Stärkungsmittel für Rosen

Brennessel- und Kräuterjauchen als natürliche Dünger und Schädlingsbekämpfer

einfache Rezepte mit denen sie Ihre Rosen natürlich stärken können

Stärkungsmittel für Rosen Mit Kräuterbrühen die Rosen stärken
F.J. Grootendorst

 

 

Eine sehr gute Alternative zur konventionellen Schädlingsbekämpfung mittels Chemie bieten Kräuterbrühen und Kräuterjauchen.

 

Tinkturen verschiedener Wildpflanzen können überdies als Dünger verwendet werden.

 

Wie bei den meisten Hausmitteln gilt auch hier:

 

Nur regelmäßiger Einsatz zeigt Wirkung !

 

 

 

 

Was ist eine Kräuterbrühe, was ist eine Kräuterjauche ?

 

Wichtig ist zunächst die Begriffsbestimmung, denn Kräuterjauchen, -brühen, -tees und –auszüge unterscheiden sich nicht nur in der Herstellung, sondern haben zum Teil auch eine unterschiedliche Wirkung.

 

Kräuterbrühen:

Um eine Kräuterbrühe herzustellen, weichen Sie die zerkleinerten Pflanzen für etwa 24 Stunden in Regenwasser ein und lassen die Mischung anschließend für etwa eine halbe Stunde leicht kochen. Nach dem Abkühlen werden die Pflanzenreste ausgesiebt und die Brühe möglichst umgehend ausgebracht.

 

Kräuterauszüge:

Bei Kräuterauszügen handelt es sich um Kaltwasser-Auszüge. Man rührt die zerkleinerten Kräuter am besten abends in kaltes Regenwasser und lässt die Mischung über Nacht stehen. Am nächsten Morgen sollte der frische Auszug nach dem Aussieben der Kräuter direkt verwendet werden.

 

Kräuterbrühen und -jauchen wirken meistens indirekt als Pflanzenstärkungsmittel. Sie enthalten verschiedene Mineralien wie beispielsweise Kalium, Schwefel oder Kieselsäure und machen Ihre Pflanzen damit widerstandsfähiger gegen zahlreiche Blattkrankheiten. Einige Kräuter produzieren jedoch auch antibiotische Wirkstoffe, mit denen Sie direkt gegen einen Pilzbefall oder einen Schädling vorgehen können. Die Kräuterextrakte werden entweder auf die Blätter gesprüht oder durch Gießen über die Pflanzenwurzeln zuführt. Wichtig ist, dass Sie Kräuterpräparate frühzeitig und regelmäßig anwenden, wenn Sie Ihre Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten schützen wollen.

 

Das richtige Ansetzten einer Kräuterjauche: 

 

Diese Jauche kann zur Stärkung der Pflanzen mit allen möglichen Kräutern (auch gemischt) hergestellt werden: 

1. Das Pflanzenmaterial (frisch oder getrocknet) wird zerkleinert, in einem Eimer mit kaltem Wasser übergossen und in die Sonne gestellt. Der Ansatz sollte luftdurchlässig abgedeckt und täglich gerührt werden.

 

2. Nach ein paar Tagen setzt die Gärung ein

(zu erkennen an den aufsteigenden Luftbläschen). Diese frische Jauche kann nun zur Schädlingsbekämpfung im Verhältnis 1:50 mit Wasser verdünnt und gespritzt werden.

 

3. Lässt man das Ganze noch ein paar Tage stehen, erhält man vergorene Jauche, die im Verhältnis 1:20 verdünnt und gespritzt wird.

 

4. Die vergorene Jauche kann auch zum Düngen verwendet werden. Vergorene Jauche ist reif, wenn sie nicht mehr schäumt


Ackerschachtelhalmbrühe

Stärkungsmittel für Rosen Mit Kräuterbrühen die Rosen stärken
Ackerschachtelhalm Foto: zuhause.de

 

 

Aus Ackerschachtelhalm, das auch Zinnkraut genannt wird kann man ein wirksames Mittel zur Vorbeugung gegen verschiedene Pilzkrankheiten herstellen.

 

Der Ackerschachtelhalm enthält neben einigen Mineralstoffen, Spurenelementen und organischen Säuren vor allem viel Kieselsäure.

 

 

Bis August kann die Pflanze gesammelt werden. Oder in Drogerien und Apotheken gibt es für wenig Geld getrocknetes Kraut zu kaufen.

 

Rezept:

100 gr frisches, grob zerkleinertes Kraut (oder 15 gr getrocknetes Kraut)

etwa 24 Stunden lang in einem Liter Wasser einweichen.

Am nächsten Tag aufkochen und eine halbe Stunde lang sieden lassen.

Abkühlen lassen und durchsieben.

Anschließend im Verhältnis ca. 1:3 bis 1:5 mit Regenwasser verdünnen und in der Frühe die Rosen damit spritzen. In der Frühe deshalb, weil die Rosen die Säure besser über das Blatt aufnehmen können wenn sie assimilieren. Alle anderen Sprizungen sollten eher Abends erfolgen! 

 

Man kann diesen Tee als Grundlage für alle Spritzungen verwenden. Etwas Vitanal sauer/kombi oder ähnlichen Blattdünger wie Pilzfrei Fruton nach Anleitung dazugeben und die Spritzbrühe haftet besser am Blatt. 

 

     Es gibt auch fertigen Schachtelhalmextrakt von Neudorff. Ist zwar etwas teurer, aber an so einer Flasche        hat man Jahre lang genug, und die Dosierung ist auch simpel. Vor allem kann man auch kleine Mengen          herstellen. 

 

Warum wirkt der Sud von Ackerschachtelhalm bei Pilzerkrankungen?

 

Der Schachtelhalm enthält Kieselsäure, die über das Blatt aufgenommen, die Zellstruktur stärkt und dadurch die Pflanze widerstandsfähiger macht. Die Pilzsporen finden keine optimalen Bedingungen vor und können schlechter keimen. Gibt man noch etwas Natriumhydrogencarbonat (Backpulver) dazu, wirkt auch diese Mischung fungizid. 

Im Endeffekt wirken chemische Mittel nur wenig anders, sie enthalten zusätzlich jedoch stark fungizide Wirkstoffe die teilweise derartig ätzend sind , das sie für ca. 30% der Rosensorten stark schädigend wirken.

 

Schachtelhalmjauche ist etwas unbekannter, wirkt sich aber ebenfalls positiv auf die Entwicklung der Pflanzen aus.

Für Schachtelhalm-Jauche lässt man den Ansatz mehrere Tage stehen, bis er nicht mehr schäumt. Jauche verdünnt man je nach Stärke 1:10 oder 1:20 mit Wasser.

Besonders anfällige Pflanzen können damit zusätzlich noch gegossen werden.


Rezept gegen Mehltau

Stärkungsmittel für Rosen Mit Kräuterbrühen die Rosen stärken
Mme Isaak Pereire ist etwas anfällig für den Mehltau

 

Bei Mehltau hilft folgendes :

 

Wasser-Milch-Backpulver-Gemisch.

 

Verhältniss 1:10.

Das heißt:  

für  1 l Spritzebrühe nehmen sie 900 ml Frischmilch -100 ml Wasser - 1/2 Pck. Backpulver

( Vollmilch verwenden, keine H-Milch)

 

Mischung gut durchrühren, bis es nicht mehr schäumt.

Damit die befallen Triebe gut einsprühen.

 

( Meist ist nur der Neuaustrieb betroffen.) Spritzung öfter im 3 täg. Rythmus wiederholen.

 

Hier werden die befallenen Blätter nicht mehr gesund, es stoppt aber sofort den weiteren Befall.  (Soll auch gegen die Kräuselkrankheit bei Pfirsichbäumen helfen.) Das haben Wissenschaftler entdeckt, die etwas gegen Pilzbefall bei Zucchini suchten.

 

Die Milchsäure in Verbindung mit dem im Backpulverenthaltenen Natriumhydrogencarbonat stoppt den Befall sofort

 

Wenden sie diese Mischung regelmäßig an, lässt sich der Befall gut in Grenzen halten, wenn sie sofort bei den ersten Symptomen damit  anfangen zu spritzen.

 

An Stelle von Backpulver kann man auch  NATRIUMHYDROGENCARBONAT in der Apotheke kaufen. Da kosten 500 Gramm nur ein paar Euro. Es ist der Hauptbestandteil von Backpulver und lose viel billiger und effektiver.

Man kann auch die Ackerschachtelhalmbrühe anstelle des Wassers zum Ansetzen nehmen und für je einen Liter Spritzbrühe ca einen halben Teelöffel NATRIUMHYDROGENCARBONAT dazu geben

 

Durch die Kieselsäure des Schachtelhalms wird die fungizide Wirkung leicht erhöht. 

 

 

Bei uns in unserem Rosenparadies hat es jedenfalls immer gut geholfen


Gibt es Kräuter gegen Mehltau ?

Nein, durch Kräuterjauchen oder Brühen lässt sich der Mehltau leider nicht beseitigen. Durch gezielte Anpflanzung kann man allerdings dafür sorgen, dass er gar nicht erst entsteht. Haben Sie jedes Jahr anfällige Pflanzen zu beklagen, kann man z.B. Schnittlauch oder Knoblauch dazupflanzen. Außerdem sollte man bei einem Befall mit Mehltau unbedingt die Stickstoffdüngung unterlassen. Oft ist ein überdüngter Boden schuld daran, das Mehltau und Rosenrost sich verbreiten kann.


Rainfarnbrühe

Stärkungsmittel für Rosen Mit Kräuterbrühen die Rosen stärken
Rainfarn Foto: wikipedia

 

Wer einen biologischen Pflanzenschutz gegen beißende und saugende Insekten sucht, sollte die Wirkung von Rainfarn ausprobieren.

 

Die Pflanze blüht von Juni bis September und ist giftig. Als Sud eignet sie sich aber hervorragend, um beispielsweise die Weiße Fliege aus dem Gemüsebeet zu vertreiben.

Diese befällt unter anderem Kohlrabi, Paprika, Tomate und Gurke. Die Larven saugen und fressen an der Pflanze und schwächen sie, sodass die Früchte nicht richtig ausreifen.

 

 

Die Weiße Fliege sitzt unter den Blättern und an den Pflanzen. Die Insekten treten in großer Zahl auf und sind sehr widerstandsfähig. Wenn sie erst einmal eine Pflanze befallen haben, verteilen sie sich oft auch auf anderen. Soll auch gegen den echten Mehltau helfen

 

 

 

 

 

Rezept:

100 Gramm getrockneten Rainfarn nehmen, die Blätter von den Stielen streifen und die Blüten abschneiden.

Das Ganze in einen Topf geben und mit 1 Liter Wasser aufgießen.

Die Mischung muss eine halbe Stunde kochen. Dabei lösen sich ätherische Öle und Bitterstoffe, die viele Schädlinge vertreiben.

 

Nach dem Abkühlen den Sud durch ein Sieb gießen. In einem Einweckglas hält sich der Sud mehrere Monate.

Für die Anwendung wird der hochkonzentrierte Sud mit Wasser gemischt. Das Verhältnis ist je nach Stärke des Befalls unterschiedlich. Bei geringerem Befall reicht ein Verhältnis von 1:10 (ein Teil Sud zu zehn Teilen Wasser) aus.

 

Bei einem größeren Befall ist ein Verhältnis von 1:6 empfehlenswert. Die Lösung in eine Sprühflasche füllen und die befallenen Pflanzen damit besprühen.

 

 

Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach dem Erfolg: Sind einige Tage nach dem Sprühen noch immer Schädlinge zu sehen, die Mischung ein zweites Mal aufsprühen. Das ist aber nicht immer nötig. Wichtig: Gemüse nicht direkt nach dem Sprühen verzehren. Quelle: www.ndr.de/ratgeber/garten/schaedlinge

 

Vorsicht bei Kindern und im Gemüsegarten: Die Brühe ist giftig, nur spritzen wenn keine Kinder in der Nähe sind. Nicht zu oft anwenden

 


Adlerfarnjauche

Stärkungsmittel für Rosen Mit Kräuterbrühen die Rosen stärken
Foto Adlerfarn wikipedia.de

 

Adlerfarnjauche kann unverdünnt als Winterspritzung gegen Schild-, Schmier- und Blutläuse gespritzt werden.

 

Im Frühjahr 10fach verdünnt ausbringen gegen Blattläuse, im übrigen Jahr kann man sie unverdünnt auf Pflanzen und Boden verteilen. Dann soll sie auch gegen Schnecken helfen.

 

Adlerfarnjauche hat einen hohen Kali-Anteil und wird deshalb auch bei Kali-Mangelerscheinungen verwendet. Es ist auch gut, den Kompost damit zu begießen.

 

Rezept:

Auf 10 l Wasser kommen 1 kg frisches Kraut. 2 Wochen lang muss das Gemisch täglich umgerührt werden. Gegen den lästigen Geruch helfen zwei Handvoll Steinmehl auf 10 l Jauche.

 

 

Wenn die Gärung abgeschlossen ist und keine Bläschen mehr aufsteigen, den Behälter abdecken. Vor dem Ausbringen wird die Jauche im Verhältnis meist 1:10 verdünnt, sonst kann sie den Pflanzen schaden. Die Pflanzenreste aus dem Gefäß kommen auf den Kompost.

 


Brennnesseljauche

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Brennnessel Foto: wikipedia

Brennneseln sind reich an Eisen, Spurenelementen, Phosphor, Stickstoff, Vitaminen und Enzymen.

Sie werden zur Herstellung frischer und unvergorener Jauche verwendet und dienen als Spritzmittel zur Abwehr von Schädlingen, zur Düngung, Bodenverbesserung und als Kompostzusatz.

Rezept:

Gesammelt wird die ganze Pflanze ohne Wurzeln und zwar vor der Blüte. Ein kg frische Pflanzen mit 10 l Wasser aufgießen. Wirkt nach wenigen Tagen (bevor die Gärung einsetzt) gegen Blattläuse, sonst ein ausgezeichneter Stickstoffdünger.

 

Gegen den Geruch kann man etwas Steinmehl oder Kamillenblüten oder ein paar Tropfen Baldrianextrakt dazu geben. 

 

Brennnesseljauche fördert auch das Bodenleben: Regenwürmer lieben den Boden, der damit gegossen wird.

 

Es sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Samen an der Pflanze befinden, ansonnsten können sich die Brennnesseln im Garten vermehren


Beinwelljauche

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Echter Beinwell - Foto Wikipedia

 

 

Beinwell ist sehr eiweißhaltig und enthält Stickstoff, Mineralstoffe und Spurenelemente und dient als Pflanzenstärkungs- und Düngemittel, Kompostzugabe, Bodenabdeckung

Förderung der Knollen- und Fruchtbildung. Gesammelt werden Blätter und Stiele von Frühjahr bis Herbst

 

Ein kg frische Blätter zerkleinern und mit 10 l kaltem Wasser aufgießen.

Einige Tage zugedeckt stehen lassen.

 

Das Gebräu öfter umrühren, bis die Gärung beendet ist. Die Jauche enthält viel Stickstoff, Kalium, Phosphor und Spurenelemente und wird verdünnt 1 : 10 um Rosen aber auch Gemüse gegossen.

 


Wermutjauche

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Wermut Foto: wikipedia

 

Wermutjauche ist ein biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Ameisenpopulationen im Garten.

 

Herstellung der Wermutjauche:

Hier nimmt man 300 bis 500 g frisches Kraut oder 30 g getrocknete Pflanze auf 10 l Wasser.

 

Die fertige Mischung kann unverdünnt über Pflanze und Boden gegossen werden.

Zur Ameisenbekämpfung:

Die fertige, ökologisch unbedenkliche und kostenfreie Flüssigkeit wird in die unerwünscht gelegenen Ameisenbehausungen z. B. auf Rasenflächen gegossen.

 

Auf diese Weise lassen sich gegebenenfalls Blattlausprobleme, für welche die Ameisen als "Melkkühe" haltende Insekten mitverantwortlich sind, klein halten.

Diese Jauche soll auch Raupen vertreiben und auch gegen Säulchenrost an Johannisbeeren, und Brombeermilben wirken

 

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Tipp:

Als Lektüre zu diesem Thema ist das Buch von  Marie Luise Kreuter  der Biogarten´ sehr zu empfehlen. Dort wird das Thema Biologischer Pflanzenschutz ausführlich behandelt. Und der fängt nicht mit Spritzen an sondern mit  Pflanzengerechten Kulturbedienungen und Abwehrkräfte stärken.  Überdüngte/geschwächte Rosen wird man auch mit 40 Chemiespritzungen  nicht gesund bekommen. 

 

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Weidenwasser

für die Anzucht von Stecklingen

Den Stecklingen kann man, bei der Wurzelbildung, helfen. Im Fachhandel gibt es dazu sogenannte “Bewurzlungspulver”. So eine Hilfe muss man sich aber nicht kaufen man kann diese auch leicht selbst herstellen. Man verwendet dazu ein Weidenwasser das man sich leicht selbst herstellen kann.

 

Weidenwasser für die Anzucht von Stecklingen
Weidenkätzchen Foto: Wikipedia

Weidenwasser hat eine ähnliche Wirkung auf Stecklinge wie z. B. Clonex (Bewurzelungspulver) .

 

Es verbessert also die Bewurzelungsrate von den Stecklingen.

 

Die Bewurzelungshormone sind bereits in den Weiden enthalten und müssen nur noch herausgelöst werden. Dadurch lassen sich Weiden so einfach vegetativ vermehren. Einfach einen Ast abschneiden und in die Erde stecken, fertig.

Daraus wird dann ein neuer Weidenbaum wachsen.

 

Wer möchte kann sich also im Garten oder Balkon einen Eigenen Weidenbaum wachsen lassen, um sich den Nachschub zu sichern. Der große Vorteil ist, das es Gratis ist und einfach herzustellen. Die Nachteile sind das es etwas unangenehm riecht, nicht lange haltbar ist und es etwas Arbeit bei der Herstellung gibt.

Die Herstellung von Weidenwasser:

Warum wirkt das Weidenwasser:

Das liegt daran, dass die Weide in ihren Ästen sehr viel Bewurzelungshormone aufweist. Und auf diese Hormone kommt es drauf an.

 

1. Um Weidenwasser herzustellen benötigen man einige Äste einer Weide. Idealerweise nimmt man die dünnen Äste, die von diesem Jahr stammen. Der Frühling ist die Beste Jahreszeit zum Ansetzten , denn da ist am Bewurzelungshormone in den Weidentrieben reichlich enthalten. Aber auch in den anderen Jahreszeiten ist es möglich, nur im Winter wird es wahrscheinlich nicht klappen

 

2. Anschließend werden alle Blätter von den Ästen entfernt 

 

4. Dann werden die Äste in 1-2 cm lange Stücke geschnitten. 

 

5. Diese Aststückchen werden dann in einen verschließbaren Becher gegeben, der schon etwa halb voll mit Wasser ist.  Der Becher wird dann verschlossen 24 bis 36 Stunden stehen gelassen.

 

6. Dann das Wasser durch ein Sieb gießen und die Weidenäste entfernen

 

7. Das fertige Weidenwasser ist eine etwas trübere Flüssigkeit geworden und richt etwas unangenehm

 

8. Dieses Weidenwasser kann so wie es ist mindestens 2 Wochen verwendet werden, länger sollte es nicht aufgehoben werden, weil es dann anfängt zu gammeln und die enthaltenen Hormone abgebaut werden.

 

Verwendung des Weidenwassers: 

 

1. Stecklinge  vor dem Pflanzen einige Stunden in Weidenwasser stellen oder/und gepflanzte Stecklinge mit Weidenwasser ein- oder mehrmals gießen !

 

2. Weidenwasser können wir bei allen pflanzen anwenden und damit das Anwachsen und Wachstum unterstützen ! (z.b. auch zur Wurzelbildung bei Rosenstecklingen

 

 

3. Das Weidenwasser kann bis zu 2 Wochen verwendet werden. Danach wird es schlecht und sollte nicht mehr verwendet werden und es beginnt noch stärker zu stinken. Evtl. kann die Gebrauchsfähigkeit verlängert werden, wenn die Brühe im Kühlschrank aufbewahrt wird, was ich allerdings aus hygenischen Gründen nicht befürworten würde 

 

 

Hier noch ein Link zu der Website von biozac.de

Dort finden sie:

Noch mehr Rezepte, sowie viele nützliche Infos mit Wirkungsspektrum der Pflanzen und Rezeptübersicht in Tabellenform. Allgemeines zur Herstellung von Kräuterbrühen, Jauchen und Spritzmitteln

Verwendbare Pflanzen von A-Z 

Nicht Pflanzliche Mittel 

Biologische Pflanzenschutzmittel 

Übersichtstabelle

Reinschauen lohnt sich !!

Wie eine gut sortierte Apotheke hält die Natur selbst in Kräutern, Gemüsepflanzen, Sträuchern und Bäumen probate Mittel für Pflanzenschutz und Düngung bereit. Allerdings müssen diese Mittel in Form von Jauchen, Brühen und Tees angesetzt und verfügbar gemacht werden. Hierzu sind einige Kenntnisse über die Pflanzen, ihre Inhaltsstoffe, deren Wirkungen und die Herstellung der Spritzmittel nötig.

 

Wem die Herstellung einer Pflanzenbrühe zu aufwändig ist, kann die u. a. im Gartenfachhandel erhältlichen pflanzlichen Produkte verwenden. Diese enthalten viele Spurenelemente, Vitamine, Hormone, Aminosäuren und Proteine. Sie werden vorwiegend vorbeugend eingesetzt und stimulieren die Keimung sowie die Bewurzelung und wirken abschreckend auf Schädlinge.

Produkte und Bezugsquellen finden sie auf unserer Seite: Rosen Stärkungsmittel Liste mit Bezugsquellen


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