Das Rosenjahr 2019

So war sie unsere Gartensaison 2019

Auch in diesem Jahr haben wir einen kleinen Bericht zusammengestellt, wie unser Rosen und Gartenjahr verlaufen ist. Natürlich auch wieder mit vielen schönen neuen Fotos

 

Das Wetter 2019

Das Wetter im Januer 2019 hatte eigentlich von allem etwas zu bieten.Während es Anfangs sehr mild war bekamen wir ab Mitte des Monats etwas Frost und sogar etwas Schnee. Allerdings wurde es nicht allzu frostig, gerade mal -5° hatten wir gemessen.

 

Der Februar war sehr mild, dazu trocken und außergewöhnlich

Sonnenschein reich.

Seit April 2018 der bisher elfte überdurchschnittlich warme Monat in Folge. Die Niederschlagsmengen betrugen bei uns im Januar und Februar gerade mal etwa 25 l/m²

März: Bundesweit der zwölfte zu warme Monat in Folge. In manchen Gegenden vermeldete der Wetterbericht rund 75 Litern pro Quadratmeter. Hier gab es gerade mal 20 Liter. Zum Frühlingsanfang wurde es noch einmal bedeutend kälter.

 

April: Vom Winter bis Sommer war alles vertreten. Doch war der April am Ende vor allem eines: Deutlich zu trocken!

Mai: Von Frühlingstemperaturen keine Spur. Der Mai war kurz gesagt zu kühl und es gab zu wenig Sonnenschein. Viele Nächte hatten wir leichten Bodenfrost. Aber besonders ergiebige Regenmengen konnte wir trotz allem nicht vermelden.

Bereits Anfang Juni erreichen die Temperaturen schon wieder 30 Grad, weil heiße Saharaluft nach Deutschland kommt. Mit durchschnittlich 85 Litern pro Quadratmeter ist der Juni in einigen Teilen Deutschlands der niederschlagsreichste Monat bis jetzt. Es gab viele Unwetter mit Starkregen und überlaufenden Flüssen. Gottseidank nicht bei uns. Es gab ein paar kleinere Stürmchen mit einzelnen Schauern. Das war's. Wir hätten gern etwas mehr Regen abbekommen. Unser Regenmesser meldete 20l, was eindeutig nicht ausreichen war. Es gab mehrere Hitzewellen mit Temperaturen von fast 40 Grad.

 

Anfang Juli die große Hitzewelle scheint sich zu verabschieden. Es wurde angenehm warm. Regen? leider bei uns nichts in Aussicht. Im letzten Julidrittel überkam uns eine weitere Hitzewelle mit über 40° Höchsttemperaturen an 4 Tagen

Es verschärfte sich somit die Dürre. Unter anderem lässt die Trockenheit Nadelhölzer und Buchen sterben, es ist von einer Jahrhundertkatastrophe die Rede.

 

Der Sommer 2019 hat im August etwas geschwächelt. Am letzten August-Wochenende aber gab es nochmal hochsommerlich warmes Wetter. Regenmengen bei uns gemessen: 25l auf den qm²

 

Zum Start in den September stellt sich die Wetterlage in Deutschland um in einigen Gegenden gab es starke Unwetter von denen wir wieder verschont blieben.Durchwachsen zeigte sich der September mit einem Auf und Ab der Temperaturen. Besorgniserregend war die zunächst noch anhaltende Trockenheit.Zwischendurch gab es bei starker bis wechselnder Bewölkung immer wieder Schauer unterschiedlichster Intensität. ENDLICH MAL ETWAS ERGIEBIGER REGEN

 

Oktober: Der goldene Oktober dominiert noch an vielen Tagen das Wetter. Nass und kühl startete der Oktober 2019 in Niedersachsen. Pünktlich zum zweiten Wochenende zeigte der Oktober aber seine andere Seite. Bei oft strahlendem Sonnenschein durften wir nochmal Sommerwärme genießen. Nachfolgend aber sorgt eine markante Schauerlinie für einen Temperatursturz. Aus dem goldenen Oktober wird nasskaltes Herbst-Wetter. Nachtfrost gibt es bereits in der letzten Oktoberwoche.

Das allerbeste zum Schluss: Im September und Oktober können wir 75l Regen auf den qm² melden. Aber reichen tut das noch lange nicht

Hitzetage sind Mangelware

Die ganz große Hitze scheint sich spätestens bis Anfang Juli zu verabschieden. Der Juli will nicht der Sommermonat des Jahres werden und wehrt sich mit allen Mitteln. Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad rücken in den Hintergrund. Stattdessen dürfte es angenehm warm. Das ganz große schwitzen ist erst einmal nicht in Sicht. 


(Quelle: wetter.de)

Hitzetage sind Mangelware

Die ganz große Hitze scheint sich spätestens bis Anfang Juli zu verabschieden. Der Juli will nicht der Sommermonat des Jahres werden und wehrt sich mit allen Mitteln. Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad rücken in den Hintergrund. Stattdessen dürfte es angenehm warm. Das ganz große schwitzen ist erst einmal nicht in Sicht. 


(Quelle: wetter.de)

Hitzetage sind Mangelware

Die ganz große Hitze scheint sich spätestens bis Anfang Juli zu verabschieden. Der Juli will nicht der Sommermonat des Jahres werden und wehrt sich mit allen Mitteln. Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad rücken in den Hintergrund. Stattdessen dürfte es angenehm warm. Das ganz große schwitzen ist erst einmal nicht in Sicht. 


(Quelle: wetter.de)

Alba Rose Blush Hip
Alba Rose Blush Hip
Alba Rose Blush Hip
Blush Hip Einzelblüte
Alba Rose-Hybride Summer Blush
Alba Rose-Hybride Summer Blush
Alba Rosen-Hybride Summer Blush
Summer Blush
weiße Alba Rose Madame Plantier
Alba Rose Madame Plantier

So war sie...Unsere Gartensaison 2019

Bereits 2018 litten die Gärten unter dem Dürresommer, 2019 sieht es nicht besser aus.

Im Gegenteil, denn auch der Herbst und Winter im letzten Jahr war sehr Niederschlagsarm

Bereits im Frühjahr waren die Böden sehr trocken, die durchschnittliche Bodenfeuchte so wurde oft vermeldet lag im April deutlich unter den Vorjahreswerten

Clematis montana var Wilsonii gesund, pflegeleicht reiche Blüte
Clematis montana var Wilsonii

Auch das Jahr 2019 sollte wieder ein heißes und trockenes werden, wurde uns in den Medien schon Anfang des Jahres verkündet, aber so richtig geglaubt habe ich daran im Februar/März 2019 noch nicht. Woher, dachte ich mir wollen die Herren und Damen Experten das jetzt, so früh im Jahr schon wissen? Aber dann wurde ich ja leider doch eines besseren belehrt und die Hoffnung auf ein Jahr mit ein wenig mehr Niederschlag schwand Monat für Monat dahin.

 

welkeresistente Clematis montana var Wilsonii
Clematis montana var Wilsonii setzt im April schon Knospen an sie blüht schon ab Ende April

Unser Gartenjahr begann in diesem Jahr recht unerfreulich.

 

Wie schon oft erzählt, wohnen wir ja hier nur zur Miete und "unser" Rosengarten ist ja genau genommen gar nicht "unser Garten" Nur nach über 30 Jahren die wir jetzt hier wohnen kommt es einem ja schon so vor, als wäre dies alles "unseres".

 

Jedenfalls wurden wir Anfang Februar des Jahres davon unterrichtet, dass wir einen Teil des Gartens abgeben müssen. Schon vor ein paar Jahren ist der Sohn unseres Vermieters mit Ehefrau hier über uns eingezogen und da jetzt Nachwuchs da ist, möchten sie natürlich auch ein Stück vom Garten haben.....

 

welkeresistente Clematis montana Freda
Clematis montana Freda blüht auch bereits ab Mai

.... ja, und das war dann erst einmal ein Schock 1/4 des Gartens abgeben zu müssen. 30 Rosen, 10 Clematis, 50 Lavendel, Hortensien und etliche Stauden mussten raus. Nur wohin damit, der Garten war ja bereits schon so voll. Und auch mein Gewächshaus brauchte noch einen neuen Platz.

 

So haben wir dann mit viel Unmut angefangen alles umzupflanzen. Das Wetter im Februar war recht mild, worüber wir sehr froh waren bei den anstehenden Gartenarbeiten. Alles konnten wir natürlich in der kürze nicht unterbringen und so wurden zahlreiche Rosen und Pflanzen verkauft und verschenkt

 

welkerestistente Clematis montana Freda

Bis auf ein paar Wenige, die wir sowieso doppelt im Garten hatten konnten wir dann doch alle Rosen irgendwie unterbringen. Es waren meist historische Sorten die erst in den letzten 3 Jahren gepflanzt wurden und daher noch nicht so tiefe Wurzeln hatten. Sie wurden jetzt wie die meisten unserer Rosen auf der übrigen Fläche irgendwo dazwischen in Pflanzringe gesetzt. Die Clematis konnte ich leider nirgends mehr unterbringen, denn es waren alles stark wüchsige Sorten, die man besser nicht zu Kletterrosen pflanzen sollte. Die vielen Lavendel fanden schnell Abnehmer und auch die Wildstauden die ich erst im vorigen Jahr gepflanzt hatte fanden schnell ein neues zu Hause. Und wir waren froh wenigstens nichts wegschmeißen zu müssen. Und schon beim Pflanzen viel uns auf wie trocken es doch in einem Meter Bodentiefe war. Der wenige Regen hatte die unteren Bodenschichten gar nicht erreicht

 

Die Rosen von links Commandant Beaurepaire, Alba Maxima, Versicolor gehörten zu den Sorten die umgepflanzt werden mussten. Obwohl sie ja im Februar auf 20 cm runter geschnitten wurden, haben sie bereits im Juni schon wieder ordentlich geblüht und offensichtlich hat ihnen der Schnitt gut getan, denn sie haben reichlich neue Triebe geschoben. Übrigens: Alle Sorten hier sind einmal blühend und es beweist mal wieder dass historische Rosen nach einem Rückschnitt im Frühjahr sehr wohl im gleichen Jahr noch blühen.

gestreifte Gallica Rose Versicolor oder Rosa Mundi
Gallica Rose Versicolor

Wie bereits erwähnt war der Februar recht mild dafür aber wurde es im März, besonders zum Frühlingsanfang noch einmal recht kalt. Es gab vereinzelt geringe Nachtfröste, dadurch legte die Natur erst einmal ein Päuschen ein. Ich hoffte auf wärmere Temperaturen um meine wie jedes Jahr um diese Zeit schon in den Startlöchern stehenden Pflanzen endlich pikieren zu können. Diese Jahr hatte ich besonders viele ausgesät, denn ich plante bei meiner Tochter einen pflegeleichten Steingarten anzulegen. Keine Steinwüste ! Nein ! es sollte ein Plätzchen mit vielen Insekten freundlichen Pflanzen werden. Später dazu mehr mit Fotos.

 

Die kalten Tage verbrachte ich damit altes Rosenlaub vom Vorjahr zu entfernen. Dahlienknollen in Töpfen vorzutreiben, sowie restliche Stauden runter zu schneiden. Auch die Clematis mussten jetzt endlich von dem alten Laub befreit werden, sie trieben teilweise schon neu aus.

 

Rosa lutea bicolor, Kapuziner-Rose
sehr früh blühende Foetida Bicolor

Um die Rosen brauchte ich mich in diesem Jahr nicht kümmern, denn mein Mann ist jetzt auch Rentner. Sonst habe ich im Frühjahr für die erste Düngung und der Auflockerung des Bodens gesorgt.

Ende März waren die meisten geschnitten, gedüngt, mit Kompost versorgt.

Im April waren alle schon gut am Treiben.Was uns auffiel: die Rosen hatten nicht viele Neutriebe ausgebildet, es war fast nur Altholz vorhanden. Also wurden manche Rosen nicht so kräftig beschnitten wie üblich.

Sicher lag das auch an der Trockenheit des letzten Sommers. Wir hatten die Rosen 2018 kein zweites Mal gedüngt. Warum? Durch den fehlenden Regen hätten sie den gar nicht verbrauchen können. Der Großteil unserer Rosen war im vergangenen Jahr auch nicht gewässert worden. Rosen vertrocknen nicht so schnell, sie sind wahre Trockenkünstler. Allerdings zum Nachteil der Blühfreudigkeit, was vor allem die zweite Blüte betrifft.

Aber wir können auch nicht alles gießen. Bei der Trockenheit und Wasserknappheit im letzten Jahr wäre das unmöglich gewesen. Nur alle Neuanpflanzungen einschließlich der zwei und dreijährigen Rosen wurden ausreichend gewässert.

Foetida Bicolor blüht bereits schon Ende April wenn das Wetter es zulässt. Sie ist eine Mutation der Fuchsrose (Rosa foetida), auch Persian-Yellow-Rose genannt. Sie erblüht mit flammend roten Blütenblättern, deren Unterseiten gelblich gefärbt sind. Nach der Blüte bleiben noch lange die gelben Staubgefäße am Strauch haften. Sie sehen aus wie kleine Sternchen. Die Rosa foetida Bicolor ist die Stammmutter zweifarbiger und geflammter Rosen und stammt aus Asien.

Gartenansichten Mai Rosenparadies Loccum
Mai im Rosengarten. Viele Rosen stehen in den Startlöchern. Foetida Bicolor ist die erste blühende

Gartenansichten Mai 2019. Kühle Temperaturen wollen so recht noch nicht weichen, daher treiben die Rosen noch eher verhalten. Während des täglichen Rundgangs durch den Garten wird jede Knospe und sei sie noch so klein freudig begrüßt. Die Restfeuchtigkeit des Bodens scheint ausgereicht zu haben um den Dünger aufzulösen. Zumindest erst mal den mineralischen Anteil.

Gartenansichten Mai Rosenparadies Loccum
so langsam sprießt alles. Die Vorfreude auf die Rosenblüte nimmt täglich zu

Fast explosionsartig wurde alles in der zweiten Maiwoche grün. Es gab ein paar kleinere Regenschauer die eigentlich gar nicht so nennenswert waren, sie haben aber gereicht um den Pflanzen wenigstens etwas Wasser zu spenden. Sie haben es aufgesaugt und zum Wachsen benutzt als würden sie wissen, dass es so schnell nichts wieder gibt

Gartenansichten Mai 2019 Rosenparadies Loccum Madame Plantier und Charles de Mills
Die beiden Historischen Rosen Madame Plantier und Charles de Mills

Alba Rose Mme Plantier und Gallica Charles de Mills haben sich wie immer gut herausgemacht. Zahlreiche Knospen sind bereits an den Sträuchern vorhanden und versprechen eine reiche Blüte. Ganz hinten ist Frühlingsgold zu sehen, die bereits am Blühen ist.

 

Gartenansichten Mai 2019 Alba Rose Blush Hip
Blick auf die Alba Rose Blush Hip in der letzten Maiwoche, die ersten Blüten öffnen sich

Rechts, die Alba Rose Blush Hip im Hintergrund hat enorm an Größe zugelegt. Sie ist über und über mit Knospen besetzt, wovon die ersten schon reichlich Farbe zeigen.

Während man vielen öfter blühenden Sorten die Trockenheit, den Wasser-mangel ansieht, weil sie teilweise recht wenig Blattmasse haben, so ist es den Historischen Rosen offenbar völlig egal, sie sitzen dieses Jahr so voller Knospen und strotzen nur so vor Vitalität und Gesundheit.

 

Mittlerweile bin ich geneigt, mehr Historische Einmalblüher anzupflanzen. Lieber verzichte ich auf die zweite Blüte und begnüge mich mit der Reich-haltigkeit des überschwänglichen Blütenreichtums der Alten Sorten.

Sollte die Trockenheit in den nächsten Jahren wirklich anhalten, so wie es uns die Experten und Wissen-schaftler prophezeien wären diese alten Rosen pflegeleichte Alternativen zu den öfter blühenden Sorten. Sie stecken Wassermangel viel besser weg, begnügen sich auch mit kargen Böden und machen viel weniger Arbeit

Foto unten: Alba Rose Blush Hip 3 Wochen später: ein Traum. ich nenne sie liebevoll Monsterrose

Alba rose Blush Hip Gartenansichten Rosenparadies Loccum
Blush Hip im Juni 2019

links: Clematis montana var Wilsonii und daneben Clematis montana Freda stehen zur Zeit in voller Blüte. sie sind das erste Highlight in jedem Jahr bevor die Rosen anfangen zu blühen. Ihre Blütezeit hält ca 4-6 Wochen an, je nach Wetterlage

Die Rose Staffa gehört zu den Pimpinellifolias, den Spinosissimas, den Bibernell-Rosen. Rosen dieser Gruppe werden nicht allzu groß, bilden dichte Sträucher mit gut bewehrten Trieben. Das kleine farnartige Laub ist auch ohne Blüten schön anzusehen. Staffa gehört auch zu den ersten Rosen, die im Frühsommer ihre Blüten zeigen. Sie ist eine sehr blüh freudige Rose und sehr beliebt bei Hummel, Biene un Co. Weitere Fotos

Spinosissimas Hybride Frühlingsgold ist auch ein Frühblüher. Sie braucht um richtig zur Geltung zu kommen etwas mehr Platz im Garten, denn sie bildet einen Strauch von 2,50 m Höhe und Breite. Allein schon ihre Knospen sind ein Kunstwerk wie man auf dem Foto sehen kann. Mehr Fotos Beschreibung

Frühlingsgold, Marguerite Hilling und Nevada sind alle samt früh blühende Sorten, die bereits im Mai anfangen zu blühen. Sie stehen alle ganz oben auf dem Speiseplan der Bienen und co. Bei schönem Wetter sind wirklich fast alle Blüten an den Sträuchern besetzt.

Marguerite Hilling ist Kreuzung (Hybride) von Rosa moyesii mit Gartenrosen.
Marguerite Hilling

Dieser faszinierende Strauch, mit seiner unbeschreiblichen Blütenpracht wächst robust, aufrecht-überhängend und wird bis zu 2 m hoch und eben so breit. Man muss Madame Hilling schon genügend Platz zur Verfügung stellen, damit sie ihre ganze Pracht voll entfallen kann.

Marguerite Hilling gehört zur Gattung rosa moyesii Rosen auch Mandarin-Rose
Marguerite Hilling

Auch auf dem nächsten Foto ist Marguerite Hilling zu sehen, allerdings von der Rückseite. Warum blüht sie denn jetzt zweifarbig fragen uns viele unserer Leser, oder sind es zwei verschiedene Rosen die hier zusammengepflanzt wurden? Nein es ist eine Rose. Die weiße Farbe ist ein so genannter Rücksports. Die Elternsorte die weiße Nevada setzt sich wieder durch. Jetzt haben wir sozusagen zwei Rosen in einer

Eine ausführliche Beschreibung der Rose gibt es unter unsere schönsten Rosen

Marguerite Hilling mit Rücksport Nevada
Marguerite Hilling mit Rücksport Nevada

Auch eine sehr früh blühende Bibernell Rose ist Rosa majalis Plena das Zimtröschen oder auch Mairose genannt.

Aus ihr soll mal ein bis 1,50 m hoher, sich durch unterirdische Ausläufer ausbreitender Strauch mit braunroten Zweigen werden.

 

Ihre duftenden stark gefüllten Blüten, die nur 4-5 cm groß werden erscheinen in großer Zahl. Eine kleine Kostprobe hat sie uns schon in diesem Jahr gegeben

Sie ist erst neu gepflanzt und wird bestimmt im nächsten Jahr zu meinen Lieblingen gehören

 

William III, Single Cherry und Therese Bugnet unten auf den Fotos verwöhnen uns auch schon ab Mai mit hübschen Blüten

Gallica Rose Charles de Mills
Charles de Mills Anfang Juni voller Knospen

Im Juni dann überviel uns schlagartig die erste Hitzewelle des Jahres. In diesem Monat gab es anderer Orts starke Gewitter, Stürme, Starkregen. Hier bei uns war es ruhig, oft schwül warm mit kleineren Gewittern die wenig Regen brachten.

 

Die Rosen explodierten förmlich in einer Woche. Sie waren teilweise prächtig, anderen sah man die Trockenheit an. Die oft schwülen Temperaturen ließen die Mehltaupilze sprießen. Seltsamerweise waren in diesem Jahr sonst eher gesund wachsende Rosen befallen, während andere "Pflegefälle" erstaunlich gesund blieben.

 

Wir spritzten wöchentlich mit Vitanal/Milch/Natron Mischungen um die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Das klappt ganz gut. Bis auf ein paar Sorten sehen die Rosen gut aus.

 

Die Historischen Rosen sind in diesem Jahr wirklich nicht zu überbieten was den Blütenreichtum betrifft. Man kommt aus dem Staunen gar nicht wieder raus. Sie sind so prächtig und wunderschön. Teilweise sind die Blüten etwas kleiner als üblich, was aber denke ich bei dieser Fülle ganz normal ist. Man kann nur staunen wenn man bedenkt, das diese Rosen ja schon seit Frühjahr 2018 mit so wenig Wasser überleben mussten.

 

Der Juni scheint nach dem kalten Mai allerhand bieten zu wollen.


(mehr dazu bei wetter.de)

Der Juni scheint nach dem kalten Mai allerhand bieten zu wollen.


(mehr dazu bei wetter.de)

Gallica Rose Charles de Mills
Charles de Mills eine Woche später so eine reichhaltig Blüte. Der Wahnsinn

Nachfolgend habe ich mal ein paar Fotos unserer Historischen Rosen vom Juni 2019 zusammen gestellt.

Mit einem Klick auf die Fotos werden sie vergrößert und der Sortenname wird sichtbar

 

Anfang Juni: ein paar früh blühende Stauden zeigen schon ihre Pracht. Das weiße Mädesüß, die blaue Jakobsleiter und auch der Lavendel hat schon Knospen ausgebildet

 

Die rote einmalblühende Kletterrose Flammentanz und daneben die Clematis viticella Romantica.

 

Während Flammentanz schon für ihre Verhältnisse sehr früh mit der Blüte beginnt, dauert es bei der Clematis noch 2 Wochen bevor die Blüten aufgehen.

 

Als Unterpflanzung habe ich mich hier für verschiedene Heuchera und Frauenmantel entschieden. Die Heucheras sehen das ganze Jahr über schön aus mit ihrer bunten Blattfarbe. Aber diese hier blühen auch sehr schön an aufrechten Stängeln

Bartnelken Dianthus barbatus
Bartnelken

In diesem Jahr habe ich mal wieder Bartnelken (Dianthus barbatus) gepflanzt. Sind sie nicht prächtig in diesen vielen unterschiedlichen Farben? Und duften tun sie auch noch dazu. Sie haben bereits Ende Mai angefangen zu blühen und die letzten habe ich erst Ende August runter geschnitten. Also fast 4 Monate Blütezeit.

Rechts die Ebensträußige Wucher-blume(Tanacetum corymbosum) die ihre Margeriten ähnlichen Blüten von Anfang Juni bis August zeigt

Ebensträußige Wucherblume Tanacetum corymbosum
Ebensträußige Wucherblume

Polemonium caeruleum ssp. yezoense 'Purple Rain' Japanische Jakobsleiter
Goldlack und Japanische Jakobsleiter
Veronica gentianoides Enzian Ehrenpreis
Enzian Ehrenpreis
Polemonium caeruleum Jakobsleiter
Europäische wild wachsende Jakobsleiter

weiße Jakobsleiter Polemonium caeruleum
Weiße Jakobsleiter

Alle hier zu sehenden Stauden beginnen schon früh, Anfang bis Mitte Mai mit ihrer Blüte. Diese europäischen Wildstauden sind bei uns leider in Vergessenheit geraten. Dabei sind sie es doch wirklich wert wieder öfter gepflanzt zu werden.

Sie werden gern von Bienen und Hummeln besucht und wenn man Verblühtes regelmäßig schneidet gibt es Blüten bis weit in den August.

So sät sich auch nichts aus, wo man es nicht haben will

Filipendula vulgaris kleines Mädesüß/ Spierstrauch
kleines Mädesüß

Italienische Ochsenzunge Anchusa azurea (italica)
Italienische Ochsenzunge Anchusa azurea (italica)

Die Italienische Ochsenzunge Anchusa azurea (italica) ist eine imposante Staude die es bei uns in diesem Jahr auf 2m Höhe und Breite geschafft hat.(sie sollte eigentlich laut Beschreibung höchstens 1,20 m hoch werden und hatte daher einen völlig verkehrten Platz neben der Rose Bukavu im Hochbeet) Sie war der Hingucker an den Tagen des offenen Gartens. Die Ochsenzunge liebt volle Sonne und einen sandigen, durchlässigen Boden. Bei zu großer Feuchtigkeit verfaulen leicht die Wurzeln. Gleichzeitig ist auf ausreichende Nährstoff-zufuhr zu achten. Sind diese Bedingungen erfüllt, so ist die Ochsenzunge mehrjährig, auf schweren, leicht vernässenden Böden ist sie eher kurzlebig. Ein starker Rückschnitt unmittelbar nach der Blüte erhöht die Wahrscheinlichkeit der Mehrjährigkeit deutlich.

Im Hintergrund Clematis montana var Wilsonii. Beide standen Anfang Juni in voller Blüte

Clematis integrifolia Double Rose
Clematis integrifolia Double Rose
Clematis integrifolia Aromatica
Clematis integrifolia Aromatica

Auch die Staudenclematis Clematis integrifolia Double Rose und integrifolia Aromatica sind zu dieser Zeit schon fleißig am Blühen. Aromatica wächst vor der Kletterrose Laguna, die gerade erst anfängt zu blühen.

Beetrose Eisvogel mit rot weißen Akeleien
Beetrose Eisvogel mit rot weißen Akeleien

Die rot weißen Akeleien zeigen schon seit einiger Zeit ihre eindrucksvollen Blüten. Jetzt treibt passend zu ihnen die Beetrose Eisvogel ihre ersten Blüten

Meine selbst aus Samen herangezogenen Stauden haben sich prächtig entwickelt. In 2 Wochen ist Tag der offenen Gartenpforte mit einem kleinen Pflanzen Flohmarkt auf dem ich meine Pflanzen für kleines Geld abgebe.


Rundgang durch unseren Rosengarten
Gartenansichten Anfang Juni 2019
Rhapsody in Blue Gartenansichten Rosengarten
Rhapsody in Blue

Anfang Juni 2019: Es ist heiß, Tagelang 30° und mehr zeigt das Thermometer an.Wohin man schaut eine Explosion an Rosenblüten. Alle zeigen Farbe. Kaum zu glauben, das die Rosen jetzt in so kurzer Zeit fast alle auf einmal blühen sind, wenn man bedenkt das es vor 2 Wochen noch kalt war.

 

Die warmen Tage haben nicht nur alle Rosen erblühen lassen, auch die erste Läuseinvasion gab es und ist Mengen wie ich sie noch nie erlebt habe.

 

Dieses Mal hatte ich auch überlegt ob man etwas dagegen tun sollte aber ich wartete erst ab. Die Vögel waren am Brüten und brauchten bald Futter für ihre Jungen. Außerdem hatte ich vor Tagen in fast jedem zweiten oder dritten Lavendelbusch Marienkäfernester entdeckt und auch Florfliegen gab es reichlich. Und siehe da meine Entscheidung sollte richtig gewesen sein. Innerhalb kurzer Zeit war die Läuseproblematik überstanden. Wieder mal eine Bestätigung, das die Natur so etwas auch alleine regeln kann. Lediglich meine kleinen selbst gezogenen Stauden habe ich 2 Mal mit Neem behandelt. Läusepflanzen lassen sich nun mal nicht gut verkaufen.


Auf der nächsten Seite geht es weiter mit dem Spaziergang 2019 durch den Rosengarten