Rosen richtig düngen

Ideale Düngewerte für Rosen

Wie wichtig ist eine Bodenanalyse

Moschata-Hybride Heavenly Pink
Moschata-Hybride Heavenly Pink
Moschata Hybride Heavenly pink
Heavenly Pink

Auf dieser Seite lesen sie:

 

1. Was eine Rose zum gesunden

    Wachstum braucht

 

2. Ideale Düngewerte für Rosen

 

3. Rosennährstoffanalyse oder
    Bodenanalyse ?

 

4. Wozu sind sie notwendig, wo 

    bekomme ich sie

Was eine Rose zum gesunden Wachstum braucht:

 

  • Rosen sind Starkzehrer, d.h. sie haben einen hohen Nährstoffbedarf. Nicht ausreichend versorgte Rosen werden anfällig für Pilzerkrankungen, blühen nicht mehr reichlich und bilden nur noch kümmerliche Neutriebe. Wie und wie stark gedüngt werden muss, kann nur eine genaue Bodenanalyse zeigen.
  • Die richtige Nährstoffversorgung kann viel zur Winterhärte der Rosen beitragen
  • Vermeiden sie stickstoffbetonte Düngegaben nach Mitte Juli, damit die Triebe vorm Winter ausreifen können.
  • Überdosierung von Düngern vermeiden ( besonders chemische Dünger oder nicht durchkompostierte
    Grünabfälle/Rotte): Hierdurch wird die Rose dazu erzogen, Nährstoffe nur von der obersten
    Erdschicht aufzunehmen, die Wurzeln werden nicht angeregt, weitere Erdschichten nach natürlichen Nährstoffen zu durchdringen.
  • Auch Licht, Wärme, Kohlendioxid und Wasser sind für das Leben der Pflanzen unentbehrlich.
  • Über die Jahre kann es passieren das der Boden ausgelaugt ist, damit aber die Aufnahmebereitschaft der Rose für den Dünger weiter erhalten bleibt, sollte man den ph-wert des Bodens öfter kontrollieren.
  • Jährliche Gaben von Gesteinsmehlen, oder einem Bodenaktivator erzeugen ein Puffer im Boden wodurch der Dünger für die Pflanze erreichbar bleibt.
  • Wie schon erwähnt benötigt die Rose einen salz- und säurearmen Boden mit einem ph-Wert von ca. 5,5 und höchstens  6,5.

    Lediglich die Rugosarose ( Kartoffelrose )  bevorzugt niedrige pH Werte zw. 4,5 und 5,5

  • Ist der Boden saurer (pH-Wert: < 5,5) können wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Bor nur schwer aufgenommen werden. Bei pH-Werten unter 5,5 sollte man den Boden kalken (z. B. mit Dolomitkalk in Aufwandmengen von  100–250 g/m2).

Gibt es ideale Düngewerte für Rosen?

Moschata Hybride Heavenly Pink von Louis Lens
Heavenly Pink

 

 

Werner Ruf, von der Bio-Rosenschule erklärt:

 "...Eine einfache Faustformel für den Nährstoffgehalt eines guten Rosendüngers ist:

 

1Teil Stickstoff -  0,5 Teile Phosphor -  1,5 Teile Kali -  0,3 Teile Magnesium..."

 

"....Wenn Nährstoffmangel bereits durch Symptome der Pflanzen zu erkennen ist, ist er meist schon weit vorangeschritten. eine Bodenanalyse wenigstens alle 5-6 Jahre beugt den schlimmsten Fehlern vor...."

 

Der Dünger ist zusammen mit dem Wasser die Ernährung unserer Rosen, und am besten wird diese Ernährung natürlich zusammenzustellen zu sein, wenn man weiß, welche Nährstoffe bereits im Boden enthalten sind. Dem auf die Spur zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Wer es ganz genau wissen will macht eine ausführliche Bodenanalyse:

 

1. Rosen-Nährstoff-Analyse
Sie lassen eine spezielle Bodenanalyse des Bodens rund um oder für die Rosen durchführen, solche Bodenuntersuchungen werden unter den Stichworten Rosen-Nährstoff-Analyse, Rosenanalyse oder Rosennährstoffuntersuchung angeboten. Sie übermitteln eine Probe Ihres Bodens, der dann auf Vorhandensein oder Fehlen der Nährstoffe, die Ihre Rosen brauchen, untersucht wird.

Meist ist diese Analyse sehr umfassend, es werden alle möglichen Nährstoffe bis hin zu Mineralstoffen und Spurenelementen untersucht. Sie bekommen ein detailliert aufgeschlüsseltes Analyse-Ergebnis und eine ebenso detaillierte Empfehlung, welche Zusammenstellung von Dünger Ihren Rosen fehlt.

 

Sie erhalten Sie eine individuelle Düngeempfehlung, die sich an den ermittelten Werten Ihrer Bodenqualität orientiert. So können Sie gezielt Ihre Rosen düngen

 

 Eine Rosen-Nährstoff-Analyse kostet ca. 50,00 Euro und es gibt sie z.B. hier beim Rosen-Zentrum.de

oder es geht auch etwas einfacher und kostengünstiger:

2. Die einfache Bodenanalyse

 

Wenn Sie eine spezielle Rosen-Nährstoff-Analyse etwas übertrieben finden, aber nicht ganz sicher sind, ob die Qualität Ihres Gartenbodens z. B. durch Überdüngung in der Vergangenheit immer noch nicht ganz optimal ist, könnten Sie auch eine einfache Bodenanalyse vornehmen lassen, Sie erfahren in Ihrer örtlichen Gemeinde, wer in Ihrem Heimatort Bodenproben untersucht. Bei einer einfachen Bodenanalyse erfahren sie allerdings nicht alle Werte.
"Mit einer Bodenanalyse bzw. einem Bodentest wird die Qualität bzw. die Belastung Ihres Bodens ermittelt. Die Analyse-Ergebnisse Ihrer Bodenbelastung werden mit den Grenzwerten der Klärschlammverordnung (Abk. AbfKlärV) gegenübergestellt. Bei der Bodennährstoffanalyse wird Ihnen aufgezeigt, ob die Werte Ihres Bodens innerhalb des Normwertes für Nährstoffe vorliegt.

 

Eine solche Probe sollte im Frühjahr zum Beginn der Vegetation genommen werden. Beim Tiefwurzler Rose sollten Sie die Probe in einer Tiefe von mindestens 60 cm entnehmen, also im Unterboden, bis in diesen erstrecken sich die Wurzeln einer Rose.

 Eine Bodenanalyse ist also der sicherste Weg zur Bestimmung des richtigen Düngers

Bei Kordes Rosen z.B. kostet  eine Bodenprobe nicht einmal 20,00 Euro

 Eine Bodenanalyse sollte mindestens alle 3 Jahre durchgeführt werden

und am besten im Frühjahr vor der Düngung gemacht werden

Moschata Hybride Mozart
Mozart

Tipp: Die Idealwerte für Rosen sind: 

(aus Rosenkultur, Paul Parey Verlag):

  • Säuregrad pH-Wert  5,5-6,5
  • Stickstoff (Hauptwachstum) Nitrat 10-30 mg / Liter Erde (Bei Bodenanalysen ist allenfalls der momentane Nitratgehalt feststellbar der Stickstoffvorrat ist jedoch im Humusanteil gebunden)
  • Phosphor (Frucht u. Blüte) P205 60-80 mg/ Liter Erde
  • Kali (Blütenbildung u. Holzreife)  K20 85-150 mg/ Liter Erde
  • Kalk CaO 150 mg/ Liter Erde
  • Magnesium MgO 20-25 mg/ Liter Erde Spurennährstoffe
  • Mangan 150-250 ppm 1
  • Kupfer 10-40 ppm
  • Bor 0,3-2,0
  • diese Angaben können sie dann mit ihrer Nährstoffanalyse vergleichen

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Unser Düngevorschlag über einen Zeitraum von 2 Jahren