Rosen - Stärkungsmittel

Erfahrungsbericht eines Rosengärtners

über die Anwendung von Vitanal

Pflanzenschutz auf natürliche Art Pilzerkrankungen bei Rosen vorbeugen mit Kräuterbrühen und Vitanal
Bild und Hintergrundfoto F.J. Grootendorst, Climbing Iceberg und Grandhotel

Rezept: natürliches Spritzmittel

gegen Pilzerkrankungen bei Rosen

Bericht aus dem Rosenforum Gesellschaft deutscher Rosenfreunde

 

Erfahrungsaustausch über die Anwendung und Wirkung von

Vitanal sauer-kombi für Rosen

 

Vitanal sauer/kombi verwende ich schon seit vier Jahren sehr erfolgreich bei Rosen als Blattdüngung und als Zugabe zur Grundbrühe aus Ackerschachtelhalm.

 

Vitanal ist sauer vergorenes Getreide, welches ähnlich wie Joghurt mit bestimmten Bakterien versehen wird. Es kann pur getrunken werden - falls es jemandem wirklich danach ist. Herr Raab von der Firma Raab Rosen hat einmal vor laufender Kamera einen Schluck genommen, es hat ihm aber sichtlich nicht geschmeckt... ;-)

 

Da das Mittel durch ganz natürliche Prozesse hergestellt wird, die sich so ähnlich auch in unserem Verdauungstrakt abspielen, ist auch nach Anwendung keinerlei Wartezeit zur Verwendung nötig. Da Vitanal so gering dosiert aufgespritzt wird, beeinträchtigt es auch den Geschmack nicht mehr.

 

Ähnlich wie Algenextrakte wirkt es sowohl als Blattdünger und als vorbeugendes Fungizid, weil es die Blattflora in Richtung sauer verschiebt, was die Keimung der Sporen behindert. Zudem wirkt es über die direkte Düngung Zell stärkend, auch das erschwert gekeimten Sporen den Weg ins Blattgewebe.

 

Meine Erfahrungen damit sind sehr gut, der Anfangs hohe Preis relativiert sich im Laufe der Saison, weil es doch äußerst ergiebig ist.

 

Nur, es wirkt gegen Pilze wie alle Mittel nur VORBEUGEND und als reines biologisches Mittel auch nur bei regelmäßiger Anwendung. Je nach Witterung zwischen einmal wöchentlich und maximal im 14 Tagesrhythmus.

 

Es kann kein 100% Schutz erwartet werden, ein wenig Befall wird es immer geben.

 

Dafür vollkommen ungiftig, ungefährlich für Bienen, Hummeln und alle anderen Nützlinge, biologisch vollkommen unbedenklich und es wirkt auch Boden verbessernd.

 

Nur zu, gerade für Rosen in der Küche gibts da praktisch kaum Alternativen im Pflanzenschutz!

Selbst viele Profibetriebe schwören auf dieses Mittel und selbst konventionell arbeitende Betriebe in Steinfurth benutzen es gerne, weil es im Profibereich auch hilft, auf ca. 60% der noch teureren Chemie zu verzichten!

 

 

Meine Rezeptur ist eigentlich eine auf Ackerschachtelhalm basierende Mischung:

 

5 l Ackerschachttelhalmbrühe (12 - 24 Std. gewässert und mind. eine halbe Stunde ausgeköchelt!)

wird mit 50 ml Vitanal sauer/kombi gut gemischt und gespritzt. Bei ca. 280 Rosen reicht es bei mir gerade so. Ich verwende eine Spritze, die einen extrem feinen und annähernd Kugelförmigen Strahl macht. Bei mir werden die Blätter eigentlich auch von unten nass. Vorher, als ich sie nur von oben gespritzt habe, war es aber auch nicht anders......

das Ergebnis ist das Gleiche.

 

Abweichend gebe ich im Frühjahr die ersten zwei bis drei Spritzungen zwei Teelöffel Neemöl dazu.

Das hilft nicht nur gegen all zu freche Blattläuse, sonder auch gut gegen Pilzsporen.

 

Im Wechsel gebe ich Backpulver oder ganz genau Natriumcarbonat jede dritte Spritzung  ca. drei Teelöffel Soda, Bullrichsalz, dazu - ist alles ein und das Selbe. Es reagiert mit dem Vitanal wirkt aber sehr gut gegen jeglichen Pilzbefall.

 

Kommen mir die Rosen schlapp oder etwas unter düngt vor, gebe ich ein bis zweimal im Jahr auch ca. 10% Brennesseljauche oder Auszug dazu. Ist ein guter Direktdünger mit sofortiger Wirkung!

Allerdings ists auch schnell zu viel davon, dann gibts Blattflecken....

 

Alle drei Jahre kaufe ich einen 10 Liter Kanister Vitanal Rosen und der wird zweimal im Jahr mit dem Kompost gegeben, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.

 

Patentkali gebe ich auch nur im Frühjahr unter den Kompost - jedoch eher sparsam und mit Bedacht.

Kalk gebe ich alle drei Jahre relativ wenig, da sich ein zu viel ziemlich negativ auswirken würde.

 

Kalk beschleunigt das Auslaugen des Bodens, der Humus wird einfach zu schnell abgebaut, der Boden wird Alkalisch. Ein Sprichwort sagt, viel Kalk gibt reiche Väter und arme Söhne! Das lässt sich bei heftiger Übertreibung oft Jahrelang nicht mehr korrigieren, der Boden ist danach für viele Pflanzen hin!

 

Das alles gilt beim Spritzen für alle Rosen, die Düngung nur für die Gartenrosen.

 

 

Meine ca. 200 Kübelrosen bekommen allerdings nicht zu 100% organischen Dünger, dafür ist ein Kübel wegen des beschränkten Volumens und der zumindest bei mir nicht genau genug vorzunehmenden

Wasserversorgung ungeeignet.

Die Kübelrosen benötigen Mineralsalze zusätzlich, sonst schwächeln sie irgendwann (relativ bald sogar). Deswegen dünge ich die Regelmäßig alle zwei Wochen zusätzlich mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen. Es braucht kein Rosendünger zu sein! Das mögen sie gerne und belohnen mich dann auch mit üppiger Blüte.

 

 

Vitanal gibt es in 5l, 10l und 20l Gebinde, neben den Kleinflaschen von 0,5l und 1l . Ein Liter reicht zum Spritzen für ca. 20 Anwendungen a 5l Spritzbrühe! Gegossen benötigt man mehr, Vitanal

Rosen ist jedoch nicht unbedingt als Volldünger zu sehen.

 

Mit Sauer/Kombi kann man konventionell gedüngt etwa auf 50% bis 60% Dünger verzichten. Nicht jedoch bei ökologischer Kompostdüngung!

 

Vitanal gegossen (dabei ist es egal, ob Vitanal Rosen oder Sauer/Kombi verwendet wird) unterstützt das Edaphon (Bodenleben) und wirkt positiv auf die Pflanzenwurzeln. Es unterstützt die Bildung der sogenannten Mykhorriza Pilzkulturen, welche eine vorteilhafte Symbiose mit den Wurzeln eingehen.

 

Zum Gießen ist allerdings Vitanal Rosen doch um einiges günstiger, wird aber auch in größeren Mengen benötigt. Mit Vitanal kann man NICHT bereits längere Zeit ökologisch geführte Böden noch erheblich weiter verbessern, sehr wohl aber eine positive Bodenaktivität erhalten bzw. stabilisieren!

Im Prinzip sind Präparate wie EM (effektive Microorganissmen), Mykhorrhiza usw.

alle auf dem selben Prinzip basierend. Sie stärken das Bodenleben, beschleunigen die Umsetzung von Kompost zu gutem Gartenhumus und stärken die Pflanzen (allerdings auch die ungeliebten Beikräuter).

 

Mit mineralische Düngersalzen kommen diese biologischen Helferlein in der Regel weniger gut zurecht. Da die Düngersalze stark überdosiert gegeben werden sollen, weil etwa zwei Drittel bei Regen ungenutzt ausgewaschen werden, bzw. in zu tiefe Bodenschichten gelangen, werden sie durch die starke und unnatürliche Versalzung gestört und geschädigt.

 

Viele, welche längere Zeit schon auf mineralischen Dünger verzichtet haben und sich auf die natürliche Versorgung des Bodens etwa durch Kompost verlassen, stellen nach einiger Zeit fest, dass es den Pflanzen besser ergeht.

 

Rosen sind "Dauerläufer" im Garten, die unter Umständen viele Jahre, ja Jahrzehnte überleben können. Mit regelmäßiger Überdüngung erbringen sie mehr Blütenleistung, ja sogar überbordenden Wuchs. Was für einjährige Pflanzen durchaus machbar ist, lässt Rosen aber schneller altern und eher sterben.

 

Am längsten haben die Rosen überlebt, die vergessen irgendwo auf Friedhöfen oder verlassenen Grundstücken sich selbst überlassen waren - ganz ohne Dünger und Zuwendung.

Oft über Jahrhunderte!

Mit zu viel Dünger sind sie irgendwann erschöpft und ausgepowert.

 

Viele herzliche Grüße aus der Wetterau!

 

Quelle: Dieser Beitrag stammt aus dem Forum Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde

die Adresse dazu, sowie Bezugsquellen Vitanal erhalten sie unter Interessante Links oder unter Bezugsquellen der Pflanzenstärkungsmittel 

Weitere Informationen über Stärkungsmittel als PDF Dateien

Pflanzenschutz auf natürliche Art Pilzerkrankungen bei Rosen vorbeugen mit Kräuterbrühen und Vitanal
Strauchrose Westerland von Kordes

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