Rosenschädlinge und Krankheiten

Tierische Schädlinge - saugende und beißende Insekten

Schadbild - Ursache - Bekämpfung

Es gibt viele verschiedene Schädlingsarten, die der Rose gefährlich werden können. Wir haben hier für Sie die häufigsten Rosenschädlinge zusammengefasst und nennen ihnen Tipps zur Vorbeugung, woran man die Plagegeister erkennt, zur biologischen Bekämpfung und wenn gar nichts mehr hilft, Mittel zur chemischen Bekämpfung, die man aber nur im äußersten Notfall verwenden sollte.
Wichtig ist, beim Pflanzenschutzmitteleinsatz immer Präparate zu bevorzugen, die Bienen und andere Nützlinge verschonen. Am besten sind Mittel, die auf biologischen Wirkstoffen basieren, wie Neem, Kaliseifenpräperate oder Rapsöl.

 

Blattläuse

So sicher wie es ist, das die Rosen im Frühjahr austreiben,

so sicher bekommen sie auch Blattläuse.

 

Die Ursachen sind:

  • ein großes Angebot an Nahrung für die Läuse, wie die weichen Triebe im Frühling
  • milde Winter, wodurch die überwinternden Tiere geschont werden
  • starke Stickstoffdüngung mit synthetischen Düngern
  • schnelle Wärmeentwicklung nach kühleren Frühlingsperioden
  • Monokulturen
  • fehlende Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge
  • das Vorhandensein von vielen Ameisen, die sich Läuse gern als " Milchkühe " zum Zuckersaftmelken halten. Ameisen sollen den Wurzelläusen sogar Erdhöhlen bauen, damit diese an den Trieben saugen können.

Wichtig ist für den Rosengärtner nicht gleich bei ein paar Läusen in Panik zu verfallen. Lassen sie erst einmal den Nützlingen wie Schwebefliegen oder Marienkäfern die Chance das Ungeziefer zu fressen.

Marienkäfer und deren Larven vertilgen große Mengen an Blattläusen. Man sollte diese Nützlinge deshalb fördern. Bauen sie Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für Blattlausfeinde wie: Ohrenkriecher, Meisen etc.

 

Nehmen die Läuse jedoch überhand, bei stärkerem Befall kann man an den Triebspitzen dicke Trauben dieser saugenden Schädlinge finden, muss man schon etwas dagegen tun, denn sie können die frischen Knospen der Rosen schon arg schädigen. Die Bekämpfung der Läuse geht auch ohne Chemie, denn wenn man zum Beispiel mit "Spruzit" oder einem anderen chemischen Mittel spritzt, schädigt man auch die Nutzinsekten.

 

Blattläuse können mit Spritzungen im Frühjahr mit Neem-Präparaten oder mit (ENVIRepel) heute heißt es AMN BioVit einem Knoblauchpräperat bekämpft werden.

Auch Spritzungen aus einer Vitanal-sauer/kombi Lösung mit etwas Speiseöl, erzielen gute Ergebnisse.

Bei geringem Befall besprühe ich die Läuse mit einer Handspritze und streife sie dabei gleich mit dem Finger ab. So erreicht man auch die darunter sitzenden Viecher.

Gute Ergebnisse erhält man auch mit dem Mittel Neudosan es enthält Kaliseife


  • Allein reines Wasser, auf die Läuse gesprüht, hat schon einen Wirkungsgrad von 30% . Mit einem etwas härteren Strahl können es auch einmal 50% sein. Mit zwei oder drei Spritzungen denen man auch einen Spritzter Spülmittel beimischen kann, ist das Problem dann oft schon gelöst.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, ersteht jedoch ein Fläschchen Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Kaliseife. Kaliseife hat keine Wartezeit, ist ungiftig, pflanzenfreundlich, gut wirksam und jahrelang lagerbar. Mit dieser Mischung sind auch Wurzelläuse sehr gut bekämpfbar, wenn das Erdreich damit begossen wird.
  • Wichtig ist die genanten Mittel Spätabends zu spritzen, damit der seifige oder ölige Film lange nass auf den Läusen haftet. Je schneller er durch Wind und Sonne abtrocknet, desto schlechter wirkt er.
  • Tipp: Bei Befall mit Blattläusen müssen niemals chemische Spritzmittel verwendet werden, da es genug Alternativen zur biologischen Abwehr gibt.

Wie wirkt Neemöl auf Insekten und Spinnentiere?

Neemöl unterbindet die Fortpflanzung. Durch die Lösung werden die Schädlinge nicht getötet, sondern lediglich an der Fortpflanzung gehindert. Innerhalb kürzester Zeit sind sie regelrecht ausgerottet und die Pflanzen werden wieder kräftiger.

Marienkäfer, Bienen und Florfliegen gedeihen aber unbeeinträchtigt weiter.

Ecdysteroid ist ein Stoff, den Insekten und Spinnentiere für das Wachstum und die Häutung benötigen. Der im Öl enthaltene Stoff Azadirachtin ähnelt dem Ecdysteroid der Schädlinge und kann daher ungehindert in den Stoffwechsel der Insekten eindringen. Dadurch wird die Chitinsynthese unterbrochen und das Außenskelett, das die Insekten schützt, kann sich nicht mehr vollständig entwickeln. Ausgewachsene Tiere werden von diesem Effekt nicht geschädigt, lediglich die nachfolgende Population stirbt aus. Quelle: gesunex.de

Einen sehr interessanten Bericht über Neem Produkte bietet diese Internetseite


Ameisen

Wo Läuse sitzen - sind meist auch Ameisen zu finden

Hauptsächlich die schwarze und die rote Gartenameise können im Garten recht lästig werden.

 

Schadbild:

Jeder, denke ich, weiß das die Ameisen sich Läuse als Milchkühe ( oder eher Saftkühe ) halten. Außerdem fügen Ameisen  den Pflanzen weiterhin durch die Pflege von Blattlauskolonien Schaden zu. Die Ameisen verteilen die Blattläuse auf der Pflanze und vertreiben die Nützlinge. Für diesen „Service“ erhalten sie von den Blattläusen deren süße Ausscheidungen.
Die Saugtätigkeit der Blattläuse führt bei der Pflanze zu erheblichen Wachstumsstörungen. Zudem siedeln sich auf den klebrigen Ausscheidungen der Läuse Schwärzepilze an, die ebenfalls das Wachstum behindern.

 

Was passiert wenn Ameisen Rosen unterhöhlen: Auf Dauer mögen selbst tief eingewurzelte Rosen keine Ameisennester, sie kümmern dann bis hin zum Absterben der Zweige.Die Wurzeln fallen trocken, weil sie keinen richtigen Bodenkontakt mehr haben und die Pflanze verdurstet mit der Zeit. Das eigendliche Problem beginnt bei der Rettung der Rose. Die kleine schwarze Hausameise gräbt hunderte von Tunnel in die Erde und die Wurzeln der Rosen werden durch Austrocknen oft nachhaltig geschädigt...

 

Eine Ameisenkolonie sieht im Boden aus wie ein umgekehrter Tannenbaum, ganz unten befindet sich das Nest der Königin. In den Gängen laufen die Ameisen und züchten dort Wurzelläuse, welche sie genauso melken wie Blattläuse. Ausserdem ziehen sie eine Spur Ameisensäure hinter sich her, mit denen die Wurzeln bei größerem Nestern verätzt werden können.

 

  • Tipp: Um die Ameisen zu verscheuchen kann man folgendes versuchen....die Erde um die Rose mit einer Grabegabel zunächst lockern...das zerstört die Tunnel...dann die Erde gut festtreten und die Rose mehrmals täglich wässern. Zusätzlich mal Backpulver oder Hefe auf die Erde streuen oder richtig stark aufgebrühtem Pfefferminztee.... ..danach für ein paar Wochen die Erde weiterhin wenigstens feucht halten...so sollten die Ameisen verschwinden.

Allerdings kommen sie oft auch wieder zurück und allzu lange kann man die Rose ja auch nicht nass halten, das fördert wiederum nur den Befall von Pilzkrankheiten. Aber ein Versuch ist es wert...

 

  • Noch ein Tipp: Auch eine Wermutjauche ist ein biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Ameisenpopulationen im Garten. Die Herstellung und Anwendung wird auf unserer Website unter Pflanzenschutz auf natürliche Art beschrieben

 

Bekämpfung:

  • Wenn es zu schlimm wird, helfen Ameisen-Streu- und Gießmittel. Der Köder Zucker ist für die Tiere unwiderstehlich, sie tragen den vergifteten Zucker ins Nest und füttern den Nachwuchs damit. Die Mittel sind auch beim Gießen wirksam, da sich der Zucker schnell löst.
  • Von Neudorf gibt es so ein Mittel  Loxiran Ameisen Gießmittel oder von celaflor Nexa Lotte Ameisenmittel und andere.
  • Und keine Sorge, oder schlechtes Gewissen wegen der Ameisen, wenn es sich um kleine Schwarze, oder Rote handelt...das ist die gemeine Hausameise ...diese werden eher zu den Schädlingen gezählt.

 


Blattschneiderbiene

Achtung: kein Schädling!!

Die verschiedenen Blattschneiderbienen oder Tapeziererbienen( Bild ) kleiden ihre Brutzellen mit abgeschnittenen Blattstücken aus. Sie gehören zu den unterstützungswürdigen Wildbienenarten, die wir durch „Insektenhotels“ fördern können!

 

Merkmale:

Erkennbar sind die Blattschneiderbienen an ihrem nach oben gestreckten Hinterleib. Auch der sehr breite Kopf, ebenso Bruststück und Hinterleib sind unverkennbare Merkmale. Das Weibchen trägt eine auffällig gefärbte Bürste, oft orangerot, auf der Bauchseite. Dort kann die Ernte transportiert werden. Das Männchen hat keine solche Pollentransportmöglichkeit.

 

   Gefährdung und Schutzstatus:

Von den bekannten Arten ist die Mehrheit in ihrem Bestand gefährdet, die Artenvielfalt ist alarmierend zurückgegangen. Die Gründe reichen von stärkeren chemischen Umweltbelastungen bis zum Mangel an geeigneten Nistplätzen und Verminderung des Nahrungsangebotes.

 

Also bitte, die paar angefressenen Blätter kann man doch wohl verschmerzen!!


Dickmaulrüßlerkäfer

und die Dickmaulrüßlerlarve oder gefurchter Dickmaulrüßler

Fraßschaden wird oft verwechselt mit den Fraßspuren der Blattschneiderbiene, daher unbedingt nach den Käfern oder Larven suchen Die Käfer sind nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich z.B. in der Kiesschüttung an den Häusern. Im Freiland entwickelt sich meist eine Generation im Jahr. Ab Ende Juni legen die Käfer ihre Eier in der Nähe ihrer Wirtspflanzen ab. Ab August schlüpfen die schädigenden Larven im Boden. Man findet die cremeweißen Larven mit der hellbraunen Kopfkapsel, wenn man die Wurzeln ausgräbt. Sie richten durch ihre Fraßtätigkeit große Schäden an. Die Larven überwintern im Boden. Im April/Mai des folgenden Jahres schlüpfen die Käfer und beginnen ihre typische Fraßtätigkeit an den Blättern. Neben Rosen werden noch zahlreiche andere Pflanzen befallen

 

Schadbild:
Ab Mai finden sich an den Blatträndern buchtenförmige Fraßstellen. Der Schaden entsteht bei Nacht. Die Larven verursachen einen Wurzelfraß.

Tritt der Käfer in Massen auf, werden Blätter, Triebspitzen und
Knospen über Nacht zerfressen. Hier hilft nur, am späten Abend
mit der Taschenlampe die Käfer abzulesen und zu vernichten.
Schädlicher für Rosen ist seine Larve.

 

Ursache:

  • Die Dickmaulrüßlerlarve frist an den Wurzeln der Rose und verhindert somit die Aufnahme von Nährstoffen.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Nachts Abklopfen und Auffangen der erwachsenen Käfer von den Pflanzen.
  • Bekämpfung der Larven durch den Einsatz von Nematoden (Fadenwürmer). Diese werden im Gießverfahren auf den feuchten Befallsflächen ausgebracht. Die Bodentemperatur soll dabei mindestens 12 °C betragen.

 ...Die HM-Nematoden setzen Sie nicht gegen erwachsene Dickmaulrüssler (Käfer) ein, sonderen gegen deren Larven, die im Erdboden leben. Deshalb werden HM-Nematoden in Wasser aufgelöst und gegossen. Das bringt sofort einen Erfolg, denn die von den Nematoden infizierten Larven hören auf, an Gehölz- oder Rasenwurzeln zu fressen. Langfristig gesehen geht auch der Bestand der ausgewachsenen Käfer deutlich zurück, da aus toten Larven keine Käfer mehr schlüpfen können. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rhododendren mit glatten, glänzenden Blättern, Rosen, Kirschlorbeeren und Robinien ohne Buchtenfraß sowie ein sattgrüner Rasen mit fester Rasennarbe...Quelle Schneckenprofi

Keine Angst, diese Nermatoden sind nicht schädlich. Sie gehören einer nützlichen Gattung an,

da sie parasitär nur auf Schädlingen leben und diese Abtöten.


Rosenblattrollwespen oder Blattrollwespen

Ursache / Schadbild:

Die Rosenblattrollwespe (Blennocampa pusilla) selbst ist aufgrund ihrer geringen Größe (ca. 4 mm lang, dunkel, schmal, mit breitem Kopf) ein eher unscheinbarer Schädling, auch versteckt sie sich häufig unter den Blättern. Auffällig und bekannt sind hingegen die Schäden. Nach dem Schlupf der Blattwespen im Mai/Juni, bei Weinbauklima bereits im April, legen diese ihre Eier einzeln oder zu 2-3 Stück am Rand der Blattunterseite ab. Bedingt durch die Einstiche des Weibchens in der Nähe der Mittelrippe nach der Eiablage rollen sich die Fiederblätter vom Blattrand zur Mittelrippe nach unten ein. Danach legt sie in etwa jedes fünfte bis zehnte Blatt ein Ei.
Im Innern der Blattrolle zeigt sich oft die Larve der Rosenblattrollwespe. Sie ist anfangs weißlich, später hellgrün gefärbt und wird etwa 10 mm lang.

 

  • Der Schaden bleibt meist begrenzt, nur bei einem erhöhten Auftreten der Tiere werden die Sträucher zunehmend verunstaltet, auch können Wachstumshemmungen auftreten.
  • Bekämpfung biologisch:
  • Alle zusammengerollten Blätter sollten entfernt werden. Die Made wird sich nach dem Verpuppen auf die Erde fallen lassen und dort überwintern. Wenn unter der Rose die Erde bearbeitet wird und die Kokons an die Oberfläche kommen, können sie von Vögeln gefressen werden.
  • Bei größerem Befall kann zur Vorbeugung im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver ( ist enthalten im Mehltau Kombipack) um die Rose gestreut und gut gewässert werden, damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jeden oberirdischen Teil der Rose gelangen. Anscheinend mögen die Viecher das nicht.
  • Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln gegen die Larven zeigen bei einem vorhandenen Befall eher einen geringen Erfolg, da die Larven in der Blattröhre vor einem Zugriff recht gut geschützt sind.
  • Die Bekämpfung sollte sich im Bedarfsfall gegen die erwachsenen Tiere im Frühjahr richten.
  • In unserem Garten ist das Auftreten des Schädlings äußerst gering. Durch regelmäßiges Absammeln der eingerollten Blätter kann man den Schädling gut im Zaum halten

Rosenblattwespen

Schädling:

In Europa soll es angeblich über 9000 Arten von Blattwespen geben.

Nach der Verpuppung im Boden schlüpfen im Mai die erwachsenen, glänzend schwarzen 5-7 mm langen Rosenblattwespen. Die Blattwespe legt ihre Eier auf der Unterseite der Blätter und Blattstiele ab. Aus den Eiern schlüpfen durchsichtige, gelblich bis hellgrün gefärbte 1-1,2 mm große Larven.

 

Nachdem die Larve ihre Entwicklung vollendet hat, verpuppt sie sich im Boden. Die Rosenblattwespe hat im Jahr zwei Populationen - die erste ab Mai und eine weitere ab Juli. Bis in den September kann man die Larven der Rosenblattwespe an den Blättern finden. Diese Generation verbringt die Winterzeit in Kokons im Boden. Von dort beginnt im Mai erneut der Kreislauf.

 

Schadbild:

Die schleimig erscheinenden Larven fressen die Blätter von der Blattunterseite her ab (Fensterfraß) - übrig bleibt ein durchsichtiges Skelett der härteren Blattadern und die Blatthaut. Danach frißt die Larve auch vom Rand her. Das Fraßbild der Rosenblattwespe ist leicht zu verwechseln mit dem der Rosensägewespe, die allerdings vom Rand her mit dem Fressen beginnt.

 

Bekämpfung biologisch:

  • Absammeln oder zerdrücken der Raupen.

Bekämpfung mit Insektizieden:

  • Gegen die Rosenblattwespe sollen diese Mittel helfen, die saugende und beißende Insekten bekämpfen. Dies wären z.B. Calypso, Sprutzit AF Rosen Schädlingsfrei und Danadim.( Ist meines Wissens aber nicht für den Haus und Kleingarten zugelassen
  • Bitte bedenken sie das Mittel wie z.B. Spruzit oder andere Pyrethrum-Mittel auch die Nützlinge schädigen - also nur bei einer großen Invasion anwenden

Rosengallwespe

Schädling:

Nach der Verpuppung im Frühjahr legen die ca. 4 mm großen, schwarzen und gelbroten Rosengallwespen Ende April/ Anfang Mai ihre Eier in die Seitenknospen der letztjährigen Äste. Durch das Anstechen regen sie die Pflanze an, an der angestochenen Stelle ein wucherndes Wachstum zu beginnen. Es bilden sich z.B. bemooste Rosenäpfel mit einem Durchmesser bis zu 5 cm aus oder es erscheinen kleine Kugeln an den Blättern In den Rosenäpfeln befinden sich in Kammern die Larven, die sich dort bis zum Verpuppen ernähren.

 

Schadbild:

  • Den Befall der Rosengallwespe erkennt man an den Galläpfeln an den Trieben. Diese bis zu 5cm durchmessenden, oftmals wie bemoost aussehenden Wucherungen sind leicht zu erkennen. Der Schaden für die Pflanze ist gering - es ist mehr ein optischer.
  • Bekämpfung: Am besten, die an der Rosenpflanze gefundenen Rosengallen zu entfernen und zu vernichten.

Zikaden oder Rosenzikaden

Insekt:

Die Rosenzikade überwintert als Ei in der Rinde der Rose.
Das Insekt ist hellgrün, 3mm lang und ähnelt einer Heuschrecke.
Bei Berührung springt sie. Rosenzikaden befinden sich auf der Blatt Unterseite, meistens bei Rosen, welche an warmen, geschützten Hauswänden stehen. Ihre Larven sind cremefarben. Sie saugen den Saft aus den Blättern und schädigen diese dadurch. Die erwachsenen Zikaden legen im Herbst Eier in die Rinde der Rosentriebe, wo diese Eier dann überwintern.

 

Schadbild:
Auf den Rosenblättern sieht man feine weißgelbe Sprenkelungen auf den Blättern, die oft von den Blattadern ausgehen. Unter dem Blatt befinden sich erwachsene Zickaden und deren Larven. Ein oberflächlich ähnliches Schadbild verursachen Spinnmilben. Bei starken Befall können die Blätter auch abfallen.

 

Maßnahmen biologisch:

Zur Vorbeugung kann im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver um die Rose gestreut und gut wässern werden, damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jeden oberirdischen Teil der Rose gelangen.

Die Bekämpfung mit Kaliseifenmitteln wie Neudosan kann erfolgsversprechend sein, wenn man an einem möglichst kühlen Tag sehr früh morgens auch kräftig unter die Blätter sprüht, ( sagt Herr Ruf )

Eine Behandlung mit Biplantol Contra X soll bei akutem Befall auch helfen.


Sägewespe

oder weißgegürtelte Rosensägewespe

Rosensägewespe sind beißende Insekten
Die Wespe ist glänzend schwarz gefärbt
Durch den Befall vermindert sich die Blattoberfläche und die Pflanze wird geschwächt Meist tritt die Rosensägewespe an trockenen Standorten auf
Die Pflanze kann sich nicht mehr ausreichend ernähren

Die Larven halten sich mit Vorliebe auf der Blattoberseite auf und obliegen dort ihrer Fraßtätigkeit. Sie nagen Löcher in die Blattspreiten. Später bei stärkerem Befall werden die Blätter auch vom Rande her angeknabbert. Die Fraßstellen weisen meist unregelmäßige Formen auf
Bekämpfen biologisch

Am umweltschonendsten ist es, bei leichtem Befall die Larven abzusammeln und befallene Triebe zu entfernen und zu vernichten. Neemprodukte oder Neudosan anwenden

Mit Pestizieden:

Sollte dies nicht möglich oder ausreichend sein, ist eine chemische Bekämpfung mit einem Pflanzenschutzmittel Calypso oder Sprutzit AF Rosen Schädlingsfrei  gegen beißende Insekten durchzuführen. Wie bei jeder Spritzung immer darauf zu achten, dass die Pflanze von allen Seiten vollständig benetzt ist. Wichtig ist auch der richtige Rückschnitt der Rosentriebe. Da die Larven zur Verpuppung gerne Endstücke und Zapfen von Rosentrieben nutzen, sollten diese gegebenenfalls entfernt werden.


Spinnmilben

Spinnmilben an Rosen im schlimmsten Fall kann es außsehen wie auf dem Bild rechts

Schädling:

Die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae), bekannt auch als "Rote Spinne" (aufgrund der Überwinterungsfarbe) oder "Bohnenspinnmilbe" ist nicht auf die Rose als Wirtspflanze beschränkt, sondern hat mit über 100 Pflanzenarten einen sehr großen Wirtspflanzenkreis (u.a. an Gemüse)

 

Die Spinnmilbe, wird circa 0,5 mm lang. Je nach Entwicklungsstadium, Jahreszeit und Wirtspflanzen kann sie unterschiedlich ausgefärbt sein (von gelbgrün über olivgrün bis braun).

 

Sie sticht mit den Mundwerkzeugen die Oberhaut der Blätter an und saugt den Pflanzensaft aus. Sie überwintert als orangerotes „Winterweibchen“, oft in großen Mengen, im Falllaub oder unter der Rinde.

 

Schadbild:

Auf der Blattoberseite befinden sich kleine gelbe Sprenkelungen. Die Blätter können vergilben und verdorren. Auf der Blattunterseite sind sehr feine Gespinste mit winzig kleinen Tierchen,( weiße Larvenhäute, durchsichtige runde Eier) und gelblich oder rote Milben zu finden die sich schnell bewegen (Nur mit einem Vergrößerungsglas sind sie eindeutig zu erkennen). Bei sehr starkem Befall( Bild oben links) vertrocknen die Blätter und sterben ab.


Warme und trockene Witterung, sowie windgeschützte Lagen fördern den Befall.

Kletterrosen an Südwänden werden oft besonders stark befallen.

 

Bekämpfung biologisch:

  • sehr schwierig, nur möglich wenn der Befall vorzeitig entdeckt wird
  • Sofortmaßnahme: Rosen sollten mit hohem Wasserdruck von unten nach oben abgespült werden
  • Einsatz von Nützlingen wie der Raubmilbe oder der Raubwanzen als natürliche Bekämpfung( wirkt gut nur im Gewächshaus)
  • Befallene Triebe und Blätter abschneiden.
  • Mehrmalig in dreitägigen Abstand mit Neudosan spritzen soll laut Aussage von Bio Rosenschule Ruf nur bedingt helfen, jedoch nicht auf die Eier.

Tipp von der Rosenschule Schultheis: Spinnmilben sind wie schon erwähnt oft ein Standortproblem. An überdachten Stellen an denen kein Tau oder Regen fällt halten sich diese Spinnentiere am liebsten auf. Leider trifft dies auch auf überdachte Balkone, Terrassen oder Dachüberstände zu. Bei Kübelrosen reicht häufig schon ein Verschieben der Pflanze an einen "feuchteren" Standort. Die Tierchen suchen dann schnell das Weite oder kommen zumindest nach der Entfernung der befallenen Blätter nicht wieder.

 

Vorbeugung:

  • Pflanzen Sie ihre Rosen nicht an heiße und trockene Standorte. Achten Sie beim Einpflanzen auch auf einen gewissen Abstand zur Wand (mind. 10 cm), damit es nicht zu einem Hitzestau kommt.

Bekämpfung mit Insektiziden: Einsetzbare Pflanzenschutzmittel

  • Bei größerem Befall bleibt nur die Bekämpfung mit Insektiziden, die aber auch sehr schwierig ist und es sich deshalb kaum lohnt die Giftspritzte herzuholen.

Blütenstecher

Rosenblütenstecher -  Knospenstecher - od. Himbeerblütenstecher

verschiedene Namen, aber gemeint ist immer der gleiche Schädling

Insekt - Schadbild:

Beim Blütenstecher handelt es sich um einen Rüsselkäfer. Das weibliche Insekt legt in die geschlossene Blütenknospe ein Ei. Da sie bis zu 30 Eier legen kann, werden ebenso viele Knospen zerstört.

Unter der Knospe schneidet der Blütenstecher mit dem Rüssel den Stiel bis zur Hälfte durch, um die Saftzufuhr zu reduzieren, damit sich die Knospe nicht mehr öffnen kann. In den meisten Fällen fällt sie zu Boden.

Die Larve ernährt sich von den Staubbeuteln und verpuppt sich nach 20 Tagen. Der ausgewachsene Käfer durchbricht im August die eingetrocknete Hülle und überwintert knapp unter der Boden-Oberfläche.

 

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Die herunterhängenden bzw. abgefallenen Rosenknospenam besten im Verbrennungsmüll entsorgen. Somit wird die Larve vernichtet und der Vermehrung des Blütenstechers entgegengewirkt.
  • Das Austreuen von Neem-Samenschrot oder Bio-Schädlingsfrei Neem, sowie das Gießen mit Reinfarntee wird von der Bioschule Ruf als mögliches Bekämpfungsmittel empfohlen.

Insektizide:

  • Gegen die Käfer im Frühjahr eingesetzte Insektizide  (etwa ab Blühbeginn) wirken sehr schlecht oder gar nicht, da der Käfer ja tagsüber in der obersten Bodenschicht lebt

Blütenthripse oder Blasenfüße

 

Schädling:

Die Thripse sind 1-2 mm große, hellfarbene bis schwarze Insekten. manche haben Flügel, andere können nicht gut fliegen und nutzen daher gerne den Wind zur Fortbewegung. Die Larven der Thripse sind hell oder gelbgrün.

 

Einige Thripslarven gehen zum Verpuppen ins Erdreich, andere Arten entwickeln sich bereits nach 2-4 Wochen direkt aus Larven zu fertigen Thripsen. Die für die Rosen gefährlichste Art soll der kalifornische Thrips sein. Dieser Schädling tritt erst bei höheren Temperaturen vorwiegend in der Rosenblüte auf.

 

 

Schadbild:

Thripse treten auf Blättern und in Blüten auf. Befallene Blätter zeigen auf der Blattoberseite eine silbrige Sprenkelung. Befallene Blüten sind oft deformiert und haben einen braunen Rand. Klopft man sollche Blüte auf der Hand aus, sieht man die ca. 0,5-1mm langen Tierchen laufen.Die befallenen Blüten sehen aus, als würde die Blütenblätter vom Rand her faulen.

 

Ursache:

Heiße Sommer begünstigen den Befall. Bevorzugt werden helle, ganz besonders gelbe Blüten befallen.

 

Bekämpfung:

Da die Thripse sich oft in den Blüten verstecken, sind diese schwer zu bekämpfen. Ihre natürlichen Feinde sind z. B. Marienkäfer und die Florfliege. Da die Thripse vorwiegend bei Wärme auftreten, sollte man dann stets die Pflanzen beobachten.

  • Total befallene Blüten unbedingt beseitigen.
  • Kaliseifenpräperate wie Neudosan von Neudorf oder Neem Plus Schädlingsfrei von Neudorf
  • Spinnmilben Powerpack  
  • Kontakt- und Fraßinsektizid zur Bekämpfung von Blattläusen, Schildläusen, Woll- und Schmierläusen, Thripsen, Weiße Fliegen und Spinnmilben
  • mit Sofort- und Langzeitwirkung
  • Rapsöl bekämpft die ausgewachsenen Insekten
  • Neem verhindert die Weiterentwicklung von Ei- und Larvenstadien der Schädlinge
  • nicht bienengefährlich (B4)
  • gut pflanzenverträglich

Neudosan und Neem Plus sollen eine zufriedenstellende Wirkung haben, sind aber bei größerem Befall auch nicht in der Lage alle Schädlinge zu beseitigen.

 

Bekämpfung mit Insektizieden:

Gegen Thrispe  "sollen" helfen ??:  hauptsächlich systemisch wirkende Spritzmittel wie Calypso, Spruzit AF Rosen Schädlingsfrei, Danadim Progress Universal Insektizid, Schädlingsfrei Careo.


Rosenwickler und Frostspanner

Schädling, Schadbild:

Die Zahl der Wicklerarten soll genau so hoch sein wie die der Blattwespen. Alle aber sind Nachtfalter, also Schmetterlinge. Die Raupe als Vorstadium des fertigen Schmetterlings bzw. Insekts frisst bis zur Verpuppung besonders an den Rosenblättern. Einer der häufigsten an Rosen auftretenden Raupenarten sind die Raupen des Frostspanners. Der legt bereits im Winter seine rötlichen Eier an den Rosenblättern ab. Aus diesen schlüpfen zahlreiche, gefräßige Raupen. Die Raupen der ersten Generation verpuppen sich Juli August bereits im Boden , so das danach mit einer erneuten Raupenplage zu rechnen ist.

Raupenfraß erkennen Sie an, meist bogenförmigen, Fraßschäden an den Blättern. Der Fraß kann bis zur Skelettierung der Blätter führen. Meist sind die Raupen auch relativ gut auf den Blättern zu sehe

 

Maßnahmen:

  • Auch hier kann im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver um die Rose gestreuet und gut gewässert werden,damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jede oberirdischen Teil der Rose gelangen.
  • Sobald dennoch Fraßspuren sichtbar werden, sollten die Blätter nach Raupen abgesucht und diese entfernt werden. Da die Raupen so grün wie die Blätter sind, sind sie gut getarnt und nicht leicht zu finden.

Weichhautmilben

Bild Mitte: diese winzig kleinen orangenen Pünktchen sind die nur 0,2mm großen Milben

Schädling:

Weichhautmilben sind verwand mit den Gallmilben, bilden aber keine Gallen, sondern Blattverkrüppelungen. Diese entstehen durch das Saugen der Milben.mit dem bloßen Augen sind sie nicht zu erkennen und daher wird der Befall erst erkannt, wenn er schon weit fortgeschritten ist. Weichhautmilben überwintern in den Blattachsen und werden mit dem Wind verbreitet.

Bekämpfung:

  • Als typische Spinnentiere lieben die Milben warmes trockenes Wetter. Sie sind sehr robust, weshalb nur wenige Pflanzenschutzmittel helfen.
  • Weichhautmilben lassen sich mit Ölspritzungen (Neemöl) bedingt gut bekämpfen, auch Schwefel vertragen sie nicht gut.
  • Am besten schneiden sie stark befallene Pflanzenteile ab und verbrennen sie

Rosentriebbohrer

Der Rosentriebbohrer ist die Larve der Blattwespe, die allgemein zu den Schädlingen gezählt wird.

 

Es gibt zwei Arten, den Aufwärtssteigende Rosentriebbohrer und den Abwärtssteigenden Rosentriebbohrer. Beides sind die gelblichen Larven von Blattwespen. Die Larven der Rosentriebbohrer überwintern Oberflächen nah im Boden in einem Kokon. Sie verpuppen sich dort im Frühjahr, so dass etwa ab April über einen meist sehr langen Zeitraum mit dem Auftreten der nur 5-8 mm großen, schwarz gefärbten unscheinbaren Blattwespen zu rechnen ist.

Die Ablage der Eier durch das Weibchen erfolgt entweder nah am Blattstielgrund oder in die jungen Triebspitzen

 

Am Einbohrloch kommt es beim Aufwärtssteigenden Rosentriebbohrer zu einem deutlich sichtbarem, krümeligen Kotauswurf.

 

Der Abwärtssteigende Triebbohrer frisst sich von oben nach unten durch den Rosenstängel. Die Triebe welken und sterben ab. Im Sommer fallen dann an Rosen eintrocknende Knospen oder absterbende Blütentriebe auf.

 

Etwa Ende Juni bis Anfang Juli verlassen die Larven beider Arten den Stängel und gehen in den Boden, um dort wie anfangs erwähnt als Kokon zu überwintern.

 

Vorbeugung und Bekämpfung:

 

  • Der Triebbohrer ist, wie viele Rosenfreunde berichten, schlecht mit Spritzen von Insektizieden zu bekämpfen, da er im inneren der Triebe sein Unwesen treibt. Lediglich der Einsatz von Insektiziden zum Flugzeitpunkt der Blattwespen kann den Befall mindern. Da man aber nie alle „Viecher“ erwischt hilft eigentlich nur eines:
  • Schneiden sie alle befallenen Triebe soweit zurück, bis sie ins gesunde Holz kommen. Das können nur 10 cm sein, aber auch wesentlich mehr, je nachdem wie weit sich der Triebbohrer „vorgearbeitet“ hat. Schnittgut nicht über den Kompost entsorgen, werfen sie es in die Restmülltonne oder verbrennen es. Ob man weit genug geschnitten hat kann man erkennen, wenn kein „Fraßgang“ (= Loch) mehr zu sehen ist.  Je schneller gehandelt wird, desto besser.
  •  Im Endeffekt werden sie nur Erfolg haben,wenn sie fleißig die Knospen absammeln und die Triebe scheiden, welche befallen sind, denn diese Tiere benötigen die Rose nur fürs Ei und im Larvenstadium, leben und fressen tun sie ganz woanders.....
  •  Bei großem Befall durch diesen Schädling ist die Behandlung  sehr langwierig und nicht mit einem Mal zu erledigen.
  •  Wir haben an unseren Rosen nur sehr selten Befall entdecken können und wenn, immer sehr rasch gehandelt und bis spätestens Mitte Juni die befallenen Triebe abgeschnitten bevor die Larven sich in den Boden verziehen. Man muss die Rosen eben immer im Auge behalten, das gilt auch für alle anderen Schädlinge und Krankheiten. Wenn man frühzeitig das Übel entdeckt, kann meist schlimmeres verhindert werden.
  • Wir haben jedoch auch festgestellt, dass gesunde Pflanzen die mit natürlichen Mitteln wie zum Beispiel Brennnessel- oder Schachtelhalmbrühe, oder Vtianal, bzw. Siapton begossenen oder gespritzt wurden der Befall vermindert werden kann. Zu den Mitteln finden sie reichlich Infos auf unserer Website.

Gartenlaubkäfer

Der 8-11 mm große Gartenlaubkäfer wird auch Junikäfer oder Kleiner Rosenkäfer genannt. Der Körper ist relativ flach im Vergleich zum Maikäfer. Der Kopf und das Halsschild sind grün bis schwarz glänzend und die Flügeldecken gelbraun bis rotbraun gefärbt. Die Käfer fliegen Ende Mai bis Ende Juni und fressen tagsüber an Sträuchern und Bäumen (Reifungsfraß der Weibchen).

 

Etwa Mitte Mai schlüpfen die Käfer aus ihren Erdhöhlen im Boden und schwärmen tagsüber bei warmen, sonnigen Wetter (zuerst bodennah, später dann auch auf Büsche und Hecken). Fraßschäden der Käfer sind an Obstbäumen, Ziergehölzen und Rosen zu beobachten (Blattfraß sowie insbesondere Fraß an Blütenanlagen).

 

Bekämpfung:

  • Sollten bei ihnen massenhaft Gartenlaubkäfer auftreten so können sie auch hier mit Nermatodenpräperaten ihren Gartenboden behandeln. (Wurde schon beim Dickmaulrüssler beschrieben) Diese besondere Art der Nermatoden kann man in Tongranulat bestellen und im Spätsommer im Garten ausgießen.
  • Die Nermatoden suchen im feuchten Boden die Larven und befallen sie

Zusammenfassung: Tipps und Infos

  • Wir im Rosenparadies versuchen immer, wenn es nur irgendwie möglich ist, biologische Mittel zur Blattgesundheit und Schädlingsabwehr einzusetzten.
  • Mit Schädlingen an den Rosen haben wir nicht viel Last. Ja sicher Blattläuse gibt es schon mal in manchen Jahren in Massen, aber bislang haben wir noch nie ein Pestizid eingesetzt.

An einigen Stellen im Garten unternehmen wir gar nichts gegen Läuse, damit die Marienkäfer, Meisen usw. noch genügend Nahrung haben.

 

  • Schädlinge kann man mit einfachen Mitteln auf ein Minimum reduzieren, allein durch Spritzungen mit Vitanal Blattaktivator Sauer/Kombi gemischt mit einem Öl (z.B. Neem-Öl)
  • Die Anwendung von Siapton stärkt die Rose und macht sie deutlich weniger Anfällig für Pilzkrankheiten und Schädlinge. Im Wechsel mit Vitanal Blattaktivator sauer/kombi alle 14 Tage gespritzt hat gute Ergebnisse bei uns erzielt.
  • SIAPTON ist rein organisch und enthält natürliche Eiweißverbindungen die von den Pflanzen sofort über Blatt und Wurzel aufgenommen und verarbeitet werden. SIAPTON wird im Erwerbsgartenbau und öffentlichem Grün als Wachstumsaktivator seit vielen Jahren mit großem Erfolg eingesetzt und findet auch im Hausgarten verstärkt Anwendung:
  • Schon nach wenigen Anwendungen zeigt sich die Wirkung durch eine intensive Grünfärbung der Blätter. SIAPTON sorgt für ein gesundes, kräftiges Pflanzenwachstum, stärkt die Pflanzen gegen Schadorganismen und sichert hohe Erträge. Auch das Bodenleben wird durch SIAPTON angeregt.
    SIAPTON kann als bei der Biologischen Bundesanstalt (BBA)registriertes Pflanzenstärkungsmittel auch im ökologischen Anbau verwendet werden.
    viele weitere Infos über Vitanal und Siapton erhalten sie auf unsere Website unter Rosen/Pflege
  • Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer sind sehr schwer zu bekämpfen und haben sich in den letzten Jahren  in manchen Gegenden zur großen Plage entwickelt. Gleiches gilt für Junikäfer. Frühzeitig und regelmäßig eingesetzt, schaffen Nematoden der Gattung Heterorhabditis Abhilfe. Und das auf ganz natürlichem Wege, ohne die Umwelt oder die Pflanzen zu schädigen.
  • Voraussetzungen für einen Bekämpfungserfolg mit Nematoden:
  • Für eine erfolgreiche Bekämpfung sollte die Bodentemperatur in 10 cm Tiefe mindestens 12 °C betragen, darunter sind die Nematoden inaktiv. Günstige Perioden für den Einsatz der Nematoden im Freiland sind für die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers von April bis Anfang Juni sowie von Ende August bis Oktober, für die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers und Junikäfers von Mitte/Ende Juli bis Ende September. Die Zeiten können sich allerdings verschieben, abhängig von der Witterung.
  • Unter Glas ist die Anwendung ganzjährig möglich. Die Nematoden können ohne Wirtstiere einige Monate überdauern und auch Frostperioden überstehen. Allerdings reduziert sich der Bestand erheblich, so dass in der nächsten Saison ein neuer Einsatz nötig wird. Die Nematoden werden in Tongranulat geliefert, das in Wasser aufgelöst und gegossen wird. Die behandelte Fläche sollte in den folgenden 6-8 Wochen möglichst feucht gehalten werden, damit eine Langzeitwirkung erzielt werden kann.

 Weitere Infos erhalten sie auf der Internetseite von Schneckenprofi

  • Haben sie dagegen Probleme mit Triebbohrer oder anderen Larven die im Boden überwintern, lohnt es sich das Mittel Neem Vital von Schacht auszuprobieren.

 ...".Systemische Wirkung:

Die Inhaltsstoffe werden über Blatt und Wurzel aufgenommen und mit dem Saftstrom verteilt, so dass sie in der gesamten Planze ihre Wirkung entfalten können. Enthält wichtigen Pflanzenährstoffe zusammen mit wertvollen bioaktiven Substanzen, die den in Indien beheimateten Neem-Baum vor Schädlingen schützen. Frei von Aflatoxinen!

Anwendung:
1) In fester Form 25 - 100 g auf 1 m² Boden streuen oder einarbeiten.
2) Als Mischung zum Gießen auf Pflanzen und den Boden: 25 - 100 g auf 1 l Wasser in eine Gießkanne geben, umrühren und ca. 3 Stunden lang stehen lassen (ausreichend für ca. 1 m²). Unmittelbar vor dem Gießen noch einmal umrühren, damit auch der Schlamm in die Erde gelangt.

Für Topf- und Kübelpflanzen kann Neem Vital mit Gartenerde oder Kokossubstrat vermischt werden. Besonders für die nährstoffarme Kokoserde stellt die Kombination mit Neempresskuchen eine ideale Ergänzung dar. Es empfiehlt sich, die erforderlichen Düngemengen auf mehrere Gaben aufzuteilen, so dass etwa alle 4 Wochen dosiert wird.
Wie alle Düngemittel kann Neem-Vital während der gesamten Wachstumsphase bis Ende August angewendet werden (eine rechtzeitige Einstellung der Düngung ist nötig, um die Winterhärte nicht zu gefährden)...." Quelle: pflanzotheke.de

  • Haben sie oft Last mit Schmierläusen aller Art oder Thripse, weiße Fliege und Spinnmilben lohnt sich  ein Präperat aus Kaliseife anzuschaffen.Z.B: Neudosan von Neudorf.
  • Adlerfarnjauche ist ein gut wirksames Mittel, wenn sie regelmäßig angewendet wird. (Rezept unter Pflanzenschutz auf natürliche Art)
  • Auch folgendes Mittel soll gute Wirkung zeigen: Das Neudorff Neem Plus Schädlingsfrei ist ein Konzentrat aus natürlichen Wirkstoffen zur sicheren Bekämpfung von Insekten und Milben. Die Kombination der Wirkstoffe Neem und Rapsöl sorgen für ein breites Wirkungsspektrum. Insekten wie Blatt-, Schild-, Woll- und Schmierläuse, Thripse und Weiße Fliegen werden ebenso sicher erfasst wie Spinnmilben-Arten. Der enthaltene Rapsöl-Anteil bekämpft die adulten Tiere, Neem verhindert die Weiterentwicklung der Ei- und Larvenstadien. Zudem wirkt es als Kontakt- und als Fraßgift.

Die pflanzlichen Extrakte des Neembaums beinhalten über 34 verschiedene Inhaltsstoffe. Besonders der Stoff Azadirachtin ist als wirksamer Schutz gegen Schädlinge bekannt.

 

  • Haben sie Probleme mit Spinnmilbenbefall im Gewächshaus helfen Raubmilben. Auch eine Spritzung mit Rainfarnbrühe kann helfen
  • Die Raubmilben zur Spinnmilbenbekämpfung erhalten sie auch bei Schneckenprofi
  • Sehr viele Neem (oft auch Niem genannt) Präperate erhalten sie auch beim Niem Handel

Ein sehr gut gegen Blattläuse wirkendes natürliches Pflanzenschutzmittel ist auch der Brennnesselauszug

(nicht zu verwechseln mit der Brennnesseljauche).

 

Zur Herstellung dieses Auszugs werden:

  • 500 g frische Brennnesseln, die noch nicht blühen, klein geschnitten (bitte Handschuhe anziehen!) und in ein Gefäß gesteckt, welches keinesfalls aus Metall sein darf.
  • Dann wird dieses Gefäß mit 5 l Wasser aufgefüllt und 24 Stunden stehen gelassen. Nach Ablauf dieser Zeit hat die Flüssigkeit eine brennende Wirkung entfaltet, die sehr effizient gegen Blattläuse ist.
  • Die Flüssigkeit durch ein Sieb gießen, in eine Sprühflasche füllen und auf die befallenen Pflanzen sprühen. Wirkungsvoller wird das ganze wenn sie dem Brennesselauszug noch ein Schnapsglas Vitanal hinzufügen, das dient als Netzmittel.

Achtung: den Brennnesselauszug bitte schnell verbrauchen, denn nach fünf Tagen hat er sich zu einer Brennnesseljauche entwickelt, welche zwar sehr gut als Dünger eingesetzt werden kann, gegen Blattläuse aber unwirksam ist


 

Nachfolgend noch eine sehr interessante PDF Datei zum lesen oder ausdrucken:

Wer Nützlinge in den Garten lockt, hat weniger Probleme mit Schädlingen.

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Nützlinge im Garten Julius-Kühn-Institut Wer Nützlinge in den Garten lockt, hat weniger Probleme mit Schädlingen. Die fleißigen Helfer erledigen den größten Teil der Arbeit im Flug. Die wichtig
Unter die Kategorie „Nützlinge im Garten“ fallen alle jenen Insekten und Tiere, die die Schädlinge vernichten, diese als Wirt benutzen und/oder Blüten bestäuben und somit das ökologische Gleichgewicht in Ordnung bringen: Bienen, Hummeln, Marienkäfer, Ohrenkneifer, Igel, Vögel.
NuetzlingeGarten.pdf
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