Rosen und Lavendel

Durch Stecklinge vermehren

Die Stecklingsvermehrung ist eine der einfacheren Arten der Rosenvermehrung. Sie bringt wurzelechte Rosen hervor. Allerdings eignen sich nicht alle Rosensorten dafür und unter Sortenschutz stehende Rosen darf man so nicht vermehren.

Stecklingsvermehrung ganz einfach

 

Die Vermehrung von Rosen durch Stecklinge gelingt nicht mit allen Sorten sehr gut.

Aber versuchen sie es mal mit Strauchrosen, Kletterrosen,

Ramblerrosen oder Bodendeckerrosen.

Da sind die Anwachsergebnisse am besten.

 

1. Der Beste Monat für Stecklingsvermehrung von Rosen ist der August, da  sind die einjährigen Triebe schon gut verholzt. Man kann aber auch schon Ende Juni, wenn die ersten Triebe verblüht sind erfolgreich sein, das muss jeder für sich ausprobieren zu Mal auch jedes Jahr andere Wetter und Wuchsbedingungen herrschen.

 

2. Schneiden sie von solch einem Trieb einen mit mindestens 4 Augen gewachsenen Steckling ( ungefähr bleistiftlang )

 

3. Von diesem Trieb schneiden sie die Blüte ab - Ein paar Millimeter oberhalb eines gut ausgebildeten Blatt

 

4. Unten trennen sie den Steckling einige Millimeter unter einem Blatt oder einem Auge ab.

 

5. Anschließend werden alle Blätter entfernt, nur das Oberste läßt man stehen, kürzt es aber um die Hälfte ein

 

6. Bis zum Stecken stellen sie den Steckling in ein Glas mit Wasser.

 

7. Falls nötig bitte auch alle Stacheln entfernen, damit sich in der Erde später kein Luftloch bildet

 

8. Nun stecken sie diesen Trieb in einen Blumentopf, gefüllt mit magerer Pflanzerde, so dass nur noch das oberste Blattpaar herausguckt. ( ich nehme immer 1 Teil Gartenerde und 1 Teil Anzuchterde ). Den Trieb bitte gut andrücken in der Erde.

 

9. Jetzt wird der Topf noch etwas gewässert und an einen etwas geschützten, schattigen Platz gestellt. Manche stülpen jetzt noch ein Glas über den Steckling, so zusagen als Minigewächshaus.

Ich tue das nicht, da mir dann schon etliche Stecklinge verschimmelt sind. Jeder sollte ausprobieren welche Methode die erfolgreichste ist.

 

10. Ich nehme immer nur einen Steckling pro Topf !!

 

11. Am besten Stecklinge mit Namen versehen, da sie in ein paar Wochen garantiert vergessen haben wo sich welche Sorte befindet.

 

12. Meine Stecklinge beginnen in der Regel nach etwa 4-6 Wochen zu treiben. Dann sollten sie regelmäßig entspitzt werden, damit sie gut verzweigen. Ich lasse sie bis zum nächsten Frühjahr in einer geschützten Ecke im Garten stehen. Sollte es zu frostig werden im Winter, hole ich sie auch schon mal rein und stelle sie in den Schuppen oder Garage. Leichte Minustemperaturen bis -5° machen ihnen nichts aus. (Dieses Jahr haben sie sogar -12° überstanden)

 

13. Natürlich regelmäßig kontrollieren ob die Erde feucht ist. Nie ganz austrocknen lassen.

 

14. Im nächsten Frühjahr ca. Ende Mai haben die jungen Rosenpflänzchen genug Wurzeln gebildet und können ausgepflanzt werden.

 

Hier sehen sie ein paar meiner Stecklinge. Die beiden ersten sind 1/2 Jahr alt.

Die anderen Drei wachsen jetzt im zweiten Jahr bereits ausgepflanzt im Boden

Weitere Möglichkeiten der Stecklingsvermehrung

 

Direkt im Garten stecken

Was mitunter auch gut klappt ist, die Stecklinge direkt im Garten in den Boden zu stecken. Besonders die Bodendeckerrose und Sorten der "Alten Rose" sind da nicht wählerisch und gedeihen prächtig!

 

Bewurzelungspulver

Bewurzelungspulver benutzen auch viele Gärtner, dies soll eine Stecklingsvermehrung noch effektiver machen. Dieses Pulver ist ein Wurzelhormon der Pflanze, das sie dazu anregt, Wurzeln zu bilden. Aber hier gibt es wohl große Qualitätsunterschiede, denn die verschiedensten Pülverchen funktionieren teilweise gar nicht. ( habe ich jedenfalls festgestellt ).

 

Bodenbeschaffenheit und Wasser
Auch beim Thema Boden und Wässern kann man viel falsch machen.
Der ideale Boden ist locker, besitzt wenig Nährstoffe und damit wenig Bakterien, die unserem Steckling zusetzen könnten.
Der häufigste Grund, dass der Steckling nicht will ist der, dass er unten fault. Einige Leute mixen der Erde noch geriebene Holzkohle bei um dem vorzubeugen, aber ausprobiert habe ich das bisher selbst noch nicht. Vielleicht sollte ich das mal tun.

Um dem "Verfaulen" vorzubeugen sollte man auch beim Wasser sparsam sein. Natürlich brauchen die Stecklinge Wasser um zu leben, aber man sollte sparsam gießen, damit der Steckling dazu angeregt wird, möglichst viele Wurzeln zu bilden.
Außerdem fault er schneller, wenn der Boden nass ist und er kann nicht atmen - er "ertrinkt" dann förmlich, auch wenn er schon Wurzeln gebildet haben sollte.

 

Gläser als Mini-Gewächshaus
Die überstülpten Gläser sorgen für das richtige Klima der Stecklinge. Sie sorgen für ein Microklima, also eine mit Wasser gesättigte Luft aus der unser Steckling seinen Wasserbedarf mit Hilfe seiner Blätter stillen kann bevor er Wurzeln gebildet hat.

Auf jeden Fall muss man auf Schimmel achten, der sich leicht unter dem Glas bilden kann. Kurz entlüften kann man die Stecklinge regelmäßig schon, aber wenn man das Glas zu lange abnimmt, sieht man schnell, wie der Steckling schlapp wird. Also ausprobieren, ob es bei ihnen besser mit oder ohne Glas funktioniert.

Wie gesagt, ich lasse sie lieber ohne Glas wachsen, kenne aber auch Gartenfreunde die bessere Erfolge mit dem darüber gestülpten Glas erreichen.

Der richtige Zeitpunkt
Der beste Zeitpunkt, Stecklinge zu stecken ist Ende Juni, wenn die ersten Blüten gerade verblüht und die Triebe voll ausgereift sind, oder Anfang August, wenn die neue Triebe anfangen zu verholzen.

 

Ich habe gute Erfahrungen gemacht, mit Kletterrosen und Ramblerrosenstecklingen, die ich im August geschnitten habe. Bei Strauch, Historischen und Beetrosen funktioniert der Stecklingsschnitt Ende Juni besser. Aber das muss halt jeder für sich probieren.

 

Wenn schon im Juni gesteckt wird hat der Steckling bis zum Winter noch genügend Zeit, Wurzeln zu bilden und sich für den Winter zu rüsten, denn nicht jeder hat ein frostfreies Gewächshaus, in dem er die Stecklinge über den ersten Winter bekommt. Oder man muss es halt machen wie oben beschrieben: Bei Frostgefahr Stecklinge rein holen und bei milderen Temperaturen wieder raus bringen, was natürlich bei größeren Mengen schon ein enormer Arbeitsaufwand ist

 

Wie schon oben angemerkt, funktioniert es ( bei mir ) nicht,  Rosenstecklinge,  zu Mehreren in Töpfe zu stecken. Meistens verfaulten sie relativ schnell und von den 5 Stecklingen bleibt mit ein wenig Glück vielleicht einer übrig. 
Also lieber mehr Töpfe nutzen, auch wenn sie dann natürlich viel mehr Platz verbrauchen. Das Resultat ist einfach besser und darum geht's ja letztlich.
Mit unter blühen Stecklinge schon nach wenigen Wochen, aber diese Blüten sollte man schnell entfernen, kosten sie ihm doch zuviel Kraft, die er zum Wachstum brauchen könnte.

 

Ich habe mit der oben beschriebenen Technik, den größten Erfolg bei der Stecklingsvermehrung für Rosen. Meine Ausfälle betragen nur rund 20%


Mit diesen Tipps dürfte bei der Stecklingsvermehrung nichts mehr schiefgehen.

Ich wünsche allen ein gutes Gelingen

 


Hier auf dem Foto links eine von uns wurzelecht gezogene American Pillar. Dieser Steckling steht jetzt im dritten Jahr und hat schon ca. 4m lange Triebe gebildet. ( Siehe Bild Mitte )

Rechts eine in großen Rispen blühende Strauchrose im 2.ten Jahr !!


 

Alles Rosen, die ich aus Stecklingen vermehrt habe. Die Namen sehen sie per Klick auf das Foto.

 

Rosen aus Stecklingen selber vermehren
Steckling Strauchrose Bukavu im dritten Jahr

Ein Rosenfreund aus Nordsachsen schrieb mir heute, das er seine Stecklinge ( hauptsächlich von (Alten Rosen) immer im Freiland steckt. Lesen sie hier seine Erfahrungen:

 

Ich vermehre Rosen bereits seit Ende der 90er Jahre, wurzelecht aus Steckhölzern und habe mir deine Anleitung durchgelesen.

Anmerkend möchte ich sagen das es mit Bewurzelungspulver geht, mit Rhizopon AA was aber inzwischen in Deutschland verboten ist. Auch mit CloneEx soll es ganz gut gehen, hat mir ein Bekannter erzählt (da habe ich aber selber keine Erfahrungen) gemacht.

Ich habe alle Rosen immer im Freiland gesteckt und nur bei extremer Kälte über -20 Grad im Winter ab Mitte Januar mit Blaufichtenreisig bedeckt.

Ansonsten standen sie ungeschützt im Freiland, was sie auch gut aushalten können.

Eine Baumschule in Mecklenburg vermehrt Rosen auch in Töpfen aber mehrere je Topft und die Töpfe stehen im kalten Mecklenburg Vorpommern Winter ungeschützt im Freien,

 

Rosen sind winterharte Sträucher, daher sind auch Stecklinge winterhart.

Rosentriebe überwintern doch auch im Freiland, ungeschützt und erfrieren "fast" nicht, nur bei modernen Rosen mit China-Blut ist es so.

 

So das sind meine Erfahrungen beim Stecken von Rosen, die von denen auf deiner Homepage etwas abweichen.

 

Rosengrüße aus Nordsachsen

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Hier eine Adresse wo sie wurzelecht gezogene Rosen kaufen können.

Tolle Qualität !!

 

www.o-planten.de

im Container gewachsen, mit allen wertvollen Faserwurzeln, direkt vom Gärtner

 

Anschrift Rosenschule
Dirk Bornemann
Suckower Straße 35
16949 Putlitz OT Sagast
Kontakt Tel.: 033981 / 50034
Mail: dirk@o-planten.de
Web: o-planten.de

Hier können sie zusätzlich eine weitere Anleitung der Vermehrung lesen. In dem nachstehenden PDF Dokument wird beschrieben wie die Stecklingsvermehrung im Wasserglas funktioniert

Download
ROSEN DURCH STECKLINGE VERMEHREN
....Seit längerem vermehre ich meine eigenen Rosenzüchtungen in der Regel durch Stecklingsvermehrung in einem Glas mit Wasser....Anleitung eines Rosengärtners
Rosenstecklinge-eintopfen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 16.0 KB
Lavendel aus Stecklingen vermehren
Beet mit Rhapsody in Blue, Manhattan Blue, Benjamin Britten und selbst aus Stecklingen gezogenen Lavendelpflanzen

Lavendel durch Stecklinge vermehren

Beim Frühjahrs-Schnitt kann man den Lavendel auch gleich vermehren:

Schöne Stecklinge machen und zu drei bis fünf in ein Töpfchen stecken

Dieses Jahr habe ich 150 Stecklinge direkt ins Beet gesteckt und bis auf 9 Pflanzen sind alle angewachsen. Ich habe vor um einige Rosenbeete eine Hecke aus Lavendel wachsen zu lassen. Fotos gibt es dann ab Sommer 2017

 

Ich mache das nur noch beim Frühjahrs-Schnitt, weil ich damit annähernd 100 % Erfolg habe, (während im Spätsommer gesteckte und draußen oder mit viel Mühe drinnen überwinterte Lavendel-Stecklinge meistens mehr Ausfälle produziert haben als Pflanzen.) Die Bewurzelung der Stecklinge im Frühjahr geht ziemlich schnell. Wenn man Glück hat, sind Lavendel-Töpfe bis Juni völlig durchwurzelt und junge Lavendel-Pflanzen bekommen sogar schon ein paar Blüten. Ich schneide bei den Pflanzen im Steckjahr alle paar Wochen die nachwachsenden Triebe etwas kürzer, damit sie buschig werden, und lasse sie erst im zweiten Jahr blühen.

Meine Lavendelstecklinge aus dem Frühjahr 2014, fotografiert nach dem Schnitt im Frühjahr 2015.

 

Lavendel vermehren 

Schritt für Schritt Anleitung

 

  • Die beste Zeit für das Vermehren ist das Frühjahr. Aber auch im Herbst können Sie Ihren Lavendel vermehren. Der Lavendel sollte dann jedoch im Wintergarten überwintern.

  • Schneiden Sie unverzweigte Triebe ab oder nehmen Sie die verwelkten Blüten ab.

  • Die Triebe sollten eine Länge von ca. 10 Zentimetern haben. Entfernen Sie die unteren Blätter.

  • Nun kommen die Triebe in kleine Töpfe mit Anzuchterde und werden angegossen. Die Töpfe sollten Sie an einen warmen nicht zu sonnigen Platz stellen. Denken Sie daran, die Triebe regelmäßig zu gießen, aber nicht zu viel, sonst faulen sie

  • Nach sechs bis acht Wochen haben sich schon ausreichend viele Wurzeln gebildet, so das sie die Pflänzchen schon an den für sie gedachten Platz pflanzen können

  • Nach dem ersten Trieb der Jungpflanzen sollten Sie diese immer gleich zurückschneiden. So wachsen die Triebe zu einem kompaken und buschigen Lavendelstrauch heran.

  • Nachtrag 2016: In diesem Jahr wurden die Steckies gleich ins Beet gesteckt. Wenn man also genügend Platz zur Verfügung hat, macht dies deutlich weniger Arbeit und späteres Verpflanzen der Lavendelpflänzchen ist trotzdem möglich

 

Lavendel aus Stecklingen selber vermehren
Beet mit kleinem Stämmchen Gärtnerfreude, Beetrose Fellowship, gelben Tagetes und selbst gezogenen Lavendel

Übrigens ein großer Irrtum ist, dass

Lavendel angeblich Blattläuse von benachbarten Rosen fernhalten soll.

Schade, dass die Blattläuse das nicht wissen!!

 

Es wird immer wieder empfohlen: Lavendel soll der ideale Partner für Rosen sein.

Von der Farbe und Duft her ist das keine Frage,

aber das Lavendel die Rosen vor Blattlausbefall bewahrt, ist ein Märchen.

Allein als Lavendelöl Lösung direkt auf die Rosen aufgesprüht, lassen sich Blattläuse bekämpfen.

Das wäre aber eine kostspielige Angelegenheit

Über den Lavendel in der Nachbarschaft aber lacht jede Laus auf der Rose nur. 

 Auf den Bildern sehen sie drei verschiedene Lavendelsorten, alle aus Stecklingen selber vermehrt.

Sie sind zwischen 2+5 Jahren alt

 

Ein zweiter großer Irrtum ist Rosen und Lavendel als ideale Partnerzu sehen !!

 

Eigentlich sollte man der Versuchung widerstehen, Rosen und Lavendel direkt zusammen zu pflanzen!
Sind doch die Ansprüche der beiden Pflanzen ziemlich verschieden. 
Lavendel auf der einen Seite liebt kargen, trockenen und kalkreichen Boden, die Rosen ihrerseits brauchen einen kräftigen, gut nährstoffreichen Boden mit nicht zu hohem Kalkgehalt. Pflanzt man also Lavendel zwischen die Rosen, so erhält er übermäßig viel Dünger und Feuchtigkeit. Die Folge davon ist, dass er am Anfang zwar schnell wächst, dann aber ins Kraut schießt, wie der Gärtner sagt, und letztendlich, nach zwei bis drei Jahren, an Überdüngung eingeht. Auch ich habe diese Erfahrung schon einmal gemacht und mich gewundert,

das der Lavendel immer so schnell abstirbt.

Jetzt werden sie fragen:" Warum erzählt sie uns das, wo sie doch selber Rosen und Lavendel zusammen pflanzt?" Ganz einfach:

Weil ich ein Beet mit Rosen und Lavendel bepflanzt so schön finde, setze ich diese beiden trotzdem immer wieder zusammen. Allerdings kommt der Lavendel immer ganz an den Rand.

 

In die Erde mische ich Sand und etwas Kies. Dadurch das um unsere kleinen Beete überall Rasenmähkanten gesetzt sind ist es dort sowieso immer recht trocken.

 

Ich passe auch auf das der Rosendünger nicht zu weit an den Lavendel gestreut wird. Im Frühjahr schneide ich die Lavendelpflanzen um 2/3 zurück und achte auf einen kugeliegen Aufbau.

So gepflegt sind bei mir kaum Pflanzen eingegangen, oder zu mastig ausgetrieben. Und wenn doch einmal der eine oder andere Lavendelbusch eingehen sollte, so habe ich immer ein paar Reservepflanzen im Topf stehen, so dass ich sie einfach nur austauschen brauche.

 

Als alternative Rosenbegleitstauden mit den entsprechend gleichen Standortansprüchen können außer Lavendel noch empfohlen werden:  Salvia nemorosa in Sorten, verschiedene Storchschnäbel, wie z.B. die Sorte 'Orion', Gypsophila-Hybride 'Rosenschleier', Veronica, Rittersporn, Phlox, Frauenmantel

 

 

Ist ihr Lavendel total verwachsen und steht mit mehr vertrockneten als grünen Zweigen dar?

 

Oft hört man, dass man Lavendel-Pflanzen nicht ins alte Holz zurückschneiden soll, weil sie sonst nicht mehr austreiben. Im Sommer kurz nach der Blüte hatte ich damit aber schon oft Erfolg.

Gehen sie folgendermaßen vor:

 

1. Der Lavendel blüht erst und treibt dann noch mal ein bisschen Blätterwerk nach.

2. Kurz vor diesem Blatt-Nachtreiben kann man zuschlagen und den Lavendel radikal ins alte Holz schneiden.

3. Da die Pflanzen voll im Saft stehen, kann es dann nach starkem Schneiden mit einem Neuaustrieb von        unten her klappen.

Das ist meine Erfahrung und ohne Gewähr.

Wenn die Alternative aber ist, den alten Lavendel-Busch sowieso rauszuschmeißen,

kann man es ja wenigstens auf diese Weise noch mal versuchen

 

Wenn Lavendel auch nach mehreren Jahren noch kompakt wachsen und üppig blühen soll,

muss er regelmäßig geschnitten werden.

Möchten sie wissen möchten wie man Lavendel richtig schneidet kann ich die Internetseite http://www.lavendel.net/schneiden/wann/

sehr empfehlen


Noch ein Tipp:

 

Normalerweise blüht Lavendel von Ende Juni bis August. Eine zweite Blütezeit lässt sich aber ganz einfach bewerkstelligen. Dazu muss man die Pflanzen einfach nur direkt nach der Blüte schneiden.

Also ich schneide ihn ab, wenn er fast verblüht ist ( aber nur die Blütenstengel, nicht tiefer ) so blüht er garantiert noch einmal, da die Pflanze dazu bedacht ist, Samen zu bilden um sich zu vermehren

(viele Blumen blühen deswegen mehrmals) wenn man den Lavendel direkt nach der Blüte schneidet, konnte er noch keine Samen bilden und blüht einfach noch einmal.

 

Weidenwasser herstellen

Für die bessere Bewurzelung von Stecklingen aller Art

Den Stecklingen kann man, bei der Wurzelbildung, helfen. Im Fachhandel gibt es dazu sogenannte “Bewurzlungspulver”. So eine Hilfe muss man sich aber nicht kaufen man kann diese auch leicht selbst herstellen. Man verwendet dazu ein Weidenwasser das man sich leicht selbst herstellen kann.

 

Weidenwasser hat eine ähnliche Wirkung auf Stecklinge wie z. B. Clonex (Bewurzelungspulver) .

Es verbessert also die Bewurzelungsrate von den Stecklingen.

 

Die Bewurzelungshormone sind bereits in den Weiden enthalten und müssen nur noch herausgelöst werden. Dadurch lassen sich Weiden so einfach vegetativ vermehren. Einfach einen Ast abschneiden und in die Erde stecken, fertig.

Daraus wird dann ein neuer Weidenbaum wachsen.

 

Wer möchte kann sich also im Garten oder Balkon einen Eigenen Weidenbaum wachsen lassen, um sich den Nachschub zu sichern. Der große Vorteil ist, das es Gratis ist und einfach herzustellen. Die Nachteile sind das es etwas unangenehm riecht, nicht lange haltbar ist und es etwas Arbeit bei der Herstellung gibt.

 

Die Herstellung von Weidenwasser:

 

Warum wirkt das Weidenwasser:

Das liegt daran, dass die Weide in ihren Ästen sehr viel Bewurzelungshormone aufweist. Und auf diese Hormone kommt es drauf an.

 

1. Um Weidenwasser herzustellen benötigen man einige Äste einer Weide. Idealerweise nimmt man die dünnen Äste, die von diesem Jahr stammen. Der Frühling ist die Beste Jahreszeit zum Ansetzten , denn da ist am Bewurzelungshormone in den Weidentrieben reichlich enthalten. Aber auch in den anderen Jahreszeiten ist es möglich, nur im Winter wird es wahrscheinlich nicht klappen

 

2. Anschließend werden alle Blätter von den Ästen entfernt 

 

4. Dann werden die Äste in 1-2 cm lange Stücke geschnitten. 

 

5. Diese Aststückchen werden dann in einen verschließbaren Becher gegeben, der schon etwa halb voll mit Wasser ist.  Der Becher wird dann verschlossen 24 bis 36 Stunden stehen gelassen.

 

6. Dann das Wasser durch ein Sieb gießen und die Weidenäste entfernen

 

7. Das fertige Weidenwasser ist eine etwas trübere Flüssigkeit geworden und richt etwas unangenehm

 

8. Dieses Weidenwasser kann so wie es ist mindestens 2 Wochen verwendet werden, länger sollte es nicht aufgehoben werden, weil es dann anfängt zu gammeln und die enthaltenen Hormone abgebaut werden.

 

Verwendung des Weidenwassers: 

 

1. Stecklinge  vor dem Pflanzen einige Stunden in Weidenwasser stellen oder/und gepflanzte Stecklinge mit Weidenwasser ein- oder mehrmals gießen !

 

2. Weidenwasser können wir bei allen pflanzen anwenden und damit das Anwachsen und Wachstum unterstützen ! (z.b. auch zur Wurzelbildung bei Rosenstecklingen

 

 

3. Das Weidenwasser kann bis zu 2 Wochen verwendet werden. Danach wird es schlecht und sollte nicht mehr verwendet werden und es beginnt noch stärker zu stinken. Evtl. kann die Gebrauchsfähigkeit verlängert werden, wenn die Brühe im Kühlschrank aufbewahrt wird, was ich allerdings aus hygenischen Gründen nicht befürworten würde.

 

Rosen und Lavendel
Stecklingsvermehrte Strauchrose Bukavu Anfang Juni 2016

Lavendel aus Stecklingen vermehren
So sieht mein selbst gezogener Lavendel im dritten Jahr aus