Erfahrungsberichte und Tipps

aus unserem Rosengarten

Die Pflege der Rosen im Wandel der Jahreszeiten

                                      ....so kommen die Rosen gut durch den Winter

Viele Rosensorten sind leider nicht vollkommen frosthart.

Vor allem die empfindliche Veredlungsstelle und die Triebbasis sollten vor Wintersonne und niedrigen Temperaturen geschützt werden.

 Einige, vor allem alte Teehybriden und Chinarosen, die meisten Edelrosen, oder auch zahlreiche englische Rosen, die duftenden Französischen sowie die alten Remontant-Rosen um nur einige aufzuzählen,

sind nicht ausreichend frosthart für das europäische Festland.

Als nicht frostsicher gelten auch generell die duftenden aprikot- bis orangefarbenen Edelrosen.

Wer diese Rosensorten in frostgefährdeten Gebieten Westeuropas pflanzt,

muss trotz gutem Winterschutz auch Ausfälle hinnehmen.

 

frostharte Gallica Rose Charles de Mills robuste reich aber nur einmalblühende Rosensorte
eine sehr frostharte Gallica Rose Charles de Mills
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum, sehr winterfeste Strauchrose Golden Wings
sehr winterfeste Strauchrose Golden Wings

 

 

Winterschutz: Anhäufeln

  • Frostempfindlich ist an der Rose vor allem die Veredelungsstelle. Diese sitzt direkt oberhalb der Wurzel, da wo die Triebe beginnen.

  • Bis spätestens Dezember haben wir also unsere frostempfindlichen Rosen angehäufelt wie auf der vorherigen Seite beschrieben. Der erste und dauerhafte Winterschutz für eine Rose ist aber das tiefe Einpflanzen. Die Erdauflage über der Veredelung schützt dann dauerhaft vor Frost.

 

  • Auf keinen Fall zum Anhäufeln Torf nehmen; er ist zu sauer und trocknet bei ausbleibenden Niederschlägen stark aus – und sollte generell im Garten nur in Ausnahmefällen (Moorbeetpflanzen) Verwendung finden. Ausgereifter Kompost oder fertige Rosenerde sind besser geeignet.
  • Das Anhäufeln der Rosen mit einer lockeren Erde oder Substrat, ca. 15-20 cm hoch, gilt als besonders sicherer Rosenschutz. Die unter der Erde liegenden Augen bis zur Veredelungsstelle sind vor Frosteinwirkung geschützt.
öfterblühende Kletterrosen  Bajazzo und Ghislain de Feligonde  Rosengarten Loccum
Kletterrosen Bajazzo und Ghislain de Feligonde

 

 

Unser Tipp:

  • Verwenden Sie zum Anhäufeln Komposterde, die im Frühjahr um die Rose verteilt wird, um die Düngewirkung zu nutzen (Mehrfachnutzen des Kompostes!).
  • Die Rosen sind übrigens auch wesentlich besser in der Winter- härte, wenn sie ausschließlich organisch gedüngt werden. Wer Kunstdünger verwendet, forciert die Pflanzen zu schnellerem Wachstum, was weichere Triebe, sprich weicheres Holz zur Folge hat.
  • Wer organisch düngt läßt den Pflanzen ihr natürliches Tempo beim Wachstum und nachgewiesener- maßen dadurch härteres Holz und somit winterharte Pflanzen
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum
Edelrose Rachel-Louise Moran möchte im Winter gut zugedeckt werden
  • Wildrosen, die meisten Alten Rosen, ältere eingewachsene  Strauch, Beet,  Kletter und Ramblerrosen müssen nicht angehäufelt werden.Wenn sie sich unsicher sind kann es natürlich auch nicht schaden.
  • Wie schon beschrieben: Die Veredelungsstelle muss mindestens 5 cm tief im Boden sein, in besonders frostgefährdeten Gebieten auch noch tiefer. Dann kann die Rose, auch wenn ihre Triebe bis auf den Boden zurück frieren, wieder aus der Veredelung austreiben
  • Aber die Grundlage dafür schaffen wir schon im Sommer. Nach Ende Juli sollte nicht mehr stickstoffbetont gedüngt werden. Stickstoff fördert das Wachstum der Rose und verhindert die Ausreifung der Triebe, die dann dem Frost leicht zum Opfer fallen.
  • Starker Rückschnitt im Spätsommer ist ebenso schädlich, die Rose versucht den Blattverlust auszugleichen und die Triebe können nicht mehr ausreifen.
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum gut winterhart Strauchrose Caramella
gut winterhart Strauchrose Caramella

Winterschutz: Tannenzweige/Nadelholzreisig

 

  • Als zusätzlichen Schutz legt man über die heraus schauenden Triebe Tannenzweige. Auch als Schutz gegen die Frühjahressonne sind die Nadelhölzer geeignet.

  • Ungeeignet sind Torf und alle Plastikfolien. Das Abdecken der Rosen mit Tannenzweigen sollte nicht zu früh erfolgen, da die Rosen so eingepackt bei milden Temperaturen wieder anfangen auszutreiben.

 

  • Wir decken nur die empfindlichen Sorten wie Edelrosen, Remontantrosen oder Neuanpflanzungen im ersten bis dritten Jahr ab. Bei älteren Beet, Strauch, Historische oder Kletterrosen ist dieses in unserer Region nicht nötig. Auch werden in unserem Garten nicht alle Rosen angehäufelt. Mit den Jahren erkennt man welche Sorten gut winterhart sind, oder welche diesen Schutz benötigen
  • Tannenzweige bewirken über dem Erdboden etwas Frostabmilderung . Daher wird das Abdecken mit Reisig auch gerne für empfindliche Stauden empfohlen. Die Schutzwirkung für den Wurzelbereich der Pflanzen ist aber nur gering.
  • Hochstämmchen (Stammrosen) haben ihre Veredlungsstelle oben, direkt unter der Krone. Anhäufeln nützt da nichts. Man packt deshalb Reisig um die Stelle und auf die Zweige und stülpt anschließend einen Stoff- oder Jutesack über die gesamte Krone. Niemals Plastiktüten verwenden, darunter bildet sich Kondenswasser. Das kann gefrieren und großen Schaden anrichten.
  • In besonders kalten Lagen legt man die Hochstämmchen um. Der Stamm wird vorsichtig zum Boden gebogen und mit Haken befestigt. Dann wird die Krone locker mit Erde oder Kompost bedeckt, der Stamm wird mit Sackleinen vor winterlicher Sonneneinstrahlung geschützt.
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum gut winterhart Rosa Rugosa Polarsonne
Polarsonne ist wie alle Rosa Rugosa Sorten sehr winterhart
  • So sehr Rosen im Sommer die Sonne lieben und brauchen, umso schädlicher kann sie im Winter sein. Die Einwirkung von Wind und Wintersonne lässt die grüne Rinde der Rosen austrocknen, die Wurzeln können aber bei Frost kein Wasser aufnehmen und nach oben in die Triebe leiten. Die Folge ist: Äste und Zweige vertrocknen und treiben nicht mehr aus. Also erfriert die Rose nicht, nein sie vertrocknet.
  • Rosen sollten also im Spätwinter – vor allem wenn sie an der sonnigen Hauswand oder ähnlichem stehen – mit Tannenzweigen abgedeckt werden, um Schäden zu vermeiden.
  • Die Frosthärte der Rosen ist genetisch vorgegeben: Es gibt aber Faktoren, die einen Einfluss auf die Frosthärte haben bzw. die die Ausreife der Triebe vermindern können.Ein trockener Herbst z.B. ist für den Triebabschluss und die Ausreife der jungen Rosentriebe förderlich. In einem warmen und regenreichen Herbst, wird der Reifeprozess verzögert und die Möglichkeit von Frostschäden ist höher. Aber auch klimatische Unterschiede spielen eine Rolle. Bei Rosen, die in höheren und meist kälteren Regionen gepflanzt werden, sollte stärker auf vorbeugende (wie die Pflanztiefe) oder direkte Maßnahmen geachtet werden als bei Pflanzungen, die in den wärmeren Regionen stattfinden.
  • Durch gezielte vorbeugende Maßnahmen und einen angemessenen Winterschutz können Frostschäden vermindert werden. Zum Beispiel kann eine Düngung mit einem Kalidünger (z.B. Patentkali) im Zeitraum von Ende Juli bis Mitte August die Ausreife der Triebe fördern. Der beste natürliche Winterschutz ist Schnee. Leider kann man sich in unserer Region nicht darauf verlassen, dass es schneit, so dass zusätzliche Maßnahmen zum Winterschutz getroffen werden müssen.

 

gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum
Bourbonrose Mme Isaak Pereire möchte im Winter warme Füße haben
Gallica Rose Charles de Mills  sehr frostharte einmalblühende historische Rose
Gallica Rose Charles de Mills sehr frostharte einmalblühende historische Rose

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Großstrauchrosen in Dresden-Pillnitz Gesunde, frostharte Blütenwunder Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft
Leseprobe: Winterhärte:
Für eine wirkungsvolle Strauchentwicklung muss eine gute Winterhärte vorliegen.
Ein ständiges Zurückfrieren in harten Wintern, zum Teil bis auf den Boden, verhindert die gestalterische Wirkung eines reichen Blütenflors. Ist eine Kombination mit Stauden vorgesehen, kann eine angemessene Dominanz gegenüber höheren Stauden nur unzureichend entstehen.In Pillnitz haben es die Rosen im Winter mit harten Bedingungen zu tun. Auf dem Versuchsfeld liegen kontinental geprägte Klimabedingungen vor. Diese werden durch winterliche Tiefsttemperaturen von bis zu minus 20 °C
gekennzeichnet. Ende Dezember 1996/97 waren es sogar minus 27,3 ° C am Boden und am 1. Januar 1997 immer noch bis zu minus 23,3 ° C.
Nach
Grossstrauch_frostschae0809_Strothmann.p
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Strauchrose Mozart robust, reichblühend und sehr winterhart rosafarbene einfache Blüten mit Staubgefäßen
Strauchrose Mozart robust, reichblühend und sehr winterhart
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum einmalblühende Kletterrose Flammentanz sehr winterhart
einmalblühende Kletterrose Flammentanz sehr winterhart

Solange der Boden noch nicht gefroren ist können auch im Winter noch immer

wurzelnackte oder wurzelechte Rosen neu gepflanzt werden.

 

Veredelte Rosen im Container pflanzen wir in der Zeit von Oktober bis März nicht mehr, damit haben wir schlechte Erfahrungen gemacht.

 

Die Rosen die im Container gewachsen sind haben die ganze Zeit noch frische neue Triebe produziert und sind desshalb anfälliger für Frostschäden

 

Rosen im Kübel überwintern

  • Nicht jede Rose ist für Kübelhaltung geeignet. Auch hier gilt deshalb, auf passende Sorten achten!
  • Die Erde der Topfrosen darf nicht durchfrieren, sonst kommt der Wassertransport zum Erliegen, die Rose verdurstet. Deshalb packt man den Kübel gut ein, mit Noppenfolie, Kokosmatten oder Jute.
  • Der Kübel benötigt einen sehr geschützten Standort, möglichst in einer Ecke.
  • Nicht vergessen darf man, in frostfreien Zeiten ausreichend zu gießen! Allerdings muss nicht benötigtes Gieß- und Regenwasser gut abfließen können.
  • Ideal ist, den Pflanzkübel auf Füße zu stellen oder auf einige Styroporplatten.
  • Sämtliche Kübelrosen werden bei uns im Freien überwintert. Räume bieten keine guten Bedingungen, um über die kalte Jahreszeit zu kommen. Auch im Keller sind sie nicht gut aufgehoben. An der frischen Luft fühlen sie sich viel wohler
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum einmalblühende Kletterrose Flammentanz sehr winterhart
weiße Ramblerrose Francois Guillot und rote Flammentanz zwei sehr winterharte Sorten
gesunde,pflegeleichte, robuste, reichblühende Rosensorten im Rosengarten Loccum Strauchrose Frühlingsmorgen sehr winterhart
Strauchrose Frühlingsmorgen sehr winterhart