Pflanzen Steckbriefe Stauden

ausführliche Beschreibung und  Verwendungsmöglichkeiten


Unsere  Auswahl an Stauden nach dem Motto:  Schön fürs Auge und gut für Insekten

Rosenwaldmeister

Pflanzen-Steckbrief:

Lebensbereich: Staudenbeet, Steingarten, Gehölzrand

Wuchshöhe: bis 20 cm

Blütezeit: Juni, Juli, August

Blütenfarbe: rot, rosa

Standort (Licht): sonnig, halbschattig

Standort (Boden): normal, feucht

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

Der Rosenwaldmeister ist eine aus Kleinasien stammende flache stark wachsende Polsterstaude mit aromatisch duftenden rosa Blütenbüschel. Die Blüten sind am Ende der Triebe in einem dichten, halbkugeligen Blütenstand zusammengefasst.

Rosenwaldmeister

Phuopsis stylosa

Rosenwaldmeister (
Rosenwaldmeister (

 

Die Staude ist ein guter, sich rasch ausbreitender Bodendecker und voll winterhart, recht wüchsig, aber leider immer seltener in Privatgärten anzutreffen. Der Rosenwaldmeister sieht dem bekannten Waldmeister (Galium odoratum) recht ähnlich und ist auch mit ihm verwandt, beide gehören zur Familie der Rötegewächse

(Rubiaceae).

 

Der Rosenwaldmeister eignet sich besonders für naturnahe Gartenanlagen, Bauerngärten, Steingärten, für sonnige Rabatten, Duftgärten, zur Mauer- und Hangbegrünung, als Bodendecker, für Baumscheiben und als Vorpflanzung von Gehölzen.

Bienenweide !!

Sehr schön auch an Wegränder zusammen mit Polsterphlox, Seifenkraut, Leimkraut, Glockenblumen, usw.. Ist auch für die Haltung in Pflanzgefäßen gut geeignet.

 

Der Rosenwaldmeister benötigt einen gut durchlässigen, sandig, humosen Boden (ist aber anpassungsfähig) in sonnige bis halbschattige Lage. Er kommt mit Trockenheit zurecht und ist auch sonst recht anspruchslos. Tiefer Schatten wird nicht vertragen.

 

 

Von Juni bis August erstrahlen die auffälligen Blütenkugeln in einem klaren rosa, die besonders nach Niederschlägen einen würzig-süßen Duft verströmen.

 

Nach der Blüte sollte man die Pflanzen zurück schneiden um die kompakte Form zu erhalten. der Rosenwaldmeister kann im Frühjahr durch Samen, Teilung oder Stecklinge vermehrt werden.



Rote Schafgarbe

Pflanzen-Steckbrief:

Lebensbereich: Staudenbeet

Wuchshöhe: 40 bis 70 cm

Blütezeit: Juni, Juli, August

Blütenfarbe: rot

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken, normal

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

 

 

Der botanische Name Achillea ist auf Achilles zurückzuführen, der der Legende nach seine Wunden mit der Heilpflanze versorgte.

Die Schafgarbe ist nicht nur als Schmuckstaude von Interesse, sondern ist auch eine bekannte Heilpflanze, die in vielen Kräuterteemischungen enthalten ist. Wirkt beruhigend, entkrampfend, keimhemmend.

Rote Schafgarbe

Achillea millefolium 'Kirschkoenigin'

Rote Schafgarbe ( Achillea millefolium 'Kirschkoenigin' )
Rote Schafgarbe ( Achillea millefolium 'Kirschkoenigin' )

Es gibt unzählige Farbvarianten der heimischen, normalerweise weiss blühenden Schafgarbe. Rosa angehauchte Exemplare findet man auch in der Natur häufig. Die Sorte Kirschkönigin kann in der Aussaat ganz unterschiedliche Rottöne hervorbringen, so wie auf dem Foto zu sehen. Die rote Schafgarbe hat die gleiche medizinische Anwendung wie die normale Schafgarbe.

Früher nutzten die Soldaten sie zur Behandlung von Wunden, weshalb sie auch Soldatenkraut genannt wird.
Schafe mögen die Blüten, wissen also auch um ihre Gabe gesund zu machen. Daher stammt auch ihr Name

Das Wort Garbe leitet sich von dem Wort Garwe ab, was soviel heisst, wie gesundmachen.

In der freien Natur wächst sie auf den Lichtungen von Wäldern, sowie an sonnigen Hängen. Sie ist sehr langlebig. Geerntet wird die Schafgarbe von Juni bis September. Blütezeit ist von Juni bis November. Das regelmäßige abschneiden der Dolden verlängert die Blütezeit.

Bei allen sorten der Schafgarben

bilden sich zahlreiche, winzige Einzelblüten die markanten Scheindolden, die sich im Juni bilden und bei vielen Sorten sogar bis in den September hinein Farbe zeigen. Dabei verströmen sie überwiegend einen aromatischen Duft, der Bienen und andere Insekten magisch anzieht.

 

Die Schafgarbe stellt keine hohen Ansprüche an ihren Standort, ideal ist aber für alle Arten ein sonniger Standort in den Lebensbereichen Beet und Freifläche und ein durchlässiger, aber nährstoffreicher Boden.



 

Silber- Immortelle / Perlkörbchen

Pflanzen-Steckbrief:

Lebensbereich: Staudenbeet, Steingarten

Wuchshöhe: 20 bis 40 cm, 40 bis 70 cm

Blütezeit: Juli, August, September

Blütenfarbe: weiß

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken

Frosthärte: frosthart (kein

Winterschutz nötig)

 

 

Perlkörbchen als Unterpflanzung zu Rosen
Perlkörbchen als Unterpflanzung zu Rosen

 

Die Silber-Immortelle ist bestens geeignet zur Bepflanzung trockener, sonniger Plätze und breitet sich am zusagenden Standort rasch aus. Die weissen Blüten erinnern mit ihren trockenhäutigen Hüllblättern an Strohblumen und eignen sich sehr gut für die Trockenblumenbinderei.

Silber- Immortelle od. Perlkörbchen

Anaphalis margaritacea

Silber-Immortelle ( Anaphalis margaritacea )
Silber-Immortelle ( Anaphalis margaritacea )

Perlkörbchen sind ideale Pflanzpartner für den mediterranen Garten, aber auch inTöpfen, Kübeln und Kästen eine Freude. Durch das silbrige Laub ist die Immortelle auch außerhalb der Blüte ein erfreulicher Anblick. Diese alte Bauerngarten-pflanze wurde früher, und besonders in ihrer Heimat Nordamerika, als Tee gegen Erkältung und Husten und als Umschlag bei Verbrennungen und manchen Hauterkrankungen eingesetzt.

auch ohne Blüten eine schöne Pflanze...
auch ohne Blüten eine schöne Pflanze...

Perlkörbchen gelten als gut verträgliche Pflanzen. Besonders schön sieht z.B. eine Kontrastbepflanzung neben Stauden, Fetthenne, Lavendel oder auch unter Rosen aus.

 

Diese unkomplizierte, attraktive Pflanze liebt nicht zu nährstoffreiche Standorte in vollsonniger Lage. Weißfilzige Blätter und lockere, silbrig-weiße Blütendolden sind kennzeichnend für diese spät und lang blühende, horstig wachsende Staude. Sie eignet sich hervorragend als Einfassungs- und Schnittstaude oder zur Verwendung im Steingarten und sonnenheißen Freiflächen.

Das Laub der Silber-Immortelle
Das Laub der Silber-Immortelle

Robust, mehrjährig und winterhart, es eignet sich für trockene, sonnige Lagen mit durchlässiger, kalkhaltiger Erde, wächst aber auch an allen anderen Standorten zufrieden stellend.

Je besser der Boden, desto größer werden die Pflanzen. Wobei die Pflanze auch gelegentliche Trockenperioden gut übersteht.

 

Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich. Allerdings mag das Perlkörbchen nach der Blüte (ab circa September/Oktober) auch eine gehaltvolle Kompostgabe.

Im zeitigen Frühjahr (Februar/März) sollten Sie das Perlkörbchen großzügig zurückschneiden, da so ein neues Austreiben gefördert wird bzw. erst möglich ist.

 



Steingarten-Leinkraut

Pflanzen-Steckbrief:

Lebensbereich: Steingarten, Mediterraner Garten, Raritäten

Wuchshöhe: 20 bis 40 cm

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Blütenfarbe: violett, gelb, rot

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

 

die nadelähnlichen Blätter sehen auch ohne Blüten nach was aus
die nadelähnlichen Blätter sehen auch ohne Blüten nach was aus

Linaria aeruginea ist eine kleinwüchsige Leinkrautart, die sich hervorragend für den Steingarten eignet.

Das Leinkraut gehört zur Familie der Rachenblütler und ist nicht, wie der Name vermuten lässt, mit dem Lein (Flachs) verwandt. Es weist lediglich einen ähnlichen Wuchs und ähnliche Blätter auf.

Steingarten-Leinkraut

Linaria aeruginea

Steingarten-Leinkraut ( Linaria aeruginea
Steingarten-Leinkraut ( Linaria aeruginea

Innerhalb der Pflanzenfamilie der Rachenblütler gibt es mehrere Arten mit gespornten Blüten. Beim Leinkraut ist dieser sehr deutlich ausgebildet. Die Unterlippe der 2-lippigen Blüte ist orangefarben, oder cremegelb und mit Härchen besetzt. Fest presst sie sich an die Oberlippe, lässt also nicht jedes Insekt einfach so an den tief im Sporn liegenden Nektar heran. Nur mit Kraft vermögen größere Insekten wie Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge an die begehrte Speise zu gelangen (Kraftblume).

 

Das Leinkraut gedeiht aber auch im Staudenbeet, wenn der Boden ausreichend durchlässig ist. Hier kann man es mit seinem luftig-schlanken Wuchs gut mit anderen Stauden zusammen als Unterpflanzung verwenden.

Bei dieser Sorte ist die Blütenfarbe variabel - Oberlippe meist cremegelb, Unterlippe in verschiedenen Rot- und Violettönen.

Dies Leinkraut eignet sich für trockene und sandige Lagen ganz vorzüglich.
Wuchs: kleine Büschchen mit nadelähnlichen blaugrünen Blättchen
die Blätter sind bläulich grün und schmal. Leinkraut hat einen sehr
geringen Nähstoffbedarf. Es liebt karge Böden die durchlässig und leicht sind. Daher gedeiht es auch gut an Gehölzrändern und unter Sträuchern. So können auch diese Gebiete des Gartens bunt belebt werden. Die lange Blütezeit von Juni bis September ist natürlich ebenfalls ein großer Vorteil.

Diese Pflanze kann nicht durch Teilung vermehrt werden. Jeglichen Rückschnitt nimmt sie sehr übel und treibt nicht wieder aus. Nur durch eine Aussaat kann Nachwuchs erzeugt werden. Lediglich die alten Blütenstände und vertrockneten Triebe können im Herbst oder Frühjahr zurückgeschnitten werden.



Weißer Muskateller-Salbei

Pflanzen-Steckbrief:

Lebensbereich: Staudenbeet, Kräuter, Gewürze, Heilkäuter, Mediterraner Garten

Wuchshöhe: 40 bis 70 cm, 70 bis 100 cm

Blütezeit: Juni, Juli

Blütenfarbe: weiß

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): normal

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

 

 

Vom Muskateller-Salbei gibt es einige rein weiße Samensorten, so z.B. auch die Sorte 'Vatican White'. Letzlich sind sie aber alle gleichwertig und sollten als Varietät alba geführt werden. Kennzeichnend sind die weißen Hochblätter und Blüten, die beim normalen Muskateller-Salbei meist hellviolett gefärbt sind.

Weisser Muskateller Salbei

Salvia sclarea var. alba

Weißer Muskateller-Salbei   ( Salvia sclarea var. alba )
Weißer Muskateller-Salbei ( Salvia sclarea var. alba )

Der Name sagt es: Auszüge dieses Salbeis wurden früher zur Aromatisierung von Wein (Muskateller) eingesetzt. Auch heute noch wird er in einigen Gegenden Frankreichs feldmäßig angebaut. Heute verwendet man die ätherischen Öle zur Aromatisierung von Wermutweinen, sowie in der Kosmetik- und Parfümindustrie.

Abgesehen von seinem praktischen Nutzen handelt es sich um eine herrliche Zierpflanze... zierend sind die kräftig leuchtend weißen Blüten sie besitzen eine lippenförmige Form, jedoch fallen sie besonders auf, da diese in großer Zahl aufzufinden sind und so groß und buschig wirken.

 

Wenn Sie den Muskateller-Salbei im Sommer oder Herbst pflanzen, werden sie nächstes Jahr überreich blühende Pflanzen bekommen. An einem sonnigen und trockenem Standort kommt es leicht zur Selbstaussaat.

Auch Salvia sclarea var.alba stammt aus dem Mittelmeerraum. Die Blütenpflanzen werden bis zu 1 m hoch und sind in allen ihren grünen Teilen filzig behaart. 
Zunächst bilden die Pflanzen im Frühjahr schöne Blattrosetten stark strukturierter (runzeliger ) Blätter. Die Blütenstände treiben im Juni/Juli (Frühsommer) und bilden imposante verzweigte Scheinähren.
Zur Pflege ist nichts Außergewöhnliches zu sagen. Wenn man die Sämlinge nicht verpflanzt, dann bildet dieser Kräutersalbei tiefe Pfahlwurzeln und braucht deshalb kaum Dünger oder extra Wässerung.



Zwerglöwenmäulchen

Pflanzen-Steckbrief:

Lebensbereich: Steingarten, Mediterraner Garten, Raritäten

Wuchshöhe: bis 20 cm

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Blütenfarbe: blau, violett

Standort (Licht): sonnig

Standort (Boden): trocken

Frosthärte: frosthart (kein Winterschutz nötig)

 

 

Das Chaenorhinum origanifolium ist umgangssprachlich als Zwerg-Löwenmäulchen oder Garten-Klaffmäulchen bekannt.

Zwerglöwenmäulchen

Chaenorhinum origanifolium

Zwerglöwenmäulchen ( Chaenorhinum origanifolium )
Zwerglöwenmäulchen ( Chaenorhinum origanifolium )

Das Zwerglöwenmäulchen eignet sich für den Steingarten oder das Trockenbeet, kommt aber auch mit „normaler“ Beeterde gut zurecht, solange sich darin kein Wasser anstaut.

Ideal ist ein gut durchlässiger Boden, mit etwas Lehm, Sand und/oder feinem Kies. Am besten gedeiht es am vollsonnigen Standort.

Die ersten Wochen nach dem Setzen sollte regelmäßig gegossen werden. Gut angewachsene Pflanzen vertragen kurze Trockenperioden.


Das Zwerglöwenmäulchen ist eine niederliegende Steingartenpflanzen, die bis zu 35 cm lange Triebe ausbildet. Schon im ersten Jahr nach der Aussaat kann man eine überreiche Blüte erwarten. Die 1-2 cm langen blauvioletten Blüten besitzen einen gelben Gaumenfleck, was einen hübschen Kontrast ergibt. Lässt sich auch als Unterpflanzung in Gefäßen auf Balkon und Terrasse verwenden.

Chaenorhinum origanifolium ist an das Überleben im nährstoffarmen Boden angepasst, das Düngen ist nicht nötig. Etwas Dünger schadet aber auch nicht, es blüht dann sogar noch üppiger

Die Vermehrung kann durch Samen, Teilung und Stecklinge erfolgen. Sät sich aber auch selbst aus.

 



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