Humusreicher  Gartenboden

und die Wirkung von Kompost

Was muss ich denn tun um einen humusreichen Boden zu bekommen?

Damit alle komplizierten Mechanismen im Boden funktionieren

ist ein Grundverständnis für die wichtigsten Maßnahmen unerlässlich.

Wer dann aber sein eigenes System gefunden hat,

das im eigenen Garten funktioniert,

dem danken es nicht nur die Rosen mit gutem Wachstum bei minimaler Pflege.

Clematis und Kletterrosen gesunde, pflegeleichte, robuste, reichblühende Sorten
Foto und Hintergrund: weiße Kletterrose Hella mit Clematis viticellas Etoile Violette und Prince Charles

Erwin Kuhn von den Rosenfreunden Schwarzwald sagt:

..."Sie können alle Anweisungen der üblichen Pflanzanleitungen akkurat beachten und trotzdem Misserfolge erleben, wenn die Erde, in die Sie pflanzen, nicht den Wünschen der Rose genügt.

Wissenschaftler behaupten, in einer Handvoll lebendiger Gartenerde leben mehr Organismen, als Menschen auf der Welt sind! Diese Organismen bereiten in ihrer bestens organisierten Zusammenarbeit die für die Pflanzen notwendigen Nährstoffe so auf, dass diese für die Pflanzenwurzeln aufnehmbar sind. Wie das im Einzelnen abläuft, müssen wir Hobbygärtner nicht wissen.

 Wir müssen aber alles unterlassen, was die Entwicklung vielfältigen Bodenlebens behindert

und alles tun, was das Bodenleben fördert.

Beachten müssen wir unbedingt, dass dies nur in einem luftigen, unverdichteten und von Schadstoffen unbelasteten Boden störungsfrei geschehen kann. Die Bodenorganismen benötigen ausreichend Sauerstoff für ihre „Arbeit“. Deshalb die ständige Empfehlung, nasse Beete besonders im Frühjahr nicht zu betreten, z. B. beim Rosenschnitt, um den Boden nicht zu verdichten..."

Quelle: Erwin Kuhn www.rosenfreunde-schwarzwald

Clematis viticella Prince Charles und Kletterrosen im Rosenparadies Loccum
Clematis viticella Prince Charles

Natürlich ist auch der Dünger wichtig

mehr dazu aber später...

allerdings ist ausreichen Dünger auch wichtig für den Humusgehalt im Boden

Die Rosen und Clematis sind Starkzehrer. Sie benötigen besondere Pflege und vor allem eine gesunde und reichhaltige  Ernährung.
Sie entziehen dem Boden viele Nährstoffe. Geschieht das über mehrere Jahre,ohne nachzudüngen würde der Boden mehr und mehr Nährstoffe verlieren, der Humusgehalt würde immer geringer und unsere Pflanzen könnten nur noch kümmerlich wachsen. Deshalb müssen wir dem Boden diese Stoffe in ausreichenden Mengen wieder zurückgeben.

 

Clematis und Kletterrosen der richtige Dünger für gesunde und reichblühende Pflanzen
Clematis Hybride Arctic Queen

 

Was ist eigentlich eine gute Gartenerde ?

Lernen von der Natur!

 

Wie dem Boden neue Nährstoffe zugeführt werden, macht die Natur den Gärtnern in ihren Laub- und Mischwäldern vor. Der Waldboden ist von Gräsern, Kräutern und niedrigem Unterholz bedeckt. Nirgends gibt es nackte Erde. Fallendes Laub, verwelkte Pflanzen und dürre Zweige bilden ständig eine lockere, langsam verrottende Bodenschicht.

 

Diese Walderde ist bester, duftender Humus. Er speichert das Regenwasser und füllt ständig die Nährsalzreserven des Bodens auf. Der Wald muss deshalb nie gedüngt werden.

Clematis Pink Fantasie mit blauer Campanula Clematis und Kletterrosen der richtige Dünger für gesunde und reichblühende Pflanzen
Clematis Pink Fantasie mit blauer Campanula

 

Wie düngt man auf natürliche Weise?

 

Humus in Form von verrottetem Mist oder Kompost wird zu Beginn der Vegetationszeit je nach Witterung von März bis April ausgebracht:

 

Wichtig: Eine zu kräftige Humusgabe kann wie eine hohe mineralische Düngung auch zu einer Überdüngung führen.

Um die Humusgaben im richtigen Maß verteilen zu können, sollte alle 3 bis 5 Jahre mittels Bodenprobe der vorhandene Nährstoff- und Humusgehalt geklärt werden.

 

Unter den organischen Düngemitteln liefern Kompost, Stallmist oder Kleintiermist die meisten Nährstoffe: Gründüngungspflanzen und Ernterückstände müssen von den Bodenorganismen zuerst abgebaut und in verfügbare Nährstoffe umgewandelt werden. Da dieser Prozess nur allmählich abläuft, können freiwerdende Nährstoffe von den wachsenden Pflanzen aufgenommen werden, die Auswaschungsgefahr bleibt gering.

gesunde und reichblühende Clematis viticella Princ Charles u. Etoile Violette Clematis und Kletterrosen der richtige Dünger für gesunde und reichblühende Pflanzen
Clematis viticella Prince Charles u. Etoile Violette

Welche Aufgaben übernehmen die Bodenlebewesen?

 

Auch im Garten sollte die oberste Schicht (20-30 cm) humushaltig bis humusreich sein. Das erreicht man am besten durch natürliche Düngung mit Kompost oder anderen organischen Düngemitteln (z.B.Hornspäne, Mist, Guano, getrockneter Rinderdung, Rindenhumus). Aus diesen organischen Düngemitteln werden die Mineralstoffe erst auf dem Umweg über die Bodenlebewesen freigesetzt.

 

In humusreicher Erde sind Regenwürmer und zahlreiche andere Bodentiere ständig damit beschäftigt, den Boden zu durchgraben, Pflanzen- und Tierreste in tiefere Schichten zu ziehen, um sie zu verzehren. Die Ausscheidun-gen dieser Bodentiere werden dann von mikroskopisch kleinen Tierchen, von Pilzen und Bakterien aufgenommen und in Kohlendioxid, Wasser und wasserlösliche Mineralsalze abgebaut. Manche Bodenbakterien binden sogar den Stickstoff der Luft und stellen ihn den Pflanzen zur Verfügung.

 

Auf diese Weise werden laufend genügend Mineralsalze und Spurenelemente im Boden gebildet, so dass die Pflanzen kräftig und gesund wachsen können.

Empfehlenswerte Dünger und Bodenverbesserer finden sie auf der nächsten Seite:

gesunde und reichblühende Clematis viticella Prince Charles u. Etoile Violette
gesunde und reichblühende Clematis viticella Prince Charles u. Etoile Violette

Das sollten man immer bedenken:

 Ein humusreicher Gartenboden ist die wichtigste Grundlage für einen lebendigen und wuchsfreudigen Garten:

 Humusreiche Böden

 sind besser durchlüftet, erwärmen sich schneller und sind leichter zu bearbeiten.

Der Humusgehalt beeinflusst in allen Böden den Nährstoffgehalt,

die Struktur und die Aktivität der Bodenlebewesen

und somit auch die Gesundheit und Wuchsfreudigkeit ihrer Pflanzen

Clematis Hybride Piilu gesunde und reichblühende Clematis  und Kletterrosen der richtige Dünger für gesunde Pflanzen
Clematis Hybride Piilu

Die Wirkung von Kompost

 Da Kompost aus organischen Stoffen entstanden ist, enthält er alle Nährstoffe die Pflanzen fürs Wachstum brauchen. Dies sind die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und Kalk (CaO) sowie alle Spurennährstoffe.

Vorteile der Kompostanwendung:

  1. Kompost speichert Pflanzennährstoffe
    Humus bindet die Pflanzennährstoffe, so dass sie nicht über Regenwasser ausgewaschen werden können. Die Pflanzen können jedoch diese Nährstoffe lösen und aufnehmen.

  2. Kompost speichert Regenwasser

    Das 2-3fache seines eigenen Gewichtes speichert der Kompost im Bodenhumus an Regenwasser. So wird die Pflanzen auch in Zeiten ohne Niederschläge versorgt.

  3. Kompost lockert den Boden auf
    Der lockere Boden wird gut durchlüftet, was für das Bodenleben wichtig ist. Pflanzenwurzeln können leicht eindringen. Niederschlagswasser sickert in den Boden und läuft nicht auf der Oberfläche ab.

  4. Kompost hebt und erhält den pH-Wert des Bodens
    Kompost aus Haus- und Gartenabfällen hat einen neutralen pH-Wert. Somit schützt er den Boden vor Versauerung durch Düngung und Niederschläge („saurer Regen“). In sauren Böden (niedriger pH-Wert) werden Nährstoffe nicht gebunden, gelangen mit dem Regenwasser ins Grundwasser und die oberste Bodenschicht wird nährstoffarm. Die meisten Pflanzen –abgesehen von Moorbeetpflanzen- benötigen einen neutralen pH-Wert.

  5. Kompost erhöht die Bodentemperatur
    In gut humusversorgten Böden setzt das reiche Bodenleben Energie frei und hebt die Bodentemperatur an. Dies wirkt sich positiv auf Pflanze und Tier aus. Hinzu kommt, dass sich dunkelfarbiger, humusreicher Boden rascher erwärmt.

  6. Kompost fördert die Pflanzengesundheit
    Im humusreichen Boden fühlen sich Pilze und Bakterien wohl, die sich gegenüber Krankheitserregern durchsetzen.Kompost kann die Schadorganismen nie komplett unterdrücken bei der Wirkung geht es darum, den Krankheitsdruck zu reduzieren. Als Folge davon werden Pflanzen, wo Kompost angewendet wurde, bei hohem Krankheitsdruck weniger stark befallen als jene ohne Kompost.

Die Wirkung von Kompost auf die Pflanzengesundheit

 Kompost beeinflusst die Pflanzengesundheit sowohl direkt…

  1. die Mikroorganismen, die in einem fachgerecht hergestellten Kompost enthalten sind, können Pflanzen gegen Krankheiten schützen;
  2. gewisse Mikroorganismen im Kompost, auch Antagonisten genannt, haben die Fähigkeit Krankheitserreger direkt anzugreifen und den Angriff auf die Pflanzen zu verhindern;
  3. während andere Mikroorganismen die natürliche Pflanzenabwehr gezielt stimulieren können (die sogenannte induzierte Resistenz).

wie auch über eine indirekte Wirkung

  1. der Gehalt an Spurenelementen in ausgeglichener Menge zusätzlich zu den Hauptnährstoffen;
  2. die lockerere Bodenstruktur, welche es den Pflanzen erlaubt, ihr Wurzelsystem besser und weiter zu entwickeln;
  3. durch eine bessere Wasserrückhaltekapazität : So wird der Stress der Pflanzen bei grossen Niederschlägen und bei Trockenheit reduziert ;
  4. durch die Stimulierung der biologischen Aktivität im Boden, sowohl auf der Ebene der Makrofauna (z.B. Regenwürmer) wie auch die Mikroorganismen.

Kompost und Blattkrankheiten:

Wenn ein Qualitätskompost dem Boden beigemischt wird, kann er die Pflanzen nicht nur gegen bodenbürtige Krankheiten schützen, sondern er stimuliert auch die Immunabwehr der ganzen Pflanze.
Dank dieser induzierten Resistenz, die durch die Kompostmikroorganismen ausgelöst wurde, sind die Pflanzen gesünder und widerstandsfähiger. Sogar im Fall von Krankheitserregern, welche die Blätter befallen und also nicht mit dem Kompost in Kontakt sind, kann Kompost den Befall und die Stärke des Krankheitsverlaufs reduzieren.

 

Kompost und Kulturerden:

Die Torfsubstrate sind mikrobiell inaktiv und daher sehr anfällig auf Krankheitserreger, welche große Schäden verursachen können, sowohl bei der Jungpflanzenanzucht wie auch beim Gemüsebauern. Ein Qualitätskompost kann die Saaterde mikrobiell puffern und damit die Entwicklung der Schadorganismen behindern. Damit kann auf den Einsatz von Fungiziden gegen Auflaufkrankheiten verzichtet werden.

Quelle: www.kompost.ch/anlagen/xmedia/Wirkung_Kompost_Pflanzengesundheit

Tipp: „Kaffeesatz ist gut für Rosen“ Der Kaffeesatz trägt zur Humusbildung und Bodenbelüftung unter den Rosen bei, denn Regenwürmer, die sehr wichtig für die natürliche Bodenbelüftung sind, werden vom Kaffeesatz magisch angezogen!

 

Kaffeesatz hat auch eine düngende Wirkung, er enthält Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Allerdings sollte der Kaffeesatz vorm Ausbringen getrocknet sein,(ich stelle ihn unter mehrmaligen Wenden ein paar Stunden in die Sonne) da sonst die gefahr von Schimmelbildung besteht.

 

Nicht anwenden bei niedrigem PH WERT, da der Kaffeesatz den PH Wert senkt !! Daher freuen sich über diesen Dünger besonders Rhododendren, Azaleen und blaue Hortensien.

 

Auch Teebeutel oder Satz ist für die Rosen ein Leckerbissen, sie profitieren von der enthaltenen Gerbsäure, wenn Teeblätter unter den Mulch gemischt werden.

Erhalten Rosen Tee als Gießwasser, stärkt dies ihre Vitalität und lässt die Blätter glänzen. Tee wirkt allerdings ebenfalls PH WERT senkend

Ein Tee aus Brennnesseln vertreibt Blattläuse, wenn er ca. 12 Stunden ziehen konnte.

Kamillentee für die Befeuchtung der Aussaat, fördert die Keimung und hemmt Pilzinfektionen.

 

Eierschalen:
Zerstoßene Eierschalen sind äußerst kalkhaltig. Sie dienen daher der Erhöhung des pH-Wertes der Pflanzerde. Als Beigabe zum Kaffee- oder Teesatz neutralisieren Eierschalen deren säuernde Wirkung.

C. viticella Etoile Violette und viticella Prince Charles im Rosengarten Loccum gesunde, reichblühende, robuste Kletterrosen und Clematis
C. viticella Etoile Violette und viticella Prince Charles

hier noch ein interessantes PDF Dokument für weitere Infos:

Download
Die heilende Wirkung von Kompost
Die positiven Eigenschaften von Kompost als organischer Dünger, Bodenverbesserer und Erosionsverminderer sind den Anwendern gut bekannt. Doch dass Kompost auch die Gesundheit von Pflanzen nachweislich verbessern kann, ist bislang kaum in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Dr. Jacques G. Fuchs vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick stellt die wichtigsten Fakten über die Suppressivität von Kompost zusammen.
die heilende Wirkung von kompost.pdf
Adobe Acrobat Dokument 405.9 KB

Auf der nächsten Seite lesen sie:

Rosen richtig düngen.

Gibt es Idealwerte ?

oder lesen sie weiter bei den Themen über Mykorrhiza und Effektiven Mikroorganismen