Rosenkrankheiten und Schädlinge

Schädlinge vertreiben - Krankheiten behandeln

..."Rosen zu verstehen, heißt sie auch mit Liebe zu pflegen und dadurch ensteht die Beziehung zwischen Rosenstock und dem Pflegenden.

Der Dank der Rosenpflanze wird nie ausbleiben..."

Dietrich Woessner

 

Waterfall- Rose Niagara  Falls

Von Wilhelm Busch ist folgende Aussage überliefert:

" Wem der liebe Gott ein Gärtlein gab und Rosen,

dem gab er auch den Mehltau und die Blattlaus,

auf dass er`s lernt sich nicht über Kleinigkeiten zu entrüsten."

Waterfall- Rose Niagara  Falls

Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau bei Rosen vorbeugen und heilen
Foto und Hintergrund Wasserfall- Rose Niagara Falls

Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau

Tipps gegen Rosenkrankheiten

Wasserfallrose Niagara Falls gesund und pflegeleicht Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau bei Rosen vorbeugen und heilen
Wasserfallrose Niagara Falls gesund und pflegeleicht

Auf dieser Seite lesen sie: 

 

Der Sternrußtau, sowie der Mehltau und der Rosenrost sind die bekanntesten Pilzkrankheiten, 

die Rosen treffen können.

Wir stellen die drei Pilzinfektionen vor und sagen Ihnen, was zu tun ist, damit Ihre Rosen gesund bleiben, oder wieder gesund werden.

Wie auf der vorherigen Seite schon gesagt wurde, Grundsätzlich gilt:    

Vorbeugen ist die beste Voraussetzung

für gesunde Rosen!

 

 Ein paar Maßnahmen können helfen, das Risiko einer Pilzerkrankung zu mindern

 und Tierische Schädlinge wieder los zu werden

 

 

 

 

 Hier noch einmal die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen:

 

1. Für frische Luft sorgen

Die Blätter der Rose sind anfällig für Pilzkrankheiten, wenn sie feucht sind. Deswegen sollten sie nach dem Regen schnell trocknen können. Hierfür ist es nötig, dass die Pflanze einen Standort bekommt, an dem ein leichter Wind weht. Ein regelmäßiger Rückschnitt sorgt ebenfalls dafür, dass die frische Luft jeden Teil der Pflanze erreichen kann und diese schnell trocknet. Beim Gießen sollte zudem darauf geachtet werden, dass nur der Fuß der Pflanze und nicht die Blätter feucht werden.

2. Platz lassen

Die einzelnen Rosenpflanzen sollten in einem Beet nicht zu eng gepflanzt werden und auch in der direkten Umgebung sollten die Begleitpflanzen nicht allzu nah stehen oder höher als die Rosen sein. Die schönen Pflanzen benötigen Sonne und Luftzirkulation und bevorzugen deswegen etwas Raum.

3. Schneiden

Rosen sollten regelmäßig geschnitten werden. So bekommen alle Teile der Pflanze Licht und können vom Wind getrocknet werden. Für die Arbeit an der Rose nur eine scharfe Gartenschere benutzen.
Das Schneiden der Rosen ist auch für die Gesundheit der Rosen wichtig.

 

4. Verwelkte Blüten und Blätter regelmäßig entfernen

Sind an einer Rose verwelkte Blätter, verblühte Blüten und abgestorbene Triebe zu finden, sollten diese entfernt werden – nicht nur von der Pflanze, sondern auch vom Boden. Auf den Blättern befinden sich eventuell Krankheitserreger, die sich ausbreiten können. Bitte entsorgen Sie kranke Pflanzenteile nicht im Kompost oder der BIO-Tonne, da Sie sich die Krankeiten ansonsten über den Kompost wieder in den Garten hohlen. Die Entsorgung sollte über die Restmülltonne erfolgen, da diese Bestandteile zum größten Teil verbrannt werden.

 

5. Rosen stärken

Je stärker die Pflanzen sind, umso mehr haben sie den Krankheitserregern entgegenzusetzen. Bei den Rosen bedeutet dies, eine ausgewogene und regelmäßige Düngung im Sommer um die Nährstoffversorgung zu sichern. Für Topfrosen gilt das noch mehr als für Rosen im Beet.
Rosen regelmäßig mit einem Pflanzenstärkungsmittel natürlichen Ursprungs versorgen, um die Widerstandskraft gegen Mehltau,Rost und Sternrußtau zu fördern. Durch Kompostwirtschaft für gesunden und humusreichen Boden sorgen.

 

6. Staunässe verhindern

Rosen vertragen keine Staunässe an den Wurzeln. Bei Töpfen und Kübeln kann hier mit einer Drainageschicht aus Kies oder Ton gearbeitet werden. Im Garten sollten Rosen nicht in Böden gepflanzt werden, die schwer und undurchlässig sind oder diese Böden müssen aufgearbeitet werden.

 

7. Nicht auf ausgelaugten Boden pflanzen

Beim Einsetzen einer neuen Rose, sollte darauf geachtet werden, dass an der Stelle kurz zuvor kein anderes Rosengewächs stand. Dazu gehören nicht nur andere Rosenpflanzen, sondern beispielsweise auch Kirschen oder Brombeeren.

 

8. Auf den richtigen PH-Wert achten

5,5 - 6,5 höchstens 7 ( Idealwert= 6-6,5 )

 

9. Keine chemischen Dünger verwenden. Mineralische Dünger nur in Maßen verwenden.


Tipp: In unserem Rosenparadies wird die Gesundheit der Rosen durch den Einsatz der biologischen Pflanzenstärkungsmittel Vitanal sauer-kombi und Siapton gestärkt. Im 14-tägigen Rhythmus, (oder wenn es die Wetterbedingungen erfordern auch wöchentlich) bringen wir die Präparate aus. Sie bestehen aus einer Kombination von Aminosäuren, Vitaminen, Eiweißen und Kohlenhydraten, sie umgeben die Blätter wie ein schützender Film und beugen Pilzkrankheiten vor.

 

Um alle Pflanzenteile leicht zu benetzen, bringen wir die Mittel mit einer Profispritze aus. Diese nebelt die Pflanzen regelrecht ein, verteilt die Wirkstoffe so besonders gut. Seit einigen Jahren nun  behandeln wir unsere Rosen mit diesen sogenannten Pflanzenstärkungsmitteln und haben bisher gute Erfahrungen gemacht.


stark duftende und pflegeleichte Rosa Rugosa Therese Bugnet

 

Die Befallsstärke mit SRT ( Sternrußtau ) und Mehltau variert unter Umständen von Jahr zu Jahr erheblich und ist stark witterungsabhängig. So können bei gleichen Pflegebedingungen und gleichem Standort in einem Jahr, sehr starke, in einem anderen kaum sichtbare Befallserscheinungen auftreten.

 

In feuchtwarmen Sommern zeigt sich häufig Mehltau, während in verregneten Jahren Sternrußtau dominieren kann.

 

Verantwortungsbewußte Rosenfreunde sollten mögliche Auswirkungen des Einsatzes von

Pflanzenschutzmitteln kennen und auf ihre Anwendung - wann immer möglich - verzichten.

 

  • Pflanzenschutzmittel nur im Notfall einsetzen und nur geeignete (im Fachhandel informieren)nur bienenungefährliche Mittel verwenden,
  • Mittel nicht bei Temperaturen über 25 °C anwenden und nur bei windstillem Wetter
  • die Wirkstoffe wechseln, um Resistenzen vorzubeugen.
  • Nützlinge fördern: Tierische „Schädlinge“ werden im Garten durch Nützlinge in Schach gehalten. Nützlinge fördern heißt auch, „Schädlinge“ als Nahrung für die Nützlinge zuzulassen. Außerdem für Wildkräuter als Nahrungsquellen sorgen, Nisthilfen aufstellen.

Pilzliche Erkrankungen

 

Bei den Schadpilzen ist Vorbeugung der entscheidende Schritt zur gesunden Rose

Wenn es die Rosen trotzdem erwischt hat gilt es schnell zu handeln

 

Echter Mehltau

Schadbild:

 

Der echte Mehltau ist ein Schönwetterpilz. Obwohl er wie alle Pilze auf Feutigkeit angewiesen ist, ist er ein regelrechter Trockenspezialist.

 

Zur Erstinfektion benötigt er Feuchtigkeit auf der Pflanze. Danach genügt ihm jedoch das Wasser das er aus der Rosen aufnimmt.

 

An den befallenen Stellen ist dann ein weißer, mehliger Belag sichtbar.

 

 


Ursache:

  • Temperaturen über 20° und 70% Luftfeuchtigkeit reichen zur Infektion aus.
  • Besonders durchTrockenheit gestresste Rosen an heißen Hauswänden befällt er oft extrem stark
  • Gerade die neuen Triebe und Blätter können bei anhaltender Trockenheit nicht richtig ausreifen und bieten dem Pilz beste Angriffsflächen.
  • Empfindliche Rosen sollten deshalb in nährstoffreicher, feuchter Erde stehen. 

Bekämpfung biologisch:                                                                              

  • Bei anhaltender Trockenheit sollten empfindliche Sorten und vor allem junge Rosen öfter durchdringend gewässert werden.
  • Betroffene Triebe und Blätter mit einer Mischung aus 1 Teil Milch, ( Vollmilch, keine H-Milch) 9 Teile Wasser und ein Pck. Backpulver besprühen. Dieses wöchentlich wiederholen. Die Mischung zerstört die Pilze, allerdings verschwindet nicht der weiße Belag auf den Blättern.( das schafft kein Mittel. An besonders heißen Rosenstandorten die Pflanzen öfter wässern, das mag der Pilz nicht.
  • MEHLTAU-KOMBIPACK
    Sehr gut wirkendes Mittel gegen den Schimmelbelag des echten Mehltau pilzes. Beginnender Befall wird zum Stillstand gebracht. Durch die Kombination mit Niemöl wird der weiße Belag kaschiert und das
    Niemöl wirkt gleichzeitig gegen Schadinsekten. Die 3 Komponenten Niemöl, Emulgator und Mehltausalz sind getrennt verpackt und müssen gemischt werden. Ausführliche Anleitung liegt der Packung bei.
    Mehltau-Kombipack für 12-25 l Spritzbrühe
  • MEHLTAU-KOMBIPACK-PLUS
    Pilzliche und bakterielle Schaderreger, sowie pflanzenschädigende Insekten können mit
    diesem Präparat effektiv bekämpft werden. Durch das Lebermoosextrakt wird die Wirkung des Mehltau kombi packs erhöht. Die 4 Komponenten Niemöl, Emulgator, Mehltausalz und Lebermoosextrakt sind getrennt verpackt und müssen gemischt werden.
    Ausführliche Anleitung liegt der Packung,bei.
    Mehltau-Kombipack plus,für 12-25 l Spritzbrühe

Tipp: Da der Mehltau nur mit seinen Wurzeln, den so genannten Haustorien, ins Pflanzengewebe eindringt, aber vorwiegend außen sitzt, ist er biologisch gut zu bekämpfen. Es bedarf keiner chemischen Behandlung

 

Warum wirkt Milch gegen den echten Mehltau?

 

In der Milch enthaltene Mikroorganismen bekämpfen den gefürchteten Mehltau-Pilz. Das enthaltene Natriumphosphat stärkt zudem die Abwehrkräfte der Pflanze und beugt somit einer erneuten Erkrankung durch den echten Mehltau vor.

Die Wirkung von Natrium- und Kaliumbicarbonat gegen Pilzkrankheiten ist schon länger bekannt. Diese Stoffe sind als Treibmittel (Backpulver) in der Lebensmittelzubereitung zugelassen.
In Deutschland können schon seit Jahren Pflanzenstärkungsmittel auf Backpulverbasis (Natrium- und Kaliumbicarbonat) verwendet werden, darunter «Steinhauers Mehltauschreck» als eines der Ersten und

Natriumhydrogencarbonat

 

Wie sollte das Mischverhältnis sein? 

Zweimal wöchentlich ein Gemisch von Milch und Wasser im Verhältnis 1:10 herstellen und das Ganze auf die befallende Pflanze und deren Blätter sprühen. Ein inzwischen erprobter Tipp, der wirksamer ist als handelsübliche Fungizide und obendrein biologisch ist! Da so viele unterschiedliche Mischungsverhältnisse zu lesen sind:

      Tipp: Unsere Mischung: 9 l Wasser + 1 l Vollmilch + 2 PCK. Backpulver  Je nach Befall 1-2 x  

              Wöchentlich spritzen

 

 Wie kann man echten von falschem Mehltau unterscheiden?

 

Den falschen Mehltau findet man im Gegensatz zum echten Mehltau auf der Blattunterseite,

zudem bilden sich auf der Blattoberseite dunkelviolette Flecken

Echter Mehltau  hingegen sitzt immer als abwischbarer, weißer, später schmutzig-bräunlicher Belag auf den Blattoberseiten der befallenen Pflanze.

 


Rosenrost

Drei verschiedene Stadien des Rosenrostpilzes

Schadbild:

Auf der Blattunterseite der Blätter befinden sich zahlreiche, etwa stecknadelkopfgroße, stäubende Pusteln. Sie sind anfangs orange-gelb gefärbt, später im Herbst verfärben sie sich schwarz. Auf der Blattoberseite treten gelbe und rötliche Flecken auf.

 

Im Frühjahr kommen seltener an den Zweigen, Trieben, Blattstielen und Kelchblättern leuchtend orange-rote, polsterförmige Sporenlager vor. Der Pilz kann sowohl als Myzel an den Zweigen überwintern und im Frühjahr dort neue Sporenlager (Aecidiosporen) bilden. Diese Sporen befallen die Blätter. Sie verbreiten mit noch anderen Sporen (Uredosporen, entstehen auf den Blättern) den Pilz im Sommer. Der Erreger kann aber auch auf den abgefallenen Blättern überwintern und von dort die jungen Blätter befallen.

 

Ursache:

  • Rosenrost entwickelt sich meist an kühlen feuchten Standorten. Längere Niederschlagsperioden bei 18 bis 25° C mit zwei bis fünf Std. Blattnässe sind optimal.
  • Trockenwarme Witterung beschleunigt einen bereits vorhandenen Befall. Befallene Blätter fallen ab und die Rose wird allgemein geschwächt, sie kann sogar absterben.

Bekämpfung biologisch: Nicht möglich

  • Sie können nur die befallenen Triebe entfernen, da die überwinternden Sporen sich leicht weiterverbreiten können. Genauso wichtig ist es, dass keine Blätter mit Rostpusteln im Rosenbestand auf dem Boden den Winter über liegen. Sie sind eine Infektionsquelle für den Austrieb im Frühjahr.
  • Eine ausreichende Kaliversorgung der Rosen fördert die Widerstandsfähigkeit.
  • Auf weniger anfällige Sorten ausweichen.
  • Rosenrost ist oft ein Standort oder Sortenproblem. Pflanzen sie Rosensträucher um, die Jährlich immer wieder befallen werden. Nützt das auch nichts würde ich mich von der Rose trennen.

Wir hatten 3 Kandidaten im Garten, die innerhalb einiger Jahre ständig wieder vom Rost befallen wurden. Wir haben sie entsorgt, da die Krankheit immer wieder kam.

 

Wintersporen vom Rosenrost
Wintersporen vom Rosenrost

Bekämpfung mit Fungiziden:

  • Rosen können nur vorbeugend gegen Rosenrost oder spätestens ab Befallsbeginn mit den empfohlenen Fungiziden, wie z.B. CELAFLOR Pilzfrei Ectivo oder CELAFLOR Rosen-Pilzfrei Saprol behandelt werden
  • Zum Bekämpfen von Rosenrost sollten Sie auch das heruntergefallene Laub sehr sorgfältig entfernen, da der Pilz in den Sporen lagernd auf diesen Blättern überwintert und sich auf andere Rosen übertragen kann.
  • Ein starker Schnitt im Frühjahr beseitigt am Holz anhaftende Sporen und dient dem Bekämpfen des Rosenrost.


Sternrußtau


Schadbild:

Sternrußtau ist eine der am meisten verbreiteten Pilzkrankheiten an Rosen und ohne Zweifel die lästigste. Er tritt vermehrt in Jahren mit feuchter Witterung und niedrigen Temperaturen auf.

ImSpätsommer und Herbst ist der Befall oft am größten. Die Symptome der Pilzkrankheit sind einfach zu erkennen. Grauschwarze Flecken mit strahlenförmig auslaufenden Rändern sind ein deutliches Anzeichen. Befallene Rosen können durch den Pilz sehr stark geschwächt werden und verlieren nicht selten den Großteil ihrer Blätter. Die Verbreitung findet durch Flugsporen statt, die Infektion meist durch altes befallenes Laub das auf dem am Boden liegen bleibt. Dort überwintert der Pilz, weswegen dieses umgehend im Biomüll entsorgt werden muss. -

 

Ursache:

  • Standorte mit tonhaltigen humusarmen Böden und wasserundurchlässigen Untergrund begünstigen den Sternrußtau bei seiner Entwicklung.
  • Bei längeren Regenzeiten, wenn die Rosen über einen langen Zeitraum nass bleiben, oder bei unsachgemäßer Bewässerung über die pflanzen kann Der Pilz sich rasant ausbreiten.
  • Einige kühle Nächte und Niederschläge begünstigen ebenfall die Entwicklung.
  • In verregneten Sommern kann der Sternrußtau schon sehr früh zuschlagen, da ist Vorbeugung unerläßlich. Empfindliche Rosensorten wird es erwischen, egal was man macht, da hilft nur: Blätter kosequent ab und auf zu suchen und sich nicht allzusehr darüber zu ärgern.

 

Bekämpfung biologisch:

  • Vorbeugend ab Blattaustrieb im März mit Stärkungsmitteln alle 14 Tage spritzen. Für einen gute Boden und eine ausgewogenen Ernährung sorgen. Eine Bekämpfung des Pilzes ist kaum möglich, man kann nur versuchen den Befall  einzuschrenken.
  • Sehr frühzeitig, gleich wenn man den Befall entdeckt anfangen die kranken Blätter ab und auf zu sammeln.
  • Zusätzliche Spritzungen mit Siapton/Ackerschachtelhalm ( Rezept unter Rosen/Pflege/Pflanzenschutz auf natürliche Art ) helfen den anderen Rosen sich nicht anzustecken.
  • Bei sehr starkem Befall den Rosenstrauch wie beim Frühjahrsschnitt noch einmal ganz zurückschneiden und sämtliches Blattwerk vernichten.
  • Eine ausgewogene, kalibetonte Düngung stärkt die Pflanzen.
  • Wenn sie dieses konsequent durchführen wird die Rose noch im selben Jahr, spätestens aber im Nächsten wieder gesund austreiben

Bekämpfung mit Fungiziden

  • Bei alljährlich starkem Befall, bleibt ihnen nichts anderes übrig als die Rosen  vorbeugend im Frühjahr bei 5cm Austrieb mit geeigneten Pflanzenspritzmitteln zu behandeln, abwechselnd mit verschiedenen Wirkstoffen: Azoxystrobin und Myclobutanil eignen sich gut.
  • Diese Behandlung muss mehrmals im Jahr wiederholt werden.
  • Bei Neupflanzungen auf widerstandsfähige Sorten achten. Soweit möglich nicht von oben gießen, damit die Blätter trocken bleiben.
  • Eine völlige Bekämpfung diese Pilzes ist nicht möglich. Derjenige der dieses Mittel erfinden wird, muss erst noch geboren werden.

Eine Liste der aktuell zugelassene Fungizide finden sich für den Zierpflanzenbau unter http://www.ps-zierpflanzenbau.de, für den kommunalen Bereich unter http://nichtkulturland.pflanzenschutz-information.de und für den Haus- und Kleingartenbereich unter www.pflanzenschutz-hausgarten.de.

 

Ist Vorbeugung möglich?

Für eine erfolgreiche Vorbeugung zu betreiben ist es nötig den Entwicklungszyklus der Krankheit zu kennen.

  • Sternrußtau kann erst die Blätter befallen wenn sie mindesten 6 Std. lang nass sind.
  • Er benötigt eine kühle Witterung, oder kühle Nächte.
  • Sternrußtau tritt zuerst immer im Inneren der Pflanze auf. Meist erst im Spätsommer ( Oft aber auch schon in verregneten Juniwochen.)
  • Er überwintert auch an schwachen, dünnen Trieben, daher gehört der richtige Frühjahrsschnitt zur Vorbeugung, da er für eine bessere Durchlüftung des Rosenstrauches sorgt.
  • Pflanzenstärkende Mittel bei schlechter Witterung ruhig wöchentlich anwenden.
  • Ist der Pilz bereits ausgebrochen, kann man ihn nur noch versuchen in Schach zu halten. Z.B. mit Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz von Neudorf, einer Spritzung mit Vulkasan Steinmehl, oder eben der oben  genannten Fungizide

 

triBlätter. Auf dem am Boden liegenden Laub überwintert der Pilz, weswegen dieses umgehend im Biomüll entsorgt werden muss. - See more at: http://www.garten.de/gartenpflege/pflege-tipps/rosenkrankheiten-sternrus

Falscher Mehltau

Schadbild:

Durch falschen Mehltau entstehen auf der Blattoberseite dunkelviolette Flecken, die häufig durch Blattadern begrenzt sind. Nach einiger Zeit bilden sich deutliche rotbraun gefärbte Blattflecken und es kommt zum Blattfall.

 

Auf der Unterseite sind diese Flecken braun, daraus wächst bei hoher Luftfeuchtigkeit ein weiß-grauer Sporenbelag (Grauer, flockiger Pilzbelag).

Auch Stängel werden befallen, dort entstehen rötlich Flecken.

 

Ursache:

Lichtverhältnisse, eine hohe Luftfeuchte, Blattnässe und niedrige Temperaturen in Gewächshäusern fördern die infektion.

 

Anders als der Erreger des Echten Mehltaus dringt der Pilz des Falschen Mehltaus tief ins Gewebe ein und ist aus diesem Grund schwierig zu bekämpfen. Deshalb sollten infektionsfördernde Zustände vermieden werden.

 

Der Pilz überwintert als Myzel im Gewebe der Wurzeln und Triebe. Wenn die Bodentriebe im Frühjahr anfangen zu wachsen, wächst der Pilz von den Wurzeln aus in die Jungtriebe ein. Der Pilz wächst im Trieb mit nach oben und befällt junge Blätter und Seitentriebe. Ab circa Mitte April werden bei feucht-warmer Witterung Sommersporen gebildet. Diese werden vom Wind in den Anlagen verbreitet.

 

Infektion bei Niederschlag und Temperaturen über 10° C

 

Falscher Mehltau - Temperatur unter 5°C wenig/keine Aktivität

18°C optimal für die Sporenkeimung - ab 30°C Sporen sterben nach einem Tag

 

die Dauer der Sporenbildung variiert bei 5 – 18° C - zwischen 3 und 30 Tagen

 

die Infektion erfolgt immer an der jungen Triebspitze

 

Falscher Mehltau benötigt zur Entwicklung Feuchtigkeit

 

der Pilz wächst durch die Wachsschicht in das Gewebe

 

      bei hoher Luftfeuchtigkeit wachsen Sporenträger aus den Spaltöffnungen der Blattunterseiten

 

Bekämpfung:

  • Im fortgeschrittenem Stadion ist eine Bekämpfung nicht mehr möglich, auch nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln.

Bekämpfung biologisch:

  • Spritzungen mit Vulkasan jedoch sollen den Befall zum Stillstand bringen, sagt die Rosenschule Ruf Dieses alkalische Gesteinsmehl entzieht dem Pilz unter anderem Feuchtigkeit und stoppt seine Entwicklung. Bei der Rosenschule Ruf blieben sogar Blätter mit Flecken bis zum Herbst an den Rosen, obwohl diese sonst binnen Stunden abfallen. Vorbeugend angewendet, kann dieses Gesteinsmehl den Befall mit Falschem Mehltau komplett verhindern.

Bekämpfung mit Fungiziden:                                                                            

  • Rosenpilzfrei Saprol (Celaflor)
  • Ortiva Universal Pilz-frei (Compo)
  • Spezial Pilzfrei Aliette (Celaflor)
  • Bayer Garten Spezial Pilzfrei (Bayer)

Wie kann man echten von falschem Mehltau unterscheiden?

Den falschen Mehltau findet man im Gegensatz zum echten Mehltau auf der Blattunterseite,

zudem bilden sich auf der Blattoberseite dunkelviolette Flecken

Echter Mehltau hingegen sitzt immer als abwischbarer, weißer, später schmutzig-bräunlicher Belag auf den Blattoberseiten der befallenen Pflanze.


Blattfleckenkrankheit

Ursache:

Verursacht werden diese Flecken durch einen Pilz, der auf den abgefallenen Blättern überwintert, von dort im Frühjahr über Sporen die jungen Blätter infiziert. Der Pilz tritt hauptsächlich in feuchten Lagen auf oder wenn die Blätter lange Zeit nicht abtrocknen können.

 

Für die Blattfleckenkrankheit an Rosen können allerdings verschiedene Pilze, ( z.B.Cercospora) die Ursache sein, so sieht der Befall dann auch immer ein wenig anders aus.

 

Der Blattfleckenkrankheit entsteht oft durch Pflegefehler.

Zu reichliches Einsprühen der Pflanze, zu feuchtes Substrat, zu hohe Luftfeuchtigkeit, ein zu kalter Standort, geringe Luftzirkulation sind oftmals die Voraussetzungen für einen Befall der Pflanze mit der Blattfleckenkrankheit.

 

Schadbild:

  • Auf den Blättern erscheinen rundliche grau-braune,bis schwärzliche Flecken, die unterschiedlich groß sein können und sich auf dem gesamten Blatt bilden, oft auch mit rötlich violettem Rand. Die Krankheit tritt besonders bei feuchten Wetterperioden auf.
  • Im Gegensatz zum Sternrusstau, der sehr ähnlich ist, bleiben die Blätter erst einmal fest am Stängel sitzen. Diese Flecken werden immer größer und fließen zusammen, bis schließlich das ganze Blatt abgestorben ist und abfällt.
  • Manchmal mit Falschem Mehltau zu verwechseln bei dem aber zusätzlich die Blattunterseiten von einem mehligen Belag befallen werden.
  • Beim Kirschlorbeer fallen diese Flecken häufig heraus, so dass das Blatt durchlöchert ist. Daher auch der Name: Schrotschusskrankheit. Bei Rhododendron beispielsweise kann sich nur der Blattrand braun verfärben.

 Behandlung der Blattfleckenkrankheit:

 

  • Die von den Pilzen befallenen Blätter werden abgeschnitten, wichtig ist vor jedem neuen Schnitt die Schere, bzw., das Messer mit Spiritus zu desinfizieren. So kann man eine versehentliche Verschleppung der Pilze in gesundes Pflanzengewebe verhindern. Abgefallene Blätter einsammeln.
  • Um die Blattfleckenkrankheit erfolgreich zu bekämpfen, müssen die Pflanzen mit Fungiziden behandelt werden. Im Handel sind Breitbandfungizide erhältlich, da es sich oftmals um mehrere unterschiedliche Pilze handelt sind speziell auf einen Pilz abgestimmte Fungizide nicht immer wirksam.
  • unter Pflanzenschutz - Compo Expert finden sie verschiedene Fungizide für die einzelnen Pilzkrankheiten.

Ringfleckenkrankheit

Fotos: Werner Ruf: Die Natur der Rosen. Empfehlenswertes Rosenbuch mit einem ausführlich beschriebenen Nachschlagewerk über die verschiedenen Rosenkrankheiten und Schädlingen. Es zeigt zahlreiche Möglichkeiten der biologischen Bekämpfung und der Vorbeugung auf.

Befall:

Ähnlich wie bei der Blattfleckenkrankheit. Die typischen Blattflecken zeigen einen schwarzen Ring um die Infektionsstelle auf.( kleine dunkle Punkte, mit hellem Mittelpunkt.) Innerhalb dieses Ringes ist das Blattgewebe abgestorben.

 

Ursache:

Sie tritt meist im Juni bei nasser, kalter Witterung auf. Auch wieder speziell bei nicht gut durchlüfteten Rosenstantorten. Die Krankheit ist ein Standort und kein Sortenproblem

 

Bekämpfung:

Nicht möglich, aber auch nicht nötig. Die Krankheit führt nicht zum Blattfall und schädigt die Rose nicht weiter. Der Schaden beschränkt sich auf unansehnliche Blätter.


Rindenfleckenkrankheit


 

Schadbild:

Rindenflecken im Holz treten meist über Winter auf. Sie werden verursacht durch den gleichen Erreger wie der Grauschimmel.

Das Schadbild kann leicht auch mit Frostschäden verwechselt werden
Besonders gerne werden die Climbing-Rosen an sonnigen Standorten ebenso die zu mastig kultivierten Strauchrosen aller Klassen befallen.
Die vorjährigen Triebe werden vorwiegend in der Gegend der Augen von der Rindenfleckenkrankheit heimgesucht.

An älteren Trieben breiten sich rundliche Flecken aus. Sie sind außen rötlich und innen bräunlich bis schwarz. In einem späteren Stadium sind die Flecken z.T. mit pilzartigen Pusteln belegt. Die Rinde ist oft eingerissen und sieht aus wie verletzt. Die Stacheln zeigen eine gräuliche Verfärbung. Der Befall nimmt immer an den Augen seinen Ausgangspunkt. Bei kranken Trieben sind im unteren Bereich oftmals noch keine Symptome sichtbar. Allerdings treiben die Rosen aus den Augen im unteren Bereich nicht oder nur sehr schwachwüchsig und chlorotisch aus. Das Mark der Triebe ist braun. Im fortgeschrittenen Stadium verfärbt sich der ganze Trieb oberhalb der Befallsstelle braun. Er sieht wie vertrocknet aus und stirbt ab. 

 

Ursache:

  • Die Luftfeuchte könnte an dem Rosenstrandort sehr hoch sein, der Pilz wird durch eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt.
  • Zuviel Stickstoff im Boden begünstigt die Krankheit. Vorbeugend sollten die Rosen deshalb sparsam gedüngt werden.
  • Auch wenn Langzeitdünger verwendet wird, sollte die Nährstoffzufuhr Ende Juli / Anfang August beendet sein.
  • Besonders wüchsige Rosen, die im Herbst noch im Wachstum sind, werden befallen. Schadstellen werden schon im Herbst sichtbar. Im folgenden Frühjahr kommt es dann hier zum langsamen Absterben der Triebe.

Schaden:

  • Die befallenen Triebe sind meist nicht zu retten, denn durch den Befall dieses Pilzes werden die Rinden und Bastteile vollständig durchwuchert, so daß jene Teile über der Befallstelle absterben müssen.

Vorbeugung:

  • Eine Kalidüngung im Sommer verbessert das Ausreifen des Holzes. Im Juli sollten ungefähr 50 Gramm Kali pro Quadratmeter ausgebracht werden, oder nützlich ist auch das Streuen von Gesteinsmehlen zur Holzfestigung, es beugt einem Befall ebenfalls vor.

 

Bekämpfung biologisch:

  • Herr Ruf sagt: Eine Bekämpfung ist weder möglich noch nötig. Der Pilz wird oft verwechselt. Viele andere Blattpilze verursachen ebenfalls Flecken auf dem Holz,  die jedoch meist mittig absterben. Solche Pilze können mit Winterspritzungen und vor allem mit einem Rückschnitt bis ins gesunde Holz reduziert werden.
  • Auch mit Rindenbrand, Stammkrebs oder Brandflecken wird die Rinderfleckenkrankheit oft verwechselt. Beim Rindenbrand dringt der Pilz durch die Schnittstellen, Verletzungen oder auch Augen ein. Er zerstört die Leitungsbahnen und bringt ganze Astpartien zum Absterben. Hier müssen die betroffenen Pflanzenteile unbedingt entsorgt und am besten verbrannt werden
  • Herr Woessner sagt: Erkrankte Pflanzenteile sofort nach deren Feststellung über einem vollständig gesunden Triebteil wegschneiden und die Wunde mit einer Baumwundsalbe schließen. Vor dem letzten Schnitt das Schnittwerkzeug mit Spiritus oder 70% Alkohol desinfizieren.

Unsere Meinung: Da zeigt sich auch wieder, das unsere Einstellung, nicht immer gleich bei irgendwelchen Flecken auf den Rosen gleich in Panik zu verfallen, als Richtig an. Wir streuen regelmäßig Gesteinsmehle und haben kaum Probleme mit Rindenflecken

 

Sollte der Befall jedoch offensichtlich und stark sein, in jedem Fall die infizierten Triebe bis ins gesunde Holz zurück schneiden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Außerdem sterben die Triebe sowieso ab und da kann man sie vorsichtshalber auch gleich runter schneiden.  Aber aufgepasst es sind oft mehrere Schadstellen an einem Trieb, was beim Schnitt berücksichtigt werden sollte, also bis unter die letzte Schadstelle schneiden. 

 

Abgrenzung gegenüber Frostschäden und Botrytis cinerea: 

 

Frostschaden: 

Wenn die Triebe braun werden und absterben, gehen die meisten Gärtner davon aus, dass es sich um Frostschäden handelt. Zur Unterscheidung sind folgende Punkte dafür ausschlaggebend: 

• Die rundlichen Flecken treten bei Frostschäden nicht auf 

• Ein Frostschaden beginnt am Anfang fast immer an der Triebspitze. Die Rinderfleckenkrankheit fängt meist weiter unten am Trieb an und breitet sich oft nach oben hin aus. 

• Frostschäden sind im Frühjahr sichtbar. In der warmen Jahreszeit gibt es keine weitere Ausbreitung. Es sei denn man hat nicht alle betroffenen Stellen im Frühjahr herausgeschnitten. Die Rinderfleckenkrankheit hört nicht nach den letzten Frösten auf.

Unbestritten ist natürlich, dass ein strenger Winter für geschwächte Pflanzen ein zusätzlicher Stressfaktor ist und die Situation verschlimmern kann. 

 

Beginn der Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea): 

Es finden sich immer wieder Rosentriebe, die braunrot fleckig sind. Oft handelt es sich dabei um Botrytis cinerea. Die Flecken sehen ein bisschen aus wie Sommersprossen und sind über den gesamten Trieb versprenkelt. Der Befall mit dieser Krankheit ist stark Sortenabhängig

• Unterschiedliche Farbe der Flecken 

• Rinderfleckenkrankheit fängt immer an den Augen an. Botrytis : über den Trieb verteilt.

Die Flecken bei Rinderfleckenkrankheit „wachsen“. Die Flecken bei Botrytis cinerea bleiben in ihrer Größe gleich. Später erst finden sich die weichfaulen Stellen an Blättern, Trieben und Blüten, grauer Pilzrasen

und Blütenflecken

 

Bei der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau gibt es einen kleinen Artikel zur Rindenfleckenkrankheit.

Übrigens gibt es zich verschiedene Rindenfleckenpilze die unterschiedlich schlimm sind, aber rauszufinden welchen man hat ist schwierig, das müsste man dann im Labor untersucht werden. Vorhanden sind die Pilze immer, sie brauchen aber einfach Eintrittspforten. Sie wandern dann im Leitungsgewebe tiefer, also schneide man mutig, sonst wandert es vielleicht ganz runter!


Rindenbrand

Foto: Werner Ruf: Die Natur der Rosen
Foto: Werner Ruf: Die Natur der Rosen

 

Rindenbrand

( Krankheit bei der die Rinde abstirbt )

Hier ein Foto vom fortgeschrittenem Rindenbrand. Deutlich zu sehen ist, dass bei dieser Hochstammrose der Pilz bereits in den Hauptstamm eingewandert ist. Die Krone und somit die ganze Rose  wird absterben.

Beim Rindenbrand finden sie erst rötliche Flecken die sich später flächig ausdehnen, danach verbräunen die Flecken und es bilden sich Fruchtkörper. Am Ende sterben die Triebe und oft die ganze Rose ab.

 

Verbreitet wird die Krankheit über Wind und Spritzwasser die  Infektion erfolgt  über Knospen, Risse oder Wunden (nicht Blätter) oft im Frühling und Spätsommer

 

Rindenbrand, Stammkrebs oder Brandflecken, befällt die Rose aber auch in milden Wintermonaten. Besonders schlecht ausgereiftes Holz - zum Beispiel aufgrund später Düngung mit hohem Stickstoffanteil - zeigt sich gegenüber dem Pilz anfällig.

 

Vorbeugung:

 

  • Eine Kalidüngung im Sommer verbessert das Ausreifen des Holzes. Im Juli sollten ungefähr 50 Gramm Kali pro Quadratmeter ausgebracht werden, oder nützlich ist auch das Streuen von Gesteinsmehlen zur Holzfestigung, es beugt einem Befall ebenfalls vor.

Behandlung:

  • Bei frühzeitigen Handeln, das heißt Rückschnitt bis ins gesunde Holz kann die Rose gerettet werden.
  • Vorgehen wie bei der Rindenfleckenkrankheit beschrieben. Eine chemische Behandlung ist nicht möglich.

Rindenflecken und Rindenbrand sind oft nicht von einander zu unterscheiden. Beim frühzeitigen Erkennen und schnellem Handeln kann auch der Rindenbrand erfolgreich behandelt werden



Knospenfäule bzw. Grauschimmel

(Botrytis cinera) und Blattfäule

Schadbild:

Wenn eine Rose mit Grauschimmel befallen ist, ist das bei Infektionsbeginn schwer zu erkennen, da dieser Anfangs nur wenig sichtbar ist. Erst finden sich  Flecken auf den Trieben, sie sehen ein bisschen aus wie Sommersprossen und sind über den gesamten Trieb versprenkelt. 

Auch die Blüttenblätter werden später pockig.

 

Die Knospenfäule, auch unter dem Namen Botrytis geläufig, verursacht im Endstadium hässliche faule Stellen auf den Knospen und Blütenblättern.

Das charakteristische Erkennungsmal sind dann dunkelbraune, faule Stellen an den jungen, weichen Stielen. Die Blüten der Rosen öffnen sich nicht und ein grauer Schimmelfilm liegt über ihnen. Bereits geöffnete Blüten sind verklebt.

 

Ursache:

Meistens trifft es Rosen an feuchten und kühlen Standorten mit „stehender“ Luft.
Der Pilz überwintert auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Durch Wind und Wasserspritzer können sich Sporen während der gesamten Vegetationszeit in der Luft befinden. Er infiziert die Rosen bei feuchtem, regnerischem und trübem Wetter.

 

Befall:

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

Der Befall wird begünstigt durch die Temperaturen - relativ kühle im Sommer, stark wechselnde Tag und Nacht Temperaturen und dadurch bedingt hohe Luftfeuchte.
Ebenfalls durch Regen - längere Regenperioden sind ebenfalls pilzfördernd.

 

Vorbeugen:

  • Rosenstandort sollte warm und luftig gewählt werden.
  • Gute Rosenpflege entzieht Grauschimmel die Grundlage für eine Massenvermehrung:
  • Zu schattige und feuchte Lagen meiden; wichtig sind ausreichende Pflanzabstände und eine gute Durchlüftung der Bestände, damit Blätter, Blüten und Triebe nach Niederschlägen rasch abtrocknen 
  • nicht "über Kopf gießen" und auf einseitige Stickstoffdüngung verzichten. Befallene Pflanzenteile regelmäßig entfernen.

 

Bekämpfung:

Herr Ruf sagt: Eine Bekämpfung ist nicht nötig, da das Schadenspotential sehr gering ist. Das Entfernen befallener Triebe und Pflanzenteile reicht meist aus. In Extremfällen hilft Schwefel.

 


Rosenmosaik - Viruskrankheit

Viruserkrankungen können in den verschiedensten Formen auftreten.

Meist sind gelbe oder mosaikartige Flecken auf den Blättern zu sehen. Diese Viruserkrankungen werde oft von Läusen oder anderen saugenden Insekten übertragen.

Dieser Virus befällt oft nur einzelne Blätter, kann sich aber auch auf einmal explosionsartig vermehren.

 

Schadbild des Rosenmosaikvirus

Die Blätter zeigen eine Vergilbung entlang der Blattadern. Diese erscheinen hellgrün bis weißlich. Oft treten auch abwechselnd gelbliche Flecken, Bänder oder Ringe auf.

Wie bekämpfe ich den Rosenmosaikvirus

  • Eine direkte Bekämpfung des Virus ist nicht möglich. Befallene Pflanzenteile abschneiden und im Restmüll entsorgen, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden.
  • Die Übertragung des Virus auf andere Pflanzen erfolgt ausschließlich durch Zikaden, Blattläusen oder anderen saugenden Insekten.
  • Diese Überträger muss man bekämpfen, damit der Virus sich nicht weiter verbreitet.
  • Aber auch hier gilt: Eine gut versorgte Pflanze kommt besser mit dem Virus zurecht.
  • Sortenempfindlichkeiten spielen auch eine Rolle

Im Internet bei www.meier-ag.ch/cms/gartenfragen  habe ich folgende interessante Erklärung gefunden:

 

Das abgebildete Schadbild präsentiert sich uns in letzter Zeit häufiger. Wenn diesbezüglich die Fachliteratur konsultiert wird, erscheint die Ursache eindeutig: Rosenmosaikvirus. Wird die Situation vor Ort jedoch genauer analysiert, kann sich die aufmerksame Fachperson eine Viruserkrankung jedoch kaum vorstellen. Aus diesem Grund liessen wir entsprechend betroffene Rosenblätter in mehreren spezialisierten Labors untersuchen. Das Resultat erstaunte jeweils auch die dortigen Spezialisten: Trotz typischem Schadbild liessen sich keine Viren identifizieren.

 

Bezüglich der tatsächlichen Ursachen für die mosaikartigen Blattverfärbungen konnten jedoch trotz intensiver Nachforschungen keine eindeutigen Ursachen definiert werden. Die Mehrheit der von uns angefragten Experten geht von physiologischen Störungen aus, welche durch eine Kombination verschiedener äusserer Einflüsse hervorgerufen wird. Einerseits spielen Sorte, Alter und Standortbedingungen der Rosen eine entscheidende Rolle. Andererseits scheint eine Kombination von Pflanzenschutzmassnahmen (Düngung, Pestizide, etc.), Witterungs- und Umwelteinflüssen als Ursachen am plausibelsten.

 

 

Gegen das Phänomen gibt es somit keine konkreten Gegenmassnahmen. In den meisten Fällen ist der Neuaustrieb im Frühjahr jedoch jeweils wieder in Ordnung. Die Pflanze wächst das Problem wieder aus.

 


Panaschierte Rosenblätter

Obwohl diese Erscheinung selten ist, erregt sie immer wieder Aufsehen.

Da Panaschierung nur ein anderer Begriff für Verfärbungen ist, gibt es auch hier verschiedene Ursachen.

Bei dieser so genannten Albinoerscheinung,

kann die Verfärbung sehr verschieden sein: gestreift, gefleckt, marmoriert,usw.

 

 

Es kann sich um genetisch bedingte Verfärbungen handeln, es gibt aber auch andere Ursachen.

 

Es gilt erst einmal abzuklären, ob während der Zeit der Entwicklung der Blätter mit irgendwelchen Mitteln (Schädlingsbekämpfung, Unkrautbekämpfung, Reinigungsmittel, Farben oder Lösungsmittel) an der Pflanze oder der Umgebung hantiert wurde.

 

Denn manchmal sind die (vermutlich erst später entwickelten) Bodentriebe symptomfrei.

 

Ebenso könnte auch ein eigentlich harmloses Virus, welches in der Rosenzucht zur Bildung panaschierter und gestreifter Blüten verwendet wird, in Frage kommen.

Panaschierungen oder Variegationen an Rosenlaub ist selten, aber dennoch kommt es gelegentlich vor. Auch muß es nicht immer die gesamte Pflanze betreffen.

 

".....Die Enstehung kann durch die ungenügende Ausbildung an Blattgrün an den betroffenen Pflanzenteilen liegen...

......Oft ist auch hier die Panaschierung infolge starken Blattlausbefalls eingetreten. Sie können durch ihre Saugtätigkeit die Zellen der befallenen Blätter in Mitleidenschaft ziehen, was zum Abbau des Chlorophylls und so zur Panaschierung führen kann...." sagt Dietrich Woesner in seinem Buch Rosenkrankheiten und Schädlinge

...Ich habe diese Kuriosität bei einer Bekannten an den Rosen gesehen. Wirklich rundum gesunde Pflanzen mit saftig grünen Blättern, ohne auch nur die Spur eines Blattlausbefalls, hatten teilweise an einigen Trieben solch panaschierte Blätter. Und das auch an verschiedenen Rosensträuchern. Diese Verfärbungen treten bei ihr jedes Jahr wieder aufs neue auf. Schädlingsbekämpfungsmittel oder ähnliches hat sie noch nie verwendet...????? Da zeigt sich mal wieder, dass es nicht immer für Alles  eine Erklärung geben muss!! Freuen sie sich doch, das sie etwas besonderes haben.


Kennen sie Arbofux? Arbofux ist eine online nutzbare Diagnose- und Faktendatenbank über Krankheiten, Schädlinge und Lästlinge an Laub- und Nadelgehölzen (ohne Obstgehölze) sowie Bodendecker, einsetzbar im Öffentlichen Grün, Privatgarten, GaLaBau und der Baumschule.

Auswahl nach Symptomatik und Pflanze

 


Tierische Schädlinge

Blattläuse

So sicher wie es ist, das die Rosen im Frühjahr austreiben,

so sicher bekommen sie auch Blattläuse.

 

Die Ursachen sind:

  • ein großes Angebot an Nahrung für die Läuse, wie die weichen Triebe im Frühling
  • milde Winter, wodurch die überwinternden Tiere geschont werden
  • starke Stickstoffdüngung mit synthetischen Düngern
  • schnelle Wärmeentwicklung nach kühleren Frühlingsperioden
  • Monokulturen
  • fehlende Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge
  • das Vorhandensein von vielen Ameisen, die sich Läuse gern als " Milchkühe " zum Zuckersaftmelken halten. Ameisen sollen den Wurzelläusen sogar Erdhöhlen bauen, damit diese an den Trieben saugen können.

Wichtig ist für den Rosengärtner nicht gleich bei ein paar Läusen in Panik zu verfallen. Lassen sie ersteinmal den Nützlingen wie Schwebefliegen oder Marienkäfern die Chance das Ungeziefer zu fressen.

Marienkäfer und deren Larven vertilgen große Mengen an Blattläusen. Man sollte diese Nützlinge deshalb fördern. Bauen sie Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für Blattlausfeinde wie: Ohrenkriecher, Meisen etc.

 

Nehmen die Läuse jedoch überhand, bei stärkerem Befall kann man an den Triebspitzen dicke Trauben dieser saugenden Schädlinge finden, muss man schon etwas dagegen tun, denn sie können die frischen Knospen der Rosen schon arg schädigen. Die Bekämpfung der Läuse geht auch ohne Chemie, denn wenn man zum Beispiel mit "Spruzit" oder einem anderen chemischen Mittel spritzt, schädigt man auch die Nutzinsekten.

 

Wichtig ist auch, Schädlinge frühzeitig zu entdecken, damit sie sich gar nicht erst groß ausbreiten können und dann zur Plage werden. Kontrollieren Sie also regelmäßig, ihre Rosen auf den Befall mit Schädlingen.

 

Wir haben hier zusammengetragen, woran man die Plagegeister erkennt, wie man ihnen vorbeugen kann und wie sie bekämpft werden. Es gibt viele verschiedene Schädlingsarten, die der Rose gefährlich werden können. Wir haben hier für Sie die häufigsten Rosenschädlinge zusammengefasst und nennen ihnen Tipps zur Vorbeugung, zur biologischen Bekämpfung und wenn gar nichts mehr hilft Mittel zur chemischen Bekämpfung, die man aber nur im äußersten Notfall verwenden sollte.

Wichtig ist, beim Pflanzenschutzmitteleinsatz immer Präparate zu bevorzugen, die Bienen und andere Nützlinge verschonen. Am besten sind Mittel, die auf biologischen Wirkstoffen basieren, wie Neem oder Rapsöl.

Blattläuse können mit Spritzungen im Frühjahr mit Neem-Präparaten oder mit (ENVIRepel) heute heißt es AMN BioVit einem Knoblauchpräperat bekämpft werden.

Auch Spritzungen aus einer Vitanal-sauer/kombi Lösung mit etwas Speiseöl, erzielen gute Ergebnisse.

Bei geringem Befall besprühe ich die Läuse mit einer Handspritze und streife sie dabei gleich mit dem Finger ab. So erreicht man auch die darunter sitzenden Viecher.

Gute Ergebnisse erhält man auch mit dem Mittel Neudosan es enthält Kaliseife


 

  • Allein reines Wasser, auf die Läuse gesprüht, hat schon einen Wirkungsgrad von 30% . Mit einem etwas härteren Strahl können es auch einmal 50% sein. Mit zwei oder drei Spritzungen denen man auch einen Spritzter Spülmittel beimischen kann, ist das Problem dann oft schon gelöst.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, ersteht jedoch ein Fläschchen Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Kaliseife. Kaliseife hat keine Wartezeit, ist ungiftig, pflanzenfreundlich, gut wirksam und jahrelang lagerbar. Mit dieser Mischung sind auch Wurzelläuse sehr gut bekämpfbar, wenn das Erdreich damit begossen wird.
  • Wichtig ist die genanten Mittel Spätabends zu spritzen, damit der seifige oder ölige Film lange nass auf den Läusen haftet. Je schneller er durch Wind und Sonne abtrocknet, desto schlechter wirkt er.
  • Tipp: Bei Befall mit Blattläusen müssen niemals chemische Spritzmittel verwendet werden, da es genug Alternativen zur biologischen Abwehr gibt.

Ameisen

Wo Läuse sitzen - sind meist auch Ameisen zu finden

 

Hauptsächlich die schwarze und die rote Gartenameise können im Garten recht lästig werden.

 

Schadbild:

Jeder, denke ich, weiß das die Ameisen sich Läuse als Milchkühe ( oder eher Saftkühe ) halten. Außerdem fügen Ameisen  den Pflanzen weiterhin durch die Pflege von Blattlauskolonien Schaden zu. Die Ameisen verteilen die Blattläuse auf der Pflanze und vertreiben die Nützlinge. Für diesen „Service“ erhalten sie von den Blattläusen deren süße Ausscheidungen.
Die Saugtätigkeit der Blattläuse führt bei der Pflanze zu erheblichen Wachstumsstörungen. Zudem siedeln sich auf den klebrigen Ausscheidungen der Läuse Schwärzepilze an, die ebenfalls das Wachstum behindern.

 

Was passiert wenn Ameisen Rosen unterhöhlen: Auf Dauer mögen selbst tief eingewurzelte Rosen keine Ameisennester, sie kümmern dann bis hin zum Absterben der Zweige.Die Wurzeln fallen trocken, weil sie keinen richtigen Bodenkontakt mehr haben und die Pflanze verdurstet mit der Zeit. Das eigendliche Problem beginnt bei der Rettung der Rose. Die kleine schwarze Hausameise gräbt hunderte von Tunnel in die Erde und die Wurzeln der Rosen werden durch Austrocknen oft nachhaltig geschädigt...

 

Eine Ameisenkolonie sieht im Boden aus wie ein umgekehrter Tannenbaum, ganz unten befindet sich das Nest der Königin. In den Gängen laufen die Ameisen und züchten dort Wurzelläuse, welche sie genauso melken wie Blattläuse. Ausserdem ziehen sie eine Spur Ameisensäure hinter sich her, mit denen die Wurzeln bei größerem Nestern verätzt werden können. 

 

  • Tipp: Um die Ameisen zu verscheuchen kann man folgendes versuchen....die Erde um die Rose mit einer Grabegabel zunächst lockern...das zerstört die Tunnel...dann die Erde gut festtreten und die Rose mehrmals täglich wässern. Zusätzlich mal Backpulver oder Hefe auf die Erde streuen oder richtig stark aufgebrühtem Pfefferminztee.... ..danach für ein paar Wochen die Erde weiterhin wenigstens feucht halten...so sollten die Ameisen verschwinden.
  • Allerdings kommen sie oft auch wieder zurück und allzu lange kann man die Rose ja auch nicht nass halten, das fördert wiederum nur den Befall von Pilzkrankheiten. Aber ein Versuch ist es wert...

 

Bekämpfung:

  • Wenn es zu schlimm wird, helfen Ameisen-Streu- und Gießmittel. Der Köder Zucker ist für die Tiere unwiderstehlich, sie tragen den vergifteten Zucker ins Nest und füttern den Nachwuchs damit. Die Mittel sind auch beim Gießen wirksam, da sich der Zucker schnell löst.
  • Und keine Sorge, oder schlechtes Gewissen wegen der Ameisen, wenn es sich um kleine Schwarze, oder Rote handelt...das ist die gemeine Hausameise ...diese werden eher zu den Schädlingen gezählt.

 


Blattschneiderbiene

Achtung: kein Schädling!!

 

Die verschiedenen Blattschneiderbienen oder Tapeziererbienen( Bild ) kleiden ihre Brutzellen mit abgeschnittenen Blattstücken aus. Sie gehören zu den unterstützungswürdigen Wildbienenarten, die wir durch „Insektenhotels“ fördern können!

 

Merkmale:

 

Erkennbar sind die Blattschneiderbienen an ihrem nach oben gestreckten Hinterleib. Auch der sehr breite Kopf, ebenso Bruststück und Hinterleib sind unverkennbare Merkmale. Das Weibchen trägt eine auffällig gefärbte Bürste, oft orangerot, auf der Bauchseite. Dort kann die Ernte transportiert werden. Das Männchen hat keine solche Pollentransportmöglichkeit.

 

Gefährdung und Schutzstatus:

 

Von den bekannten Arten ist die Mehrheit in ihrem Bestand gefährdet, die Artenvielfalt ist alarmierend zurückgegangen. Die Gründe reichen von stärkeren chemischen Umweltbelastungen bis zum Mangel an geeigneten Nistplätzen und Verminderung des Nahrungsangebotes.

 

Also bitte, die paar angefressenen Blätter kann man doch wohl verschmerzen!!


Dickmaulrüßlerkäfer

und die Dickmaulrüßlerlarve oder gefurchter Dickmaulrüßler 

 

Fraßschaden wird oft verwechselt mit den Fraßspuren der Blattschneiderbiene, daher unbedingt nach den Käfern oder Larven suchen Die Käfer sind nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich z.B. in der Kiesschüttung an den Häusern. Im Freiland entwickelt sich meist eine Generation im Jahr. Ab Ende Juni legen die Käfer ihre Eier in der Nähe ihrer Wirtspflanzen ab. Ab August schlüpfen die schädigenden Larven im Boden. Man findet die cremeweißen Larven mit der hellbraunen Kopfkapsel, wenn man die Wurzeln ausgräbt. Sie richten durch ihre Fraßtätigkeit große Schäden an. Die Larven überwintern im Boden. Im April/Mai des folgenden Jahres schlüpfen die Käfer und beginnen ihre typische Fraßtätigkeit an den Blättern. Neben Rosen werden noch zahlreiche andere Pflanzen befallen

 

Schadbild:
Ab Mai finden sich an den Blatträndern buchtenförmige Fraßstellen. Der Schaden entsteht bei Nacht. Die Larven verursachen einen Wurzelfraß.

Tritt der Käfer in Massen auf, werden Blätter, Triebspitzen und
Knospen über Nacht zerfressen. Hier hilft nur, am späten Abend
mit der Taschenlampe die Käfer abzulesen und zu vernichten.
Schädlicher für Rosen ist seine Larve.

 

Ursache:

  • Die Dickmaulrüßlerlarve frist an den Wurzeln der Rose und verhindert somit die Aufnahme von Nährstoffen.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Nachts Abklopfen und Auffangen der erwachsenen Käfer von den Pflanzen.
  • Bekämpfung der Larven durch den Einsatz von Nematoden (Fadenwürmer). Diese werden im Gießverfahren auf den feuchten Befallsflächen ausgebracht. Die Bodentemperatur soll dabei mindestens 12 °C betragen.

 

...Die HM-Nematoden setzen Sie nicht gegen erwachsene Dickmaulrüssler (Käfer) ein, sonderen gegen deren Larven, die im Erdboden leben. Deshalb werden HM-Nematoden in Wasser aufgelöst und gegossen. Das bringt sofort einen Erfolg, denn die von den Nematoden infizierten Larven hören auf, an Gehölz- oder Rasenwurzeln zu fressen. Langfristig gesehen geht auch der Bestand der ausgewachsenen Käfer deutlich zurück, da aus toten Larven keine Käfer mehr schlüpfen können. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rhododendren mit glatten, glänzenden Blättern, Rosen, Kirschlorbeeren und Robinien ohne Buchtenfraß sowie ein sattgrüner Rasen mit fester Rasennarbe...Quelle Schneckenprofi

Keine Angst, diese Nermatoden sind nicht schädlich. Sie gehören einer nützlichen Gattung an,

da sie parasitär nur auf Schädlingen leben und diese Abtöten.


Rosenblattrollwespen oder Blattrollwespen

 

 

Ursache / Schadbild:

Die Rosenblattrollwespe (Blennocampa pusilla) selbst ist aufgrund ihrer geringen Größe (ca. 4 mm lang, dunkel, schmal, mit breitem Kopf) ein eher unscheinbarer Schädling, auch versteckt sie sich häufig unter den Blättern. Auffällig und bekannt sind hingegen die Schäden. Nach dem Schlupf der Blattwespen im Mai/Juni, bei Weinbauklima bereits im April, legen diese ihre Eier einzeln oder zu 2-3 Stück am Rand der Blattunterseite ab. Bedingt durch die Einstiche des Weibchens in der Nähe der Mittelrippe nach der Eiablage rollen sich die Fiederblätter vom Blattrand zur Mittelrippe nach unten ein. Danach legt sie in etwa jedes fünfte bis zehnte Blatt ein Ei.
Im Innern der Blattrolle zeigt sich oft die Larve der Rosenblattrollwespe. Sie ist anfangs weißlich, später hellgrün gefärbt und wird etwa 10 mm lang.

 

  • Der Schaden bleibt meist begrenzt, nur bei einem erhöhten Auftreten der Tiere werden die Sträucher zunehmend verunstaltet, auch können Wachstumshemmungen auftreten.
  • Bekämpfung biologisch:
  • Alle zusammengerollten Blätter sollten entfernt werden. Die Made wird sich nach dem Verpuppen auf die Erde fallen lassen und dort überwintern. Wenn unter der Rose die Erde bearbeitet wird und die Kokons an die Oberfläche kommen, können sie von Vögeln gefressen werden.
  • Bei größerem Befall kann zur Vorbeugung im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver ( ist enthalten im Mehltau Kombipack ) um die Rose gestreut und gut gewässert werden, damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jeden oberirdischen Teil der Rose gelangen. Anscheinend mögen die Viecher das nicht.
  • Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln gegen die Larven zeigen bei einem vorhandenen Befall eher einen geringen Erfolg, da die Larven in der Blattröhre vor einem Zugriff recht gut geschützt sind.
  • Die Bekämpfung sollte sich im Bedarfsfall gegen die erwachsenen Tiere im Frühjahr richten.
  • In unserem Garten ist das Auftreten des Schädlings äußerst gering. Durch regelmäßiges Absammeln der eingerollten Blätter kann man den Schädling gut im Zaum halten

Rosenblattwespen

Schädling:

In Europa soll es angeblich über 9000 Arten von Blattwespen geben.

Nach der Verpuppung im Boden schlüpfen im Mai die erwachsenen, glänzend schwarzen 5-7 mm langen Rosenblattwespen. Die Blattwespe legt ihre Eier auf der Unterseite der Blätter und Blattstiele ab. Aus den Eiern schlüpfen durchsichtige, gelblich bis hellgrün gefärbte 1-1,2 mm große Larven.

 

Nachdem die Larve ihre Entwicklung vollendet hat, verpuppt sie sich im Boden. Die Rosenblattwespe hat im Jahr zwei Populationen - die erste ab Mai und eine weitere ab Juli. Bis in den September kann man die Larven der Rosenblattwespe an den Blättern finden. Diese Generation verbringt die Winterzeit in Kokons im Boden. Von dort beginnt im Mai erneut der Kreislauf.

 

Schadbild:

Die schleimig erscheinenden Larven fressen die Blätter von der Blattunterseite her ab (Fensterfraß) - übrig bleibt ein durchsichtiges Skelett der härteren Blattadern und die Blatthaut. Danach frißt die Larve auch vom Rand her. Das Fraßbild der Rosenblattwespe ist leicht zu verwechseln mit dem der Rosensägewespe, die allerdings vom Rand her mit dem Fressen beginnt.

 

Bekämpfung biologisch:

  • Absammeln oder zerdrücken der Raupen.

Bekämpfung mit Insektizieden:

  • Gegen die Rosenblattwespe sollen diese Mittel helfen, die saugende und beißende Insekten bekämpfen. Dies wären z.B. Calypso, Sprutzit AF Rosen Schädlingsfrei und Danadim.( Ist meines Wissens aber nicht für den Haus und Kleingarten zugelassen
  • Bitte bedenken sie das Mittel wie z.B. Spruzit oder andere Pyrethrum-Mittel auch die Nützlinge schädigen - also nur bei einer großen Invasion anwenden.

Rosengallwespe

Schädling:

Nach der Verpuppung im Frühjahr legen die ca. 4 mm großen, schwarzen und gelbroten Rosengallwespen Ende April/ Anfang Mai ihre Eier in die Seitenknospen der letztjährigen Äste. Durch das Anstechen regen sie die Pflanze an, an der angestochenen Stelle ein wucherndes Wachstum zu beginnen. Es bilden sich z.B. bemooste Rosenäpfel mit einem Durchmesser bis zu 5 cm aus oder es erscheinen kleine Kugeln an den Blättern In den Rosenäpfeln befinden sich in Kammern die Larven, die sich dort bis zum Verpuppen ernähren.

 

Schadbild:

  • Den Befall der Rosengallwespe erkennt man an den Galläpfeln an den Trieben. Diese bis zu 5cm durchmessenden, oftmals wie bemoost aussehenden Wucherungen sind leicht zu erkennen. Der Schaden für die Pflanze ist gering - es ist mehr ein optischer.
  • Bekämpfung: Am besten, die an der Rosenpflanze gefundenen Rosengallen zu entfernen und zu vernichten.

Zikaden oder Rosenzikaden

Insekt:

Die Rosenzikade überwintert als Ei in der Rinde der Rose.
Das Insekt ist hellgrün, 3mm lang und ähnelt einer Heuschrecke.
Bei Berührung springt sie. Rosenzikaden befinden sich auf der Blatt Unterseite, meistens bei Rosen, welche an warmen, geschützten Hauswänden stehen. Ihre Larven sind cremefarben. Sie saugen den Saft aus den Blättern und schädigen diese dadurch. Die erwachsenen Zikaden legen im Herbst Eier in die Rinde der Rosentriebe, wo diese Eier dann überwintern.

 

Schadbild:
Auf den Rosenblättern sieht man feine weißgelbe Sprenkelungen auf den Blättern, die oft von den Blattadern ausgehen. Unter dem Blatt befinden sich erwachsene Zickaden und deren Larven. Ein oberflächlich ähnliches Schadbild verursachen Spinnmilben. Bei starken Befall können die Blätter auch abfallen.

 

Maßnahmen biologisch:

Zur Vorbeugung kann im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver um die Rose gestreut und gut wässern werden, damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jeden oberirdischen Teil der Rose gelangen.

Die Bekämpfung mit Kaliseifenmitteln wie Neudosan kann erfolgsversprechend sein, wenn man an einem möglichst kühlen Tag sehr früh morgens auch kräftig unter die Blätter sprüht, ( sagt Herr Ruf )

Eine Behandlung mit Biplantol Contra X soll bei akutem Befall auch helfen.


Sägewespe

oder weißgegürtelte Rosensägewespe

Rosensägewespe sind beißende Insekten
Die Wespe ist glänzend schwarz gefärbt
Durch den Befall vermindert sich die Blattoberfläche und die Pflanze wird geschwächt Meist tritt die Rosensägewespe an trockenen Standorten auf
Die Pflanze kann sich nicht mehr ausreichend ernähren

Die Larven halten sich mit Vorliebe auf der Blattoberseite auf und obliegen dort ihrer Fraßtätigkeit. Sie nagen Löcher in die Blattspreiten. Später bei stärkerem Befall werden die Blätter auch vom Rande her angeknabbert. Die Fraßstellen weisen meist unregelmäßige Formen auf
Bekämpfen biologisch

Am umweltschonendsten ist es, bei leichtem Befall die Larven abzusammeln und befallene Triebe zu entfernen und zu vernichten. Neemprodukte oder Neudosan anwenden

Mit Pestizieden:

Sollte dies nicht möglich oder ausreichend sein, ist eine chemische Bekämpfung mit einem Pflanzenschutzmittel Calypso oder Sprutzit AF Rosen Schädlingsfrei  gegen beißende Insekten durchzuführen. Wie bei jeder Spritzung immer darauf zu achten, dass die Pflanze von allen Seiten vollständig benetzt ist. Wichtig ist auch der richtige Rückschnitt der Rosentriebe. Da die Larven zur Verpuppung gerne Endstücke und Zapfen von Rosentrieben nutzen, sollten diese gegebenenfalls entfernt werden.



Spinnmilben

Spinnmilben an Rosen im schlimmsten Fall kann es außsehen wie auf dem Bild rechts

Schädling:

Die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae), bekannt auch als "Rote Spinne" (aufgrund der Überwinterungsfarbe) oder "Bohnenspinnmilbe" ist nicht auf die Rose als Wirtspflanze beschränkt, sondern hat mit über 100 Pflanzenarten einen sehr großen Wirtspflanzenkreis (u.a. an Gemüse)

 

Die Spinnmilbe, wird circa 0,5 mm lang. Je nach Entwicklungsstadium, Jahreszeit und Wirtspflanzen kann sie unterschiedlich ausgefärbt sein (von gelbgrün über olivgrün bis braun).

 

Sie sticht mit den Mundwerkzeugen die Oberhaut der Blätter an und saugt den Pflanzensaft aus. Sie überwintert als orangerotes „Winterweibchen“, oft in großen Mengen, im Falllaub oder unter der Rinde.

 

Schadbild:

Auf der Blattoberseite befinden sich kleine gelbe Sprenkelungen. Die Blätter können vergilben und verdorren. Auf der Blattunterseite sind sehr feine Gespinste mit winzig kleinen Tierchen,( weiße Larvenhäute, durchsichtige runde Eier) und gelblich oder rote Milben zu finden die sich schnell bewegen (Nur mit einem Vergrößerungsglas sind sie eindeutig zu erkennen). Bei sehr starkem Befall( Bild oben links) vertrocknen die Blätter und sterben ab.


Warme und trockene Witterung, sowie windgeschützte Lagen fördern den Befall.

Kletterrosen an Südwänden werden oft besonders stark befallen.

 

Bekämpfung biologisch:

  • sehr schwierig, nur möglich wenn der Befall vorzeitig entdeckt wird
  • Sofortmaßnahme: Rosen sollten mit hohem Wasserdruck von unten nach oben abgespült werden
  • Einsatz von Nützlingen wie der Raubmilbe oder der Raubwanzen als natürliche Bekämpfung( wirkt gut nur im Gewächshaus)
  • Befallene Triebe und Blätter abschneiden.
  • Mehrmalig in dreitägigen Abstand mit Neudosan spritzen soll laut Aussage von Bio Rosenschule Ruf nur bedingt helfen, jedoch nicht auf die Eier.

Tipp von der Rosenschule Schultheis: Spinnmilben sind wie schon erwähnt oft ein Standortproblem. An überdachten Stellen an denen kein Tau oder Regen fällt halten sich diese Spinnentiere am liebsten auf. Leider trifft dies auch auf überdachte Balkone, Terrassen oder Dachüberstände zu. Bei Kübelrosen reicht häufig schon ein Verschieben der Pflanze an einen "feuchteren" Standort. Die Tierchen suchen dann schnell das Weite oder kommen zumindest nach der Entfernung der befallenen Blätter nicht wieder.

 

Vorbeugung:

  • Pflanzen Sie ihre Rosen nicht an heiße und trockene Standorte. Achten Sie beim Einpflanzen auch auf einen gewissen Abstand zur Wand (mind. 10 cm), damit es nicht zu einem Hitzestau kommt.

Bekämpfung mit Insektiziden: Einsetzbare Pflanzenschutzmittel

  • Bei größerem Befall bleibt nur die Bekämpfung mit Insektiziden, die aber auch sehr schwierig ist und es sich deshalb kaum lohnt die Giftspritzte herzuholen.

 


Blütenstecher

Rosenblütenstecher -  Knospenstecher - od. Himbeerblütenstecher

 

verschiedene Namen, aber gemeint ist immer der gleiche Schädling

Insekt - Schadbild:

Beim Blütenstecher handelt es sich um einen Rüsselkäfer. Das weibliche Insekt legt in die geschlossene Blütenknospe ein Ei. Da sie bis zu 30 Eier legen kann, werden ebenso viele Knospen zerstört.

Unter der Knospe schneidet der Blütenstecher mit dem Rüssel den Stiel bis zur Hälfte durch, um die Saftzufuhr zu reduzieren, damit sich die Knospe nicht mehr öffnen kann. In den meisten Fällen fällt sie zu Boden.

Die Larve ernährt sich von den Staubbeuteln und verpuppt sich nach 20 Tagen. Der ausgewachsene Käfer durchbricht im August die eingetrocknete Hülle und überwintert knapp unter der Boden-Oberfläche.

 

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Die herunterhängenden bzw. abgefallenen Rosenknospenam besten im Verbrennungsmüll entsorgen. Somit wird die Larve vernichtet und der Vermehrung des Blütenstechers entgegengewirkt.
  • Das Austreuen von Neem-Samenschrot oder Bio-Schädlingsfrei Neem, sowie das Gießen mit Reinfarntee wird von der Bioschule Ruf als mögliches Bekämpfungsmittel empfohlen.

Insektizide:

  • Gegen die Käfer im Frühjahr eingesetzte Insektizide  (etwa ab Blühbeginn) wirken sehr schlecht oder gar nicht, da der Käfer ja tagsüber in der obersten Bodenschicht lebt

 


Blütenthripse oder Blasenfüße

 

Schädling:

Die Thripse sind 1-2 mm große, hellfarbene bis schwarze Insekten. manche haben Flügel, andere können nicht gut fliegen und nutzen daher gerne den Wind zur Fortbewegung. Die Larven der Thripse sind hell oder gelbgrün.

 

Einige Thripslarven gehen zum Verpuppen ins Erdreich, andere Arten entwickeln sich bereits nach 2-4 Wochen direkt aus Larven zu fertigen Thripsen. Die für die Rosen gefährlichste Art soll der kalifornische Thrips sein. Dieser Schädling tritt erst bei höheren Temperaturen vorwiegend in der Rosenblüte auf.

 

 

Schadbild:

Thripse treten auf Blättern und in Blüten auf. Befallene Blätter zeigen auf der Blattoberseite eine silbrige Sprenkelung. Befallene Blüten sind oft deformiert und haben einen braunen Rand. Klopft man sollche Blüte auf der Hand aus, sieht man die ca. 0,5-1mm langen Tierchen laufen.Die befallenen Blüten sehen aus, als würde die Blütenblätter vom Rand her faulen.

 

Ursache:

Heiße Sommer begünstigen den Befall. Bevorzugt werden helle, ganz besonders gelbe Blüten befallen.

 

Bekämpfung:

Da die Thripse sich oft in den Blüten verstecken, sind diese schwer zu bekämpfen. Ihre natürlichen Feinde sind z. B. Marienkäfer und die Florfliege. Da die Thripse vorwiegend bei Wärme auftreten, sollte man dann stets die Pflanzen beobachten.

  • Kontakt- und Fraßinsektizid zur Bekämpfung von Blattläusen, Schildläusen, Woll- und Schmierläusen, Thripsen, Weiße Fliegen und Spinnmilben
  • mit Sofort- und Langzeitwirkung
  • Rapsöl bekämpft die ausgewachsenen Insekten
  • Neem verhindert die Weiterentwicklung von Ei- und Larvenstadien der Schädlinge
  • nicht bienengefährlich (B4)
  • gut pflanzenverträglich

Neudosan und Neem Plus sollen eine zufriedenstellende Wirkung haben, sind aber bei größerem Befall auch nicht in der Lage alle Schädlinge zu beseitigen.

 

Bekämpfung mit Insektizieden:

Gegen Thrispe  "sollen" helfen ??:  hauptsächlich systemisch wirkende Spritzmittel wie Calypso, Spruzit AF Rosen Schädlingsfrei, Danadim Progress Universal Insektizid, Schädlingsfrei Careo.


Rosenwickler und Frostspanner

Schädling, Schadbild:

Die Zahl der Wicklerarten soll genau so hoch sein wie die der Blattwespen. Alle aber sind Nachtfalter, also Schmetterlinge. Die Raupe als Vorstadium des fertigen Schmetterlings bzw. Insekts frisst bis zur Verpuppung besonders an den Rosenblättern. Einer der häufigsten an Rosen auftretenden Raupenarten sind die Raupen des Frostspanners. Der legt bereits im Winter seine rötlichen Eier an den Rosenblättern ab. Aus diesen schlüpfen zahlreiche, gefräßige Raupen. Die Raupen der ersten Generation verpuppen sich Juli August bereits im Boden , so das danach mit einer erneuten Raupenplage zu rechnen ist.

Raupenfraß erkennen Sie an, meist bogenförmigen, Fraßschäden an den Blättern. Der Fraß kann bis zur Skelettierung der Blätter führen. Meist sind die Raupen auch relativ gut auf den Blättern zu sehe

 

Maßnahmen:

  • Auch hier kann im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver um die Rose gestreuet und gut gewässert werden,damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jede oberirdischen Teil der Rose gelangen.
  • Sobald dennoch Fraßspuren sichtbar werden, sollten die Blätter nach Raupen abgesucht und diese entfernt werden. Da die Raupen so grün wie die Blätter sind, sind sie gut getarnt und nicht leicht zu finden.

Weichhautmilben

Bild Mitte: diese winzig kleinen orangenen Pünktchen sind die nur 0,2mm großen Milben

Schädling:

Weichhautmilben sind verwand mit den Gallmilben, bilden aber keine Gallen, sondern Blattverkrüppelungen. Diese entstehen durch das Saugen der Milben.mit dem bloßen Augen sind sie nicht zu erkennen und daher wird der Befall erst erkannt, wenn er schon weit fortgeschritten ist. Weichhautmilben überwintern in den Blattachsen und werden mit dem Wind verbreitet.

Bekämpfung:

  • Als typische Spinnentiere lieben die Milben warmes trockenes Wetter. Sie sind sehr robust, weshalb nur wenige Pflanzenschutzmittel helfen.
  • Weichhautmilben lassen sich mit Ölspritzungen ( Neemöl ) bedingt gut bekämpfen, auch Schwefel vertragen sie nicht gut.
  • Am besten schneiden sie stark befallene Pflanzenteile ab und verbrennen sie

Rosentriebbohrer

Der Rosentriebbohrer ist die Larve der Blattwespe, die allgemein zu den Schädlingen gezählt wird.

 

Es gibt zwei Arten, den Aufwärtssteigende Rosentriebbohrer und den Abwärtssteigenden Rosentriebbohrer. Beides sind die gelblichen Larven von Blattwespen. Die Larven der Rosentriebbohrer überwintern Oberflächen nah im Boden in einem Kokon. Sie verpuppen sich dort im Frühjahr, so dass etwa ab April über einen meist sehr langen Zeitraum mit dem Auftreten der nur 5-8 mm großen, schwarz gefärbten unscheinbaren Blattwespen zu rechnen ist.

Die Ablage der Eier durch das Weibchen erfolgt entweder nah am Blattstielgrund oder in die jungen Triebspitzen

 

Am Einbohrloch kommt es beim Aufwärtssteigenden Rosentriebbohrer zu einem deutlich sichtbarem, krümeligen Kotauswurf.

 

Der Abwärtssteigende Triebbohrer frisst sich von oben nach unten durch den Rosenstängel. Die Triebe welken und sterben ab. Im Sommer fallen dann an Rosen eintrocknende Knospen oder absterbende Blütentriebe auf.

 

Etwa Ende Juni bis Anfang Juli verlassen die Larven beider Arten den Stängel und gehen in den Boden, um dort wie anfangs erwähnt als Kokon zu überwintern.

 

Vorbeugung und Bekämpfung:

 

  • Der Triebbohrer ist, wie viele Rosenfreunde berichten, schlecht mit Spritzen von Insektizieden zu bekämpfen, da er im inneren der Triebe sein Unwesen treibt. Lediglich der Einsatz von Insektiziden zum Flugzeitpunkt der Blattwespen kann den Befall mindern. Da man aber nie alle „Viecher“ erwischt hilft eigentlich nur eines:
  • Schneiden sie alle befallenen Triebe soweit zurück, bis sie ins gesunde Holz kommen. Das können nur 10 cm sein, aber auch wesentlich mehr, je nachdem wie weit sich der Triebbohrer „vorgearbeitet“ hat. Schnittgut nicht über den Kompost entsorgen, werfen sie es in die Restmülltonne oder verbrennen es. Ob man weit genug geschnitten hat kann man erkennen, wenn kein „Fraßgang“ (= Loch) mehr zu sehen ist.  Je schneller gehandelt wird, desto besser.
  •  Im Endeffekt werden sie nur Erfolg haben,wenn sie fleißig die Knospen absammeln und die Triebe scheiden, welche befallen sind, denn diese Tiere benötigen die Rose nur fürs Ei und im Larvenstadium, leben und fressen tun sie ganz woanders.....
  •  Bei großem Befall durch diesen Schädling ist die Behandlung  sehr langwierig und nicht mit einem Mal zu erledigen.
  •  Wir haben an unseren Rosen nur sehr selten Befall entdecken können und wenn, immer sehr rasch gehandelt und bis spätestens Mitte Juni die befallenen Triebe abgeschnitten bevor die Larven sich in den Boden verziehen. Man muss die Rosen eben immer im Auge behalten, das gilt auch für alle anderen Schädlinge und Krankheiten. Wenn man frühzeitig das Übel entdeckt, kann meist schlimmeres verhindert werden.
  • Wir haben jedoch auch festgestellt, dass gesunde Pflanzen die mit natürlichen Mitteln wie zum Beispiel Brennnessel- oder Schachtelhalmbrühe, oder Vtianal, bzw. Siapton begossenen oder gespritzt wurden der Befall vermindert werden kann. Zu den Mitteln finden sie reichlich Infos auf unserer Website.
  • Regelmäßige Untersuchung der Rosensträucher ab Anfang Mai sind unbedingt notwendig wenn ein Befall entdeckt wurde. Der Trieb ist nicht mehr zu retten und muß unterhalb der Stelle, wo sich die Made befindet, abgeschnitten werden. Danach durch weiteres scheibchenweise Abschneiden die Made zerschneiden.
  • Zur Vorbeugung kann auch hier im zeitigen Frühjahr Neem-Pulver um die Rose gestreut und gut gewässert werden, damit die Wirkstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und in jeden oberirdischen Teil der Rose gelangen. ( Erfolg allerdings ohne Gewähr. Aber einen Versuch wert )

Gartenlaubkäfer

Der 8-11 mm große Gartenlaubkäfer wird auch Junikäfer oder Kleiner Rosenkäfer genannt. Der Körper ist relativ flach im Vergleich zum Maikäfer. Der Kopf und das Halsschild sind grün bis schwarz glänzend und die Flügeldecken gelbraun bis rotbraun gefärbt. Die Käfer fliegen Ende Mai bis Ende Juni und fressen tagsüber an Sträuchern und Bäumen (Reifungsfraß der Weibchen).

 

Etwa Mitte Mai schlüpfen die Käfer aus ihren Erdhöhlen im Boden und schwärmen tagsüber bei warmen, sonnigen Wetter (zuerst bodennah, später dann auch auf Büsche und Hecken). Fraßschäden der Käfer sind an Obstbäumen, Ziergehölzen und Rosen zu beobachten (Blattfraß sowie insbesondere Fraß an Blütenanlagen).

 

Bekämpfung:

  • Sollten bei ihnen massenhaft Gartenlaubkäfer auftreten so können sie auch hier mit Nermatodenpräperaten ihren Gartenboden behandeln. (Wurde schon beim Dickmaulrüssler beschrieben) Diese besondere Art der Nermatoden kann man in Tongranulat bestellen und im Spätsommer im Garten ausgießen.
  • Die Nermatoden suchen im feuchten Boden die Larven und befallen sie

Zusammenfassung: Tipps und Infos

  • Wir im Rosenparadies versuchen immer, wenn es nur irgendwie möglich ist, biologische Mittel zur Blattgesundheit und Schädlingsabwehr einzusetzten.
  • Mit Schädlingen an den Rosen haben wir nicht viel Last. Ja sicher Blattläuse gibt es schon mal in manchen Jahren in Massen, aber bislang haben wir noch nie ein Pestizid eingesetzt.

An einigen Stellen im Garten unternehmen wir gar nichts gegen Läuse, damit die Marienkäfer, Meisen usw. noch genügend Nahrung haben.

 

  • Schädlinge kann man mit einfachen Mitteln auf ein Minimum reduzieren, allein durch Spritzungen mit Vitanal Blattaktivator Sauer/Kombi gemischt mit einem Öl (z.B. Neem-Öl)
  • Die Anwendung von Siapton stärkt die Rose und macht sie deutlich weniger Anfällig für Pilzkrankheiten und Schädlinge. Im Wechsel mit Vitanal Blattaktivator sauer/kombi alle 14 Tage gespritzt hat gute Ergebnisse bei uns erzielt.
  • SIAPTON ist rein organisch und enthält natürliche Eiweißverbindungen die von den Pflanzen sofort über Blatt und Wurzel aufgenommen und verarbeitet werden. SIAPTON wird im Erwerbsgartenbau und öffentlichem Grün als Wachstumsaktivator seit vielen Jahren mit großem Erfolg eingesetzt und findet auch im Hausgarten verstärkt Anwendung:
  • Schon nach wenigen Anwendungen zeigt sich die Wirkung durch eine intensive Grünfärbung der Blätter. SIAPTON sorgt für ein gesundes, kräftiges Pflanzenwachstum, stärkt die Pflanzen gegen Schadorganismen und sichert hohe Erträge. Auch das Bodenleben wird durch SIAPTON angeregt.
    SIAPTON kann als bei der Biologischen Bundesanstalt (BBA)registriertes Pflanzenstärkungsmittel auch im ökologischen Anbau verwendet werden.
    viele weitere Infos über Vitanal und Siapton erhalten sie auf unsere Website unter Rosen/Pflege

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  • Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer sind sehr schwer zu bekämpfen und haben sich in den letzten Jahren  in manchen Gegenden zur großen Plage entwickelt. Gleiches gilt für Junikäfer. Frühzeitig und regelmäßig eingesetzt, schaffen Nematoden der Gattung Heterorhabditis Abhilfe. Und das auf ganz natürlichem Wege, ohne die Umwelt oder die Pflanzen zu schädigen.

 

Voraussetzungen für einen Bekämpfungserfolg mit Nematoden:

 

  • Für eine erfolgreiche Bekämpfung sollte die Bodentemperatur in 10 cm Tiefe mindestens 12 °C betragen, darunter sind die Nematoden inaktiv. Günstige Perioden für den Einsatz der Nematoden im Freiland sind für die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers von April bis Anfang Juni sowie von Ende August bis Oktober, für die Bekämpfung des Gartenlaubkäfers und Junikäfers von Mitte/Ende Juli bis Ende September. Die Zeiten können sich allerdings verschieben, abhängig von der Witterung.

 

  • Unter Glas ist die Anwendung ganzjährig möglich. Die Nematoden können ohne Wirtstiere einige Monate überdauern und auch Frostperioden überstehen. Allerdings reduziert sich der Bestand erheblich, so dass in der nächsten Saison ein neuer Einsatz nötig wird. Die Nematoden werden in Tongranulat geliefert, das in Wasser aufgelöst und gegossen wird. Die behandelte Fläche sollte in den folgenden 6-8 Wochen möglichst feucht gehalten werden, damit eine Langzeitwirkung erzielt werden kann.

Weitere Infos erhalten sie auf der Internetseite von Schneckenprofi

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  • Haben sie dagegen Probleme mit Triebbohrer oder anderen Larven die im Boden überwintern, lohnt es sich das Mittel Neem Vital von Schacht auszuprobieren.

 

  • ...".Systemische Wirkung:

Die Inhaltsstoffe werden über Blatt und Wurzel aufgenommen und mit dem Saftstrom verteilt, so dass sie in der gesamten Planze ihre Wirkung entfalten können. Enthält wichtigen Pflanzenährstoffe zusammen mit wertvollen bioaktiven Substanzen, die den in Indien beheimateten Neem-Baum vor Schädlingen schützen. Frei von Aflatoxinen!

Anwendung:
1) In fester Form 25 - 100 g auf 1 m² Boden streuen oder einarbeiten.

2) Als Mischung zum Gießen auf Pflanzen und den Boden: 25 - 100 g auf 1 l Wasser in eine Gießkanne geben, umrühren und ca. 3 Stunden lang stehen lassen (ausreichend für ca. 1 m²). Unmittelbar vor dem Gießen noch einmal umrühren, damit auch der Schlamm in die Erde gelangt.

Für Topf- und Kübelpflanzen kann Neem Vital mit Gartenerde oder Kokossubstrat vermischt werden. Besonders für die nährstoffarme Kokoserde stellt die Kombination mit Neempresskuchen eine ideale Ergänzung dar. Es empfiehlt sich, die erforderlichen Düngemengen auf mehrere Gaben aufzuteilen, so dass etwa alle 4 Wochen dosiert wird.
Wie alle Düngemittel kann Neem-Vital während der gesamten Wachstumsphase bis Ende August angewendet werden (eine rechtzeitige Einstellung der Düngung ist nötig, um die Winterhärte nicht zu gefährden)...." Quelle: pflanzotheke.de

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  • Haben sie oft Last mit Schmierläusen aller Art oder Thripse, weiße Fliege und Spinnmilben lohnt sich  ein Präperat aus Kaliseife anzuschaffen.Z.B: Neudosan von Neudorf
  • Auch folgendes Mittel soll gute Wirkung zeigen: Das Neudorff Neem Plus Schädlingsfrei ist ein Konzentrat aus natürlichen Wirkstoffen zur sicheren Bekämpfung von Insekten und Milben. Die Kombination der Wirkstoffe Neem und Rapsöl sorgen für ein breites Wirkungsspektrum. Insekten wie Blatt-, Schild-, Woll- und Schmierläuse, Thripse und Weiße Fliegen werden ebenso sicher erfasst wie Spinnmilben-Arten. Der enthaltene Rapsöl-Anteil bekämpft die adulten Tiere, Neem verhindert die Weiterentwicklung der Ei- und Larvenstadien. Zudem wirkt es als Kontakt- und als Fraßgift.

Die pflanzlichen Extrakte des Neembaums beinhalten über 34 verschiedene Inhaltsstoffe. Besonders der Stoff Azadirachtin ist als wirksamer Schutz gegen Schädlinge bekannt.

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Ein sehr gut gegen Blattläuse wirkendes natürliches Pflanzenschutzmittel ist auch der Brennnesselauszug

(nicht zu verwechseln mit der Brennnesseljauche).

 

Zur Herstellung dieses Auszugs werden:

  • 500 g frische Brennnesseln, die noch nicht blühen, klein geschnitten (bitte Handschuhe anziehen!) und in ein Gefäß gesteckt, welches keinesfalls aus Metall sein darf.
  • Dann wird dieses Gefäß mit 5 l Wasser aufgefüllt und 24 Stunden stehen gelassen. Nach Ablauf dieser Zeit hat die Flüssigkeit eine brennende Wirkung entfaltet, die sehr effizient gegen Blattläuse ist.
  • Die Flüssigkeit durch ein Sieb gießen, in eine Sprühflasche füllen und auf die befallenen Pflanzen sprühen. Wirkungsvoller wird das ganze wenn sie dem Brennesselauszug noch ein Schnapsglas Vitanal hinzufügen, das dient als Netzmittel.

Achtung: den Brennnesselauszug bitte schnell verbrauchen, denn nach fünf Tagen hat er sich zu einer Brennnesseljauche entwickelt, welche zwar sehr gut als Dünger eingesetzt werden kann, gegen Blattläuse aber unwirksam ist.

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  Nachfolgend noch eine sehr interessante PDF Datei zum lesen oder ausdrucken:

Wer Nützlinge in den Garten lockt, hat weniger Probleme mit Schädlingen.

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Nützlinge im Garten Julius-Kühn-Institut
Wer Nützlinge in den Garten lockt, hat weniger Probleme mit Schädlingen. Die fleißigen Helfer erledigen den größten Teil der Arbeit im Flug. Die wichtigsten Nützlinge im Garten werden hier kurz vorgestellt
Was sind Nützlinge?

Unter die Kategorie „Nützlinge im Garten“ fallen alle jenen Insekten und Tiere, die die Schädlinge vernichten, diese als Wirt benutzen und/oder Blüten bestäuben und somit das ökologische Gleichgewicht in Ordnung bringen: Bienen, Hummeln, Marienkäfer, Ohrenkneifer, Igel, Vögel.
NuetzlingeGarten.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

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PDF Dokument über weitere Rosenkrankheiten und deren Bekämpfung gibt es bei der:

LFL Bayrische Landesanstallt für Landwirtschaft

Rosen Schädlinge, Krankheiten und Mangelerscheinungen

Hier finden sie ein informatives und bebildertes PDF Dokument über alle Schädlinge und Krankheiten die unsere Rosen befallen können, sowie anschaulich beschriebene Gegenmaßnahmen, die zu treffen sind.


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weiteren Schadbildern an Rosen