Nützlinge im Garten

Rosen und Insekten

 

 Als Nützlinge bezeichnet man zumeist Spinnentiere oder Insekten, die für den Menschen in irgendeiner Weise nützlich sind, vor allem dadurch, dass sie andere Insekten, welche ihrerseits als Schädlinge bezeichnet werden, als Nahrung oder Wirt brauchen.

Diese Einteilung ist ausschließlich auf den Nutzen und Schaden für den Menschen bezogen, ist jedoch keine biologisch sinnvolle Einteilung. (Quelle: wikipedia)

 

Über die Blüten der Stacheldrahtrose, die sich schon früh im Mai öffnen und dabei einen angenehm

süßen Duft verbreiten freuen sich eine Vielzahl von Insekten


Die Läuseproblematik im Garten kehrt mit schöner Regelmäßigkeit alle Jahre, bei der ersten Wärmeperiode im Mai, wieder. Bevor sie den Kampf gegen die kleinen Krabbeltiere aufnehmen,

lassen sie erst einmal ihren Gedanken freien Lauf, bei dem Gedicht von Wilhelm Busch

 

Duldsam

Des Morgens früh, sobald ich mir

Mein Pfeifchen angezündet,

Geh' ich hinaus zur Hintertür,

Die in den Garten mündet.

 

Besonders gern betracht' ich dann

Die Rosen, die so niedlich;

Die Blattlaus sitzt und saugt daran

So grün, so still, so friedlich.

 

Und doch wird sie, so still sie ist,

Der Grausamkeit zur Beute;

Der Schwebefliegen Larve frißt

Sie auf bis auf die Häute.

 

Schlupfwespchen, flink und klimperklein,

So sehr die Laus sich sträube,

Sie legen doch ihr Ei hinein

Noch bei lebendgem Leibe.

 

 

 

Sie aber sorgt nicht nur mit Fleiß

Durch Eier für Vermehrung;

Sie kriegt auch Junge hundertweis

Als weitere Bescherung.

 

Sie nährt sich an dem jungen Schaft

Der Rosen, eh' sie welken;

Ameisen kommen, ihr den Saft

Sanft streichelnd abzumelken.

 

So seh' ich in Betriebsamkeit

Das hübsche Ungeziefer

Und rauche während dieser Zeit

Mein Pfeifchen tief und tiefer.

 

Daß keine Rose ohne Dorn,

Bringt mich nicht aus dem Häuschen.

Auch sag' ich ohne jeden Zorn:

»Kein Röslein ohne Läuschen!«

Wilhelm Busch


 

Über den Inhalt dieses Gedichtes von Wilhelm Busch sollte man einmal in Ruhe nachdenken.

Vielleicht stellt sich dann ganz von selbst eine ruhige Gelassenheit zu dem Problem ein.


Cosmea Insekten freundliche Sommerblumen
Cosmea Insekten freundliche Sommerblumen
Cosmea Insekten freundliche Sommerblumen
Cosmea Insekten freundliche Sommerblumen

Einjährige Insekten freundliche Sommerblumen wie die Cosmea wachsen reichlich in unserem Garten


Schädlinge, Nützlinge - eine Frage des Gleichgewichts

Vom Marienkäfer bis zum Regenwurm

In unseren Gärten leben Helfer, die unscheinbar sind, aber wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Sie bestäuben Blumen, verbessern den Boden oder vertilgen Schädlinge – und das ganz natürlich und ohne Chemie. Jeder Gärtner sollte einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der Schädlinge als Teil der Natur akzeptiert. Darum sollte man nicht versuchen, sie mit Chemikalien vollständig von den Pflanzen fernzuhalten, sondern stattdessen die Zahl der Schädlinge mit ihren natürlichen Feinden: den Nützlingen zu kontrollieren So wird verhindert, dass die Schäden an Nutzpflanzen zu groß werden. Der Vorteil: Es bleiben keine Rückstände an den Pflanzen und die Umwelt wird nicht belastet.

 

Foto: Getty Images
Foto: Getty Images

 

Ich möchte an dieser Stelle erst noch einmal Herrn Ruf von der gleichnamigen Bio-Rosenschule zitieren:

"Die Blattlaus ist nur eines von vielen Insekten, die die Liebe des Menschen zur Rose teilen. Bei Leibe nicht alle sind jedoch als Schädlinge zu betrachten.

 

Viele nutzen sogar, wie die allseits bekannten Marienkäfer, die sowohl als Larve als auch als erwachsenes Insekt die schädlichen Läuse vertilgen. Gerade an Läusefressern mangelt es in der Natur keinesfalls. Das reichhaltige Nahrungsangebot, das die Läuse bieten, wird reichlich genutzt.

 

Neben den im Gedicht genannten Schlupfwespen sind es noch viele andere, wie zum Beispiel Raubwanzen, Florfliegen, Schwebfliegen oder Gallmücken, u.v.m. die auf das "Nahrungsangebot Blattlaus" angewiesen sind. Auffällig dabei ist, dass viele Tiere als Larve Läuse fressen, als Adulte jedoch auf Blütenpollen angewiesen sind. Am ehesten ist dies bei uns die Schwebfliege.

Noch eine Erklärung mehr, warum sich an der Rose meist ausreichend Nützlinge einfinden, denn Blütenpollen bietet die Rose zur Genüge.(aus die Natur der Rosen)

 

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Nachgedacht:

 

Wenn im Mai schon die erste Läuse Invasion mit chemischen Mitteln bekämpft wird, ist ihnen der Erfolg zwar sicher, denn 99% der Läuse haben sie vernichtet, allerdings nebenbei auch 100% der Nützlinge.

 

Im Spätsommer haben sie die nächste Läuse Population, die jetzt aber immun gegen das chemische Spritzmittel ist aber keine Nützlinge mehr. So sind sie gezwungen nach anderen Pestiziden zu suchen und bald wird es gar keine nützlichen Insekten in ihrem Garten mehr geben

Spritzen sie dagegen mit Kaliseifenpräperaten (siehe unter Rosenschädlinge) die die Läuse durch ersticken abtötet werden auch 80-90% der Läuse sterben, aber die Nützlinge geschont. Es erfolgt auch keine Resistenz, da das Mittel mechanisch wirkt, in dem die Läuse unter dem Seifenfilm ersticken.

Den Nützlingen kann das Mittel nichts anhaben, sie vermehren sich weiter und finden, dank der restlichen überlebenden Läuse auch noch Nahrung.

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Strauchrose Bukavu - Insektenfreundliche Rosensorte


Der Nützling

Marienkäfer gegen Blattläuse

 

Der Große Siebenpunkt ist der häufigste und bekannteste Marienkäfer. Er ist 5,5  bis acht Millimeter groß,   das heißt ein sehr großer Marienkäfer. Farbvarianten kommen hier nicht so häufig vor.

 

Die Fraßleistung hängt von der Temperatur und von der Populationsdichte der Blattläuse ab.  In der Larvenzeit ( circa zwei Wochen) werden durchschnittlich 660 Läuse gefressen. Der Käfer frisst durchschnittlich 150 Blattläuse pro Tag.

 

 

Während der gesamten Lebenszeit frisst ein Käfer-Weichen etwa 4000 und eine Larve circa 800 Blattläuse. Es kommt immer wieder vor, dass die zuerst geschlüpften Larven die Eier des Geleges fressen, aus dem sie geschlüpft sind. Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist in der Natur ein sehr wichtiger Regulator der Getreideblattlaus (Macrosiphum avenae). In Gewächshäusern ist seine Effizienz mit den Florfliegen vergleichbar.


Florfliegen

gegen Blatt,-Schild,-Schmierläusen und Thripse

Foto: Wikipedia
Foto: Wikipedia

 

Der Nützling:

Die Larven vertilgen Blattläuse, Thripse und andere kleine, weichhäutige Insekten. Dazu packen sie die Schädlinge mit ihren Mundzangen, spritzen ein Betäubungsgift hinein und saugen sie aus. Eine Larve vertilgt in ihrer ca. dreiwöchigen Lebensdauer 300 bis 500 Blattläuse.

Zur Förderung möglichst Winterqartiere, wie kleine Öffnungen an Dachböden anbieten


Schwebfliegen

Foto Wikipedia
Foto Wikipedia

 

Der Nützling:

Die Larven der Syrphinae  leben räuberisch von Blattläusen und Wollläusen. Der Name Schwebfliege kommt von der Eigenart, in sogenannten Schwirrflug am Ort zu verweilen vergleichbar mit einem Hubschrauber.

Das erste Larvenstadium saugt täglich etwa 10 Blattläuse aus,die anderen Larvenstadien saugen täglich bis 100 Blattläuse aus. Eine Larve kann während ihrer fünf bis acht Tage dauernden Entwicklung über 500 Blattläuse aussaugen.

 

Die Weibchen legen ihre Eier in Wirtskolonien ab. Die folgenden Larvenstadien fressen Blattläuse. Nach acht  bis 14 Tagen erfolgt die Verpuppung (je nach Nahrungsangebot). Dabei verbleiben sie in der letzten Larvenhaut.

Es gibt ca. 6000 verschiedene Arten.

Viele Arten sind als Larven Blattlausfresser, andere saugen auch größere Raupen von Schmetterlingen und Blattwespen aus. Memesbrina-Arten jagen im Dung nach den Larven anderer Fliegen und Syrphunigritarsis-Arten fressen die Eier und später auch die Larven spezifischer Blattkäfer. Etwa 100 Arten in Mitteleuropa sind Blattlausjäger und jagen in der Dämmerung nach ihrer Beute, die sie mit den kräftigen Mundwerkzeugen attackieren und aussaugen. Dabei frisst eine Larve bis zu 100 Blattläuse pro Tag. Quelle:Wikipedia  Schwebfliegen lieben viele bunte frühblühende Sommerblüher, vor allem Kreuzblüher wie die wilde Möhre


Insekten freundliche Rosen Sweet Pretty
Sweet Pretty - Nützlinge aller Arten lieben sie

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NACHGEDACHT:

Auch gegen andere Schädlinge wie Spinnmilben oder Raupen gibt es Nützlinge. Jedes Schadinsekt hat auch mindestens einen Fraßfeind. Inzwischen können sie extra gezüchtete Nützlinge auch kaufen und im Garten oder Gewächshaus aussetzten.

 

Raubmilben gegen Spinnmilben, oder Nematoden gegen Dickmaulrüsseler und Gartenlaubkäferlarven. Dabei gibt es beim Nützlingseinsatz auch keine Resistenz wie bei chemischen Mitteln.

Adressen gibt es am Schluss der Seite.

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Raubmilben

gegen Spinnmilben

Foto: Neudorff
Foto: Neudorff

 

Der Nützling:

Raubmilben sind ähnlich wie die echten Spinnen wichtige Raubinsekten. Im Gegensatz zu den echten Spinnen machen sie keine Netzte, sondern jagen ihre Beute direkt.

 

Die erwachsenen Raubmilben sind ebenso groß wie die Spinnmilben, aber viel beweglicher. Darüber hinaus haben sie längere Beine und sind orangerot gefärbt.

 

Raubmilben ernähren sich von Spinnmilben, indem sie diese aussaugen. Täglich kann eine Raubmilbe 5 erwachsene Spinnmilben oder 20 Eier und Jungtiere vertilgen.

 

Auch diese Raubmilben werden mit großem Erfolg als gezüchtete Nützlinge im Gewächshaus eingesetzt


Spinnen

Vierfleckkreuzspinne Foto wikipedia
Vierfleckkreuzspinne Foto wikipedia

 

 

Spinnentiere gibt es unzählige Arten von der großen Kreuzspinne bis zu den nur Bruchteile von Millimetern großen Raubmilben. Alle miteinander sind als Nützlinge zu betrachten, das sie sich ausschließlich von Ungeziefer ernähren

Zahlenmäßig und von der Fraßleistung sind die wichtigsten Nützlinge die Spinnentiere. Sie sind als Nützlinge zu bezeichnen, da sie sich fast ausnahmslos von lebenden Insekten und Artgenossen ernähren.

 

Für ein ökologisches Gleichgewicht sind sie unerlässlich.

Zur Förderung sollte man für trockene Rückzugsecken im Garten sorgen.

 

Wusten sie schon? Interessantes über Spinnentiere


Räuberische Gallmücken

Foto Neudorff
Foto Neudorff

 

Die Weibchen der Gallmücken legen ihre Eier meist nachts in die Nähe von Blattlaus-Kolonien. Dabei lassen sie sich vom Duft des Honigtaus leiten, den die Blattläuse abgeben. Aus den Eiern schlüpfen die Larven der Gallmücken, welche die Blattläuse aussaugen. Dazu stechen sie die Läuse meist in der Kniekehle an und betäuben sie mit einem Gift. Eine Gallmücken-Larve kann 50 bis 100 Blattläuse aussaugen. Nach etwa 10 bis 14 Tagen lassen sich die Larven auf den Boden fallen und verpuppen sich dort. Nach weiteren 2 Wochen schlüpfen die erwachsenen Tiere aus den Puppen, und der Kreislauf beginnt von vorn.

 

Die Gallmücken brauchen lockeren, humosen und feuchten Boden um ihre Eier ablegen zu können.

Sie kann bei Nützlingsfirmen als Puppe gekauft werden. Das Einsetzen im Gewächshaus ist erfolgversprechend, in der freien Natur eher uneffektiv

 


Raubwanzen

 

sind ebenfalls gute Läusejäger

Die Raubwanzen  sind eine Familie der Wanzen . Sie sind weltweit mit etwa 7000 Arten verbreitet. Der deutsche Name weist auf ihre ausschließlich räuberische Lebensweise hin. Die Wanzen stellen ihrer Beute, in erster Linie Insekten aller Art, aktiv nach oder erwarten sie lauernd auf Blüten oder anderen Orten.

 

Manche Raubwanzen können, wenn sie bedrängt werden, auch beim Menschen schmerzhafte Stiche verursachen, die bei gesunden Menschen nur selten weitergehende Beschwerden verursachen.

Da es so viele verschiedene Arten gibt, sind natürlich nicht alle nützlich. Einige fressen auch Blätter an.

 


Ohrenkriecher/ Ohrenzwicker Ohrwurm

Foto: wissen.de
Foto: wissen.de

 

Die Ohrwürmer besitzen ihren Namen zu Unrecht, da sie nicht - wie man argwöhnte - in die Ohren schlafender Menschen eindringen um im Gehirn ihre Eier abzulegen. Auch die auffälligen Zangen am Hinterleib wirken gefährlich, sind es aber nicht.

 

Der Ohrenkneifer gild aufgrund seiner positiven Beeinflussung der Umwelt als Nützling.

 

Insbesondere die Tatsache, dass er sich, wie der Marienkäfer, von Blattläusen ernährt und somit zu deren Vernichtung beiträgt, machte ihn zu einem gern gesehenen Gast in heimischen Gärten. Darüber hinaus weiden diese Insekten Pilzrasen ab, was indirekt zur Mehltaubekämpfung beiträgt.
Finden sie einen geeigneten Unterschlupf, sind sie in der Lage einen Pfirsichbaum innerhalb weniger Tage vom gesamten Läusebestand zu befreien.

 

Aus diesem Grunde findet man in verlassenen Vogelnistkästen oftmals ganze Kolonien von Ohrwürmern. Wer diesen freiwilligen und fleißigen Helfer in seinem Biogarten fördern möchte muss wissen, dass Ohrwürmer Nacht- und Dämmerungsaktiv sind. Am Tage verbergen sie sich in dunklen, feuchtwarmen Verstecken unter Steinen, Blättern oder hinter der brüchigen Rinde eines Baumes. Damit sie leicht an ihre Beute kommen können, benötigen sie einen Unterschlupf in der Nähe der Nahrungsquelle.

 

Unterschlupf für den Ohrwurm

Kleine Tonblumentöpfe werden mit Holz- bzw. Polsterwolle, Sackleinenresten, Stroh oder Moos gefüllt. Um genügend Freiraum zu lassen, darf nicht zu viel Füllmaterial eingebracht werden. Damit das Füllmaterial nicht herausfallen kann, bzw. Vögel es auf der Suche nach Nistmaterial oder Nahrung nicht herausrupfen, wird unten ein kleines Drahtgeflecht angebracht. Dabei wird der Draht innen durch den Topf geführt und oben ein Aufhänghaken gebogen. Die Töpfe hängt man direkt am Stamm oder einem Ast auf, damit die Ohrwürmer einen leichten Zugang zum Baum haben.

Text: www.bund-lemgo.de/naturgarten

 


Rosenkäfer

Goldglänzende Rosenkäfer Foto Wikipedia
Goldglänzende Rosenkäfer Foto Wikipedia

 

Der Rosenkäfer wird oft zu Unrecht als Schädling angesehen. Mittlerweile steht er sogar unter Naturschutz. Seine Larven ernähren sich von totem organischen Material, somit helfen sie fleißig bei der Humusproduktion.

 

Die Käfer fressen gern die Staubgefäße der Rosen, deshalb sind sie beim Gärtner nicht so beliebt. Da er aber nie in Massen auftritt, sollte man über die wenigen Blüten die er verschandet nicht allzu böse sein.


Wenn sie Rosenkäfer in ihrem Garten entdecken, können sie sich freuen, denn der Käfer siedelt sich nur dort an, wo die Ökologie in Ordnung ist, er reagiert hochempfindlich gegen Pestizide aller Art

 

 


Goldstaub-Laubkäfer

Goldstaub Laubkäfer(foto wikipedia)
Goldstaub Laubkäfer(foto wikipedia)

 

Goldstaub-Laubkäfer werden etwa einen Zentimeter lang. Sie sind leicht erkennbar an den dichten Schuppen, die silbrig gelblich oder grünlich, manchmal bräunlich wie mit glänzendem Puder bestäubt, schimmern. Die Käfer sind im Alpen- und Voralpenraum häufig.Auch bei uns sind sie immer öfter verbreitet.

 

Die Käfer bevorzugen offene Landschaften mit Feldgehölzen, Parkanlagen, Mischwälder, verwilderte Gärten, Waldränder und Wiesen. Tagsüber verstecken sie sich unter Grasbüscheln oder im Laub.

 

In der Dämmerung gehen sie auf Partnersuche. Die Orientierung erfolgt über den Geruchssinn. Die Käfer ernähren sich von Pollen. Die Larven gehören zu den Engerlingen und ernähren sich von Pflanzenwurzeln und Bodenpilzen, sowie totem Material. Sie verursachen keine Schäden. Die Generationsdauer beträgt 2 Jahre. Quelle: wikipedia


Laufkäfer

Goldlaufkäfer (Quelle wikipedia)
Goldlaufkäfer (Quelle wikipedia)

 

Die Laufkäfer stellen eine sehr artenreiche Familie der Käfer dar. Sie sind weltweit mit Ausnahme der Antarktis verbreitet und sind mit über 40.000 Arten in 1500 Gattungen bekannt. In Europa kommen sie mit knapp 6000 Arten und Unterarten vor.

 

Was die Ohrenzwicker in den Sträuchern sind, erledigen die Laubkäfer oder Goldlaufkäfer auf dem Boden: Reinigungsdienst und "Ordnungspolizei"! Vielerlei Schädlinge stehen bei ihm auf dem Speiseplan, darunter auch Läuse.

 

Die ökologische Bedeutung der sehr vielfältigen Familie ist nur wenig erforscht. Die Laufkäfer stellen einen großen Teil der wirbellosen Räuber der Bodenfauna, beispielsweise in Wäldern der gemäßigten Breiten. Auf Grund ihrer großen Zahl und des Auftretens in allen Lebensräumen kann von einer wichtigen ökologischen Funktion ausgegangen werden.

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NACHGEDACHT:

Oft werden wir gefragt, was wir gegen den "nicht willkommenen Gast" der Rose, der Rosenblattrollwespe unternehmen. Ganz einfach: Absammeln, sonst nichts. Es sind doch meist nur ein paar wenige Blätter, in die sie hinein stechen und die sich dann zusammenrollen.

 

Es reicht vollkommen aus, diese Blätter, in denen sich dann die Larven befinden einfach abzusammeln. Chemische Mittel würden die Larven im Inneren sowieso nicht erreichen und sind damit überflüssig und nutzlos.

 

Sollten sie zu wenigen Rosengärtnern gehören, die größere Last mit der Blattrollwespe haben, dann spritzen sie vorbeugend im Frühjahr mit Neemöl,(siehe unter Rosenschädlinge)das bringt mehr Erfolg

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Sorgen sie für ein natürliches Gleichgewicht der Insekten Population.

Das ist die beste Lösung um die Rosen zu schützen.

 

1. Keine Chemikalien anwenden, denn die Nützlinge sterben als erstes.

 

2. Hohle Rosenkugeln oder Blumentöpfe mit Holzwolle oder Stroh füllen.

So siedeln sich bestimmt Ohrwürmer an.

 

3. Wildinsektenhäuser aufstellen.

 

4. Nistkästen für Meisen u.a. Vögel aufhängen.

 

5. Ein paar Laubhaufen im Garten für die Marienkäfer liegen lassen.Weder Larven noch Eier, nur die ausgewachsenen Tiere überwintern

 

6. Im Frühjahr vorbeugend mit Neemöl spritzen

Fingerhut Insektenfreundliche Blumen
Fingerhut ist nicht nur bei Bienen und Hummeln beliebt..

7. Frühblühende Stauden pflanzen, damit die ersten Nützlinge im Frühjahr Nahrung finden.

 

8. Für ein ausreichend buntes Pflanzenangebot auch weiterhin sorgen.

 

9. Schädlinge nur mit Kaliseifenpräperaten und auch nur wenn sie Überhand nehmen, bekämpfen. Idealerweise die Seifenbrühe spät Abends spritzen damit sie lange auf den Blättern haftet.

 

10. Gegen Raupenfraß hilft das Mittel XENTARI von Neudorff. Es enthält ein spezielles Bakterium, das nur Raupen befällt und tötet. Gegen Frostspanner sollte man XENTARI schon früh im Mai anwenden.

Xentari erhalten sie unter anderem bei der Pflanzotheke



Regenwürmer

 

Der Regenwurm ist hier stellvertretend für die unzähligen Bodenorganismen, vom Tausendfüssler bis zu den Erdmilben sowie zahlreichen Mikroorganismen aufgeführt.

Erst die Gemeinschaft aller dieser Lebewesen in Symbiose mit en Pilzen und Bakterien macht aus der Erde Mutterboden. Der Regenwurm ist meist ein zuverlässiger Indikator für Böden die lebendig sind. Quelle: Werner Ruf. Die Natur der Rosen

 

Obwohl Regenwürmer "Allesfresser" sind, ernähren sie sich überwiegend von den Abfallprodukten der Natur. Das meiste, was er braucht, findet er in der Nähe seines Erdlochs. Weitere Nahrung gewinnt er, indem er sich durch die Erde frisst. Dabei arbeitet sein Mund wie eine Saugpumpe: er nimmt alles auf, was ihm in die Quere kommt. Da Regenwürmer keine Zähne besitzen und nur abgestorbene Pflanzenteile verwerten, ist die immer noch sehr verbreitete Ansicht falsch, Regenwürmer würden Pflanzenwurzeln fressen. Tatsächlich ernährt sich der Regenwurm nur von toten Pflanzenteilen, die bereits von Mikroben besiedelt sind.

 

Unaufhaltsam fressen sich die Regenwürmer kreuz und quer durch die Bodenschichten ihres Lebensbereiches. Die dabei aufgenommene Erde enthält noch nicht humifizierte tote organische Substanz oder Bestandteile, Bakterien, Pilzsporen und zahlreiche Einzeller, die verdaut und als Nahrung genutzt werden können. Durch die Beschaffenheit der Erde, die der Regenwurm erzeugt, wenn er die mit gefressenen Bodenbestandteile wieder ausgeschieden hat, werden die für den Boden nützlichen Mikroorganismen gefördert und die Boden feindlichen eingedämmt, z. T. sogar vernichtet.

 

Regenwürmer können anoxische Bedingungen (Bereiche ganz ohne Sauerstoff) in Wasser gesättigten Böden nur bis zu etwa zwei Tage lang überstehen. Sie fehlen deshalb in Grundwasser gesättigten Böden. Auch nasse und dabei saure Moorböden werden nicht besiedelt. Quelle: Wikipdia


Haarmücken

Haarmücke (Märzfliege) Foto: wikipedia
Haarmücke (Märzfliege) Foto: wikipedia

 

Die Haarmücken zu deren Familie die Märzfliegen gehören, ernähren sich von verschiedenen Pflanzensäften und Nektar und bestäuben dabei die Blüten. Im Larvenstadium ernähren sie sich besonders von verrottenden Pflanzenteilen im Boden und sind damit recht nützlich. Es kommt aber mitunter auch vor, dass sie lebende Wurzelstöcke, Blätter oder Algen anfressen. Jedoch gelten Märzfliegen als Allesfresser, denn sie ernähren sich auch von Kot und verzehren verschiedenes Kleingetier


                      Kohlmeise     (Fotos wikipedia)                         Rotkehlchen                                          Zaunkönig

 

Wo die Bodenräuber nicht hinkommen räubert im Garten die "Luftwaffe": Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönig sind die häufigsten und bekanntesten Arten, Steinschmelzer Braunkehlchen und Finken (während der Brutzeit) kommen hinzu.

 

Ein Meisenpärchen und sein Nachwuchs fressen ca. 50.000 Läuse in einem Sommer. Auch wenn sie ohnehin viel dichtes Gesträuch haben: Nistkästen schaden nie! Die effektivsten Insekten Jäger sind meist die Höhlenbrüter!

 

           Steinschmelzer         (Fotos wikipedia)                       Braunkehlchen                                            Buchfink

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NACHGEDACHT:

 

Neben den Schädlingsregulierern gibt es Nützlinge, die essentiell sind für das Wachstum der Pflanzen  und das generelle ökologische Gleichgewicht. Auf der einen Seite die Regenwürmer: Sie graben Röhren in den Boden und lockern und durchlüften ihn so. Gleichzeitig reichern sie auch den Humus mit Pflanzennährstoffen an.

 

Für die Landwirtschaft ist der Regenwurm darum unverzichtbar! Ebenso wichtig sind aber auch die Bestäuber wie Bienen, Hummeln und manche Schmetterlinge: Bei ihrer Suche nach Nektar fliegen sie von Blüte zu Blüte und bestäuben dabei die Pflanzen.

 

Ohne Bestäubung – keine Frucht!

Sie sind also wichtige Dienstleister,

ohne die Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung kaum möglich ist.

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Insekten freundliche  Rosen im Rosenparadies Loccum
Viele Insekten "stehen" auf gelbe Blüten. Foto: Yellow Romantica

Adressen für den Kauf von Nützlingen:

Ameisen-Ex BIO Nematoden - Schneckenprofi

Mit den hochaktiven Ameisen-Ex BIO Nematoden vernichten Sie Ameisen ohne Gift. Statt dessen werden Sie Ameisen auf biologische Weise los. Ganz einfach durch Gießen mit der Nematodenlösung - ohne Chemie und ohne Gefahren für Kinder und Haustiere!

 

Florfliegen-Larven, Chrysoperla carnea - Schneckenprofi

Blattläuse sind Ihr Problem? Florfliegen wirken dagegen Wunder! Setzen Sie Florfliegenlarven zur Bekämpfung ein statt Chemie. Der überragende Erfolg gibt der biologischen Methode Recht. Die Ansprüche der Florfliegenlarven sind verglichen mit anderen Nützlingen relativ bescheiden. Sie fressen Blattäuse und andere Schädlinge bereits ab 12°C und auch trockene Luft schränkt ihre Aktivität kaum ein. Obwohl die Florfliegen-Larven für den Einsatz unter Glas gezüchtet werden, berichten viele Kunden von guten Erfolgen im Garten oder auf dem Balkon.

 

Gallmücken-Puppen, Aphidoletes aphidimyza - Schneckenprofi

Die ausgewachsenen Gallmücken leben tagsüber versteckt zwischen den Pflanzen. Erst während der Dämmerung werden die Nützlinge aktiv und piksen die Blattläuse an. Sie erhalten Gallmückpuppen, aus denen innerhalb weniger Tage die ausgewachsenen Gallmücken schlüpfen. Außerdem legen die Gallmücken 100 ihrer winzigen Eier gezielt in der Nähe von Blattläusen ab. Aus den Eiern schlüpfen Gallmücken-Larven, die sofort mit dem Aussaugen der Schädlinge beginnen. Wenn die Larven nach ca. einer Woche zur Verpuppung in den Boden kriechen, kann jede der 100 Larven 50 Blattläuse vernichtet haben!

 

Marienkäfer-Larven, Adalia bipunctata - Schneckenprofi

Damit die Marienkäfer nach dem Versand möglichst schnell an ihre Beute kommen, sollte der gesamte Inhalt der Dose so nah wie möglich an den mit Blattläusen befallenen Pflanzen angebracht werden. In der Regel siedeln sich die Marienkäfer im Garten an und überwintern dort, so dass sich auf Dauer ein natürliches Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen einstellt. Absolute Sicherheit gibt es dafür natürlich nicht, denn die Käfer können ja fliegen, und man kann sie daran auch schlecht hindern.
Eine einzige Marienkäfer-Larve vertilgt täglich bis zu 150 Blattläuse. Auch die erwachsenen Marienkäfer gehen auf Beutejagd und vernichten bis zu 50 Blattläuse täglich.

 

Raubwanzen, Macrolophus caliginosus - Schneckenprofi

Spezifischen Schädlingen wie der Gewächshaus Weißen Fliege oder der Baumwoll Weißen Fliege kommen Sie nur mit spezifischen Nützlingen bei. Und einer davon ist diese Raubwanzen-Art!

 

500 Raubwanzen-Larven, ausreichend für 500 qm
Einsatz in geschlossenen Räumen (Gewächshaus) von Januar bis Dezember.

Schlupfwespen, Aphidius colemani  - Schneckenfrofi

Die Schlupfwespen Aphidius colemani spüren auch versteckt sitzende Blattläuse auf und eignen sich für einen vorbeugenden Einsatz oder bei geringem Anfangsbefall.
In ihrem einwöchigen Leben parasiert eine einzige Schlupfwespe bis zu 200 Blattläuse, indem sie ein Ei auf diese ablegt. Nach 1-2 Tagen schlüpft die Larve, die sich vom Inneren der Blattlaus ernährt und sie somit auffrisst. Aber das ist noch nicht alles. In der ausgefressenen Blattlaushülle verpuppt sich die Schlupfwespenlarve und bringt nach 5 Tagen neue Schlupfwespen hervor. So reißt der Kreislauf der Blattlaus-Bekämpfung nie ab - vorausgesetzt die klimatischen Gegebenheiten stimmen.

 

Dickmaulrüssler Powerpack - Schneckenprofi

Die effektivsten Nützlinge gegen Rüsselkäfer jetzt im Dickmaulrüssler Powerpack kombiniert! HM-Nematoden zum Gießen gegen die Larven und SC-Nematoden als Köderfalle gegen die ausgewachsenen Käfer.
Mit dem Dickmaulrüssler Powerpack gibt es kein Entrinnen für die Schädlinge. Unterirdisch parasitieren die HM-Nematoden die Larven und bringen sie zum Absterben. Oberirdisch bringen die SC-Nematoden, die sich im Gel der Falle befinden, den ausgewachsenen Käfern den Tod.

 

Nematop® Nematoden gegen Dickmaulrüssler - Gärtner-pötschke

Nematop(R) Nematoden - die natürlichen Gegenspieler des Dickmaulrüsslers.

Mit Nematoden einfach und gezielt sowie völlig unschädlich für Mensch und Tier den gefährlichen Blatt- und Wurzelfraß an Rhododendren und anderen Pflanzen bekämpfen. Nematop® Nematoden tötet die Larven und  Puppen des Dickmaulrüsslers und verhindert so direkt den Wurzelfraß und vorbeugend auch den Blattfraß. Idealer Anwendungszeitraum im Puppenstadium von April bis Ende Mai und im Larvenstadium von August bis Mitte Oktober. Inhalt: 10 Mio. für ca. 20 m².Hinweis: Damit Sie die Pflanzenschutzmittel und Biozide sicher und wirksam verwenden können, stets vor Gebrauch Kennzeichnung und Produktinformation lesen.

 

Weitere Adressen unter denen sie Nützlinge kaufen können:

nuetzlinge.de

nuetzlinge-shop.de

neudorff.de

bei insekten-schuetzen-pflanzen.de erhalten sie Nützlinge und dazu reichlich Infos

 

Nachfolgendes PDF Dokument zu dem Thema Nützlinge zum download

 

Download
Welchen Nützling kann ich für welche Schädlinge einsetzten ? Informationsblatt des JKI: Nützlinge zu kaufen
Was sind Nützlinge?
Nützlinge sind die natürlichen Feinde vieler Schädlinge an Pflanzen. Sie fressen die Schädlinge, saugen sie aus oder sie vermehren sich in ihnen.

Wo können Nützlinge verwendet werden?
In diesem Faltblatt sind alle aktuell vertriebenen Nützlinge aufgelistet. Alle in kleinen Mengen erhältlichen Tiere, die im Garten, in Kleingewächshäusern, bei Zimmerpflanzen gegen verschiedene Panzenschädlinge oder im Vorratsschutz eingesetzt werden können, sind besonders gekennzeichnet.

Wie können Hobby-/Kleingärtner Nützlinge kaufen?
Die gewünschten Helfer können direkt telefonisch bei dem Anbieter oder über das Internet bestellt werden. Da Nützlinge nicht gelagert werden können, haben die einzelnen Anbieter unterschiedliche Vertriebswege, z. B. Bestellung über viele Gartenfachgeschäfte. Andere Anbieter arbeiten mit Wertgutscheinen, die es im Fachhandel gibt. Bei Vorratsschädlingen helfen auch Reformhäuser oder Naturwarengeschäfte weiter.
NuetzlingeGarten.pdf
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