Rosensorten  -   Rosenklassen

Wissenswertes und Interessantes rund um die Rose


Vorwort die Einteilung der Rosensorten:

 

Seit den Anfängen der Rosenzüchtung im 18. Jahrhundert bis heute sind weltweit über 30.000 Rosensorten entstanden. Sie werden verschiedenen Gruppen zugeordnet, die sich in Wuchs- und Blüh-verhalten sowie den Pflegeansprüchen (vor allem Schnitt) unterscheiden.

 

Die intensive Züchtungsarbeit der letzten Jahrzehnte, mit der zahlreiche Züchter Sorten der verschiedensten Gruppen untereinander kreuzten und so die Gruppen derart ineinanderfließen oder sich überlappen, führte dazu, daß auch die Rosenexperten keine exakte Trennung mehr durchführen können. So manche Rose wird deshalb von dem einen in diese und von einem anderen in eine andere Klasse gesteckt.

 

Es gibt bisher keine international bindende Vorschrift über die Klassifizierung und demzufolge sind in verschiedenen Ländern unterschiedliche Einteilungen üblich.

 

Ganz grob sind sich alle einig, die Rosen in "Wildrosen" und "Gartenrosen" d. h. Kultur-Rosen (Edelrosen) aufzuteilen.

In Deutschland richtet man sich in etwa nach der Klassifizierung des Weltverbandes der Rosengesellschaften.
Zeitlich unterscheidet man neben den Wildrosen: "Alte Rosen" (auch "Antike oder Historische Rosen") und "Moderne Rosen", die jeweils viele Untergruppen bilden.

 

Wildrosen

In der großen Gruppe der Wildrosen fassen Gärtner alle botanischen Rosenarten zusammen, also die Rosen sich ohne Eingriff des Menschen entwickelt haben. Üblicherweise sind Wildrosen genetisch sehr variabel und kreuzen sich auch artübergreifend. Deshalb gibt es viele Unterarten, Varietäten und Formen. Viele Wildrosen werden in Gärten und Parks kultiviert und sind Ausgangspunkt für die Züchtung von Gartenrosen.

Gartenrosen

 

Die Gartenrosen unterteilt man in zwei große Gruppen: Alte Rosen (auch „historische Rosen“ genannt) sind Rosenklassen, die vor 1867 kultiviert wurden. Moderne Rosen sind Rosenklassen, die seit Einführung der Teehybriden ab 1867 entstanden sind.


Stacheldrahtrose Omeiensis Pteracantha
Stacheldrahtrose Omeiensis Pteracantha
Chinarose Old Blush ( 1789 in Europa eingeführt)
Chinarose Old Blush ( 1789 in Europa eingeführt)


Moderne Rosen:

Nicht als „alte“ Rosen gelten:

 

Teehybriden (seit 1867)

Floribundarosen

Grandiflora-Rosen

Polyantha Rosen

Rosa-Moschata-Hybriden,

Rosa-Rubiginosa-Hybriden (1894)

Rosa-Rugosa-Hybriden

Rosa-Multiflora-Hybriden

Rosa-Wichuraiana-Hybriden

Rosa-Kordesii-Hybriden

moderne Strauchrosen

Einteilung moderner Rosen

Zu den modernen Rosen gehören die Sorten, die nach 1867 kultiviert wurden

Bodendecker-Rosen

Englische Rosen

Moschus-Rosen

Floribundarosen

Kletterrosen

Rambler-Rosen

Polyantha-Rosen

Teehybriden

Miniatur- oder Zwergrosen

und neu seit ein paar Jahren die

Persica-Hybriden

Einteilung nach Wuchsform

Im Handel werden Rosen gern nach ihrer Wuchsform oder Verwendungs-möglichkeit eingeteilt. 

Edelrosen (60-100cm)

Beetrosen (60-100cm

Kleinstrauchrosen (50-120cm)

Strauchrosen (bis250 cm)

Kletterrosen (bis über 10m)

Zwergrosen (30-50cm)

Bodendeckerrosen

Mit diesen Begriffen können die meisten mehr anfangen, als mit der Unterteilung nach alten und modernen Rosen.


Mehr zu der Einteilung der modernen Rosen auf der nächsten Seite


Die alten Rosen werden in 2 Gruppen unterteilt

Albarose Blush Hip Alte Rose europäischer Herkunft
Albarose Blush Hip Alte Rose europäischer Herkunft

 

Alte Rosen

europäischer Herkunft

 

Hier finden sich nur einmalblühende Rosen.

 

  • Gallicarosen
  • Albarosen (vor 1800)
  • Damaszenerrosen
  • Zentifolienrosen
  • Moosrosen
Blush Noisette
Blush Noisette

 

 

Alte Rosen

mit Einfluss der Chinarosen

 

Diese Rosen besitzen bereits die Eigenschaft im Spätsommer/Frühherbst noch ein zweites Mal zu blühen (Nachblüte).

  • Noisetterosen ( 1817)
  • Bourbonrosen
  • Portlandrosen (1817)
  • Teerosen (1833)
  • Boursaultrosen (1792 oder 1812)
  • Rosa foetida Hybriden (1837)
  • Remontantrosen (1837)
  • Bibernellrose einschließlich der Hybriden von Kordes (1932)
  • Chinarosen (vor 1819)

Mehr als 12 Millionen Jahre blühen und duften die Rosen auf der Erde, und es gibt eine enorme Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als „Alte Rosen“ bezeichnet man solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Entstehungsjahr von

‘La France‘, der ersten Teehybride.

 

Viele der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, denn seitdem, immer wieder neue, moderne Rosen gezüchtet wurden, die immer dauerhafter und leuchtender blühen sollten, wurden viele dieser alten Sorten „zu Tode gekreuzt“. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts erinnerten sich die Gärtner ihrer und sie suchten und fanden vergessene und fast ausgestorbene Alte Rosen in Hecken, Friedhöfen, Alten Ruinen oder Bauerngärten.

 

Die echten Rosenliebhaber erkannten die wahren Qualitäten dieser Sorten. Denn die historischen Rosen sind oft widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne, sie haben einen viel intensiveren Duft und ein großes Spektrum an Blütenfarben und -formen. Viele alte Sorten blühen zwar nur einige Wochen im Jahr, dafür aber um so verschwenderischer.

 

Also wie schon gesagt: Alle Rosenklassen die vor dem Jahr 1867 bereits bestanden haben werden als Alte Rosen bezeichnet, selbst wenn einzelne Sorten erst später entstanden; wichtig ist nur, dass die Merkmale der Klasse klar ausgeprägt sind. Es wurden auch nach 1867 „alte Rosen“ neu gezüchtet, diese durch Kreuzung bereits vorhandener „alter Rosen“.

Diese Einordnung ist von verschiedenen offiziellen Einrichtungen festgelegt und international anerkannt worden. Entscheidend für die Einordnung ist jedoch nicht das Züchtungsjahr einer Sorte, sondern die "Rosenklasse", welcher die Sorte angehört. Wenn heute eine neue Sorte aus Historischen Rosen gezüchtet wird, ist diese auch den Historische Rosen als Klasse zuzuordnen, wenn sie die Merkmale dieser Klasse erfüllt.

Das trifft zu u.a. auf die von dem Hobby-Rosen-Züchter-Rolf Sievers 1979 gezüchteten Albarosen-Hybriden Summer Blush und Morning Blush

Die „alten Rosen“ waren bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bis auf wenige Ausnahmen nur einmal blühend Erst im laufe des 19. Jahrhunderts entstanden mit den Teerosen, den Bourbon-Rosen, den Noisette-Rosen, den Portland-Rosen und den Remontant-Rosen neue Rosenklassen die in der Regel eine zweite Blüte im Spätsommer zeigen.

 

Mit dem Nostalgie-Trend der letzten Jahre nähern sich die neuesten Sorten den „alten Rosen“ wieder an. Die Rosenzüchter achten bei ihrer Arbeit vermehrt darauf, die Sortenmerkmale „alter“ Rosen wie Duft, Blütenform, Blührhythmus, Farbpalette, Wuchsform mit positiven Eigenschaften „moderner“ Rosen zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen hier die Resistenz gegenüber Rosenkrankheiten, die Erweiterung des Farbspektrums, sowie eine längere Blühperiode. „Romantische“ Rosensorten wie Englische Rosen wurden aus diesen Überlegungen heraus gezüchtet

 

David Austin sagt:

"....Die Kluft zwischen diesen beiden Arten von Rosen ist beachtlich. Deshalb gibt es heute unter denen die Rosen kultivieren, zwei Lager - die einen bevorzugen die alten Rosen, die anderen die modernen Rosen. Das ist sehr schade, denn im Garten ist Platz für viele Rosen...."

 

Folgende Sorteneigenschaften sind charakteristisch für „alte“ historische Rosensorten:

  • der Duft: alte Rosen überzeugen durch ihre stark ausgeprägten Dufteigenschaften
  • Blütenform: breite, flache, schalenförmige, meist dicht gefüllte Blüten;
  • die meisten haben einen reichen Hagebuttenansatz.
  • es gibt Arten mit interessanten Bestachelungen und Knospenformen( z.B. Moosrosen )
  • der Wuchs: alte Rosensorten wachsen zu stattlichen Sträuchern;

  • der Blührhythmus: historische Sorten sind in der Regel einmalblühend;

  • die Farbpalette: alte Rosen zeigen pastellfarbene, weiße, rosa-rote bis zu purpurrote Blüten;

  • sie besitzen überwiegend eine gute Frosthärte. ( Rosen der ersten Gruppe )

  • Sie wachsen auf ihrer eigenen Wurzel, daher müssen sie nicht veredelt werden.

  • Sie wachsen meist Strauchartig

  • Die meisten sind resistend gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau und Sternrußtau (Rosen der 1.Gruppe)

Mit einem Klick auf die Fotos sehen sie die Namen der Rosen


Nachfolgend finden sie eine kurze Beschreibung der Alten Rosensorten

Die Meisten der derzeit im Handel befindlichen historischen Rosen wurde im 18. und 19. Jahrhundert intensiv züchterisch bearbeitet, obwohl ihr Ursprung meistens noch viel früher einzuordnen ist. Sie sind in der Regel aus Kreuzungen verschiedener Rosenarten hervorgegangen.

 

Historische Rosen Sorten lassen sich wie oben schon beschrieben

in diese 2 Gruppen einteilen:

 

1.   Historische Rosen, deren Ursprung in Europa liegt.

 

Alba-Rosen 

Die Geschichte der Familie Rosa alba reicht weit in die Vergangenheit zurück. So war sie bereits den alten Griechen und Römern bekannt und wurde von Ihnen auch kultiviert. Mit den Römern kam die Rosa alba auch nach Mitteleuropa und wurde hier heimisch.

 

Alba-Rosen sind weiß bis rosa. Die an Büscheln stehenden, mittelgrossen Blüten sind leicht bis stark gefüllt und duften alle ausnahmslos. Die Blütezeit liegt je nach Lage zwischen Anfang Juni und Ende Juli.

 

Albarosen sind sehr winterhart und langlebig. Sie eignen sich auch für ungeschützte Lagen und besonders für den Halbschatten. Dies ist sogar ein Vorteil, da ihre Blüten dort länger halten. Gelegentlich leiden weissblühende Sorten unter Rost. Offensichtlich werden sie aber seit Jahrhunderten ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln damit fertig.

 

Regelmässige Verjüngung der Pflanzen sowie ein luftiger Standort hilft zudem dieses Problem zu mildern.

Zentifolien 

Zentifolien, bzw. Rosa centifolia, werden auch als "Kohl-Rosen" oder "Hundertblättrige Rosen" bezeichnet. Diese Klasse entstand im 16. Jahrhundert in Holland und wurde bis 1850 stetig weiter gezüchtet. Schon damals waren die Menschen von der Vielzahl an Blütenblättern der Rose fasziniert.

 

Die meisten Sorten blühen einmal, je nach Lage von Juni bis Juli. Das Farbspektrum reicht von weiß bis dunkelrot.

 

Sie besitzen eine gute Winterhärte. Ihr Duft ist süßlich unwiderstehlich Mit ihrem auseinanderfallenden, zum grossen Teil überhängenden Wuchs fällt es einem manchmal schwer, sie in einen 'geordneten Garten' einzufügen. Sie erfreuen uns aber mit solch einer Blütenpracht, dass sich der Mehraufwand an Arbeit lohnt.

 

Man sollte sie nicht frei wachsen lassen. Wenn sie die Sträucher nach der Blüte um ca. einen Drittel zurückschneiden, sodass sie je nach Triebstärke eine Höhe zwischen 70 cm und 120 cm erhalten, und dies Mitte September und im darauffolgenden Frühjahr noch einmal wiederholen, erhalten sie stabile, dichte Sträucher mit einer enormen Blüte auf Augenhöhe, die nur noch vereinzelt eine Stütze benötigen.

Damaszena-Rosen 

Damaszenerrosen werden nach wie vor für die Herstellung von Rosenöl verwendet. Sie entstanden wahrscheinlich aus R. gallica und R. phoenicia oder R. moschata. Sie wurden wahrscheinlich im Zuge der Kreuzzüge nach Europa gebracht und sind die mit am intensivst duftenden Rosensorten.

Es gibt sommerblühende Damaszenerrosen und Sorten, welche zweimal (Sommer und Herbst) im Jahr aufblühen. Beide Gruppen stammen von der gallischen Rose ab. Die Blüten sind in Doldenform angeordnet, unterschiedlich gefüllt und stark duftend. Der Strauch wird meist bis 1,5 m hoch und ist oft mit roten Stacheln besetzt.

Gallica-Rosen 

Gallische Rosen zeichnen sich durch völlige Gesundheit und Winterhärte aus. Unterarten der Rosa gallica sind die "Apothekerrose", aus der Rosenöl gewonnen wurde. Und die Versicolor mit ihren weiß rot gestreiften Blüten.
Die einmalblühenden Gallica sind rote, rosarote oder rosa, selten reinweiße niedrige, gesunde und winterharte Sträucher, die meist süßlich duften;
Besonders an der Rosa gallica sind auch die zumeist fehlenden Stacheln - die Stiele sind lediglich mit einer leichten "Behaarung" überzogen.
Die Rosen werden bis zu 150 cm hoch und erreichen mitunter auch eine Breite von 150 cm.
Die Blüten sind einfach bis stark gefüllt und besitzen einen angenehmen Duft, welcher von leicht bis sehr stark variieren kann.
Die meisten Gallicas sollte man in den ersten zwei bis drei Wintern kräftig zurück schneiden, damit sie kräftige Triebe aus der Basis treiben kann

 


 

2. Öfter blühende Rosenfamilien.

Sie entstanden erst durch das Einkreuzen der öfterblühenden China-Rosen wie Old Blush und Slater`s Crimson China, die im 18. Jahrhundert nach Europa kamen.

 

China-Rosen 

über die alten Handelswege fand die Chinarose im 18. Jahrhundert ihren Weg nach Europa, wo sie die hiesige Artenvielfalt bereicherte.
Besonders ihre zuverlässige Eigenschaft öfter zu blühen, bildete den Grundstein für weitere interessante Kreuzungen.
Die Chinarosen besitzen meist nur klein- bis mittelgroße Blüten, welche sehr zart mit teilweise sich verändernden Farben erblühen.
Durch Kreuzungen der europäischen Gartenrosen mit den China-Rosen entstanden in der Folge die Gruppen der Portland-Rosen Noisette-Rosen, Bourbon-Rosen, Remontant-Rosen und Teerosen.
Neben den genannten positiven Faktoren vererbten sich auch ungünstige Eigenschaften, wie fehlende Frosthärte, sowie schwach duftende oder duftlose Blüten

Portland-Rosen 

Die Herkunft dieser Klasse ist ein wenig geheimnisvoll. So wird offiziell angegeben, sie sei 1809 in Paris gezüchtet.Einer Legende nach wurde sie bereits einige Jahre vorher von der Herzogin von Portland aus Italien nach England gebracht. Der Rosenexperte Beales stellt fest, dass die Herzogin, deren Namen die erste Portland-Rose (Duches of Portland) trägt, tatsächlich eine Rosenfreundin war, aber Italien nie bereist hatte.
Heute hat man durch DNS-Analysen geklärt, dass sie aus einer Kreuzung zwischen einer Gallicarose und einer herbstblühenden Damaszenerrose - wahrscheinlich in England - entstanden ist.
Portlandrosen weisen einen kompakten, niedrigen Wuchs auf und sind sehr widerstandsfähig.
Die Blüten sind vorwiegend rosafarben, sowie sehr stark und wunderbar duftend und eignen sich als historische Schnittrosen.
Portlandrosen brachten aber auch die ersten reinroten Rosen.
Im 19. Jahrhundert erfreuten sich Portlandrosen aufgrund ihrer Eigenschaften großer Beliebtheit.
Sie sind sehr frosthart und wenig krankheitsanfällig.
Werden oft als Anfängerrosen empfohlen

Noisette-Rosen 

Die erste Noisetterose entstand nicht etwa in Europa, sondern in Amerika. Insbesondere bei der Wuchs- und Blühfreudigkeit gelang hiermit der grosse Durchbruch bei den Kletterrosen.
Als Noisetterosen bezeichnet man Sorten, welche Nachfahren einer Kreuzung aus "Rosa moschata" und "Parson's Pink China" darstellen.
Die Blüten der Noisetterosen, auch Rosa indica noisettiana sind oft leicht bis mittel gefüllt, treten meist in Büscheln auf und reichen von einem weiß / rosa bis hin zu gelben Tönen.
Viele Sorten dieser Klasse sind sehr elegante, starkwüchsige Kletterer, die sogar Bäume erobern können.
Sie bringen teilweise sehr lange, glatte Triebe hervor, die nur vereinzelt mit kräftigen, hakenförmigen Stacheln besetzt sind. Die Blütenstiele sind bei vielen Sorten dünn, und die zart getönten Blüten erscheinen oft in Büscheln.
Bei den meisten Sorten sollte der Schnitt zurückhaltend angesetzt werden. Es wird nur überaltertes sowie dünnes Holz entfernt.

  • Hier lohnt sich auch die Vermehrung durch Stecklinge. Gerade 'Blush Noisette' oder 'Mme Alfred Carriere' bringen durchaus gute Ergebnisse.
  • Die Blätter sind vorwiegend gesund
  • Die Pflanzen benötigen aber in vielen Fällen einen stärkeren Winterschutz.

Remontant-Rosen 

Die meisten Sorten der Remontantrosen sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, also ungefähr zur gleichen Zeit wie die Bourbonrosen. Beteiligt waren viele wichtige Rosenklassen wie Portland-, Bourbon- und Noisetterosen sowie Hybriden der Chinarosen, wodurch eine sehr vielseitige Klasse hervorging.
Remontantrosen zeichnen sich durch ein Nachblühen aus (sie remontieren"), haben große Blüten mit gutem Duft, sind winterhärter als Teerosen, aber auch größer im Wuchs und stärker belaubt.
Die meisten Sorten sind kräftig im Wuchs und bringen zum Teil überhängende, aber auch straff aufrecht wachsende Sträucher hervor.
Das Laub ist grossblättrig und fest.
Bei der Blütenfarbe ist alles ausser der Farbe Gelb vertreten. Weisse Sorten sind allerdings eher weniger zu finden, dafür ein weites Spektrum vom zartestem Silbrigrosa bis hin zum kräftigen Rosarot.
Aber auch wunderschöne, dunkelkarminrote und purpurfarbene Töne von einer unglaublichen Farbintensität sind vertreten.
Charakteristisch sind auch ihre grossen, starkgefüllten Blüten, die meistens einen guten Duft verströmen So sind sie öfter blühend als die historischen Ausgangsformen und den Teehybriden in der Knospenform vielfach ähnlich.
Während viele Sorten noch einen kräftigen und Überhängenden Wuchs aufweisen, bleiben andere niedrig und kompakt.
Allerdings ist bei einigen Remontantrosen auch bereits eine gewisse Empfindlichkeit für Mehltau und Sternrußtau festzustellen.

Bourbon-Rosen 

Die Bourbon-Rose (Rosa indica) stammt von den Damaszener-Rosen ab und wurden in Frankreich züchterisch verbessert.
Die Bourbon-Rosen verdanken ihren Ursprung einer Zufallskreuzung zwischen einer China-Rose ('Old Blush') und einer Damaszener-Rose ('Quatre Saisons').
Sie sind die erste Rosengruppe, die mit ihrem glänzenden Laub bereits den heutigen Teehybriden ähneln.
Die Blüten sind mit großen Blütenblättern gut gefüllt und stark duftend.
Die Farben sind weiß, rosa oder rot, entweder in reinen Farben oder in wechselseitiger Nuancierung.
Bourbon- Rosen blühen mit kurzen Unterbrechungen von Juni bis September. Bei manchen Sorten sind es einfache, zarte Blütenschalen, bei anderen stark gefüllte, zum Teil gestreifte Blüten.
Einige entpuppen sich zu wahren Dauerblühern, wenige sind nur einmalblühend.
Allen gemein ist aber ihr unvergleichlicher, betörender Duft, den sie zum Teil aus sehr grossen Blüten an warmen Frühsommertagen verströmen.
Das Wachstum ist stark und langtriebig. Es ist daher eine Verwendung als Kletterrosen möglich.
Einige Sorten weisen eine nur begrenzte Frosthärte und Krankheitsresistenz auf.

Teerosen 

Die Ende des 19. Jahrhunderts aus China eingeführten Teerosen stellen die wohl elegantesten Rosen dar, die je gezüchtet wurden.
Leider sind fast alle frostempfindlich.
Dieser Rosenklasse verdanken die modernen Teehybriden ihre lange, spitze Knospe und den Teerosenduft.
Als Rosenzüchter in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Teerosen mit Remontant-Rosen kreuzten um eine bessere Frosthärte bei den edlen Teerosen zu erzielen, entstand die neue Klasse der Teehybriden oder Edelrosen.
Diese großblütigen Rosen mit stark glänzendem Laub und Blüten mit hoher, spitzer Knospe haben eine völlig andere Form als alle bisher bekannten Gartenrosen.
Die erste Teehybride ('La France') wurde 1867 auf den Markt gebracht. Damit beginnt das Zeitalter der modernen Gartenrosen.
La France galt als erste europäische Züchtung einer Teehybride überhaupt. Ihre Knospen sind länglich, die Blüten sind dichtgefüllt und zeigen sich geöffnet in einem silbrig schimmernden Rosa.
Die Blüte hat, wie bei vielen Teehybriden, eine höhere Mitte.
Diese Rose blüht den ganzen Sommer hindurch bis in den Herbst hinein.

Ihr Duft wird als speziell bezeichnet.
La France hat einen aufrechten, mittleren Wuchs und erreicht eine Höhe von ungefähr 60 cm.
La France braucht einen optimalen Standort, gute Pflege sowie einen guten Schutz gegen Pilzinfektionen.