Weidenwasser herstellen

für die Anzucht von Stecklingen

Wurzelhormon für Stecklinge selber machen und die Wurzelbildung natürlich fördern

Wer wie ich gerne Pflanzen aus Stecklingen selbst ziehen möchte, weiß das verschiedene Sorten weder im Wasserglas noch in die Erde gesteckt schlecht Wurzeln bilden.

Die Verwendung von einem Wurzelhormon liefert allerdings sehr gute Ergebnisse! Dieses Hormon auch Wurzelaktivator genannt, verkürzt den Bewurzelungsprozess. Er beugt auch die Vermehrung von Bakterien vor.

Im Fachhandel gibt es sogenannte “Bewurzlungspulver”. So eine Hilfe muss man sich aber nicht kaufen man kann diese auch leicht selbst herstellen. Man verwendet dazu ein Weidenwasser das man sich leicht selbst herstellen kann.

 

Weidenwasser für die Anzucht von Stecklingen
Weidenkätzchen Foto: Wikipedia

Weidenwasser hat eine ähnliche Wirkung auf Stecklinge wie z. B. Clonex (Bewurzelungspulver) .

 

Es verbessert also die Bewurzelungsrate von den Stecklingen.

 

Die Bewurzelungshormone sind bereits in den Weiden enthalten und müssen nur noch herausgelöst werden. Dadurch lassen sich Weiden so einfach vegetativ vermehren. Einfach einen Ast abschneiden und in die Erde stecken, fertig.

Daraus wird dann ein neuer Weidenbaum wachsen.

 

Wer möchte kann sich also im Garten oder Balkon einen Eigenen Weidenbaum wachsen lassen, um sich den Nachschub zu sichern. Der große Vorteil ist, das es Gratis ist und einfach herzustellen. Die Nachteile sind das es etwas unangenehm riecht, nicht lange haltbar ist und es etwas Arbeit bei der Herstellung gibt.

Die Herstellung von Weidenwasser:

Warum wirkt das Weidenwasser:

Das liegt daran, dass die Weide in ihren Ästen sehr viel Bewurzelungshormone aufweist. Und auf diese Hormone kommt es drauf an.

 

1. Um Weidenwasser herzustellen benötigen man einige Äste einer Weide. Idealerweise nimmt man die dünnen Äste, die von diesem Jahr stammen. Der Frühling ist die Beste Jahreszeit zum Ansetzten , denn da ist am Bewurzelungshormone in den Weidentrieben reichlich enthalten. Aber auch in den anderen Jahreszeiten ist es möglich, nur im Winter wird es wahrscheinlich nicht klappen

 

2. Anschließend werden alle Blätter von den Ästen entfernt 

 

4. Dann werden die Äste in 1-2 cm lange Stücke geschnitten. 

 

5. Diese Aststückchen werden dann in einen verschließbaren Becher gegeben, der schon etwa halb voll mit Wasser ist.  Der Becher wird dann verschlossen 24 bis 36 Stunden stehen gelassen.

 

6. Dann das Wasser durch ein Sieb gießen und die Weidenäste entfernen

 

7. Das fertige Weidenwasser ist eine etwas trübere Flüssigkeit geworden und richt etwas unangenehm

 

8. Dieses Weidenwasser kann so wie es ist mindestens 2 Wochen verwendet werden, länger sollte es nicht aufgehoben werden, weil es dann anfängt zu gammeln und die enthaltenen Hormone abgebaut werden.

 

Verwendung des Weidenwassers: 

 

1. Stecklinge  vor dem Pflanzen einige Stunden in Weidenwasser stellen oder/und gepflanzte Stecklinge mit Weidenwasser ein- oder mehrmals gießen !

 

2. Weidenwasser können wir bei allen pflanzen anwenden und damit das Anwachsen und Wachstum unterstützen ! (z.b. auch zur Wurzelbildung bei Rosenstecklingen

 

 

3. Das Weidenwasser kann bis zu 2 Wochen verwendet werden. Danach wird es schlecht und sollte nicht mehr verwendet werden und es beginnt noch stärker zu stinken. Evtl. kann die Gebrauchsfähigkeit verlängert werden, wenn die Brühe im Kühlschrank aufbewahrt wird, was ich allerdings aus hygenischen Gründen nicht befürworten würde 

 

 

Hier noch ein Link zu der Website von biozac.de

Dort finden sie:

Noch mehr Rezepte, sowie viele nützliche Infos mit Wirkungsspektrum der Pflanzen und Rezeptübersicht in Tabellenform. Allgemeines zur Herstellung von Kräuterbrühen, Jauchen und Spritzmitteln

Verwendbare Pflanzen von A-Z 

Nicht Pflanzliche Mittel 

Biologische Pflanzenschutzmittel 

Übersichtstabelle

Reinschauen lohnt sich !!

Wie eine gut sortierte Apotheke hält die Natur selbst in Kräutern, Gemüsepflanzen, Sträuchern und Bäumen probate Mittel für Pflanzenschutz und Düngung bereit. Allerdings müssen diese Mittel in Form von Jauchen, Brühen und Tees angesetzt und verfügbar gemacht werden. Hierzu sind einige Kenntnisse über die Pflanzen, ihre Inhaltsstoffe, deren Wirkungen und die Herstellung der Spritzmittel nötig.