche Sonnenhut zeigte schon Ende Juni Farbe.

Der Lavendel blühte in Massen und verbreitete einen Duft im Garten wie noch nie da gewesen. Warum habe ich keine Fotos gemacht ? frage ich mich jetzt. Die Tage der offenen Gartenpforte liegen schon wieder hinter uns und die so zahlreichen Besucher waren trotz weniger Rosenblüten hell auf begeistert. Das spornt an und macht froh und zufrieden.

 

Clematis intefrifolia Arabells
Staudenclematis Arabella
Clematis viticella Romantica und Prince Charles
Clematis viticella Romantica und Prince Charles

Die Clematis Neuanpflanzungen viticella Rubra und Venosa Violacea haben uns im ersten Jahr

eine Kostprobe ihrer wunderschönen Blüten gezeigt. 

 


 

Clematis viticella Vitiwester blühte im Mai mit dem doppelt gefüllten Bauernjasmin um die Wette.

Sind die beiden nicht ein hübsches Pärchen ?

Clematis viticella Vitiwester
Clematis viticella Vitiwester
Clematis Hybride Jackmanii Superba
Clematis Hybride Jackmanii Superba

 

Die im letzten Herbst neu gepflanzte Clematis Jackmanii Superba ist innerhalb der wenigen Monate enorm gewachsen und blüht für eine 'Einjährige' überschwänglich. Sie bekommt allerdings auch alle zwei Tage einen großen Schluck Wasser

 

Strauchrose Mozart
Strauchrose Mozart

Strauchrose Mozart war eine der Rosen die auch noch im Juli voller Blüten saß. Auch wenn diese langsam verblichen sahen sie doch immer noch schön aus. Die rote Ramblerrose Momo fängt normalerweise erst Anfang Juli an zu blühen, aber sie zeigt wenigstens noch Farbe, wie auch unser Dornrösschen.

 

rote Momo, davor Angela
rote Momo, davor Angela
Dornrösschenschloß Sababurg
Dornrösschenschloß Sababurg

Strauchrose Lambada
Lambada

 

Ah, jetzt habe ich doch noch Fotos von Rose mit Lavendel gefunden. Strauchrose Lambada etwas blass mit Unterpflanzung und Rosenbeet mit den Beetrosen Jugendliebe (sehr hitzefest) und Kristall. So ähnlich sehen auch noch weitere Kombinationen aus. Es wachsen mehr als 100 Lavendel im Garten die das Sonnenbaden sichtlich genießen.

 

Beetrose Kristall und Jugendliebe
Beetrose Kristall und Jugendliebe

 

August 2018 Regen Fehlanzeige! Die Hitze hört nicht auf ! die Temperaturen steigen bis 37 Grad, an einigen Tagen sogar darüber. Während Südeuropa streckenweise in den Wassermassen versinkt, sehnte man sich hier nach ausgiebigen Niederschlägen, da auch das Wasser in den Brunnen oder Zisternen zur Garten-Bewässerung versickert ist. Das Arbeiten im Garten ist schweißtreibend. Aber man gewöhnt sich daran. Mittlerweile macht mir die Gartenarbeit mit reichlich Flüssigkeitszufuhr, bei den hohen Temperaturen gar nichts mehr aus. Gut so, denn es gibt viel zu tun. So viele Pflanzen sind verblüht und teilweise auch einige vertrocknet, die schon entsorgt werden können. 

 

Polyantharose Marie Jeanne
Marie Jeanne
Mini Ramblerrose Lola
Lola

 

Die zweite Rosenblüte fällt dieses Jahr sehr gering aus. Hier und da ein paar Rosenblüten und das wars! Polyantha-Rose Marie Jeanne und Mini-Climber Lola haben einen reichen zweiten Flor aber sie stehen auch ab Mittag im Halbschatten und haben genug Wasser bekommen, während die Vielzahl unserer Rosen nicht bewässert wurden. Es ist schon erstaunlich wie zäh diese alt eingesessenen Rosen doch sind und mit der Trockenheit zurecht kommen. Sicher, einige sind nun etwas spärlicher belaubt, treiben nicht mehr und die Farbe der Blätter kann man auch nicht mehr als kräftig grün benennen, aber das verlangt auch dieses Jahr niemand von ihnen. Die Rosen scheinen wahre Überlebenskünstler zu sein und irgendwo da ganz unten im Boden wo sie ihre Wurzeln jetzt hinstrecken scheint ja noch etwas Feuchtigkeit zu sein. Obwohl man sich das gar nicht vorstellen kann nach jetzt 5 Monaten ohne Regen.

 

rosa und weißer Olenader im Rosenparadies Loccum
Oleander auf der Terasse

 

Die Oleanderbüsche stehen den ganzen Tag in voller Sonne und ihnen gefällts sichtlich. Sie treiben jetzt schon den zweiten Flor. Strauchrose Sahara macht ihren Namen alle Ehre und der Lavendel unter ihr blüht zum zweiten Mal.

 

Strauchrose Sahara
Sahara

 

Ja ist denn schon Herbst? Das fragen sich derzeit viele Gartenbesitzer, die sich darüber wundern, dass die ersten Bäume bereits Anfang August ihr Laub abwerfen.  Wir machen uns Sorgen, ob die Rosen diese Dürre überstehen. Ich habe gelesen das die älteren Rosenbestände zwar Stress haben, aber sie hatten die Möglichkeit, sich über die Jahre anzupassen. Auf zu große Dürre reagieren die Rosen wie die Laubbäume mit einem Schutzmechanismus: dem Abwerfen von Blättern. So verringern sie die Verdunstungsoberfläche.

 

Kletterrose Bajazzo
Bajazzo mit einem sehr geringen zweiten Flor

 

September 2018 Im September macht der Sommer immer noch keine Pause. Es gibt einen kleinen Gewitterschauer mit gerade mal 20ml Regen. Der ist schneller verdunstet als er in den Boden einziehen kann.

Einige Obst und Laubbäume haben kaum noch Blätter. Auch etliche stark belaubte Rosen, besonders die Rambler entledigen sich ihres Laubes. Wenn man auf dem Rasen (kann man ihn überhaut noch so nennen? ) entlanggeht, knistert es als würde man auf Stroh laufen. Zwischendurch gibt es jetzt einige kühlere Phasen aber leider ist immer noch kein Regen angesagt. 

 

Gartenansichten Wildstauden
Bischhofskraut im September
Gartenansichten Wildstauden
Bischofskraut und Zinnien

 

Das Wildstaudenbeet an der Terrasse macht uns immer noch Freude. Erstaunlich wie blühfreudig sich das Bischhofskraut gibt. Die Blüten der roten Zinnien werden allerdings rar und auch den Wunderblumen gehen bald die Knospen aus. Die orange roten Kokardenblumen erwiesen sich als sehr hitzeresistent. Erst sind die Blüten ganz gefüllt und sehen aus wie kleine Puschel, später öffnen sie sich innen und zeigen ihre Staubgefäße dann heißt es aufgepasst ihr Hummeln und Bienen, es gibt Futter. Unten rechts die Bergminze sieht auch wenn sie schon fast verblüht ist noch schön aus. Auch ein Insektenmagnet.

 

Gefüllte orange rote Kokardenblume
Gefüllte orange rote Kokardenblume
Blaue und weiße Bergminze
Blaue und weiße Bergminze mit Dahlien

Gartenansichten Bergminze, Rote gefüllte Kokardenblume und Dahlien
Bergminze, Rote gefüllte Kokardenblume und Dahlien

 

Oktober 2018 Ein außergewöhnlicher Herbstmonat - Der Oktober 2018 war der 8. Monat im Jahr, welcher bislang deutlich zu warm ausfiel. Insgesamt gab es mehr Sommer- als Herbsttage! Die Dürre setzte sich fort.

Anfang des Monats fange ich an die Pflanzen auf den Staudenbeeten herunterzuschneiden. Es sieht alles nicht mehr schön aus. Mehr trockenen Triebe als grüne. Außerdem benötigen die Stauden dann nicht mehr so viel Wasser. Ich habe keine Lust mehr zu gießen und es wird auch zu teuer. Der Brunnen ist schon lange leer und ich gieße nur das aller nötigste mit Stadtwasser. Die Rosensträucher sehen teilweise erbärmlich aus und einige bestehen nur noch aus gelben Blättern. Nur die ein; zwei; und dreijährigen Rosen die ab und an ein paar Kannen voll Wasser bekommen haben sind noch grün und blühen teilweise auch noch. Die Clematis Blätter sind bis zur Hälfte der Pflanzen gelb und braun, ob sie das alles überlebt haben? Wir fangen an zu zweifeln.. Bei manchen Pflanzensorten kann man nur noch auf das Prinzip Hoffnung setzen.

 

Edelrose Acapella
Acapella
Strauchrose Brillant Korsar
Brillant Korsar

 

Edelrose Acapella und Strauchrose Brillant Korsar haben uns Im Oktober noch diese Blüten geschenkt. Erstaunlich! Ende Oktober: Mein Mann möchte noch 6 neue Rosen pflanzen. Ab 50cm Bodentiefe kann er die Erde nur noch mit der Pikhacke lösen, so hart ist der Boden. Wie nur kann in solch einer Erde noch eine Rose überleben fragen wir uns. Er schaufelt für jede Rose ein Loch von 80 x 50 cm, dafür braucht er zwei Tage. Aber es ist nötig damit der Boden nach dem Pflanzen überhaupt das Gießwasser aufnehmen kann. 

 

Beetrose auf die Freundschaft
Auf die Freundschaft

 

November 2018 Mit der letzten Blüte der Beetrose Auf die Freundschaft beenden wir unseren kleinen Rückblick auf das Gartenjahr 2018. Erst gegen Ende November wurden die Temperaturen jahreszeitlich entsprechend kühler. Der Regen Anfang Dezember ließ die Flusspegel im Land wieder etwas steigen.

 

Heut am 22. 12 2018 können auch wir hier in Rehburg-Loccum einige ergiebige Regenmengen vermelden.

Die wahren Ausmaße wie der extreme Sommer und Herbst 2018 sich auf unsere Gartenpflanzen, vor allem auf die Rosen und Clematis ausgewirkt haben, werden wir erst im nächsten Frühjahr sehen.

 

Nach dem regenreichen Monaten im Jahr 2017 und der Dürre 2018, sind wir sehr gespannt, was uns das Jahr 2019 so alles bieten wird. Hitze und Dürreperioden, aber auch Stark- und Dauerregen samt Stürmen werden in den kommenden Jahren zunehmen, erzählen Wissenschaftler uns jeden Tag im Fernsehen, trotzdem hoffen wir das es nicht so weit kommt und das es im nächsten Jahr wieder besser wird. 

 


Ab der nächste Seite laden wir sie ein mit uns einen weiteren, größeren Spaziergang durch unseren Garten zu machen