Erfahrungsberichte und Tipps

aus unserem Rosengarten

Rosenpflege im Sommer

Rosenpflege im Wandel der Jahreszeiten

 Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen

Schädlinge vertreiben -  Pilzkrankheiten behandeln

oder wie man lernt mit ihnen umzugehen.......

Rosengarten Loccum zur Hauptblüte Ende Juni  - Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen
Unser Garten zur Hauptblüte - links American Pillar - Mitte Flammentanz - rechts Francois Guillot

 

Besonders der Frühsommer von Mitte Juni bis Mitte Juli ist die schönste Jahreszeit in

unserem Rosenparadies.

Diese vielfältige Blütenfülle, die unsere Rosen jetzt hervorbringen

ist ein unbeschreiblich schönes Ereignis

 

Genießen ist jetzt die wichtigste Maßnahme.

Wasserbedarf von Rosen Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost bekämpfen gesunde Rosen durch Stärkungsmittel
Jasmina mit Clematis
  • Haben sie Sandboden ? Dann hilft eine Mulchschicht aus Kompost rund um die Rosen den Wasserverlust aufzuhalten. Aber bitte den Kompost nicht ganz bis an die Rosentriebe heranziehen, etwas Abstand von mindestens 20 cm halten.
  • Wässern bei Trockenheit ist jetzt ein wichtiges Thema. Aber bitte nicht übertreiben. Ausnahme: Neupflanzungen, da sollte man schon drauf achten, das sie nicht völlig austrocknen. Diese Rosen haben noch keine tiefgehenden Wurzeln, um sich allein zu versorgen. Auch die Kübelrosen brauchen bei Hitze regelmäßig Wasser,( einmal alle 7-14 Tage mit Flüssigdünger. )
  • Wie schon unter Rosenpflege im Frühjahr beschrieben, alle anderen Rosen bei Bedarf wässern. Manche Rosen rollen bei Hitze ihre Blätter etwas ein, das ist kein Hinweis auf Wassermangel, sondern nur ein Sonnenschutz. Abends werden sie wieder ausgerollt.

 

Dennoch müssen wir ein wenig dazu beitragen, dass es unseren Rosen weiterhin gut geht. Die Bodenlockerung des Frühjahrs gilt es im Jahresverlauf beizubehalten. Rosen lieben nun mal lockeren Boden ( aber bitte nicht zu tief! ).

 

Das fortlaufende Bewegen der oberen Erdschicht

(3-5cm, mindestens alle 14 tage ) ist völlig ausreichend. Bei starken Regenfällen zwischendurch, gern auch öfter, dadurch wird der Wasserverlust durch Wind und Sonne verhindert.

 

Die gelockerte Erde lässt Regen- oder Gießwasser rasch eindringen. Auch Nährstoffe gelangen so besser an die Wurzeln.

 

 

Wasserbedarf von Rosen Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost bekämpfen gesunde Rosen durch Stärkungsmittel
Jasmina mit Clematis viticella Romantica, Jenny und Betty Corning

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Wasserbedarf von Rosen Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost bekämpfen gesunde Rosen durch Stärkungsmittel
Austin`s Golden Celebration

Tipp:

Erziehen sie ihre Rose nicht mit zu häufigen Wassergaben zur faulen Diva. Sie soll ihre Wurzeln ausstrecken in die tieferen Erdschichten um nach Feuchtigkeit zu suchen.

Geben wir ihr zu oft Wasser und nur an die Oberfläche, erziehen wir sie dazu, nur an der Oberfläche Wurzeln zu bilden.

Auf keinen Fall die Rosen von oben über die Blätter mit der Brause wässern, dann ist Pilzbefall vorprogrammiert.

Je nach Größe des Strauches 20-40l Wasser alle 4 Wochen, bei Trockenheit wässern.Rosen an sehr heißen Standorten, bei längerer Trockenheit ruhig einmal öfter gießen, das beugt dem Befall von echtem Mehltau vor

Containerrosen pflanzen:

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Austin Rose Benjamin Britten im Rosengarten Loccum
Austin`s Benjamin Britten

 

Tipp: Im Sommer gibt es bei vielen Rosenfirmen günstige Containerrosen zu kaufen. Ab August reduzieren viele Firmen ihre Bestände. Schauen sie öfter mal auf den entsprechenden Websites vorbei.

Natürlich versteht es sich von selbst, dass es nicht besonders günstig ist, die Containerrosen bei großer Hitze zu pflanzen.

 

Rosen die im Container gewachsen sind haben gegenüber den wurzelnackten mindestens ein Jahr Vorsprung, was den Wuchs im nächsten Jahr betrifft

 

 

So werden in unserem Garten Containerrosen gepflanzt:

  • Das Pflanzloch sollte mindestens 40 cm tief sein. Auf keinen Fall sollte man das Pflanzloch zu klein ausheben, der Ballen, bzw. die nackten Wurzeln der Rosen sollten in jede Richtung mindestens 20cm Patz haben. Ein Pflanzloch in das die einzusetzende Rose gerade eben reinpasst ist deutlich zu klein.
  • Der Untergrund des Pflanzloches sollte gründlich gelockert werden       
  • Den Aushub vorbereiten u. verbessern, so wie bei der Pflanzung von wurzelnackten Rosen (Rosenpflege im Herbst) schon beschrieben wurde
  • Falls es sich bei dem Aushub um einen schweren Lehmboden handelt, zerkleinert man diesen und vermischt ihn mit Sand. So bleibt die Pflanzstelle zukünftig wasserdurchlässig und durchlüftet.
  • Falls der Boden hingegen zu sandig ist, mischt man Bentonit bei. Bentonit ist ein Sandbodenverbesserer, durch die Beigabe wird der Sandboden bindig und kann mehr Wasser und Nährstoffe speichern.
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Remontantrose Tom Wood im Rosengarten Loccum
Remontantrose Tom Wood
  • Zusätzlich sollte man dem Aushub, welchen man zum späteren Auffüllen des Pflanzloches verwendet, etwas Humus, Rosenerde oder gut verrotteten Kompost beimischen.
  • Vorbereitung der Containerrosen:

    Bei Containerrosen werden nur abgestorbene oder abgebrochene Triebe mit einer Schere entfernt.

  • Danach taucht man den Container für einige Minuten in einen Wassereimer. Sobald keine Luftblasen mehr aufsteigen nimmt man die Rose aus dem Eimer und entfernt das Pflanzgefäß.
  • Sollte der Topfballen bereits sehr stark verwurzelt ist, muss man den Wurzelfilz mit einem scharfen Messer und leichtem ziehen etwas auflockern. Ein so vorbereiteter Wurzelballen bildet schnell neue Faserwurzeln und garantiert ein zügiges Anwachsen der Containerrosen.
  • Wenn man Containerrosen pflanzt, sollte der Erdaushub nicht nur mit Kompost oder Humus, sondern zusätzlich auch mit etwas Dünger (sparsam) und Urgesteinsmehl vermischt werden.
gelbe Edelrose Candlelight im Rosengarten Loccum
Tantau Edelrose Candlelight
gelbe Edelrose Candlelight im Rosengarten Loccum
Candlelight
  • Nach dem Einpflanzen der Rosen muss sich die Veredlungsstelle aller Rosen, auch der Containerrosen, mindestens 5 cm, in höheren Lagen besser 8 bis 10 cm tief unter der Erdoberfläche befinden. Auf diese Weise eingesetzte Rosen sind vor dem Austrocknen und vor Frostschäden gut geschützt. Zusätzlich werden im Herbst und im Frühjahr gepflanzte Rosen angehäufelt, nur die Triebspitzen der Rosen dürfen nicht abgedeckt werden.
  • Beim Auffüllen der Erde achtet man darauf, das die Rose gerade ausgerichtet ist. Die Erde sollte beim auffüllen immer mit sanftem Druck an den Ballen gepresst werden; ein leichter Druck ist ausreichend, das Erdreich sollte nicht zu kräftig verdichtet werden.
  • Wichtig ist kräftiges Wässern nach dem Einpflanzen. Das heißt: Zum Schluss wird die frisch eingepflanzte Containerrose mit zwei bis drei Gießkannen voll Wasser kräftig eingeschlämmt. Der Wasserstrahl wird dabei direkt auf das frisch aufgefüllte Erdreich ausgerichtet. Ein Gießring verhindert das Auslaufen des Wassers. Eventuell eingesackte Erde wird nochmals mit der Hand nachgefüllt.
gelbe Edelrose Candlelight im Rosengarten Loccum
pflegeleichte stark duftende Edelrose

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen öfterblühende Ramblerrose Super Excelsa im Rosengarten Loccum
öfterblühende Ramblerrose Super Excelsa

 

Wissenswertes über Containerrosen:

  • Der Rosenkäufer hat beim Kauf einer Containerrose im Sommer die Möglichkeit, die Pflanze vor der Pflanzung blühend in Augenschein nehmen und beurteilen zu können. Darüber hinaus ist die Pflanzung einer echten Containerrose weit weniger kritisch, als die eines nackten Wurzelstockes.
  • Wurzelnackte müssen erst Wurzeln entwickeln, wofür mehr Zeit ist, wenn sie im Herbst gepflanzt werden. Zum Pflanzen gehört etwas mehr Sorgfalt.
  • Bei beiden Varianten gibt es große Qualitätsunterschiede, teuer muß nicht immer gut sein, aber eine in einen Kleintopf gezwängte billige Containerrose ist bestimmt nicht immer eine gute Wahl.
  • Containerrosen haben ein voll entwickeltes Wurzelsystem, stehen in gut gedüngter Erde und wurden vorher optimal gepflegt. Deshalb sehen sie gleich gut aus und sind vergleichsweise groß.
  • Nachteil ist, das diese Rosen in vielen Gärtnereien und Zuchtbetrieben an einem Dauerdüngetropf hängen, das heißt sie bekommen sehr, sehr viel Dünger, sehen deshalb natürlich erst einmal toll aus.
  • Aber wenn diese Rosen dann zu Hause in den normalen Gartenboden kommen, gibt es erst einmal einen langen Wachstumsstop, da der viele Dünger ja nun fehlt. Jetzt muss sich die Rose erst mal umgewöhnen und mit der Gartennatur zurecht kommen. Im Garten herrschen andere Bedingungen und dort die Düngung so zu gestallten, das der Dünger immer sofort unten an den Wurzeln ankommt ist einfach unmöglich.
  • Die Qualität einer Containerrose ist nicht daran zu erkennen wie toll sie aussieht, sondern daran, wie viel kräftige Triebe schon aus der Veredlungsstelle gewachsen sind. Eine gute Rose erkennen Sie an gesunden Trieben und einem ausgeprägten Wurzelwerk. Achten Sie auf feste und glatte Triebe. Eine hochwertige Containerrose wächst vor dem Verkauf mehrere Monate in ihrem Pflanzgefäß. Der Erdballen sollte deshalb kräftig durchwurzelt sein. Ein Zeichen für schlechte Qualität sind Rindenflecken oder Verschrumpelungen.
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen öfterblühende Ramblerrose Super Excelsa im Rosengarten Loccum
Super Excelsa

Tipp:

Auf unserer Website unter:

UNSERE TIPPS / ROSENBEZUGSQUELLEN / VON UNS EMPFOHLEN 

 

und unter  WEITERE EMPFEHLUNGEN haben wir einige Rosenschulen genannt und beschrieben, die Containerrosen in guter Qualität anbieten und auch versenden.

 

Bei der Rosenschule o-planten erhalten sie wurzelecht gezogene Rosen im 2l Container in sehr guter Qualität. Vorteil dieser Rosen ist z.B. das sie sehr winterhart sind und im Topf schon viele wertvolle Faserwurzeln gebildet haben, da sie von Anfang an in den Töpfen gewachsen sind. Weitere Infos ebenfalls unter den von uns empfohlenen Rosenschulen

 

Rosenstämmchen einpflanzen:

 ZüchterW. Kordes 2008 Farbelachs-orange , öfterblühend Wuchs (B x H)50 cm x 70 cm Wuchsform aufrecht buschig wachsend Blüte ∅ 8 cm
90 iger Stämmchen Qeen of Hearts Kordes 2008 Farbe lachs-orange , öfterblühend Wuchs (B x H)50 cm x 70 cm Wuchsform aufrecht buschig wachsend Blüte ∅ 8 cm mit Bengali

 

  • Auch die auf Stämme veredelten Rosen werden wurzelnackt oder in Containern angeboten. Die Vorbereitungen für das Einpflanzen sind die gleichen wie bei den niedrigen Rosen.
  • Zusätzlich gibt es aber folgendes zu beachten:
  • Stammrosen werden gestützt
  • Rosenstämmchen müssen unbedingt dauerhaft gestützt werden. Um Verletzungen der Wurzeln zu vermeiden, wird bereits vor dem Einpflanzen, direkt nach dem Ausheben des Pflanzloches ein geeigneter Stützpfahl eingeschlagen.
  • Veredelungsstelle und Zapfen
  • Die Veredelungsstelle einer Stammrose findet man immer direkt unterhalb der Krone. Am Fuß des Stammes gibt es eine weitere Verdickung, diese nennt man Zapfenschnittstelle. Eine Stammrose pflanzt man nur so tief, das diese Zapfenschnittstelle etwa eine Handbreit (10 cm) über der Erdoberfläche liegt. Auf keinen Fall darf die Zapfenschnittstelle mit eingegraben werden!
  • Nach dem Auffüllen und Einschlämmen des Erdreiches wird der Stamm der Rose mittig und unterhalb der Krone mit einem Kokosstrick angebunden.
Kordes 2008 Farbelachs-orange , öfterblühend Wuchs (B x H)50 cm x 70 cm Wuchsform aufrecht buschig wachsend Blüte ∅ 8 cm
besonders die halbgeöffneten Blüten der Queen of Hearts sind wundervoll anzusehen

Der Sommerschnitt der Rosen:

  • Sommerschnitt bedeutet einfach gesagt nicht anderes, als Verblühtes regelmäßig zu entfernen.

    Moderne Rosen blühen mehrmals, deshalb ist das Ausputzen der Blüten ein wichtiger Arbeitsschritt. Dadurch verhindert man die Ausbildung von Früchten und die Pflanze steckt ihre gesamte Energie in den Neuaustrieb und die Knospenentwicklung.

    Nach dem 1. Flor Ende Juni Rückschnitt auf eine kräftige Knospe oder das berühmte Fünfer-Blatt, damit die Pflanzen wieder gut durchtreiben und nochmal im Herbst blüht.

  • Tipp: Warum Fünferblatt ?
    Rosen haben gefiederte Blätter, die meist aus 5 Teilblättern bestehen. Weiter oben am Stängel sind sie mitunter reduziert und dann zum Beispiel nur 3teilig.

     

  • Ausgeblühtes wird nicht direkt unterhalb der welken Blüte abgeschnitten, sondern etwas tiefer, am besten einen halben Zentimeter über dem ersten voll ausgebildeten Fünferblatt. Warum Fünferblatt? Unterhalb von diesem Blatt schlummert eine kräftige Knospe und diese gilt es aufzuwecken. Bei einem höheren Ansetzen der Schere treibt die Pflanze zwar ebenfalls willig durch, bildet aber häufig nur schwache Neutriebe mit kleinen Knospen. Der tiefere Schnitt bewirkt einen kräftigen Austrieb, der sich in der Regel auch mit großen Blüten schmückt.
  • Beim Sommerschnitt der in Büschel blühenden Rosen (Floribunda usw.) wird nach der Blüte der komplette verblühte Blütenstand bis zum ersten Blatt entfernt. Ein zu starker Rückschnitt im Sommer führt zu einem starken Holzaufbau und kann die zweite Blütenbildung verzögern.
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Gartenansicht Sommer im Rosengarten Loccum
Gartenansicht Sommer 2015

 

Tipp: Wenn Sie ein ganzes Beet der gleichen Sorte ( Beet,-Bodendecker,-Kleinstrauchrosen) haben, sollten diese komplett zurück geschnitten werden, wenn ca. 80 % der Rosen auf dem Beet verblüht sind. Bitte nicht die einzelnen Blüten nach dem Verblühen entfernen, denn sonst bekommen sie keine zweite Vollblüte zur gleichen Zeit, die Rosen blühen zwar durch, aber deutlich mit geringer Blütenfülle

 

 

Bei Edelrosen und Tee-Hybriden wird bis auf das erste vollständige Blatt zurück geschnitten, das ist oft erst das dritte oder sogar fünfte Blatt.  Das Auge an dieser Schnittstelle ist das stärkste und treibt am schnellsten durch und bildet schon bald wieder Blüten. Bei langstieligen Edelrosen sollte der Schnitt unbedingt bis zur Wuchshöhe des Strauches reichen.

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Strauchrose Sonnenwelt im Rosengarten Loccum
Strauchrose Sonnenwelt

 

Tipp: Bei öfterblühenden Strauchrosen werden die Blüten mit drei bis vier Blättern ausgeschnitten. Zu starke, mastige Triebe werden zur Strauchform passend eingekürzt.

 

Nur zur Info: Rosen haben übrigens nicht immer ein 5er Blatt, manche Rosen, z.B. etliche Rambler (Kletterrosen mit weichen, überhängenden Trieben) wie die stark duftende Bobbie James oder die öfterblühende Super Excelsa haben auch Blätter mit 7 oder 9 Teilblättern.

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Flammentanz und Francois Guillot im Rosengarten Loccum
Flammentanz und Francois Guillot
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Flammentanz und Francois Guillot im Rosengarten Loccum
Flammentanz und Francois Guillot
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Flammentanz und Francois Guillot im Rosengarten Loccum

"Alte" Rosen schneiden

Auch die einmal blühenden Strauchrosen erhalten im Sommer ihren Schnitt:

  • Die einmal blühende Strauchrosen schneidet man für einen Formschnitt oder bei mangelndem Platzbedarf nach der Blüte im Sommer behutsam zurück. In der Regel belässt man es dabei, krankes, totes, abgestorbenes und pilzbefallenes Holz zu entfernen. Auch zu dicht wachsende Triebe kann man auslichten. Es werden lediglich alle zwei bis drei Jahre einige alte Triebe ganz herausgenommen, um den Stock zu verjüngen.
  • Im Sommer werden außerdem die vegetativen Triebe (Triebe ohne Blütenknospen) zurück geschnitten, sobald an den vorjährigen Trieben die Blütenknospen aufbrechen und etwas Farbe zeigen.
  • Im Spätsommer oder Frühherbst werden nochmals die vegetative Triebe und niedergedrückte Triebe bis auf Blütenhöhe zurück geschnitten( 20-30cm unter die diesjährige Blüte ( Höhe ) der Rose, unter Beachtung der Form des Strauches.
  • Tipp: Durch den Schnitt regen sie einen Austrieb der Seitenknospen an. Durch diese pflegerische Maßnahme bleibt die Rose kompakter und Stützen der überlangen Triebe, oder ein Zusammenbinden des Strauches wird überflüssig.
  • Während sie schneiden, achten sie auch hier auf die Architektur, Form und Proportionen der Sträucher, treten sie immer mal wieder einen Schritt zurück, schneiden sie nach und mit Gefühl kompakte, ansprechende Büsche.

Weitere Tipps zum Schneiden der historischen Rosen erhalten sie unter: Rosen/Schnitt/einmalblühende "Alte" Rosen schneiden

einmalblühende Kletterrosen schneiden

 

Gegen Ende August werden die einmal blühenden Rambler und Kletterrosen geschnitten

  • Ältere Einmalblüher schneidet man nach der Blüte im August. Der Schnitt beschränkt sich auf das Auslichten und Entfernen alter und trockener Triebe.
  • Abgeblühte Seitentriebe schneidet man auf 2-3 Augen zurück.
  • Bei Ramblerrosen an Bögen können sehr mächtige verblühte Triebe entweder in den Bogen eingebunden, oder passend geschnitten werden
  • Wenn die Ramblerrosen nach einigen Jahren zu groß werden, oder verkahlen, empfiehlt sich hier ein totaler Verjüngungsschnitt. Die Rambler werden dazu nach der Blüte bis zum Boden zurück geschnitten, nur die im gleichen Jahr gewachsenen Jungtriebe verbleiben als Blütengerüst fürs nächste Jahr.
  • Die Seitentriebe der Rambler neigen oft dazu "aus der Richtung" zu wachsen, sollte das passieren kürzen Sie diese im Sommer nach der Blüte oder im Herbst auf bis zu 2 Augen vom Haupttrieb ein.

 

  • Allerdings schneiden wir einige einmalblühende Rambler auch erst im Frühjahr.

 

Alte historische Rosen schneiden Alba Rose Madame Plantier
Einmalblühende Alba Rose Mme Plantier
Alte historische Rosen schneiden Gallica Rose Charles de Mills
Einmalblühende Gallica Rose Charles de Mills
Alte historische Rosen schneiden Alba Rose Blush Hip
Einmalblühende 2 jährige Alba Rose Blush Hip

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Gallica Rose Charles de Mills im Rosengarten Loccum
Charles de Mills Mitte Mai ca 6 Wochen nach dem Frühjahrsschnitt mit reichlich Knospen

 

Tipp: Was sind vegetative Triebe?

 

Es gibt zwei Arten von Trieben. Triebe die mit Blütenknospen bedeckt sind, und vegetative Triebe ohne Blütenansatz. Läst man die Vegetativen stehen, verdecken sie bald die Blüten.

 

Der Gesamteindruck der Pflanze leidet darunter und die meiste Energie geht in diese Triebe. Schneidet man sie bis zur Höhe der Blüten zurück geht die Energie in die Blüten und das Aussehen der Pflanze verbessert sich.

 

Bild links: Alle Triebe sind auf Strauchhöhe eingekürzt

 

 

Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Gallica Rose Charles de Mills und Alba Rose Mme Plantier schneiden im Rosengarten Loccum
Charles de Mills und Madame Plantier Mite Juni zur Hauptblüte
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Gallica Rose Charles de Mills schneiden im Rosengarten Loccum
Charles de Mills fängt nach dem Sommerschnitt wieder an zu treiben
Rosen schneiden - Rosen pflanzen - Rosen düngen Alba Rose Madame Plantier schneiden im Rosengarten Loccum
Mme Plantier nach dem Sommerschnitt

Am Beispiel der einmalblühenden historischen Rosen links Charles de Mills und rechts Mme Plantier können sie sehen, wie sie im Spätsommer in Form geschnitten wurden. Nach dem Schnitt sehen unsere Alten Rosen aus wie auf den Fotos. Alle langen Ruten wurden auf Strauchhöhe eingekürzt, bis der Strauch eine kugelige Form hat

 

Was sind eigentlich Wildtriebe?

  • Wildtriebe sind Triebe, die aus der Veredlungsunterlage (Wurzel ) stammen. Es handelt sich dabei um eine Form der Hundsrose (Rosa canina). Man erkennt sie an den 7-fach gefiederten matt-grünen, relativ kleinen Blättern. Sie haben kaum Bestachelung und blühen erst im zweiten Standjahr mit einer einfachen zartrosa Blüte. Die Blätter der Edelsorte sind meist größer und dunkel glänzend, oft ist der Austrieb rötlich.
  • Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Rosentriebe mit 7-fach gefiederten Blättern automatisch Wildtriebe sein müssen. Fast alle Rosen bringen auch sieben oder neun Blättchen hervor. Das ist sortentypisch und normal. Findet man einen Wildtrieb sollte man ihn bis zum Ursprungsort „verfolgen“ und dann ausbrechen.

  • Das Entfernen der Wildtriebe gehört zur Pflegemaßnahme im Sommer. Idealerweise sollte der Wildtrieb an seiner Austriebstelle abgerissen werden. Manchmal ist es dafür notwendig, die Erde so weit zu entfernen, dass man die Ansatzstelle an der Wurzel der Rose erkennt. Wenn man Triebe abschneidet, sollte man das direkt am Ansatz machen.
Beetrose, Blüte: purpur-lavendel, mittelgroß, in Büscheln, duftend. Die Belaubung ist auffällig lindgrün, der Wuchs stark. Mehr Freude an der Blütenfarbe kommt dann auf, wenn der Standort keine Südlage mit stauender Hitze ist. Verwendung: Einzelstellung,
Die wundervolle Rhapsody in Blue Züchter Cowlishaw/Warner 2002 Farbe pupurviolett mit weißer Mitte und gelben Staubgefäßen , öfterblühend

Die zweite Düngung:

  • Die Rose ist ein Starkzehrer. Das heißt sie braucht für einen gesunden Wuchs und üppige Blüten jetzt noch einmal ausreichend Nährstoffe
  • Während oder spätestens nach der Blüte erhalten die Rosen eine zweite Portion Dünger, diese sollte etwa aus 60% der ersten Düngemenge bestehen. Den Dünger leicht einarbeiten. Sollte es zu dem Zeitpunkt nicht regnen, muss gewässert werden. Sonnst kann der Dünger nicht wirken. ( Welche Dünger wir verwenden habe ich unter Rosenpflege im Frühjahr erwähnt )
  • Ab Ende Juli sollten keine Stickstoffdünger mehr gegeben werden, da die Triebe dann nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter ausreifen können
  • Klaus Körber rät, bei der zweiten Düngung den Dünger aufzulösen und dann zu gießen,(welches aber nicht mit jedem Dünger geht) dadurch wirkt die Nährlösung sehr schnell. Oder man streut die Nährstoffe ganz normal und wässert den Dünger dann gut ein. Wichtig ist, dass der Dünger zügig von der Pflanze aufgenommen wird, so dass die Rose noch gut nachblühen und im Herbst schön ausreifen kann.
Rosen richtig düngen schneiden pflanzen Edelrose Parole im Rosengarten Loccum
stark duftende Edelrose Parole
Rosen richtig düngen schneiden pflanzen Edelrose Parole im Rosengarten Loccum

  •  Tipp: Wenn Sie ihre Rosen ausschließlich mit Kompost und Hornspänen (oder anderen organischen Düngern) düngen ( nur dann!) können sie den Rosen zusätzlich bis spätestens Ende August eine Abschlussdüngung mit kaliumbetontem und stickstofffreiem Patentkali (Kalimagnesia - 30%K/ 10%Mg/ 17%S) verabreichen. Bitte nicht später, das bringt keine verlässliche Wirkung mehr.
  • Benötigte Düngermenge: Im August: 40 g/m² Patentkali bei Rosen und anderen Ziersträuchern. Nach dieser Düngergabe muss unbedingt durchdringend gewässert werden, denn das Kalium kann nur wirken, wenn es rechtzeitig an den Rosenwurzeln ankommt
  • Effekt: Der hohe Kaliumanteil hilft Ihren Rosen besser auszureifen und sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt in der Pflanze. Dadurch wird die Frostresistenz der Pflanze gesteigert. Kalium ist generell gut für Ihre Rosen sie wachsen etwas gedrungener, weniger mastig und die Widerstandsfähigkeit gegen Rosenkrankheiten und Schädlinge wird erhöht. Magnesium und Schwefel wirken sich positiv auf das Blattgrün aus und sorgen für eine gesunde Blattfarbe. Man kann Patentkali auch im Frühjahr ausbringen Die Farben der Rosenblüten werden dadurch  intensiver.
  • Haben sie ihre Rosen mit einem organisch-mineralischen Dünger versorgt in dem schon ein hoher Kaligehalt vorhanden war, sollten sie nicht mit Patentkali nachdüngen.

 

Die Beetrose 'Rhapsody in Blue' ist eine Züchtung mit aufsehen erregender, ungewöhnlicher violettblauer Blütenfarben. Sie erhielt die Goldmedallie und ist zur Zeit die "blaueste" Rose am Markt.
..... noch einmal Rhapsody in Blue

Rosen richtig düngen schneiden pflanzen Strauchrose Gertrude Jekyll im Rosengarten Loccum
Gertrude Jekyll Austin Rosen

Der Griff zur Spritze?

 

Zu diesem Thema habe ich schon einiges unter Rosenpflege im Frühjahr geschrieben.

Optimal gedüngt und gepflegt können Rosen vielen Krankheiten trotzen. In unserem Rosenparadies wird die Gesundheit noch zusätzlich durch den Einsatz der biologischen Pflanzenstärkungsmittel Vitanal sauer-kombi und Siapton unterstützt. Im 14-tägigen Rhythmus bringen wir die Präparate aus.

 

 

Sie bestehen aus einer Kombination von Aminosäuren, Vitaminen, Eiweißen und Kohlenhydraten, sie umgeben die Blätter wie ein schützender Film und beugen Pilzkrankheiten vor.

 

Um alle Pflanzenteile leicht zu benetzen, bringen wir die Mittel mit einer Profispritze aus. Diese nebelt die Pflanzen regelrecht ein, verteilt die Wirkstoffe so besonders gut. Seit einigen Jahren nun  behandeln wir unsere Rosen mit diesen sogenannten Pflanzenstärkungsmitteln und haben bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

 

Rosen richtig düngen schneiden pflanzen Strauchrose Gertrude Jekyll im Rosengarten Loccum
Gertrude Jekyll

Was ist Vitanal sauer/Kombi : Vitanal ist sauer vergorenes Getreide, welches ähnlich wie Joghurt mit bestimmten Bakterien versehen wird.

Da das Mittel durch ganz natürliche Prozesse hergestellt wird, die sich so ähnlich auch in unserem Verdauungstrakt abspielen, ist auch nach Anwendung keinerlei Wartezeit zur Verwendung nötig. Da Vitanal so gering dosiert aufgespritzt wird, beeinträchtigt es auch den Geschmack nicht mehr.

 

Ähnlich wie Algenextrakte wirkt es sowohl als Blattdünger und als vorbeugendes Fungizid, weil es die Blattflora in Richtung sauer verschiebt, was die Keimung der Sporen behindert. Zudem wirkt es über die direkte Düngung Zell stärkend, auch das erschwert gekeimten Sporen den Weg ins Blattgewebe.

 

Weiterführende Infos zu den Mitteln bekommen sie in der Rubrik ROSEN / PFLEGE

Rosen richtig düngen schneiden pflanzen Strauchrose Gertrude Jekyll im Rosengarten Loccum
Gertrude Jekyll

 

Was ist Siapton:

SIAPTON wird in einem technisch aufwendigem Hydrolyseverfahren hergestellt und zeichnet sich durch eine für das Pflanzenwachstum optimale Zusammensetzung aus.

 

SIAPTON besitzt einen Gehalt von über 700g Aminosäuren und kurzkettigen Eiweißbausteinen pro Liter.

 

Der hohe Gehalt an freien Aminosäuren, welche für die Wirkung sehr wichtig sind, liegt bei ca. 10% "

Das leidige Thema Pflanzenschutz:

Heiko Hübscher hat zu diesem Thema in einem Zeitungsbericht im Jahr 2014 gesagt:" Es ist interessant: Wenn ich mich für den Verzicht auf Fungizide ausspreche, bekomme ich "böse" Briefe und kläre ich über die richtige Nutzung auf, bekomme ich auch "böse" Briefe. Nur eben dann von denen, die auf diese Mittel schon lange verzichten. Beide "Fraktionen" schreiben wissentschaftlich sehr fundiert.

letztendlich aber bleibt jedem selbst überlassen was er tut.....

 

Rosiger Pflanzenschutz mit Toleranz

 

Bild Quelle: Robert Markley Rosen der Praxisratgeber
Bild Quelle: Robert Markley Rosen der Praxisratgeber

Die Robustheit, die vielen Rosensorten nachgesagt werden ist oft relativ, weil sie - außer von der genetischen Veranlagung der einzelnen Sorten - von vielen äußeren Faktoren abhängt.

 

Unter falschen Standortbedingungen versagt selbst die gesündeste ADR Rose. Auch die Bestandsdichte des Beetes hat einen großen Einfluss.

 

Die Befallsstärke mit SRT ( Sternrußtau ) und Mehltau variiert unter Umständen von Jahr zu Jahr erheblich und ist stark witterungsabhängig. So können bei gleichen Pflegebedingungen und gleichem Standort in einem Jahr, sehr starke, in einem anderen kaum sichtbare Befallserscheinungen auftreten.

 

In feuchtwarmen Sommern zeigt sich häufig Mehltau, während in verregneten Jahren Sternrußtau dominieren kann.

 

Verantwortungsbewusste Rosenfreunde sollten mögliche Auswirkungen des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln kennen und auf ihre Anwendung - wann immer möglich - verzichten.


Rosen gesund erhalten, düngen und schneidenKleinstrauchrose Sweet Heart von Tantau Rosen im Rosengarten Loccum
Kleinstrauchrose Sweet Heart von Tantau Rosen
Rosen gesund erhalten, düngen und schneidenKleinstrauchrose Sweet Heart von Tantau Rosen im Rosengarten Loccum
Sweet Heart

Gedanken zum Pflanzenschutz:

 

....." Unsere Einteilung von Lebewesen in Gut und Böse, sprich Nützling oder Schädling ist sehr subjektiv. Was wir als unästhetisch an einer Rosenpflanze empfinden, ist für andere die Ernährungsgrundlage.

 

Wer jede Laus verfolgt, kann nicht erwarten, dass sich eine nennenswerte Nützlingsfauna aufbaut. Viele Pilz und Insektenarten sind in ihrer Existenz von der Rose abhängig. Das überkommende Ideal, der staubgewischten Rose entzieht ihnen aber jede Lebensgrundlage.

 

Wer ökologische Kreisläufe in seinem Garten unterstützen will, stülpt über seine Rosen keine Glasglocke. Und eine Rose die einmal "niest", sprich etwas Mehltau oder ähnliches hat, ist noch lange kein Fall für die gärtnerische Notaufnahme. Erst wenn ein Befall den Rosen ernsthaft Schaden zufügen könnte, sollte man zu chemischen Bekämpfungsmaßnahmen greifen...."

Quelle: Buch Rosen der Praxisratgeber von Robert Markley

 

Rosen gesund erhalten, Pflanzenschutz Rosenkrankheiten und Schädlinge Edelrose Souvenier de Baden Baden Kordes Rosen im Rosengarten Loccum
Edelrose Souvenier de Baden Baden Kordes Rosen

 

Rosenkrankheiten und Schädlinge

 

Alles wurde beachtet...

 

Sortenwahl und Standort als Basis, dann gute Düngung und alle Maßnahmen zur Pflanzenstärkung befolgt. Krankes Laub im Herbst und Frühjahr entfernt!

 

Und trotzdem..

 

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen können sie Besuch von lästigen Rosenkrankheiten und –Schädlingen bekommen. So können beispielsweise in sehr regenreichen Jahren mit kühlen Sommern selbst an sich robuste Sorten leiden. Wir haben deshalb für Sie eine Liste der wichtigsten "Plagegeister" aufgestellt: unter Rosen/Pflege/Rosenkrankheiten und Schädlinge

 

Was tun wir dagegen:

  • Wie schon bei der Rosenpflege im Frühjahr beschrieben gehen wir sehr sorgsam mit chemischen Spritzmitteln um. Unsere Rosen bekommen nur im Frühjahr 2 Spritzungen bei Austrieb der Blätter mit dem Fungizid Celaflor Rosen-Pilzfrei Saprol dabei wird auch der Boden mit eingesprüht. Ansonsten benutzen wir keinerlei chemische Substanzen.
  • Bei Befall Mehltau: Betroffene Triebe und Blätter mit einer Mischung aus 1 Teil Milch, ( Vollmilch, keine H-Milch) 9 Teile Wasser und ein Pck. Backpulver besprühen. Dieses wöchentlich wiederholen. Die Mischung zerstört die Pilze, allerdings verschwindet nicht der weiße Belag auf den Blättern.( das schafft kein Mittel. An besonders heißen Rosenstandorten die Pflanzen öfter wässern, das mag der Pilz nicht.
  • Bei Befall mit Sternrußtau: Sehr frühzeitig, gleich wenn man den Befall entdeckt anfangen die kranken Blätter ab und auf zu sammeln. Zusätzliche Spritzungen mit Ackerschachtelhalm ( Rezept unter Rosen/Pflege/Pflanzenschutz auf natürliche Art )gemischt mit Vitanal od. Siapton (anstatt 14 täg. jetzt wöchentlich) helfen den anderen Rosen sich nicht anzustecken. Bei sehr starkem Befall den Rosenstrauch wie beim Frühjahrsschnitt noch einmal ganz zurückschneiden und sämtliches Blattwerk vernichten.
  • Bei Befall mit Rosenrost: Verfahren sie genau so wie beim SRT Befall. Allerdings ist Rosenrost sehr hartnäckig. Befällt er jedes Jahr die gleichen Rosen, sollten sie darüber nachdenken sie ganz zu entsorgen, oder erst einmal versuchen die Rose umzupflanzen. Rosenrost ist oft ein Sorten,-und oder Standortproblem.
  • Bei Befall von Läusen: Besonders während der Zeit in der die Rosen ihre ersten Knospen treiben kann es zu einem starken Befall mit Blattläusen kommen. Sollten sie Überhand nehmen stellen sie eine Spritzbrühe aus einer Vitanallösung und etwas Pflanzenöl( oder Neemöl ) her und besprühen damit mindestens 3x im Abstand von 3 Tagen die befallenen Rosen. Neemöl wirkt dabei besser als einfaches Pflanzenöl. Sollten sie oft Probleme mit Blattläusen haben lohnt sich die Anschaffung.
  • Bei Befall mit Blattrollwespen: Die Rosen täglich untersuchen und die befallenen Blätter im Müll entsorgen.
  • Die eben genannten Krankheiten und Schädlinge sind diejenigen, die am häufigsten auftreten. Alle anderen Schadbilder werden auf der Seite Rosenschädlinge und Rosenkrankheiten gezeigt und erklärt
Rosen gesund erhalten Strauchrose Sonnenwelt im Rosengarten Loccum
Sonnenwelt
Rosenschädlinge und Krankheiten behandeln Rosen gesund erhalten Strauchrose Sonnenwelt im Rosengarten Loccum
Strauchrose Sonnenwelt Kordes Rosen

Natürlich sind auch unsere Rosen nicht immer jedes Jahr gesund.( Was wäre das Schön !! )Beispielsweise im Jahr 2014 hatten auch wir während des nassen Frühjahrs und Frühsommer mit dem Sternrußtau zu kämpfen. Jedoch haben wir die Rosen konsequent weiter mit unseren Stärkungsmittel behandelt und die kranken Blätter ab und aufgesucht.

 

Zahlreiche Sträucher standen schon im Juli nackig, ohne Blätter da, haben dann aber gesund wieder durch getrieben. Solche Jahre gibt es, sie sind auch für uns nicht schön, aber man muss damit leben....

 

Letztes Jahr zum Beispiel fragten einige unserer Gäste beim offenen Garten:" Eure Rosen sehen so gesund aus, ihr spritzt doch bestimmt das ganze Jahr über?" Ja, sagte ich:" Mit Stärkungsmitteln, sonst nichts." Als ich den Besuchern einige unserer Rosen zeigte, die ein wenig Befall von SRT und Rosenrost aufwiesen, waren sie richtig zufrieden, das so etwas auch uns passieren kann.

 

Auch bei uns bekommen einige Rosen im  September/Oktober (auch eine ADR-Rose kann es mal erwischen.) Sternrußtau. Der Mehltau tritt meist schon im August auf. Aber wir sehen das mittlerweile nicht mehr so tragisch, dann soll dies eben so sein. Die Rosen haben den ganzen Sommer über geblüht, die meisten zwei mal, viele drei mal, das sind Höchstleistungen, die sie vollbracht haben!  Wir haben sie dazu mit unseren Düngergaben angetrieben immer mehr und mehr zu leisten. Jetzt sind sie geschwächt durch unsere Blütentreiberei.

 

 Gestehen wir ihnen diese Schwäche einfach zu,

und machen uns nicht allzu viele Gedanken darum.......

 

Das allerwichtigste für eine erfolgreiche Rosenkultur ist: Viel Liebe und Verständnis für die Königinnen im Garten aufzubringen. Mit ihren Macken und Krankheiten lernen umzugehen und nicht gleich bei ein paar Läusen oder kranken Blättern in Unruhe zu verfallen.