Rezepte mit Rosenblüten

Bereits vor Jahrhunderten wurde mit den Blütenblättern der Rose gekocht, kandierte Rosenblätter zählten schon damals zu den begehrtesten Köstlichkeiten .

Kann man alle Rosenblüten  verwenden?

Welche diese duftenden Rosensorten eignen sich besonders gut für die Zubereitung von

Rosen Gelee, Marmelade, Sirup oder Bowle ?

Rosen zum Essen und Trinken Rezepte mit Duftrosen aus unserem Rosengarten
Ramblerrose Jasmina hervorragend geeignet für Limonade, Gelee

 

Aus diesem Thema kann meine eine endlose Diskussion machen.

 

Oft ließt man, das die Damasszener Rosen am geeignesten zur Verarbeitung sind. In der Literatur und in vielen Rezepten gilt die Rose de Rescht als der Klassiker.

 

Ich liebe zum Beispiel die Reine des Violettes und da sie auch üppig blüht, verwende ich sie. Ich habe auch schon die modernen Rosen Westerland, Freisinger Morgenröte oder Dornröschenschloß Sababurg für Gelee, Marmelade und Limonade verwendet

 

Oft ließt man auch, das jede Rose, die intensiv duftet verwendet werden kann. Der Meinung bin ich nicht. Duftet eine Rose zu sehr nach einem starken Parfum, dann kann mein Rosengericht oder Rosengetränk seifig schmecken.

 

Das ist mir passiert als ich das erste Mal Rosensirup gekocht habe. Damals verwendete ich die sehr stark duftende Bourbonrose Adam Messerich, und das Ergebnis war wirklich nicht schmackhaft. Aber mittlerweile, nach vielem Herumprobieren habe ich für meine Zwecke die richtigen Rosenblüten gefunden

 

 

Rosen zum Essen und Trinken Rezepte mit Duftrosen aus unserem Rosengarten
Reine des Violettes für dunklen Rosenblütensirup

 

Zum Beispiel nehme ich für eine Rosen-Pfirsichmarmelade gerne rosa oder pinkfarbene Blütenblätter, die kann man auch in pürierter Form einfach untermischen.

 

Für Rosenblütensirup und -gelee nehme ich   gerne dunkelrote Rosen und für meine Marmelade von gelben Pflaumen oder gelber Mirabelle finde ich die gelben bzw. lachsfarbenen Duftrosenblätter sehr gut.

 

 

Manchmal kombiniere ich auch mehrere Fruchtdüfte, das Geschmackserlebnis wird dadurch interessanter, als wenn nur eine Rosensorte verwendet wird.

Rosen zum Essen und Trinken Rezepte mit Duftrosen aus unserem Rosengarten
Rosa Rugosa Moje Hammarberg sehr lecker für Limonaden, Gelee, Sirup

 

Eine Bekannte schwört darauf, dass sich der durchdringende, süße Centifolienduft (etwa der Sorten "Cristata", "Fantin Latour", "Ombree Parfaite") am besten für Bowle, Limonade, Gebäck und für die Zubereitung von Rosenzucker eignet.

Das kann ich nur bestätigen, ihre Gelees und Limonaden sind sehr wohlschmeckend, aber leider haben wir diese Sorten nicht im Garten.

Für Konfitüren nimmt sie die weniger parfümierten Edelrosen. Die Blutrote "Erotika" beispielsweise hat einen leichten Erdbeergeruch, "Gruß aus Aachen", weißblühend, verströmt einen Hauch von Holunder, die gelbblühende "Frisa" erinnert an Zitronen u.s.w. da muss man halt einfach mal ausprobieren, was einem am besten schmeckt.

 

Viele der Delbard-Rosen duften fruchtig und auch speziell zitronig. Souvenir de la Malmaison ist ebenfalls fruchtig duftend - für mich stark nach Pflaume. Auch fast alle Austin Rosen sind für Rosenblütengerichte und Getränke geeignet. Probieren sie es einfach aus. 

 

Nur eines sollten sie unbedingt beachten: Niemals Blüten von Pflanzen verwenden die mit Pflanzenschutz -Mitteln behandelt worden sind. Die beste Rose schmeckt bitter, wenn sie künstlich gedüngt und womöglich noch gespritzt wurde.


Haben sie  schon einmal Rosengelee gegessen?

Eine Delikatesse, die sehr einfach selber zu machen ist.

Die einzige Voraussetzung dafür sind gut duftende Rosenblüten.

Bei der Rosenblütenernte  sollten die Blütenblätter nicht von der Pflanze abgerissen werden. Besser ist es, sie vorsichtig aus dem Blütenkelch herauszudrehen. Geerntet wird an einem sonnigen Tag Morgens ab ca. 10 Uhr

Als Geleebasis eignen sich Wasser, Wein oder oder verschiedene Säfte wie z.B. Apfel- oder Quittensaft. "Mit Saft wird das Gelee viel vollmundiger als mit Wasser"

Manchen ist der gelbe Blütenboden der Rosen zu bitter - einfach mit der Schere abschneiden.

 

Hier nun eine kleine Sammlung meiner Rosenblütenrezepte

Foto: Rosa Rugosa Moje Hammarberg, diese Rose eignet sich vorzüglich für alle Arten von Rosenrezepten
Foto: Rosa Rugosa Moje Hammarberg, diese Rose eignet sich vorzüglich für alle Arten von Rosenrezepten

 

Die Grundlage für viele Rezepte ist ein selbst hergestelltes Rosenwasser, welches besonders intensiv schmeckt wenn man es folgendermaßen herstellt:

 

  • Sammeln Sie etwa 300g frische Rosenblütenblätter. Da der weiße Blattansatz bitter schmeckt, sollten Sie ihn von der Blüte trennen. Schneiden Sie ihn heraus.
  • Geben Sie 100g der Rosenblüten in eine Schüssel, die kochendes Wasser verträgt.
  • Bringen Sie einen Liter Wasser zum Kochen und übergießen Sie damit die Blütenblätter in der Schüssel. 
  • Der so entstandene Sud sollte mindestens eine Stunde ziehen und langsam abkühlen. Seihen Sie die Blätter anschließend mithilfe eines Siebes ab (in eine separate Schüssel), sodass nur das (Sud-)Wasser übrig bleibt. Die ausgekochten Rosenblätter können Sie auf den Kompost werfen.
  • Säubern Sie die Schüssel und legen die nächsten 100g Rosenblütenblätter hinein. Bringen Sie den Sud (siehe Punkt 4) wieder zum Kochen und wiederholen Sie die Arbeitsschritte 3 bis 4.
  • Wiederholen Sie diesen Arbeitsablauf mit den letzten 100g der Blütenblätter noch einmal, d. h., Sie führen die beschriebenen Arbeitsschritte insgesamt dreimal durch. 
  • Das Sud-Wasser, das Sie am Ende der Prozedur gewonnen haben, können Sie dann in eine keimfreie (vorher ausgekochte) dunkle Flasche zum Aufbewahren umfüllen. 
  • Das selbst gemachte Rosenwasser sollten Sie kühl und dunkel lagern, damit es lange haltbar bleibt. Es kann für vielerlei Rezepte verwendet werden.

....Echtes Rosenwasser ( welches in Apotheken oder Feinkostläden zu kaufen gibt) darf nicht mit einem Auszug (Mazerat) aus Rosenblüten verwechselt werden. Dieser Auszug kann, wie eben beschrieben selbst hergestellt werden, wobei aus Gründen der Haltbarkeit noch reiner Alkohol zugesetzt werden kann.

 

Rosenwasser ist ein ätherisches Wasser der Rose oder Rosa centifolia, das als Nebenprodukt bei der Destillation von Rosenöl aus Rosenblüten anfällt. Es wird auch Rosen-Hydrolat genannt. Die Duftwirkung von Rosenwasser ist dem 2-Phenylethanol zu verdanken

Rosenwasser ist eine wichtige Zutat von bestimmten Marzipansorten und wird auch zur Aromatisierung anderer Speisen vor allem in der arabischen, indischen, iranischen und französischen Küche verwendet... ...Rosenwasser findet auch Verwendung bei der Herstellung von Kosmetik-Produkten, vor allem für die Hautpflege...Quelle: Wikipedia

 

....Aus Rosenwasser, Orangen- und Granatapfelsaft wird übrigens auch der alkoholfreie Champagner-Ersatz hergestellt, der unter anderem bei Motorsportveranstaltungen in den arabischen Ländern anstelle von Champagner verspritzt wird...


Apfel-Rosen-Kaltschale

 

 

Zutaten:

Für 4 Personen

  • 1 kg knackige, leicht säuerliche Äpfel aus neuer Ernte (z. B. Braeburn)
  • 1/2 l Apfelsaft
  • 2 TL Stärkemehl
  • 125 g frische Blütenblätter von Duftrosen
  • 125 g Schlagsahne
  • 2 TL Puderzucker

1. Die Äpfel schälen, achteln, dann in 1 cm dicke Dreiecke schneiden, mit dem Apfelsaft in einen Topf geben, aufkochen, zudecken und vom Herd nehmen.

2. Das Stärkemehl mit 2 EL Apfelsaft anrühren und unter die Apfelmischung rühren. Die Blütenblätter verlesen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Eine Hand voll zum Garnieren beiseite legen, den Rest unter die Äpfel mischen.

3. Das Ganze nochmals offen unter vorsichtigem Rühren kurz aufkochen, bis durch die Stärke eine leichte Bindung entsteht. Abkühlen lassen und kalt stellen.

4. Die Kaltschale in Teller füllen, mit den restlichen Blütenblättern bestreuen. Sahne mit Puderzucker nicht zu steif schlagen und getrennt dazu reichen.



Die Blüten der Rosen von links: Augusta Louise, Candlelight und Chippendale haben einen süßen, fruchtigen Geschmack


Rosenblütenmus

Dieses Rezept ist weiterverwendbar, b.z.w. mischbar mit allen Arten von Früchten,

je nach persönlichem Geschmack 

 

350 g Rosenblütenblätter ( das sind ca. ein halber Messbecher lose eingefüllter Blüten) vorsichtig waschen und in eine Schüssel geben und mit 

500 g Gelierzucker gut vermischen, das Gemisch in einen Hackwolf füllen und durchdrehen, in einer Küchenmaschiene zerkleinern, oder in einem Mörser zerstoßen.

Eventuell etwas Wasser oder Rosensaft hinzugeben.

Es kann Wasser, maximal 1/8 Liter, dazugegeben werden.

 

Sie können das Rosenmus weiter verwenden für vielerlei Marmeladen (einfach mit anderen Früchten mischen und wie gewohnt aufkochen).

 

Dieses Rosenmus kann man auch einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt verarbeiten. 

 

Kleiner Tipp für alle Arten von Konfitüren:

Wenn Sie Fruchtkonfitüren etwas aufpeppen wollen: Dafür genügt es, das heiße Fruchtmus vor dem Verschließen des Glases mit Rosenblütenblättern nur einer Sorte zu bedecken, der Duft zieht hinein und Schimmelbildung wird verhindert.

 


Die Blüten von Alchimist, Blush Hip und Bengali ergeben zusammen ein fruchtiges, und leicht würziges Gelee


Beim Zubereiten von Rosenblüten für Getränke, Marmeladen oder Gelees verfärbt sich die Flüssigkeit oft zuerst grünlich violett, nach dem Hinzufügen von Zitronensäure jedoch nimmt der Rosensud dann einen leuchtenden, durchscheinenden rubinroten Ton an. Bei dunkelroten oder dunkelvioletten Rosenblüten dem entsprechend dunkler. Durch Variieren der Zutaten können verschiedene Rosenkonfitüren und -gelees zubereitet werden.

 

Rezept: Rosengelee

 

 

 

Zutaten:

  • 750 ml Wasser
  • 750 ml Apfel oder Traubensaft
  • 2 l duftende Rosenblüten (egal welcher Farbe!) 1 Liter Rosenblüten entspricht einen 1 L Messbecher voll Blüten sammeln ohne sie hineinzupressen
  • 4 Teelöffel Zitronensaft
  • 2 kg Gelierzucker 1 : 1

Zubereitung:

Man gibt die gesammelten Blütenblätter in einen Kochtopf, und übergießt sie mit den 750 ml kaltem Wasser, alles gut verrühren und  bei Raum -temperatur zugedeckt über Nacht stehen lassen. Die Blüten schwimmen oben auf, lassen sich nicht unter das Wasser rühren, aber trotzdem soll das Ganze über Nacht stehen. 

Am nächsten Tag den Saft dazugeben und alles aufkochen. Dann lässt man den Sud mit den Blütenblättern drin abkühlen, damit das Aroma vollkommen ins Wasser übergeht. Danach wird alles abgeseiht, die Blüten werden nicht weiterverwendet. Nun den Zitronensaft dazugeben.

Die Flüssigkeit zusammen mit dem Gelierzucker nach Vorschrift auf der Packung zu einem Gelee kochen Jetzt kann die Masse in die vorbereiteten Gläser gefüllt werden.

 

 



Eine Mischung der Duftblüten aus Broceliande, Dornröschenschloß Sababurg und Deep Impression ergibt eine knallrote, etwas nach Erdbeer und Himbeer schmeckende Liomonade


Rosenlimonade

 

 

 

Zutaten:

  • 40–60 stark duftende, ungespritzte Rosenblüten, das sind ca. 1 1/2 Messbecher
  • 500 ml Wasser oder Saft ( Traube, Apfel, Quitte,o.ä.)
  • 500 g Zucker
  • 1 Päckchen Zitronensäure

Mit Wasser oder Sekt 1:5 vermischt erhalten sie eine köstliche Limonade

Zubereitung:

Die Blütenblätter abzupfen, den weißen, hellen Blütengrund abschneiden und die Blütenblätter in grobe Streifen schneiden.

 

In der Zwischenzeit das Wasser zum Kochen bringen und über die Rosenblüten gießen. Das ganze über Nacht, zugedeckt stehen lassen.

Am nächsten Tag den Sud durch ein Sieb geben und in einem Topf zusammen mit dem Zucker kurz aufkochen. Den Rosenblütensud erkalten lassen und die Zitronensäure hineingeben und gut schütteln, bis sich alles aufgelöst hat.

 

In Flaschen gefüllt kann der Sud im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt werden



mischt man die Blüten von Fairest Cape, Golden Gate und Freisinger Mörgenröte erhält man einen fruchtigen,

ganz leicht herben Sirup in einer orangen Farbe, mit etwas Vanille ein Geschmackserlebnis


Rosensirup mit Vanille

 

 

 

 

Zutaten:

Für: 3 Flaschen

  • 150 g rosa und violette Blütenblätter von ungespritzten Duftrosen
  • 1 Vanilleschote
  • 750 g Zucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • Außerdem: 3 Flaschen à ca. 300 ml

 

Wie oben schon erwähnt:

Der Sud kann je nach Rosenfarbe auch mal leicht grünlich sein, das ändert sich aber wenn man die Zitrone hinzugibt 

Zubereitung:

Ofen auf 70 Grad (Umluft 50 Grad) vorheizen. 25 g Rosenblätter auf einem mit Küchenpapier belegten Blech verteilen. Auf mittlerer Schiene 1 1/2 Stunden trocknen.

 

Für den Sirup 125 g Rosenblätter in 750 ml kochendes Wasser geben und bei geschlossenem Deckel 8-10 Minuten sprudelnd kochen lassen. Durch ein feines Sieb in eine Schüssel und zurück in den Topf gießen. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herauskratzen. Mark und Schote mit Zucker und Zitronensaft zum Rosenwasser geben und aufkochen. Unter Rühren ca. 5 Minuten sirupartig einkochen.

 

Den Sirup sofort durch ein sehr feines Sieb in heiß ausgespülte Flaschen füllen. Ein paar getrocknete Blütenblätter zur Deko hinzugeben und gut verschließen.

 



Mischt man Moje Hammarberg, Reine des Violettes mit Red Flame ergibt dies einen dunkelvioletten, süßlichen Sirup, Gelee oder Tee


Rosensirup

 

Zutaten: 

für eine halbe Flasche:

  • 6 Tassen Rosenblütenblätter mit besonders intensiver Farbe, z.B. Reine des Violettes, oder Red Flame
  • 1 l Wasser
  • 750 g Rohrzucker
  • Saft von zwei Zitronen

Zubereitung: 

Die Rosenblätter mit Wasser und Zitronensaft aufkochen, vom Herd nehmen und mindestens 3 Stunden oder wie beim Gelee über Nacht ziehen lassen bei aufgelegtem Deckel ziehen lassen.

 

Den Sud abseihen und die aufgefangene Flüssigkeit (die jetzt pinkfarben ist) mit dem Rohrzucker 30 Minuten dick einkochen lassen und sofort in heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

 

Verwendung: Mit sprudelndem Mineralwasser verdünnt zum Trinken oder in Cocktails, mit Sekt oder Weißwein.



Zum Kandieren verwende ich gern Blüten mit kräftigen Farben. von links: Ferdinand Pichard,

Golden Celebration, Rachel Louise Moran


Kandierte Rosenblüten

Rosen kandieren – Schritt für Schritt Anleitung

  • Schritt 1: Zupfen Sie die Rosenblätter sorgfältig vom Strauch und waschen Sie diese dann vorsichtig in einer Schüssel.
  • Schritt 2: Trocknen Sie die Blätter dann anschließend mit einem Küchenkrepp an. Restliche Stiele müssen jetzt entfernt werden.
  • Schritt 3: Schlagen Sie nun Eiweiß mit einer Gabel leicht auf. Achtung!!! Nicht steif schlagen! Die trockenen Rosenblätter werden nun in das Eiweiß ordentlich eingetaucht.
  • Schritt 4: Stellen Sie sich im Vorfeld schon eine Schale mit ausreichend Zucker zurecht. Nachdem Sie die Rosenblätter in das Eiweiß getaucht haben, müssen diese sofort in den Zucker eingetaucht werden bzw. ausreichend mit Zucker bestreut werden.
  • Schritt 5: Erwärmen Sie den Backofen auf 50 Grad Celsius. Legen Sie die kandierten Rosen einzeln nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Nun schieben Sie die Rosenblätter für eine Stunde in den Backofen. Während dieser Zeit sollte die Backofentür ab und an einmal geöffnet werden.
  • Kandierte Rosen aufbewahren: Idealerweise werden kandierte Rosen immer sofort verzehrt. Sie können aber auch die Rosenblätter in einer großen Schachtel, die mit Pergamentpapier ausgelegt ist, einige Zeit trocken und kühl aufbewahren.
  • Achten Sie aber darauf, dass die einzelnen Rosen möglichst ohne Druck in eine verschließbare Schachtel sortiert werden. Trennen Sie übereinander gestapelte Rosen mit Papierzwischenlagen. Hier ist große Vorsicht geboten.

Statt der einzelnen Rosenblütenblätter können auch ganze gereinigte Röschen verwendet werden.

 

Dekorativ sieht ein Dessertteller mit fächerartig aufgeschnittenen Erdbeeren aus, die auf Vanilleeis angerichtet sind und mit Erdbeerblüten und den kandierten Rosen umlegt sind...

 


Die Blütenblätter von Rose de Resht, Shining Beauty oder Salita geben ihr Aroma besonders gut ab


Rosenzucker

100 g getrocknete Rosenblätter und 100 g Zucker mit dem Mixstab sehr fein zerschlagen oder in der Küchenmaschine zu Staubzucker verarbeiten. In Gläser füllen und dunkel aufbewahren. 

Dieser Zucker eignet sich hervorragend zum Bestäuben von Gebäck oder zum Süßen von selbst

hergestelltem Marzipan. (Quelle: Frau Hedwig Dickhaut, Rosenfreundeskreis Dortmund) 

 


Zu dem Rosengelee mit Stachelbeeren passt das Aroma der nach Äpfeln duftenden  New Dawn und Madame Alfred Carriere


Rosengelee nach Uromas Art

1 Schüssel Rosenblätter  ungespritzt - verlesen, waschen, evtl einige schöne zu Seite legen mit                                                         kochendem Wasser überbrühen, 24 Std. stehen lassen, abgießen, ergibt 1 kg Saft

1 kg Stachelbeeren         mit etwas Wasser weichkochen, abgießen, ergibt 1 kg Saft

1 kg Stachelbeersaft       Saft mit

1 kg Rosenwasser           Rosenwasser und

2 kg Gelierzucker            Zucker nach Packungsbeilage aufkochen

                                        In 6 Marmeladengläser etwas von der Geleemasse einfüllen, etwas abkühlen                                                 lassen

6 aufgeblühte Rosenblüten -ungespritzt-  (für 6 Gläser zum Verschenken) waschen, Blüte mit einer Hand umfassen, mit der anderen Hand Stiel und Blütenstempel herausziehen. Blütenblätter  zusammenhängend in das Glas geben, Gelee fest werden lassen, dann mit der restlichen etwas abgekühlten Geleemasse auffüllen, Blätter mit Hilfe eines Holzstäbchens in die richtige Lage bringen. Gläser fest verschließen

                     

                    Die Flüssigkeit darf nicht zu heiß sein, sonst werden die Rosenblätter gleich kraus

                                                              Zum Verschenken: 

Deckel mit einem mit Rosen bedruckten Taschentuch umschließen und einem passenden Band dekorativ verbinden.

 


Madame Plantier, Yellow Romantica und Winchester Cathedral eignen sich für helle Gelees und Marmeladen


Rosen-Pfirsich-Marmelade

 

 

 

 

Zutaten:

  • 1 kg reife Pfirsiche oder Nektarinen
  • 2 EL Zitronensaft
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Hand voll (ca. 20 g) unbehandelte, Rosenblütenblätter

 

Zubereitung:

Pfirsiche kreuzweise einritzen, 30-60 Sek. (je nach Reife) in kochendes Wasser legen, bis sich die Haut leicht löst. Kalt abschrecken, schälen, halbieren und entsteinen. Eine Hälfte mit Zitronensaft im Mixer pürieren, die andere sehr klein würfeln. Beides mit Gelierzucker mischen, mindestens 3 Std. ziehen lassen.

 

Die Früchte in einem großen Topf bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis alles kräftig sprudelt. 4 Min. sprudelnd kochen lassen, dabei immer weiterrühren.

 

Den Topf vom Herd nehmen, die Rosenblätter einrühren. Twist-off-Gläser mit der heißen Masse randvoll füllen. Sofort verschließen.

 



Duftende Blüten von Albrecht Dürer, Benjamin Britten und Alexandra Princess de Luxembourg

verfeinern jeden Marmeladengeschmack


Erdbeere-Rosen-Marmelade

 

 

Zutaten für 6 Gläser à ca. 250 ml:

  • 1 1/2 kg Erdbeeren
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Saft einer Limette
  • 1/2 TL gemahlene Bourbonvanille
  • 2 EL Rosenwasser selbst hergestellt( siehe oben) oder aus der Apotheke

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen, putzen, in Stücke schneiden und mit dem Gelierzucker mischen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.

 

Den Limettensaft und die Vanille zum Erdbeer-Zucker-Gemisch geben, unter Rühren aufkochen und 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.

 

Das Rosenwasser unterrühren, die Erdbeermarmelade sofort in die vorbereiteten Gläser füllen und fest verschließen.

 

Gläser auf die Deckel stellen und 10 Minuten ruhen lassen. Wieder umdrehen und auskühlen lassen.



Für den Rosenlikör Sorten verwenden, die ihren Duft und Farbe besonders gut abgeben, wie hier z.B. Blush Hip,

Centifolia Muscosa, Dornröschenschloss Sababurg


Rosenlikör

 

 

Zutaten:

  • 1 Liter Rosenwasser aus ca. 60 Rosenblüten
  • 1 Liter hochprozentiger Schnaps (kann Whisky, Kognak, Doppelkorn u.s.w sein, je nach Geschmack, muß nur über 35 %Vol. haben)
  • 400 - 500  Zucker ( je nach Geschmack und wie süß es werden soll
  • etwas Zitrone nach Geschmack
  • 1 cl Weingeist (bei hochprozentigem Schnaps nicht nötig)

 

Zubereitung:

Die Blütenblätter abzupfen, den weißen, hellen Blütengrund abschneiden und die Blütenblätter in grobe Streifen schneiden.

Das Wasser zum Kochen bringen und sofort über die Blütenblätter gießen. Zugedeckt einige Stunden besser über Nacht ziehen lassen.Dann sind die

Farb- und Duftstoffe aus den Rosenblättern ins Wasser übergegangen. 

Den erkalteten Rosensud durch ein Sieb in ein Gefäß abgießen. Alkohol, Zucker, und Zitronensäure oder Saft hinzugeben und gut schütteln. In Flaschen abfüllen und genießen

Dieser Likör kann sofort getrunken werden. Prost!

 



Rosenlikör Rezept Nr. 2

 

 

 

Zutaten:

  • Für 2 Flaschen à 500 ml
  • 125 g frische Centifolien-Blütenblätter
  • 3-4 Korianderkörner
  • 2 cm Zimtstange
  • 700 ml klarer Schnaps
  • 350 ml Läuterzucker  siehe Tipp: (brauner Zucker geht aber auch)
  • evtl. 1-2 Tropfen Rosenöl (Apotheke)
  • evtl. 1 TL Kirschsaft

Je nachdem welche Duftrosen man verwendet schmeckt der Likör immer wieder anders. Es müssen nicht unbedingt Centifolienblüten sein.Versuch lohnt sich !! So werden sie mit der Zeit immer kreativer

 

....Sortenempfehlungen der duftenden Centifolien finden sie am Ende der Seite...

 

1 Centifolien-Blätter kurz in kaltem Wasser waschen und abtropfen lassen. Blütenblätter mit Koriander und Zimt in ein Einmachglas (1 l Fassungsvermögen) geben, den Alkohol dazugießen, das Glas verschließen und 2-3 Wochen an einen sonnigen Platz stellen.

 

2 Den Inhalt des Einmachglases durch einen Kaffeefilter gießen und mit Läuterzucker verrühren. Evtl. mit Rosenöl aromatisieren und mit Kirschsaft färben. In Flaschen füllen, verkorken, den Stopfen mit einem Tuch abdecken und verschnüren.

Zubereitungszeit: 30 Minuten (plus Ruhezeit)

 

Tipp: Läuterzucker nennt man den in der Patisserie viel verwendeten 50-prozentigen Zuckersirup. Dazu 500g Zucker mit 1/2 Liter Wasser erhitzen und etwa 1 Minute kochen, bis die Mischung klar ist. Im Kühlschrank ist er lange haltbar. Sein Name stammt aus der Zeit, in der es keinen weißen Zucker gab. Die Konditoren kochten den Zucker mit Wasser auf, um ihn dann mit Eiweiß zu klären, also zu läutern.



Wie wäre es mit Jacques Cartier, La Negresse und Madame Anisette für die Sommerliche Bowle


Rosenbowle

 

 

 

Zutaten:

  • 20 Duftrosenblüten
  • 2 l milder Rotwein oder Weißwein
  • 4 cl Rosenlikör (selbstgemacht)
  • 150 g Zucker
  • 1/2 Vanillestange
  • etwas Zimt
  • Saft von 3 Orangen
  • 1 Flasche Sekt
  • 1 Flasche Selters

 

 

Zubereitung:

 

Die Rosenblütenblätter vorsichtig waschen und abtropfen lassen. In ein Gefäß füllen, den Wein, Rosenlikör, Zucker, Vanillestange, etwas Zimt und den Orangensaft hinzufügen.

 

Das Ganze vier bis sechs Stunden zugedeckt ziehen lassen. Das Aroma wird verstärkt, wenn Sie den Wein zuvor etwas erwärmen.

 

Vor dem Servieren die kalte Flüssigkeit in ein Bowlengefäß seihen, mit gekühltem Sekt und Mineralwasser aufgießen. Zur Dekoration einige ausgewählte Rosenblüten auf der Bowle schwimmen lassen.

 



Rosa Rugosa Polarsonne und Rose de Resht geben ihre Farbe und Aroma schnell ab, desshalb besonders geeignet für Tee


Rosenblütentee

 

Aus den Blütenblättern von 1 ungespritzen Rose - frisch oder getrocknet - bereiten Sie sich etwa einen Viertelliter Tee zu. Man gibt einen Viertelliter kochendes Wasser in eine leere (!) Teekanne und lässt es etwa 5 Minuten abkühlen. Dann kommen die Rosenblütenblätter hinein und s o f o r t wird auch der Deckel draufgelegt, damit die ätherischen Öle nicht entweichen.

Die am Deckel hängenden Tropfen klopfen Sie vor dem Einschenken herunter, damit sie in die Flüssigkeit fallen.

Bei Magenkrämpfen wirkt dieser Tee krampflösend und entspannend.

Zur Entspannung dient Rosenblüten-Tee auch bei Menstruationsbeschwerden, an den "Tagen vor den Tagen", an denen die Nerven strapaziert sind und auch in den Wechseljahren ist Rosenblüten-Tee eine Wohltat. Dieses Rezept stammt aus www.kraeuterweisheiten.de/rosen


Mit den stark duftenden Blüten der Rosen Tom Wood, Schöne Kirchdorferin und Purple Lodge werde ich demnächst etwas experimentieren.


Rosentorte

Zutaten:

Für den Bisquitboden:

  • 5 ganze Eier,
  • 5 Esslöffel heißes Wasser,
  • 250 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 1 Messerspitze Backpulver

Für die Füllung:
(Rosenlikör oder Zitronenlikör wenn gewünscht)

  • 400 g Rosengelee oder
  • 200 g Rosengelee und 500 g geputzte, halbierte Erdbeeren
  • 200 g Schlagsahne
  • 2 – 3 Teelöffel Rosenzucker

 

Für die Dekoration:

  • 1 – 1 1/2 Becher Sahne
  • 3- 4 Teelöffel Rosenzucker
  • frische Rosenblütenblätter

Zubereitung:

 

Bisquitboden:

 

5 ganze Eier mit

5 Esslöffeln heißem Wasser etwa 1 Minute schaumig schlagen. Weiter rühren und dabei

250 g Zucker und

1 Vanillezucker einrieseln lassen. So lange rühren bis der Zucker nicht mehr knirscht.

250 g Mehl und

1 Messerspitze Backpulver unterziehen, nicht rühren.

Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

Den Teig einfüllen und sofort ca. 60 Minuten bei Ober/Unterhitze 170 – 200 Grad oder Umluft 150-180 Grad backen.

Garprobe mit Holzstäbchen: Es darf kein Teig kleben bleiben.

 

Torte aus der Form nehmen, auskühlen lassen und einmal quer durchschneiden.


Füllung:

Wenn gewünscht den unteren Boden mit etwa einem Likörglas voll Rosenlikör oder Zitronenlikör tränken.

Etwa 400 g Rosengelee glatt rühren und auf den Tortenboden streichen.

Oder verwenden Sie nur 200 g Rosengelee und verteilen darauf 500 g Erdbeeren.

200 g Sahne steif schlagen und mit 2 – 3 Teelöffeln Rosenzucker würzen, auf das Gelee oder die Erdbeeren geben und verstreichen.

Obere Tortenhhälfte auflegen.

 

Dekoration:

Nochmals 1 – 1 1/2 Becher Sahne steif schlagen. Eventuell Sahnesteif zufügen. Die Hälfte der geschlagenen Sahne für die Dekoration abnehmen. Die andere Hälfte mit nochmals 3-4 Teelöffeln Rosenzucker würzen und Deckel und Seiten bestreichen.

Die ungefärbte Sahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und ein Muster auf die Torte spritzen. Mit Rosenzucker und Rosenblütenblättern dekorieren.

Gut gekühlt servieren.

Dies Rezept stammt aus: Die zauberhafte Welt der Rosen, www rosenzeit.com

 

Viele weitere Rezepte mit Rosenblüten finden sie unter: www.garten-literatur.de/Pflanzen/Rezepte/rosen

oder kreieren sie doch einfach ihre eigenen Rosenblütenrezepte.



Den Rosenblüten sagt man auch Heilkräfte zu..

Hildegard von Bingen schrieb:

"Sammle die Rosenblätter bei Tagesanbruch und lege sie über die Augen - sie machen dieselben wieder klar".

 

Wegen ihres lieblichen und erquickenden Duftes geschätzt, zählte sie zu den vier Herzstärkenden Blumen und war ein beliebtes Heilmittel bei Entzündungen der Augen, Ohren und des Mundes aber auch bei Magen-, Kopf- und Zahnschmerzen fand sie ihren Beachtung.


Centifolien - Bauernrosen

Möchten sie eine Zentifolie in Ihrem Garten pflanzen, finden es hier ein paar Sortenvorschläge:

 

Die Centifolien sind die 'Bauernrosen' vergangener Zeiten und noch heute ihrer üppigen Blüten und des süßen Duftes wegen beliebt. Sie werden auch Rosa centifolia, Die Hundertblättrige Rose, Kohl-Rose, Provence-Rose oder eben Bauernrosen genannt.

 

....Eine Untergruppe der Zentifolien sind die Moosrosen. 

Die Zentifolien zählen zu den alten Rosen und sind in Bauerngärten sehr beliebt, winterhart, lieblich duftend. Ihr Blütenspektrum reicht von Weiß über Rosa bis Dunkelrot.

 

Die Zentifolie entstand - wie man durch genetische Untersuchungen herausgefunden hat - als Kreuzung aus Rosa gallica, Rosa moschata, Rosa canina und Rosa × damascena.

 

Die Blütenblätter der Zentifolien werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser, für kosmetische Zwecke und Parfüm, sowie zur Zubereitung von Rosenkonfitüre verwendet. Die Sorte 'Reine des Centifeulles', ist als „Königin der Zentifolien“ eine bemerkenswerte Rose mit typischem, feinem Duft und großen, dicht gefüllten rosafarbenen Blüten im Juni. Von den über 200 Zentifolien, die im 17. und 18. Jahrhundert bekannt waren, sind heute noch etwa 20 Sorten der Rosa × centifolia im Handel.

Eine Auswahl beliebter Sorten im Überblick:

 

'Blanchfleur', Vilbert 1835;

'Bullata', 16. Jahrhundert, rosa;

'Fantin Latour', 19. Jahrhundert, rosa, stark duftend;

'Juno', 1832, weiß-rosa;

'Parvifolia', 1664, violett-rosa;

'Petite de Hollande', um 1800, rosa;

'Reine des Centifeuilles', Belgien 1824, reinrosa;

'Rose de Meaux', vor 1789, rosa;

'Rose de Meaux White', weiß - ein Sport der 'Rose de Meaux';

'Spong', um 1805, rosa, schwach duftend;

...Quelle Wikipedia.


Damaszener-Rosen

Auch die Sorten der Rosa damascena werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Die Damaszener-Rose wurde Heilpflanze des Jahres 2013. Nach Angaben des Vereins NHV, der die Pflanze dazu gekürt hat, wirkt die Pflanze entzündungshemmend, krampflösend und fiebersenkend.

Die Aromatherapie verwendet ihr ätherisches Öl u. a. zur seelischen und körperlichen Entspannung

 

Bekannte Sorten der Rosa Damascena sind:

 

'Isphahan', synonym 'Pompon des Princes' vor 1832, rosa

'Madame Hardy', 1832, weiß, kletternd

'Marie-Louise', 1813, rosa

'Rose de Resht', vor 1880, purpurfarben; wird oft auch zu den 'Portland-Rosen' gezählt

'Trigintipetala', um 1689, rosa

'York and Lancaster', 1551, weiß-rot, teilweise auch gefleckt

 

Die größten Anbaugebiete der Damaszener Rose liegen in Bulgarien. Dort im Rosental werden zirka 1,5 Tonnen Rosenöl pro Jahr produziert

Quelle: Wikipedia


Alle Fotos auf dieser Seite sind in unserem Garten gemacht worden. Sie zeigen Rosen, die

( so empfinden wir es jedenfalls )einen sehr wohlriechenden Duft verströmen und die sich gut für die Zubereitung von Rosenrezepten eignen, da sie ihre Aromen und auch die Farbe gut abgeben


Ab der nächsten Seite finden sie weitere Sortenvorschläge von besonders

stark und intensiv duftenden Rosen.