Lebensphasen einer Rose

Wenn man den Wuchs der Rosen versteht ist das Schneiden viel einfacher

Beobachten sie ihre Rosen, um zu verstehen, wie sie wachsen, und was sie benötigen:

 

Die folgenden Praxisanleitungen, die wie ich finde sehr lehrreich und einfach zu verstehen sind, stammen aus dem Arbeitsblatt Schnittkurs 2010 von rosenwelten.de. Ich möchte sie hier einstellen, weil ich es auch nicht besser hätte erklären können

 

Den Wuchs der Rose verstehen - Lebensphasen einer Rose:

  • Junge ( einjährige ) Haupttriebe wachsen immer zunächst stark und aufrecht und tragen nur wenige Triebe an der Spitze
  • Zweijährige Triebe bekommen kurze Seitentriebe mit Blüten, werden dadurch schwerer und neigen sich ab. Auf ihren Scheitelpunkten entstehen neue aufrechte Jungtriebe u.s.w. u.s.w.
  • Je älter die Triebe werden, desto flacher stehen sie, desto schwächer wachsen sie, desto kleiner werden die Blüten. Blühen ist das letzte Stadium vorm Absterben! Ständiges Blühen geht nur durch ständiges Verjüngen.

Beobachten sie ihre Rosen, um zu verstehen, wie sie wachsen, was sie benötigen:

  • Nicht jede Rose wächst und blüht jedes Jahr gleich. Obwohl wir sie immer nach der gleichen Regel geschnitten haben, sie die gleiche Menge Dünger und bei Bedarf regelmäßig Wasser bekommen hat.

Die Eigenschaften der Rose muss man erkennen und verstehen.

  • Wie alt sind die Teile der Pflanze
  • Wann hatte sie gute Jahre mit starkem Zuwachs, wann schlechte mit wenig Zuwachs?
  • Wie hat sich die Rose an ihre Standortbedingungen angepaßt? Treibt sie ausreichend? Ist sie gesund? Haben die Blätter eine sattgrüne Farbe?
  • Bekommt sie genug Licht oder muss sie sich übermäßig danach strecken?
  • Kann sie sich von allein verjüngen oder droht sie zu verkahlen?
  • Stört Verkahlen im unteren Bereich unseren Anblick? Oder ist es hinzunehmen, da sie in einem gemischten Beet steht?
  • Ist sie durch Bruch oder falschen Schnitt zerstört oder hat  zuviel Schatten Gakelwuchs ergeben?
  • Braucht die Pflanze mehr Platz als ich ihr geben kann und muß verkleinert werden?
  • Treibt die pflanze noch starke Jungtriebe? Woher kommen sie?
  • Wie groß ist der Anteil an kurzem, stark verästeltem, nir noch kleinen Blüten bringendem Holz?

Ziel des richtigen Rosenschnittes soll sein:

Die Selbstverjüngung unterstützen:

  • Indem man mehr Licht an die Basis gelangen läßt. Dazu lichtet man die Mitte aus, verhindert Verdichtung und Überbauung in der Mitte, indem man keine nach innen wachsenden Triebe stehen läßt,
  • keine nach innen wachsenden Triebe entstehen läßt, indem man immer auf nach außen weisende Augen schneidet und evtl. zusätzlich,
  • indem man Zweige nach außen herunterziehtund am Boden fixiert (diese Flachstellung fördert zugleich den Blütenreichtum)
  • Von zu dicht stehenden Zweigen schneidet man jeweils den "schlechteren" weg. Bei diesem Auslichten schneidet man glatt, restlos, ohne ( Stummel )Huthaken zu hinterlassen, parallel zum Saftstrom weg.

Wie erzwingt man eine Selbstverjüngung?

  • indem man tief, das heißt: bis auf 3-5 Augen am vorjährigen Holz zurückschneidet.
  • Bei diesem Rückschnitt schneidet man immer ca 0,5 cm über einem nach außen weisenden Auge. Durch den Sicherheitszapfen bleibt es auf jeden Fall kräftig und bildet einen starken Neutrieb. Der wiederum ist nötig, damit die Schnittwunde schnell und gut verheilt. Die dafür nötigen Baustoffe produzieren nämlich die Blätter oberhalb der Wunde
  • In einem Astring sitzen "schlafende" Augen. Die kann man bei Bedarf zum Austrieb provozieren.

Weitere Ziele: BLATTGESUNDHEIT FÖRDERN

 

  • "Auslichten" fördert zugleich die Blattgesundheit, denn es sorgt für mehr Luftbewegung an den Blättern, wodurch sich Feuchtigkeit, die zurAusbreitung von Pilzkrankheiten nötig ist, nicht mehr lange genug auf der Blattoberfläche hält.

 

ZIEL: SCHÖNE BLÜTEN FÖRDERN

 

  • Ein starker Rückschnitt, der nur wenige Augen stehen läßt und dadurch lange, starke Triebe erzwingt, führt zu wenigen großen Blüten an der Spitze.
  • Ein geringer oder gar kein Rückschnitt führt zu zahlreicheren Knospen und "Wolken" von kleinen Blüten

 

Zum Abschluß

 

  • Sollte man immer einen Schritt zurücktreten, das Ergebnis kritisch betrachten. Es immer weiter verbessern, indem man die vorigen Schritte so lange wiederholt, bis man alle Ziele erreicht sieht.

 

Quelle: Arbeitsblatt Schnittkurs 2010 von rosenwelten.de - Das gesammte Arbeitsblatt können sie

unter Unsere Tipps/Ratschläge für Anfänger einsehen.


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Nach den einfachen Grundschnittregeln können alle Rosen geschnitten werden